Kingston HyperX 3K 240GB Na ‚Vi Edition

Mit der HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition haben wir heute eine 240GB SSD vom Kingston im Test, welche in Zusammenarbeit mit dem sehr erfolgreichen E-Sport-Clubs Natus Vincere (Na ‚Vi) entstanden ist.

Welche Leistung in der HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition steckt und wie sie sich von der normalen HyperX 3K unterscheidet, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Formfaktor: 2.5″
  • Controller: SandForce SF-2281
  • Schnittstelle: SATA Rev. 3.0 (6Gb/s), SATA Rev. 2.0 (3Gb/s)
  • Speicherkapazität: 240GB
  • Sequenzielle Lesegeschwindigkeit: 555MB/s
  • Sequenzielle Schreibgeschwindigkeit: 510MB/s
  • Anhaltende zufällige Lese-/Schreibgeschwindigkeit für 4KB3: 40.000/57.000 IOPS
  • Maximale zufällige Lese-/Schreibgeschwindigkeit für 4KB: 86.000/60.000 IOPS
  • Unterstützt S.M.A.R.T., TRIM und Garbage Collection
  • Energieverbrauch: 0,455W (TYP) Ruhebetrieb / 1,58W (TYP) Lesen / 2,11W (TYP) Schreiben
  • Abmessungen: 69,85mm x 100mm x 9,5mm
  • Gesicht: 97g
  • Betriebstemperatur: 0°C ~ 70°C
  • Lagertemperatur: -40°C ~ 85°C
  • Stoßfestigkeit: 1500G
  • Schwingungsfestigkeit im Betrieb: 2,17G
  • Schwingungsfestigkeit im Leerlauf: 20G
  • MTBF (Mean-Time-Between-Failures): 1.000.000 Stunden
  • Geschriebene Bytes insgesamt (TBW):192TB

Lieferumfang:

  • HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition
  • Montageanleitung
  • Case Badged

Über den Natus Vincere e-Sports Club:

Natus Vincere or Na`Vi (lateinisch für „Geboren um zu Gewinnen“) ist ein Multi-Gaming e-Sports Club. Im Jahr 2010 gewann das Counter-Strike 1.6 Lineup des Teams zum ersten Mal in der Historie drei der großen Turniere innerhalb eines Jahres: Die Intel Extreme Masters, den Electronic Sports World Cup und die World Cyber Games. Im Sommer 2011 ging das DotA Lineup des Clubs als Sieger aus dem DotA 2-Turnier „The International“ hervor und sicherte sich ein Preisgeld von 1 Million US-Dollar für den ersten Platz. Innerhalb der letzten zwei Jahre nahm Na`Vi an mehr als 52 Turnieren in 25 Ländern und drei Kontinenten teil.

Design und Verarbeitung:

Die HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition wird von Kingston in einer durchsichtigen Blisterverpackung geliefert, durch welche man schon einmal einen ersten Blick auf die SSD werfen kann.

Innerhalb der Blisterverpackung befindet sich zudem noch ein Inlay, auf dessen Vorderseite neben den maximalen Schreib- und Lesegeschwindigkeiten sowie der Speicherkapazität auch das Na ‚Vi Team abgebildet ist. Auf der Rückseite des Inlays sind zudem weitere Informationen über die SSD sowie auch den Natus Vincere e-Sports Club zu finden.

Die Blisterverpackung der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition ist fest verschweißt, wodurch man beim Auspacken der SSD darauf achten muss, dass man sich nicht an scharfen Kanten, welche durch das Öffnen der Verpackung entstehen, schneidet.

Hat man die HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition einmal von ihrer Verpackung befreit, hat man eine SSD im 2,5″ Format vor sich liegen, welche in einem recht auffälligen Design gefertigt wurde. Das Design ist an die Teamfarben des Natus Vincere e-Sports Club angepasst, wodurch sich die HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition in einem schwarz/gelben Gewand zeigt.

Schon die herkömmliche HyperX 3K SSD ist mit ihrem zweifarbigen Design im Vergleich zu SSDs anderer Hersteller recht auffällig gestaltet. Die neue HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition legt in Sachen Design jedoch noch eine Schippe drauf.

Der äußere Rahmen der SSD wurde aus einem gelben Kunststoff gefertigt. In die Oberseite ist ein Deckel eingelassen, welcher das X aus dem HyperX Logo aufgreift, dessen Form ist somit x-förmig gestaltet. Der Deckel ist aus schwarzem Aluminium gefertigt und ist am oberen, linken Rand mit dem HyperX Schriftzug sowie dem Schriftzug Limited Edition versehen.

Der HyperX Schriftzug ist dabei jedoch nicht auf das Gehäuse aufgedruckt, sondern bildet eine Einheit mit dem Gehäusedeckel. Es handelt sich somit um einen herausstehenden Schriftzug im glänzenden Aluminiumlook.
In der unteren rechten Ecke befindet sich das Na ‚Vi Logo.

