Gamdias – HEBE M1 – virtuelles 7.1 Headset

Mit dem HEBE M1 haben wir heute ein virtuelles 7.1 Gaming Headset aus dem Hause Gamdias im Test, welches nicht nur durch einen guten Sound überzeugen, sondern auch einem spürbaren Bass und einer schicken Optik.

Welche Details in dem HEBE M1 stecken und wie sich das virtuelle 7.1 Gaming Headset von Gamdias in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Bauart: geschlossen
  • Gewicht: ca. 375 g
  • Farbe: Schwarz
  • Kopfhörer:
    Treiber: 50 mm Neodym-Magneten
    Frequenzbereich: 20 – 20.000 Hz
    Vibrationstreiber: 30mm
    Empfindlichkeit (bei 1 kHz): 119 dB +/- 3 dB
  • Mikrofon:
    Aufnahmemuster: Unidirektional
    Frequenzbereich: 100 – 10.000 Hz
    Empfindlichkeit : -40 dB +/- 3 dB
    Beleuchtung: 16,8 Millionen Farben (Chroma)
  • Anschluss: USB 2.0 (2m)

Lieferumfang:

  • HEBE M1 Gaming Headset

Design und Verarbeitung:

Das HEBE M1 Gaming Headset wird von Gamdias in einer schwarz/weißen Verpackung geliefert, auf deren Vorderseite nicht nur ein Produktbild des Headsets, sondern auch vier Featurebilder sowie eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt wurde. Zudem wurde hier noch ein Sichtfenster eingearbeitet, durch welches man schon einen ersten Blick auf das Headset werfen kann.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man nicht nur ein weiteres Produktbild vor, anhand welchem einem die einzelnen Details des Headsets erklärt werden, sondern auch eine Auflistung der wichtigsten Features, welche hier in mehreren Sprachen abgedruckt wurden.

Entnimmt man das HEBE M1 Gaming Headset aus seiner Verpackung, so hat man ein recht mächtiges Headset vor sich. Diesen imposanten Auftritt legt das HEBE M1 durch die beiden Ohrmuscheln hin, welche auch für ein Gaming Headset recht groß ausfallen.

Die beiden Ohrmuscheln verfügen über einen runden Aufbau und sind auf der Außenseite zum Großteil aus schwarzem Kunststoff gefertigt.

Betrachtet man die Außenseiten der Ohrmuscheln einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass diese nicht nur mit der Modellbezeichnung bedruckt, sondern auch über einen dreidimensionalen Aufbau versehen wurden, bei dem ein v-förmiges Kunststoffelement aus der Außenseite heraussteht. Zudem könnte man meinen, dass die Ohrmuscheln nicht komplett geschlossen sind, sondern im hinteren Bereich über ein feines Gitter verfügen.
Im Detail handelt es sich jedoch nur um ein Designelement, durch welches ein leicht transparentes Kunststoffelement sichtbar wird, welches hinter dem schwarzen Kunststoffgehäuse der Ohrmuscheln verbaut wurde.
Dieses leicht transparente Kunststoffelement kann von der Rückseite aus mittels RGB-LEDs beleuchtet werden.

Die Beleuchtung wird automatisch aktiviert, sobald man das Headset mit dem Wiedergabegerät verbindet. Die Beleuchtungsfarbe kann trotz der verbauten RGB-LEDs jedoch leider nicht frei gewählt werden, sondern es wird ein von Gamdias vordefinierter Farbverlauf durchlaufen.

Das fest angeschlossene Anschlusskabel wird in die Unterseite der linken Ohrmuschel geführt. Das Anschlusskabel hat eine Länge von 2 m und ist mit einer integrierten Steuereinheit ausgestattet, welche zugleich die USB-Soundkarte beinhaltet, wodurch sie recht groß ausfällt.

Über die Kabelfernbedienung kann nicht nur die Lautstärke reguliert oder das Mikrofon stumm geschaltet werden, sondern auch die Beleuchtung aktiviert bzw. deaktiviert sowie spezielle Vibrationstreiber hinzugeschaltet werden können.
Das verwendete Anschlusskabel ist mit einem aus unserer Sicht recht kuriosen Aufbau versehen worden, denn um das angebrachte Gewebesleeving wurde eine leicht transparente Gummierung angebracht.

Vor dem Anschlusskabel befindet sich das fest integrierte Mikrofon, welches bei Bedarf ganz einfach aus der Ohrmuschel herausgezogen werden kann. Im Vergleich zu manch anderen Headsets ist der hier verbaute Schwanenhals jedoch recht kurz, sodass das Mikrofon nicht bis ganz vor den Mund geführt werden kann.

Auf der Innenseite der beiden Ohrmuscheln wurden großzügige Polster angebracht, welche mit einem Kunstlederbezug versehen sind. Die verbauten 50-mm-Treiber sind hinter einem schwarzen Stoffbezug verbaut.

In jeder Ohrmuschel ist hinter diesem Stoffbezug zudem auch ein spezieller Vibrationstreiber mit einem Durchmesser von 30 mm verbaut, durch welche der Tieftonbereich verstärkt werden soll.

Die beiden Ohrmuscheln sind an einem Kopfbügel befestigt, welcher aus zwei getrennten Aluminiumstreben besteht.

