Game-X6 Blue Midi-Tower von Rasurbo

Mit dem Game-X6 haben wir heute einen der beiden neuen Midi-Tower aus der neuen Game-X Serie von Rasurbo im Test, welche man auf der CeBIT 2014 in Hannover der Öffentlichkeit präsentierte.

Welche Details sich in dem Game-X6 von Rasurbo verstecken und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Gehäuseart: Midi-Tower
  • Größe: 185 x 462 x 455mm (B x H x T)
  • Formfaktor: ATX / mATX / Mini-ITX
  • Externe Laufwerke: 2 x 5,25″
  • Interne Laufwerke: 4 x 3,5″ / 1 x 2,5″
  • Front-Lüfter: 2 x 120mm (Vorinstalliert (blau beleuchtet))
  • Rückseitiger Lüfter: 1 x 120mm (vorinstalliert)
  • Top-Lüfter: 1 x 120mm
  • Seitliche Lüfter: 2 x 120mm bzw. 1 x 180mm
  • I/O Panle: 1 x USB 3.0 / 3 x USB 2.0 / HD-Audio / Kartenleser (MS/SD/MMC)
  • Gewicht: 4,6Kg

Lieferumfang:

  • Rasurbo Game-X6
  • Schraubenset
  • Speaker
  • HDD-Schienen
  • Entkoppler

Design und Verarbeitung:

Das Game-X6 wird von Rasurbo in einer Verpackung geliefert, deren Design wir schon von vergangenen Gehäusen von Rasurbo kennen. Die Verpackung ist in den Farben Weiß, Orange und Schwarz gehalten.
Auf eine aufwendige Aufmachung der Verpackung wird seitens Rasurbo verzichtet. Somit ist auch keine Skizze des Gehäuses geschweige denn ein Produktbild des Gehäuses auf der Verpackung zu finden.

Auf der linken Verpackungsseite sind die technischen Details des Gehäuses zu finden. Auf der rechten Verpackungsseite wurden die verschiedenen Modelle der neuen Game-X Serie aufgelistet, welche es bis zum jetzigen Zeitpunkt gibt. Durch einen Haken wird einem signalisiert, welches Gehäuse sich innerhalb der Verpackung befindet.

Innerhalb seiner OVP ist das Game-X6 durch Styroporpolster geschützt und übersteht somit den Transport zum Käufer ohne eine weitere Umverpackung unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild

Entnimmt man das Gehäuse aus seiner Verpackung, so hat man ein sehr futuristisch designtes Gehäuse vor sich stehen, welches komplett in schwarz daher kommt. Das Design des Game-X6 wird maßgeblich durch seine Front und den Gehäusedeckel geprägt. Gleich nach dem Auspacken ist einem klar, dass man dieses Rasurbo Gehäuse weniger in Büros als unter oder auf Schreibtischen von Gamern sehen wird.

Das Game-X6 hat von Rasurbo eine auffällig gestaltete Kunststofffront verpasst bekommen. Diese verfügt auf der linken und rechten Seite über einen nach vorne hin überstehenden Rand, welcher in der Gehäusemitte am weitesten von der Gehäusefront absteht. Im unteren Bereich der Gehäusefront wurden zwei Mesh-Gitter verbaut, hinter welchen jeweils ein Staubfilter zu erkennen ist. Diese beiden Mesh-Gitter wurden in einen Kunststoffrahmen eingelassen, welcher einem den Anschein vermittelt, als wenn er eine gebürstete Aluminiumblende darstellt, mittels welcher das Mesh-Gitter an das Gehäuse geschraubt ist. Hierzu wurden in den vier Ecken um die Mesh-Gitter herum auch entsprechende Schrauben nachempfunden.

Oberhalb dieser beiden Mesh-Gitter wurde ein kleiner Kunststoffstreifen eingearbeitet, welcher ebenfalls im Look von gebürstetem Aluminium designt wurde. Mittig in diesen Streifen wurde das Game-X Logo eingearbeitet. Oberhalb dieses Kunststoffstreifens sind zwei 5,25″ Laufwerksschächte zu finden, welche jeweils mittels einer Mesh-Front verschlossen sind.

Zieht man die Gehäusefront einmal von dem Gehäuse ab, so wird man feststellen, dass hinter der Front seitens Rasurbo schon zwei 120-mm-Lüfter vormontiert wurden.

