Intel SSD 520 240 GB Cherryville im Test

Intel hat mit der SSD 520 Serie im Februar unter dem Codenamen Cherryville eine neue SSD Serie auf den Markt gebracht. Intel bietet die SSDs dieser Serie in den Größen von 60 bis 480GB an. Im Gegensatz zu den vergangenen Intel SSD Serien setzt Intel bei der SSD 520 Serie nicht auf Intel- bzw. Marvel-Controller, sondern auf den sehr erfolgreichen SandForce SF-2281.

Wie sich Intel´s neuster SSD Sprössling in der Praxis schlägt, werden wir anhand eines 240GB Modell in diesem Review für euch unter die Lupe nehmen.

Spezifikationen:

  • Formfaktor: 2,5 Zoll
  • Speicherkapazität des Testmusters: 240 GB
  • Kapazität (formatiert): 224 GiB
  • Verfügbare Kapazitäten: 60, 120, 240, 480 GB
  • Controller: SandForce SF-2281
  • Chipart: Intel MLC-NAND
  • Lesen (lt. Hersteller): 550 MB/s
  • Schreiben (lt. Hersteller): 520 MB/s
  • Radom 4K Lesen / Schreiben: 50.000 IOPS / 80.000 IOPS
  • Garantie: 5 Jahre

Lieferumfang:

  • Intel SSD 520 in der entsprechenden Größe
  • Einbaurahmen für 3,5″
  • SATA- und Stromkabel
  • Schrauben
  • Anleitung / CD
  • OVP

Modellvarianten und Preise:

Intel bietet seine neueste Solid State Disk in den Kapazitäten 60 GB, 120 GB, 180 GB, 240 GB und 480 GB an. Somit setzt Intel die Modellvielfalt fort, welche man seit der SSD320 Serie kennt. Alle Laufwerke werden im 2,5″-Formfaktor gefertigt und haben eine Bauhöhe von 9,5mm.
Die Preise der einzelnen Kapazitäten gestalten sich aktuell wie folgt:

  • 60GB: ca. 87€*
  • 120GB: ca. 144€*
  • 180GB: ca. 230€*
  • 240GB: ca. 276€*
  • 480GB: ca. 700€*

Design und Verarbeitung:

Die neue Intel SSD wird in einer in blau gehaltenen OVP geliefert, welche neben dem Intel Logo und der Modellbezeichnung noch mit einem Aufkleber versehen ist, welcher die Kapazität der Solid State Disk angibt.

Die SSD ist innerhalb der OVP in einer zusätzlichen Umverpackung eingepackt, welche neben der SSD auch das gesamte Zubehör enthält.
Die SSD ist im 2,5″ Formfaktor gefertigt und hat eine Höhe von 9,5mm. Das Gehäuse der Solid State Disk betsteht aus blankem Aluminium. Auf der Oberseite ist die Aluminiumfläche gebürstet, und mit einem Intel Logo bedruckt, sowie mit einem Aufkleber beklebt, welcher die wichtigsten Infos über Modellbezeichnung, Größe, usw. abbildet.

Um auf eine Bauhöhe von 9,5mm zu kommen, hat Intel einen kleinen Plastikrahmen auf dem Aluminiumgehäuse montiert.
Wird dieser Rahmen von der SSD entfernt, hat diese nur noch eine Höhe von 7mm und passt somit auch in Subnotebooks.
Auf der Rückseite, sowie an den vier Seiten des SSD-Gehäuses ist das Aluminium unbehandelt und macht einen nicht sehr schönen Eindruck.

Diese Oberflächenbeschaffenheit hat jedoch keinerlei Auswirkungen auf die Funktionsweise der SSD.

Technik:

In diesem Abschnitt schauen wir uns das Innenleben der 240GB SSD einmal etwas genauer an. Durch das Öffnen entsteht ein Garantieverlust!

Auf der Platine findet man auf Unterseite einen SF-2281-Controller und acht Speicherbausteine.

