GoPro – HERO+

Mit der Hero+ haben wir heute ein günstiges Einstiegsmodell in die GoPro-Welt im Test, welches trotz eines geringen Verkaufspreises Videos mit 1080p mit 60fps und Bilder mit 8MP aufnehmen kann, ohne dass man hierbei auf den robusten Aufbau einer GoPro verzichten muss.

Wie sich die Hero+ von GoPro in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Anschlüsse: micro-USB
  • Auflösung: Full HD
  • Aufnahmemedien: microSD / microSDHC Speicherkarten (Unterstützt bis zu 64 GB Kapazität)
  • Format: Full-HD
  • Fotoauflösung: 3264 x 2448
  • Gewicht: 123 g
  • Megapixel: 8
  • Videoauflösung: 1920 x 1080 (60, 50, 30, 25 Fps) / H.264 codec
  • Akkuleistung: 1.160 mAh

Lieferumfang:

  • HERO+ Kamera mit fest verbautem Gehäuse und Akku
  • Skeleton-Hintertür
  • Gebogene Klebehalterung
  • Gerade Klebehalterung
  • Schnellspannschnalle
  • USB-Kabel
  • Kurzanleitung
  • Garantiehinweis
  • GoPro Aufkleber

Design und Verarbeitung:

Die Hero+ wird von GoPro in einer weißen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite mit einer Aussparung versehen wurde, durch welche man schon einen ersten Blick auf die Kamera werfen kann. Im unteren Bereich der Verpackungsvorderseite wurden zudem schon die wichtigsten Infos über die Kamera abgedruckt. Um die Verpackung selbst wurde noch ein Papierschieber geschoben, auf welchem nicht nur Bilder abgedruckt sind, welche mit einer GoPro aufgenommen wurden, sondern auch viele weitere Infos.

Auf der rechten Seite wurde der enthaltene Lieferumfang inkl. kleiner Skizzen abgedruckt. Die technischen Details sind auf der linken Seite zu finden.

Die wichtigsten Features werden einem anhand einer Skizze der Hero+ auf der Verpackungsrückseite erklärt.

Entnimmt man die Hero+ aus ihrer Verpackung, so hat man eine GoPro vor sich, welche nicht wie die Topmodelle, der Hero4 Serie auch ohne ein schützendes Gehäuse betrieben werden können. Die Hero+ ist fest in einem stoßgeschützten Gehäuse verbaut, welches wie man es aus dem Hause GoPro kennt, in einem transparenten Design gehalten ist. Die Hero+ selbst ist aus dunkel grauem Kunststoff gefertigt und kann nicht aus dem Gehäuse entnommen werden.

Blickt man einmal von der Vorderseite aus auf die Kamera, so ist schnell zu erkennen, dass ein Großteil der Front durch das verbaute Objektiv eingenommen wird. Unterhalb des Objektives wurde der Hero+ Schriftzug auf das Schutzgehäuse aufgedruckt.
Links neben dem Objektiv hat GoPro der Hero+ ein kleines Display spendiert, über welches man nicht nur durch die Einstellungen der Kamera blättern kann, sondern auch die wichtigsten Infos ablesen kann. So finden sich hier z.B. Infos über den Akkustand, die mögliche Aufnahmedauer und das gewählte Videoformat.

Unterhalb dieses Displays wurde ein robuster Knopf untergebracht. Der Knopf ist von dem schützenden Kunststoffgehäuse umgeben und wurde aus Metall gefertigt. Dieser ist nicht fest mit dem Kameragehäuse selbst verbunden, sondern auf einer Feder gelagert und wurde wasserdicht verarbeitet. Die Hauptfunktion dieses Knopfes liegt im Ein- und Ausschalten der Hero+. Er dient jedoch auch dazu, durch das Menü zu führen.

Rechts neben der Power-Taste wurden noch zwei LEDs eingearbeitet. Die untere der beiden LEDs zeigt einem durch ein blinken an, wenn eine Aufnahme am laufen ist. Auch geschossene Fotos und das ein- bzw. ausschalten wird einem durch diese LED signalisiert.
Die darüber befindliche LED dient zur Anzeige des WiFi-Modus.

Mit einem Blick auf die rechte Seite der Hero+ findet man auch hier einen Knopf vor, welcher genauso aufgebaut ist, wie der Power-Schalter, welchen wir von der Kamerafront schon kennen. Hierbei handelt es sich um die Highlight-Taste, durch welche bestimmte Positionen einer Aufnahme markiert werden können.

Blick man einmal auf die Rückseite der Hero+, so findet man hier im Auslieferungszustand einen geschlossenen Deckel vor, welcher an der Oberseite durch einen schwarzen Hebel verriegelt ist.