Hierbei handelt es sich um zwei blau beleuchtete Lüfter.

Das von uns getestete Gehäuse gibt es auch noch in einer roten Variante, bei der die hier verbauten Lüfter mit roten LEDs ausgestattet sind.
Wirft man einmal einen Blick auf die hinter dem Mesh-Gittern eingesetzten Staubfilter, so wird man schnell feststellen, dass man diesen nur recht schwer reinigen kann. Um eine Reinigung der vornehmen zu können, muss man die vier Nasen, mittels welchen das jeweilige Mesh-Gitter an der Gehäusefront befestigt ist, aufbiegen und das Gitter entnehmen. Anschließend kann der Staubfilter entnommen werden. Da das Mesh-Gitter nicht dafür ausgelegt ist, andauernd auf- und zugebogen zu werden, wird dieses nach einer gewissen Anzahl von Reinigungen brechen.

Rasurbo verwendet nicht nur an der Gehäusefront ein auffälliges Kunststoffdesign, sondern setzt dieses auch auf dem Gehäusedeckel ein. Dieses wurde nahtlos an die Kunststofffront angepasst. Gleich im vorderen Bereich ist neben der Power-Taste auch ein Resetschalter sowie die HDD-LED zu finden.

Die Power-LED wurde in die Power-Taste integriert. Direkt hinter diesem Bereich wurde eine Klappe eingearbeitet, welche nach hinten aufgeschoben werden kann. Hinter dieser Klappe befindet sich das I/O Panle. Schiebt man diese Klappe das erste mal auf, so wird man sicherlich etwas verwundert sein, dass Rasurbo jeden hier vorfindbaren Anschluss mit einer Gummikappe versehen hat.

Neben einem USB 3.0 Anschluss sind in dem I/O Panle auch drei UBS 2.0 Anschlüsse sowie die üblichen HD-Audio-Anschlüsse zu finden. Rasurbo hat dem Game-X6 zudem noch einen Kartenleser spendiert, welcher mit MS, SD und MMC-Speicherkarten umgehen kann. Angeschlossen wird dieser Kartenleser über interne USB 2.0 Header. Leider wurde hier kein USB 3.0 Modell verbaut.
Die verwendeten Schutzkappen sind zwar ein nettes Feature, gehen jedoch schnell verloren, da sie recht klein sind und zudem nicht fest mit dem Gehäuse verbunden wurden.
Hinter dem I/O Panle wurde zudem noch eine Lüftersteuerung integriert, mittels welcher man den hinteren und die beiden vorderen Gehäuselüfter steuern kann. Die Lüfter lassen sich in den Stufen Off, Low und High steuern.
Im hinteren Bereich des Gehäusedeckels ist ein Wabengitter zu finden, in welchem Montagebohrungen für einen 120-mm-Lüfter eingelassen wurden. Dieses Wabengitter ist leicht aus dem Gehäusedeckel herausgezogen worden.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Game-X6, so findet man gleich unter dem Gehäusedeckel zwei Durchführungen für die Schläuche einer externen Wasserkühlung. Diese wurden mit Gummidurchführungen versehen, wodurch die Schläuche effektiv geschützt werden. Gleich unter diesen Durchführungen und somit neben dem Ausschnitt für das I/O Panle befindet sich ein weiteres Wabengitter, hinter welchem von Rasurbo schon ein 120-mm-Lüfter vormontiert wurde.

Im Vergleich zu den beiden Lüftern, welche hinter der Gehäusefront verbaut wurden, ist dieser Lüfter nicht mit einer blauen Beleuchtung ausgestattet. Rasurbo hat hier jedoch einen Lüfter verbaut, welcher auf einen blauen Impeller und einen schwarzen Lüfterrahmen setzt.
Unterhalb dieses Lüfters sind die sieben Slotblenden zu finden. Diese sind bei dem Game-X6 leider nur vorgestanzt und müssen somit bei Bedarf noch aus dem Gehäuse herausgebrochen werden. Im Lieferumfang befinden sich leider keine Slotblenden, mittels welchen man nicht mehr benötigte Löcher schließen könnte.
Im unteren Bereich des Gehäuses wurde der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil integriert. Rund um diesen herum wurden acht Montagebohrungen angebracht, wodurch man das gewünschte Netzteil in zwei Richtungen verbauen kann.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Gehäuses findet man im hinteren Bereich einen Staubfilter vor, welcher ganz einfach von dem Gehäuse abgenommen werden kann. Hinter diesem Staubfilter befindet sich ein Wabengitter, durch welches das darüber verbaute Netzteil mit frischer Luft versorgt werden kann.