Um den Controller entsprechend zu kühlen, ist auf der Innenseite des SSD-Gehäuses ein Wärmeleitpad angebracht. Durch dieses wird die Abwärme an das Gehäuse weitergegeben und der Controller somit gekühlt. Das Gehäuse wird im Betrieb mit 29°C handwarm.
Auf der Oberseite befinden sich weitere acht Speicherbausteine.

Intel setzt bei diesen auf hauseigene 25-nm NAND-Flashspeicher. Allerdings werden keine teuren SLC-NANDs, sondern günstige MLC-NANDs verwendet.

Wie schon angesprochen verwendet Intel bei dieser Modellreihe keinen eigenen oder einen Marvell Controller wie man es von den Vorgängern gewohnt war. Intel greift erstmalig auf einen SandForce Controller zurück, wie man ihn auch in den meisten anderen SSDs auf dem Markt findet. In diesem Fall ist es der aktuelle SF-2281.

Die meisten Laufwerke, welche diesen Controller verbaut haben, lassen sich fast nur durch den Preis, sowie durch das Design des SSD-Gehäuses unterscheiden.

Intel hebt sich dennoch von der breiten Masse ab, indem eine modifizierte Firmware des SandForce Controllers in der 520er Serie verwendet wird. Durch diese modifizierte Firmware verkleinert Intel den Performanceunterschied zwischen den unterschiedlichen Modellen der 520 Serie. Zudem wurde die Kompatibilität verbessert. In diesem Fall wurden Probleme, die in Tests von Intel auftraten, behoben.

Zudem verfügen die neuen Intel 520er-SSDs über die besten Sicherheitsmerkmale aller bisherigen Intel® SSDs und sind bereits mit 256-bit-Verschlüsselungsmöglichkeiten für die Intel® Advanced Encryption Standard New Instructions (Intel® AES-NI) vorkonfiguriert. Bei Verlust oder Diebstahl des Computers haben Sie damit die beruhigende Gewissheit, dass Ihre persönlichen Daten durch fortschrittliche Verschlüsselungstechnik geschützt sind. Außerdem bieten die Intel 520er-SSDs durchgehenden („End to End“) Schutz der Daten, was die Integrität gespeicherter Daten vom Computer zur SSD und zurück sichert.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks für Festplatten, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Wir haben die SSD in unserem bekannten i7 Testsystem getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7 975EX @ 4,3GHz (Turbo Boost deaktiviert, Hyperthreading aktiviert)
  • Mainboard: Rampage III Extreme
  • Grafikkarte: ATI HD5970
  • Arbeitsspeicher: 24GB (6 x 4048MB DDR3 1866MHz)
  • Systemlaufwerk: 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5 am Areca 1880ix
  • Netzteil: Chieftec 850W Nitro Serie
  • Betriebssystem: Windows 7 Professional x64

Getestet wurde die 240GB SSD aus der Intel 520 Serie von Intel mittels dieser Benchmarks:

  • A.S. SSD Benchmark
  • HD Tune Pro
  • ATTO Disk Benchmark

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir, wie schon angesprochen, nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation
Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 7, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest
In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Die neue Intel SSD platziert sich mit einem deutlich höheren Preis am Markt als SSDs mit dem selben Controller anderer Hersteller. Für diesen Preisunterschied bietet Intel jedoch spezielle Features und auch die Leistung die, die SSD im Test zeigte, braucht sich nicht zu verstecken. Die SSD 520 Serie konnte in allen Tests überzeugen. Hierbei war es egal, ob es sich um zufällige Zugriffe auf kleine Blöcke oder um den Transfer von großen Dateien ging. Die Verarbeitung ist bis auf die Rückseite der SSD auf einem sehr hohen Niveau. Die nicht so schön verarbeitete Rückseite ist im Eingebauten zustand jedoch nicht zu sehen, dennoch würden wir uns freuen, wenn die Laufwerke in Zukunft mit einer durchweg guten Verarbeitung produziert würden.

Pro

  • Schnelle Zugriffszeiten
  • 256-bit-Verschlüsselungsmöglichkeit
  • Lieferumfang

Contra

  • Unsaubere Verarbeitung der Rückseite

Wir danken intel.com für die Bereitstellung des Testmusters.