Durch den geschlossenen und abgedichteten Deckel erreicht die Hero+ eine Wasserfestigkeit von bis zu 40m. Im Lieferumfang befindet sich noch ein weiterer Deckel, welcher über eine eingelassene Aussparung verfügt. Diesen sollte man bei Videoaufnahmen im Trockenen und bei Geschwindigkeiten unter 100mph montieren, um die besten Ergebnisse bei der Tonaufzeichnung zu erhalten.

Ist dieser Deckel montiert, hat man zudem einen freien Zugang zu dem auf der Kamerarückseite verbauten Micro-USB-Anschluss, welcher nicht nur zum Aufladen des fest verbauten Akkus dient, sondern auch zur Datenübertragung genutzt werden kann.

Unterhalb dieses Anschlusses befindet sich ein microSD-Kartenslot. Mittels diesem nimmt die Hero+ microSD-Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 64GB auf.
Auch auf der Rückseite des Kameragehäuses wurde eine rote LED eingearbeitet, welche einen über eine aktive Aufnahme informiert.

Auf die Rückseite des Kameragehäuses wurde zudem im oberen rechten Bereich noch der GoPro Schriftzug aufgedruckt. Im unteren Bereich befindet sich noch ein Hinweis, wann man am besten welchen Deckel verwendet.

Über ein LCD-Display verfügt die Hero+ nicht. Hierdurch ist keine direkte Bildvorschau möglich. Um dies dennoch zu ermöglichen, hat GoPro in der Hero+ eine Bluetooth- und WLAN-Schnittstelle integriert. Über die Bluetooth-Schnittstelle ist jedoch nur eine Steuerung möglich, zu welcher zudem noch die optionale GoPro-Fernbedienung benötigt wird. Die verbaute WLAN-Schnittstelle sorgt dafür, dass die GoPro als Accespoint fungiert. Hierdurch kann sich ein beliebiges Smartphone oder Tablet durch eine installierte App mit der GoPro verbinden und diese nicht nur steuern, sondern auch eine Videovorschau anzeigen.

Mit einem Blick auf die Oberseite der Hero+ findet man den schon kurz erwähnten Verschluss vor, mittels welchem der an der Gehäuserückseite verbaute Deckel verriegelt wird.

Auch auf diesem wurde in einer ganz dezent wirkenden und kaum sichtbaren Farbgebung das GoPro Logo aufgedruckt.

Neben diesem Hebel wurde eine weitere Taste untergebracht. Hierbei handelt es sich um die Auslösetaste, mittels welcher Aufnahmen gestartet und beendet oder Menüfunktionen bestätigt werden.

Mit einem Blick auf die Unterseite der Hero+ findet man hier zwei Stege vor, welche über eine eingelassene Bohrung verfügen. An diesen beiden Stegen ist im Auslieferungszustand schon das von GoPro bekannte Montagesystem befestigt, mittels welchem die Hero+ einfach auf verschiedene Halter geschoben werden kann.

Im Lieferumfang befinden sich zwei Halter, welche mittels des daran befindlichen Klebebandes aufgeklebt werden können. Einer der beiden Halter ist in einer geraden Ausführung gehalten und kann somit z.B. auf einem Armaturenbrett befestigt werden, der zweite Halter ist mit einer runden Form versehen worden, wodurch er sich z.B. dazu eignet, auf einem Helm befestigt zu werden.
GoPro bietet diverse weitere Befestigungsmöglichkeiten an, mittels welchen die Hero+ z.B. an einem Fahrradlenker oder außerhalb eines Autos befestigt werden kann.

Die Verarbeitung ist sehr hochwertig ausgeführt. Leider kann jedoch der verbaute Akku nicht ausgewechselt werden.

Bedienung:

Die Hero+ lässt sich nicht nur über die integrierten Knöpfe bedienen, sondern auch über die schon kurz angesprochene Bluetooth- und WLAN-Schnittstelle. Das Ein- bzw. Ausschalten sowie das starten und stoppen einer Aufnahme geht über die verbauten Knöpfe sehr einfach. Zum Ein- bzw. Ausschalten muss lediglich der Knopf an der Front gedrückt gehalten werden. Eine Aufnahme wird durch kurzes drücken des Knopfes an der Oberseite gestartet bzw. gestoppt. Der seitlich angebrachte Knopf bietet einem zudem die Möglichkeit, während einer Aufnahme einen sogenannten HiLight Tag zu setzten, womit man besondere Stellen in einer Aufnahme markieren kann, wodurch sie sich später bei der Bearbeitung besser wiederfinden lassen.
Die verfügbaren Einstellungen lassen sich durch den Knopf an der Vorderseite und den Knopf an der Oberseite der Kamera auswählen und einstellen. Hat man sich einmal an die Bedienung gewöhnt, so ist die Navigation durch das Menü, welches man auf dem kleinen Display in der Kamerafront angezeigt bekommt, kein Problem mehr. Anfangs ist es jedoch etwas gewöhnungsbedürftig. Der vordere Knopf dient hierbei zur Navigation durch das Menü selbst. Mit dem oberen Knopf der Kamera wird das jeweilige Untermenü aufgerufen und die einzelnen Einstellungen ausgewählt.
All diese Einstellungen sind auch über die GoPro-Fernbedienung möglich, welche jedoch optional erworben werden muss. Da uns diese in unserem Test nicht vorliegt, können wir über deren Handhabung keine genauen Angaben machen.
Die Hero+ bietet über die integrierte WLAN-Schnittstelle jedoch auch noch die Möglichkeit, mittels eines Smartphones oder einem Tablet gesteuert zu werden. Hierzu muss in dem Menü der GoPro die WiFi-Funktion aktiviert werden. Bei einer erstmaligen Aktivierung wird auf dem Display ein vierstelliger PIN angezeigt. Nach dem Öffnen der GoPro App sucht diese nach einer kompatiblen Kamera und findet die Hero+. Im nächsten Schritt muss der auf dem Kameradisplay angezeigte Code eingegeben werden. Damit dieser Schritt nicht jedes mal notwendig ist, muss man nun einen Netzwerknamen und ein entsprechendes WLAN-Passwort vergeben.
Ist die Verbindung hergestellt, wird einem gleich ein Livebild von der Kamera angezeigt. Die Kamera kann über die App nicht nur ein und ausgeschaltet werden, sondern auch die Aufnahme lässt sich mittels einem Fingerdruck starten und stoppen.

Auch alle Einstellungen der Hero+ können über die App vorgenommen werden. Diese lassen sich hier einfacher und auch schneller vornehmen als über die Kamera direkt.

Test:

Hat man sich durch die verschieden Einstellungen gewühlt und die Kamera einmal in den verschiedenen Modien ausprobiert, kann man sich mit der Hero+ vor die Tür trauen und der Kamera alles abverlangen. Bei Aufnahmen, welche im Trockenen und bei Geschwindigkeiten von unter 200Kmh getätigt werden, sollte man den im Lieferumfang enthaltenen Deckel auf der Rückseite montieren, da man sonst kaum etwas von dem aufgenommenen Ton versteht, da dieser sehr gut von dem geschlossenen Deckel absorbiert wird, was jedoch auch dafür sorgt, dass starke Windgeräusche bei sehr hohen Geschwindigkeiten minimiert werden. Ist man sich nicht ganz sicher, ob man die Kamera so montiert hat, dass sie den richtigen Bereich aufnimmt, kann man dies sehr einfach durch die GoPro App auf dem Smartphone oder Tablet kontrollieren.
Durch das verbaute Weitwinkelobjektiv sind jedoch auch Freihandaufnahmen problemlos möglich. Hierdurch eignet sich die GoPro Hero+ nicht nur unbedingt für actiongeladene Aufnahmen, wie man sie von vielen Promovideos und den verschiedensten Videos aus dem Netz kennt, sondern auch bestens dazu, sie einmal kleineren Kindern in die Hand zu geben, wodurch man die Welt auch als Erwachsener noch einmal aus Kinderaugen sehen kann.
Durch das sehr robuste Gehäuse machen der Kamera auch Stürze nichts aus, was nicht nur passieren kann, wenn man sie Kindern in die Hand gibt, sondern auch dann, wenn sie als Action-Kamera eingesetzt wird.
Durch den etwas begrenzten Lieferumfang muss man je nach gewünschtem Einsatzzweck noch die ein oder andere Halterung aus dem GoPro Zubehör kaufen, um eine sichere Montage der Kamera z.B. an einem Fahrrad, auf dem Auto oder an einem Helm zu ermöglichen.

Die Hero+ ist in der Lage Videos mit einer Full-HD-Auflösung (1920×1080 Pixel) und bis zu 60 Bildern pro Sekunde aufzuzeichnen.
Auch wenn GoPro in seinen Modellen schon ein Weitwinkelobjektiv verbaut, welches einem viele Möglichkeiten bei dem erstellen seiner Filme eröffnet, bietet man mittels des 720p SuperView einen noch ausgedehnteren Weitwinkelmodus.
In diesem Modus wird ein 4:3-Bildformat im äußeren Bereich dynamisch auf ein 16:9 Bildformat gestreckt. Den SuperFiew Modus eignet sich vor allem dann, wenn die Kamera auf dem Kopf oder dem Brustkorb befestigt ist und sich die Brennpunktobjekte somit mittig im Bild befinden. Er sollte nicht angewendet werden, wenn sich im äußeren Bereich Personen befinden, da diese dann gedehnt werden und kräftiger aussehen, als sie wirklich sind.