Mit einem Blick auf die Rückseite findet man ein Typenschild vor, auf dem neben der Modellbezeichnung auch noch einmal die Größe des Laufwerkes zu finden ist.

Ebenso ist zu erkennen, das sich über einer der vier Schrauben, welche das Gehäuse zusammenhalten ein Garantiesiegel befindet. Sollte man die SSD also öffnen, so sollte es einem klar sein, dass man durch dieses Öffnen die Garantie auf das Laufwerk verliert. Zudem handelt es sich bei den vier verwendeten Schrauben um Innen TORX®-Schrauben mit Sicherungsstift, für die sicherlich nicht jeder gerade einmal einen passenden TORX®-Schraubenzieher zu hause hat.

Anschlussseitigt setzt Kingston bei der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition auf einen SATA-3-Anschluss. Neben diesem befindet sich zudem noch eine Stiftleiste mit vier Pins.

Hierbei handelt es sich um Servicepins, welche für den normalen Einsatz nicht benötigt werden.

Mit einem Blick ins Innere, welcher einen Verlust der Garantie mit sich zieht, ist zu erkennen, das Kingston in der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition wie auch in der normalen Version der HyperX 3K mit 240GB 16 synchrone MLC-NAND-Flash-Chips von IMFT verbaut, die eine Kapazität von jeweils 16 Gigabyte aufweisen und in 25 Nanometern gefertigt sind. Die gesamte Speicherkapazität der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition beträgt somit 256GB, wovon jedoch nur 240GB zur eigentlichen Nutzung freigegeben sind. 16GB dienen somit als Spare-Area.
Als Controller kommt ein SF-2281-Chip von Sandforce zum Einsatz.
Der Controller sowie auch die Speicherchips werden bei der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition passiv durch das Gehäuse der SSD gekühlt. Um diese Kühlung effizient zu bewerkstelligen, befindet sich auf der Innenseite des Gehäuses am Deckel als auch am Boden jeweils ein Wärmeleitpad, welche die Abwärme der Speicherchips und des Controllers an das Gehäuse abführen.

Die Verarbeitung der HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition ist durchweg sehr gut und gibt einem keinen Anlass zur Kritik.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7 3930K @ 4,6GHz
  • Mainboard: Asrock Extreme11
  • Grafikkarte: GTX 680
  • Arbeitsspeicher: 32GB (4 x 8GB DDR3 1866MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 7 Professional x64

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die HyperX 3K 240GB – Na’Vi Edition SSD von Kingston mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressible Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.


Auffällig ist bei der HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition, dass die erreichte Schreibgeschwindigkeit weit unter den Herstellerangaben liegt. Die HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition erreicht in dem AS SSD Benchmark bei der Schreibgeschwindigkeit nur ca. 50% der Leistung, die vom Kingston angegeben wird.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).


ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.

Bei einer Queue Depth von 10 ist sehr schön zu erkennen, dass die HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition die von Kingston angegebenen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten doch erreicht. Hierzu sind jedoch eine hohe Abfragetiefen erforderlich, welche bei einer normalen Beanspruchung in einem Desktop-PC bzw. Notebook nur selten zur Tagesordnung gehören.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation
Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 7, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest
In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Mit der HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition hat Kingston eine SSD im Sortiment, welche durch ihr Design in den Teamfarben des E-Sport-Clubs Natus Vincere in jedem Casemod auffällt. Von der technischen Seite her unterscheidet sich die HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition nicht von der normalen HyperX 3k. Bei einem Blick auf den aktuellen Verkaufpreis ist hier jedoch sehr wohl ein Unterschied zu finden. Die HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition schlägt aktuell mit ca. 12€* mehr zu buche, als die herkömmliche HyperX 3K.
Die von Kingston angegebenen Geschwindigkeiten konnte unser Testsample in unserem Test erreichen und sogar noch minimal überbieten. Jedoch war hierzu leider eine sehr hohe Abfragetiefe notwendig, wie man sie im alltäglichen Einsatz kaum vorfindet, wodurch man die angepriesenen Geschwindigkeiten bei einer normalen Desktopnutzung kaum erreichen wird. Durch den Preisunterschied zur normalen HyperX 3K, ist die HyperX 3K 240GB – Na ‚Vi Edition eher etwas für Casemodder oder Fans des E-Sport-Clubs Natus Vincere.

Pro

  • Hohe Lesegeschwindigkeit
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang

Contra

  • Schreibgeschwindigkeit bei geringer Abfragetiefe
  • Preis im Vergleich zur „normalen“ HyperX 3K bei gleicher Technik etwas höher

Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an Kingston für die Bereitstellung des Testmusters.