Einen sicheren Stand bekommt das Game-X6 durch vier Kunststofffüße, welche zudem mit kleinen Gummipuffern versehen sind.

Rasurbo macht mit dem recht auffälligen Design auch keinen Halt vor den beiden Seitenwänden. Beide Seitenwände wurden in ihrer Mitte nach außen gezogen.

In die linke Seitenwand wurde zudem noch ein rechteckiges Wabengitter eingearbeitet, welches über mehrere Montagebohrungen verfügt. Diese ermöglichen es, bis zu zwei 120-mm-Lüfter oder einen 180-mm-Lüfter zu verbauen.

Blick ins Innere

Nimmt man den linken Seitendeckel von dem Gehäuse ab, erhält man einen freien Blick auf das Gehäuseinnere. Was einem gleich nach dem Öffnen des Seitendeckels auffällt, ist das doch recht schlichte Innere des Gehäuses. Wo Rasurbo noch auf ein recht spektakuläres Äußeres setzt, ist das Game-X6 im inneren recht trist gehalten.
Das Gehäuse ist auch im Innenraum komplett schwarz lackiert. Im vorderen Bereich wurde am Gehäuseboden gleich hinter der Gehäusefront ein Metallkäfig verbaut, in welchen bis zu vier 3,5″ Festplatten verbaut werden können.

Zur Montage dieser Laufwerke liegen dem Game-X6 acht passende Laufwerksschienen bei, welche an die entsprechenden Festplatten gesteckt werden müssen. Durch diese Montageschienen ist ohne optionale Adapter keine Montage von 2,5″ Laufwerken in diesen Einbauplätzen möglich. An der Oberseite dieses Festplattenkäfiges wurden zwei Metalllaschen aus dem Festplattenkäfig herausgebogen. Zwischen diesen Laschen kann eine 2,5″ Festplatte verbaut werden. Zwischen dem Laufwerkskäfig für die 3,5″ Laufwerke und dem Käfig für die beiden externen 5,25″ Laufwerksschächte wurde ein entsprechender Freiraum gelassen, wodurch es einem ermöglicht wird, recht lange Erweiterungskarten zu verbauen.
Die beiden 5,25″ Laufwerksschächten wurden mit großen Rändelschrauben bestückt, welche fest mit dem Gehäuse verbunden sind. Durch diese ist bei diesen Laufwerken eine werkzeuglose Montage möglich.
Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten sind hier neben einer großen Aussparung, welche einen Kühlertausch ohne Demontage des Mainboards ermöglicht, auch noch drei weitere Aussparungen in den Mainboardschlitten zu erkennen. Auf eine entsprechende Gummidurchführung wurde bei diesen Aussparungen jedoch verzichtet. Ebenfalls findet man einige Aufnahmepunkte für Kabelbinder an der Rückseite des Mainboardschlittens vor.

Am Einbauplatz des ATX-Netzteiles wurden am Gehäuseboden zwei Moosgummistreifen aufgeklebt, welche die Entkopplung des Netzteiles übernehmen sollen. Auf ein Kabelsleeving wurde bei den verwendeten Kabeln vollkommen verzichtet.

Das Game-X6 bring einige nette Ausstattungspunkte mit sich, welche man nicht bei jedem Gehäuse in dieser Preisklasse zu sehen bekommt. Jedoch wurde seitens Rasurbo leider auch an ein paar Details, wie z.B. Gummidurchführungen gespart, welche uns persönlich wichtiger erscheinen, als die einzelnen Gummiabdeckungen der Anschlüsse an dem I/O Panle.

Montage:

Kommt ein Mini-ITX oder ein kleines mATX-Mainboard zum Einsatz, so müssen nicht zwingend weitere Abstandhalter in den Mainboardschlitten eingedreht werden, denn Rasurbo hat in diesen schon ein paar Abstandshalter eingeschraubt. Will man jedoch ein ATX-Mainboard verbauen, so sollte man im rechten Bereich noch den ein oder anderen Abstandhalter eindrehen, damit man das Board in Höhe der Strom- und SATA-Anschlüsse abstützen kann.
Vor der Montage des Mainboards sollte man sich zudem Gedanken darüber machen, an welcher Stelle man später entsprechende Erweiterungskarten verbauen mag, da die verbauten Slotblenden erst noch aus der Gehäuserückseite herausgebrochen werden müssen. Da diese sehr knapp über dem später verbauten Mainboard enden, sollte man dies vor der Mainboardmontage tun. Macht man dies erst, wenn man sein Board verbaut hat, kann man sich schnell einmal sein Mainboard irreparabel beschädigen.
Zur Montage von 3,5″ Festplatten müssen diese jeweils mit zwei Kunststoffschienen bestückt werden.