Durch die möglichen 60fps ist in der späteren Bearbeitung der Videos eine Erstellung einer Zeitrafferaufnahme mit 2,5 facher Verlangsamung möglich.

Neben der Möglichkeit Videos in Full-HD, HD-Ready oder HD-Ready SuperView aufnehmen zu können, kann die Hero+ auch Fotos mit 8 Megapixel (3264 x 2448 Pixel) aufnehmen.

Nicht nur im Videomodus bietet GoPro bei der Hero+ mit dem 720p SuperView einen besonderen Aufnahmemodus, sondern auch fototechnisch kann die Hero+ noch mehr als einfach nur Schnappschüsse zu schießen. So ist mit dem Burst-Modus eine Serienbildaufnahme von bis zu 10 Bildern in zwei Sekunden möglich.

Auch eine automatische Zeitrafferaufnahme, welche in regelmäßigen Abständen von 0,5, 1, 2, 5, 10, 30 oder 60 Sekunden Bilder aufnimmt, ist ganz einfach nutzbar.

GoPro gibt eine Akkulaufzeit von bis zu einer Stunde und 45 Minuten bei 1080p 60fps an. Wir konnten in einem Dauertest eine Akkulaufzeit von 2 Stunden und 8 Minuten bei dieser Auflösung erreichen. Durch den Umstand, dass der Akku fest verbaut ist, muss die Hero+ spätestens dann an ein entsprechendes Ladegerät angeschlossen werden. Durch den verbauten USB-Anschluss ist jedoch auch ein Aufladen mittels einer Powerbank möglich.
Die Hero+ unterstützt microSD Speicherkarten mit einer Kapazität von bis zu 64GB. Auf einer PNY – MicroSD Elite Performance 100MB/s, welche wir in unserem Test verwendet haben, passt bei dieser Auflösung Videomaterial von 5 Stunden und 17 Minuten.

Die Bildqualität liegt trotz der kompakten Abmessungen der Hero+ auf einem sehr hohen Niveau und liefert einem in allen Lebenslagen satte Farben.

Fazit:

Mit der Hero+ hat GoPro eine kostengünstige Alternative zu den Topmodellen aus der Hero4 Serie in sein Sortiment aufgenommen. Im Vergleich zu diesen muss die Hero+ jedoch mit weniger Funktionen auskommen. Hierzu zählt nicht nur der fest verbaute Akku, welcher einen spätestens nach knapp zwei Stunden an eine Stromquelle bindet, sondern auch die geringere Auflösung. Die Hero+ bietet dennoch eine sehr gute Bildqualität bei einer aktuell noch gängigen Auflösung von 1080p. Da es noch eine Weile dauern wird, bis in jedem Haushalt 4K-Fernseher steht, spielt dies eine untergeordnete Rolle. GoPro typisch ist nicht nur die Bildqualität sehr gut, sondern auch der robuste Aufbau kann durchweg überzeugen. Hier wird einem eine sehr stabile Kamera geboten, welche nicht nur gut vor Stürzen geschützt ist, sondern durch dieses Gehäuse auch bis zu einer Tiefe von 40m Wasserfest ist. Die Hero+ ist bis auf die Montagesysteme der noch kompakteren Hero Session mit allen bekannten Montagesystemen kompatibel und bietet einem daher ein sehr breit gefächertes Einsatzgebiet. Durch das fehlende Display auf der Rückseite der Kamera wird man je nach Einsatzgebiet auf ein Smartphone oder Tablet zurückgreifen müssen, um die Kamera richtig positionieren zu können. Für Nutzer, welche lieber eine Variante mit integriertem Display ihr eigen nennen möchten, bietet GoPro mit der Hero+ LCD die Kamera auch mit einem auf der Rückseite untergebrachten Touchscreen an. Preislich liegt die Hero+ im Preisvergleich bei 219€*. Bei Amazon gibt es die Hero+ zu einem Preis von 229€*. Die Hero+ LCD liegt preislich bei 309€* und ist bis auf das verbaute Touchdisplay baugleich mit der Hero+.

Pro

  • Sehr hochwertige und robuste Verarbeitung
  • Steuerung per App
  • Sehr gute Bildqualität
  • Umfangreiches Zubehör für jeden erdenklichen Einsatzzweck (Optional)

Contra

  • Fest im Gehäuse verbaut (Akku nicht auswechselbar)

Verarbeitung

Bildqualität

Bedienung

Kompatibilität

Akkulaufzeit

Preis

Wir danken GoPro sehr für die Bereitstellung des Testmusters.