HyperX FURY SSD – 240GB

Mit der HyperX FURY SSD haben wir heute eine SSD von Kingston im Test, welche speziell auf Gamer zugeschnitten sein soll und somit nicht nur durch hohe Übertragungsraten, sondern auch durch einen günstigen Verkaufspreis überzeugen soll.

Welche Technik in der noch recht neuen HyperX FURY SSD steckt und wie sich das 240-GB-Modell in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Formfaktor: 2.5″
  • Schnittstelle: SATA Rev. 3.0 (6Gb/s), abwärtskompatibel zu SATA Rev. 2.0.
  • Speicherkapazitäten1: 120GB, 240GB
  • Controller: SandForce SF-2281
  • Mindestleistung: 500MB/s Lese- und 500MB/s Schreibgeschwindigkeit (Komprimierte Datenübertragung (ATTO))
  • Nicht-komprimierte Datenübertragung: 470MB/s Lesegeschwindigkeit, 220MB/s Schreibgeschwindigkeit (AS-SSD und CrystalDiskMark)
  • Stromverbrauch: 0,31 W Ruhebetrieb / 0,35 W Durchschn. / 1,65 W (MAX) Lesen / 2,76 W (MAX) Schreiben
  • Lagertemperatur: -40°C~85°C
  • Betriebstemperatur: 0°C~70°C
  • Abmessungen: 69.8mm x 100.1mm x 7mm
  • Gewicht: 120GB: 90.03g
  • Schwingungsfestigkeit im Betrieb: 2,17 G Spitze (7 – 800 Hz)
  • Schwingungsfestigkeit im Leerlauf : 20 G Spitze (10 – 2.000 Hz)
  • Erwartete Lebensdauer : 1 Mio. Std. mittlerer Ausfallabstand
  • Garantie / Support : 3 Jahre Garantie und kostenloser technischer Support

Lieferumfang:

  • HyperX FURY SSD (in der gekauften Größe)
  • Kunststoffrahmen
  • HyperX Aufkleber

Design und Verarbeitung:

Die HyperX FURY SSD wird von Kingston in einer Verpackung geliefert, welche in den Farben Schwarz und Rot gehalten ist. Die Verpackung besteht überwiegend aus Pappe, in welche eine Kunststoffschale eingefasst wurde, in der sich die SSD und das Zubehör befindet.

Durch diese kann man schon einen ersten Blick auf die SSD werfen. Auf der Vorderseite der Verpackung ist neben einem großen Fury Schriftzug auch noch die maximal erreichbare Geschwindigkeit sowie ein Hinweis auf die Garantiezeit von drei Jahren abgedruckt.
Auf der Verpackungsrückseite ist neben einem Aufkleber, auf welchem sich die genaue Modellbezeichnung der SSD befindet, auch noch ein Garantiehinweis abgedruckt.

Entnimmt man die HyperX FURY SSD aus seiner Verpackung, so hat man eine sehr flache SSD vor sich liegen. Im Vergleich zu den meisten anderen SSDs auf dem Markt wurde die HyperX FURY SSD nicht in der sonst gängigen Bauhöhe von 9,5mm gefertigt, sondern fällt mit 7mm etwas flacher aus. Durch diese geringere Bauhöhe kann die SSD auch in so manchem Notebook oder Ultrabook eingesetzt werden, in dem ein normales 2,5″ Laufwerk keinen Platz findet.

Das verwendete Gehäuse ist vollständig aus Metall gefertigt und wurde mit einer anthrazitfarbenen Lackierung versehen. Auf der Oberseite wurde ein Aufkleber aufgeklebt, auf welchem ein großer HyperX FURY Schriftzug zu finden ist. Ebenso sind hier die Modellbezeichnung sowie das Kingston Logo und die Kapazität abgedruckt.

Die Rückseite der SSD weißt keinerlei Besonderheiten auf.

Im Lieferumfang befindet sich noch ein Kunststoffrahmen, welcher mit zwei doppelseitigen Klebestreifen versehen ist.

Dieser Kunststoffrahmen kann auf die SSD aufgeklebt werden, wodurch die SSD dann die für ein 2,5″ Laufwerk übliche Bauhöhe von 9,5mm erhält.

Mit einem Blick ins Innere, welcher einen Verlust der Garantie mit sich zieht, findet man ein blaues PCB vor, auf dem Kingston 16 MLC-NAND-Flash-Chips, mit der Bezeichnung FT16B08UCM1-34 verbaut hat, welche eine Kapazität von jeweils 16 Gigabyte aufweisen und in 20 Nanometern gefertigt sind.

Die gesamte Speicherkapazität der HyperX FURY SSD beträgt somit 256GB, wovon jedoch nur 240GB zur eigentlichen Nutzung freigegeben sind. 16GB dienen somit als Spare-Area.
Als Controller kommt ein SF-2281-Controller von Sandforce zum Einsatz.
Der Controller sowie auch die Speicherchips werden bei der HyperX FURY SSD passiv durch das Gehäuse der SSD gekühlt.

Die Verarbeitung der HyperX FURY SSD ist durchweg sehr gut und gibt einem keinen Anlass zur Kritik.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7 3930K @ 4,6GHz
  • Mainboard: Asrock Extreme11
  • Grafikkarte: GTX 680
  • Arbeitsspeicher: 32GB (4 x 8GB DDR3 1866MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 7 Professional x64

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die HyperX FURY SSD von Kingston mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressible Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.


Die von Kingston angegeben 470MB/s beim Lesen konnten wir in unserem Test mittels des AS SSD Benchmarks nicht ganz erreichen. An der angegeben, maximalen Schreibgeschwindigkeit ist die SSD in unserem Test nur ganz knapp vorbeigeschrammt.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).


ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.

Bei einer Queue Depth von 10 ist sehr schön zu erkennen, dass die HyperX FURY SSD die von Kingston angegebenen Lese- und Schreibgeschwindigkeiten doch erreicht und stellenweise sogar um knapp 50MB/s übersteigt. Hierzu ist jedoch eine hohe Abfragetiefen erforderlich, welche bei einer normalen Beanspruchung in einem Desktop-PC bzw. Notebook nur selten zur Tagesordnung gehören.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 7, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Mit der HyperX FURY SSD hat Kingston eine SSD in seiner HyperX-Serie, welche nicht nur durch ihr dezentes Design in viele Casemods und Gaming Rechner passt, sondern auch durch die geringe Bauhöhe in vielen Notebooks und Ultrabooks verbaut werden kann, wo andere SSDs mit ein paar Millimeter zu viel Gehäuse um das PCB bestückt sind. Durch den gut ausgestatteten Lieferumfang ist es jedoch ein leichtes die Bauhöhe an den Standard anzupassen. Auch wenn die HyperX FURY SSD im AS SSD Benchmark nicht ganz an die angegebenen Leistungswerte herangekommen ist, so konnte sie im ATTO Disk Benchmark um so mehr überzeugen und übertraf die Herstellerangaben teilweise. Das die Leistung der SSD auf einem hohen Niveau liegt und problemlos für jedes Gaming-System ausreicht, zeigt auch ein Blick auf den Kopierbenchmark, hier erreichte die SSD beim Schreiben Bestwerte. Die HyperX Fury SSD von Kingston gibt es zudem zu einem recht erschwinglichen Preis. Dieser liegt für die 120GB Version bei ca. 66€* und für die 240GB Version bei ca. 106€*.

Pro

  • Geschwindigkeit
  • Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • Lieferumfang
  • Preis
  • Garantiezeit

Contra

Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an Kingston für die Bereitstellung des Testmusters.