Wenn man seine Festplatten entsprechend entkoppeln möchte, kann man dies durch kleine Moosgummischeiben tun, welche sich im Lieferumfang befinden. Diese montiert man dann zwischen den Kunststoffschienen und der jeweiligen Festplatte. Anschließend kann die Festplatte dann in den HDD-Käfig eingeschoben werden.
Eine 2,5″ Festplatte lässt sich an der Oberseite des HDD-Käfiges montieren.
Bis zu zwei 5,25″ Laufwerke können im oberen Teil des Gehäuses montiert werden. Hierbei kommt eine werkzeuglose Montage zum Einsatz, welche jedoch nicht über ein gängiges Schnellspannsystem realisiert wurde, sondern über fest mit dem Gehäuse verbundene Rändelschrauben.
Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich.

Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Durch den nicht durchgehenden Festplattenrahmen steht einer Montage von langen Erweiterungskarten nicht im Wege.
Auch wenn das Game-X6 durch die beiden nach außen gezogenen Seitenwände etwas geräumiger ausfällt, passt nicht jeder Tower-Kühler in das Gehäuse rein. Der von uns in diesem Test verwendete Megahalems ist mit 158,7mm etwas zu hoch. Hier sollte man darauf achten, dass der verwendete Kühler nicht höher als 155mm ist, da er ansonsten nicht mehr in das Gehäuse passt bzw. am Seitendeckel anliegt.
Der Platz hinter dem Mainboardschlitten ist gerade so ausreichend, um auch den dicken ATX-Kabelstrang hinter dem Mainboard zu verstecken. Um die Kabel hinter den Mainboardschlitten legen zu können, wurden in diesen wie schon kurz erwähnt drei Durchführungen eingelassen. Da diese jedoch nicht mit einem Kantenschutz versehen sind, sollte man hier etwas vorsichtig arbeiten, um die Kabel nicht versehentlich zu beschädigen.

Fazit:

Mit der neuen Game-X Serie bringt Rasurbo definitiv frischen Wind in die eigene Produktpalette. Das Gehäuse ist vom Design her speziell auf den modernen Gamer abgestimmt. Durch diese Zielgruppe fällt das angewandte Design recht aggressiv aus. Auch was die Ausstattung des Game-X6 angeht hat man sich bei Radurbo stellenweise sehr gute Gedanken gemacht, welche dann auch in die Tat umgesetzt wurden. Mit drei vorinstallierten Lüftern, von welchen zwei sogar beleuchtet sind und einem Kartenleser im I/O Panle kann sich das Game-X6 von anderen Gehäusen in dieser Preisklasse absetzten. Leider gibt es bei der Verarbeitung ein paar Features, welche keinen großen Sinn ergeben und für die man besser noch andere Features umgesetzt hätte. Anstelle der Abdeckungen für die Frontanschlüsse hätten wir uns lieber einen Kantenschutz bei den Kabeldurchführungen gewünscht Auch die Ausführung der werkzeuglosen Montagemöglichkeit der 5,25″ Laufwerke hätte mit entsprechenden Schnellverschlüssen auf einem aktuellen Stand sein können. Für knapp 35€* erhält man ein weitestgehend sehr gut durchdachtes Gehäuse, welches sich mit seiner Ausstattung in diesem Preissegment nicht verstecken muss.

Pro

  • Ansprechendes Gamer-Design
  • Ausstattung I/O Panle
  • In zwei Beleuchtungsvarianten erhältlich
  • Stellenweise werkzeuglose Montage
  • Kühlmöglichkeiten
  • Preis

Contra

  • Kein Kantenschutz an den Kabeldurchführungen
  • Montage des Festplatten etwas umständlich
  • Nur ein 2,5″ Laufwerk einbaubar (Bedingt durch die verwendeten HDD-Schienen)

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

Wir danken Rasurbo für die Bereitstellung des Testmusters.