Diese beiden Aluminiumstreben sind zur Stabilisierung auf der linken und rechten Seite in ein Kunststoffelement eingefasst, in welches das Gamdias Logo eingeprägt wurde und welches zugleich die Aufnahme zu dem gepolsterten Teil des Kopfbügels bildet.

Gamdias hat hier ein Kopfband verbaut, welches auf der Ober- und Unterseite mit einem Kunstlederbezug versehen wurde.

Dieses ist so an den seitlichen Kunststoffelementen befestigt, dass es zugleich als Größenverstellung des Headsets dient.

Die verwendeten Materialien wurden seitens Gamdias sauber miteinander kombiniert, jedoch neigen die beiden Aluminiumstege des Kopfbügels dazu Schwingungen zu übertragen und die Beleuchtungsfarbe kann leider nicht frei gewählt werden.

Installation

Der Anschluss des HEBE M1 erfolgt mittels eines USB 2.0 Anschlusses, wodurch man das Headset nicht nur ein einem Notebook oder PC nutzen kann, sondern auch an einer aktuellen Spielekonsole. Der Anschluss an ein Smartphone oder Tablet ist hierdurch jedoch nicht möglich.
In unserem Test wurde das HEBE M1 Gaming-Headset von unserem Windows 7 Testsystem selbstständig erkannt und der notwendige Treiber wurde installiert, wodurch man sich zumindest theoretisch gesehen in den Musikgenuss oder ins nächste Game stürzen kann.
Sollte man dies tun, so wird man jedoch nicht den vollen Funktionsumfang des Headsets nutzen können, denn dieser steht einem erst zur Verfügung, wenn man sich die HERA Software von Gamdias heruntergeladen und gestartet hat.

Die HERA-Software kennen wir in der Zwischenzeit schon von anderen Produkten aus dem Hause Gamdias, da sie für alle Komponenten aus dem Hause Gamdias genutzt werden kann.
Öffnet man die HERA-Software das erste mal, so dauert es einen kleinen Moment, bis die angeschlossene Gamdias Komponente erkannt wird. Sobald diese erkannt wurde, wird man gefragt, ob man den entsprechenden Treiber installieren möchte.
Die HERA-Software zeigt sich währenddessen in einem recht auffälligen Design, welches nicht nur durch den leicht transparenten Aufbau der Software geschaffen wurde, sondern auch durch die Darstellung verschiedener griechischer Götter, welche alle bestimmten Komponenten von Gamdias zugeordnet sind.

Im ersten Softwareabschnitt „Main Settings“ hat man die Möglichkeit zwischen der Stereowiedergabe und dem virtuellen 7.1 Surround Sound umzuschalten. Diese Einstellung ist leider nicht an der Kabelfernbedienung möglich.

Bei dem zweiten Softwareabschnitt findet man einen Equalizer vor, in welchem man wahlweise manuelle Einstellungen treffen kann, oder vordefinierte Einstellungen auswählen kann.

Im nächsten Softwareabschnitt „Environment“ kann man nicht nur die Entfernung der verbauten Treiber durch eine Einstellung virtuell entfernen, sondern sich z.B. auch durch einen Eingriff in den wiedergegebenen Sound in eine Konzerthalle oder ein Badezimmer versetzen lassen.

Im nächsten Softwareabschnitt findet man die Einstellungen für das in die linke Ohrmuschel integrierte Mikrofon vor.

Im letzten Softwareabschnitt „Update / Support“ bekommt man die aktuelle Version der HERA-Software angezeigt.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität weitestgehend überzeugen konnte, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unseren Testkandidaten haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim Betrachten von Filmen getestet.
Aufgrund der integrierten USB-Soundkarte kommt jedoch in diesem Test nicht wie sonst üblich, eine hochwertige Soundkarte zur Audiowiedergabe zum Einsatz.

Setzt man sich das HEBE M1 das erste mal auf die Ohren und startet die Soundwiedergabe, so wird man sehr schnell feststellen, dass Gamdias großen Wert darauf gelegt hat, dass die verbauten 50-mm-Treiber einen kräftigen Bass liefern. Dies Soundeigenschaft ist Gamidas bei dem HEBE M1 auch gelungen, denn der Tieftonbereich dominiert ganz klar, wodurch der kritische Mitteltonbereich leider etwas untergeht. Der Hochtonbereich wird ordentlich wiedergegeben. Bei einer hohen Gesamtlautstärke geht diesem jedoch schneller die Luft aus, als man es von manch anderen Headsets kennt. Dies liegt an dem sehr dominanten Tieftonbereich, welcher sich in den Vordergrund drängt.
Für alle, die die tiefen Töne nicht nur hören, sondern auch spüren wollen, hat Gamdias das HEBE M1 neben den beiden 50-mm-Treibern auch noch mit zwei 30-mm-Vibrationstreibern ausgestattet, welche bei Bedarf über einen Knopf an der Kabelfernbedienung hinzugeschaltet werden können.
Durch diese beiden Treiber werden starke Vibrationen erzeugt, welche einem den Anschein vermitteln, als wenn in den beiden Ohrmuscheln sehr mächtige Tieftöner verbaut wurden. Leider entsteht durch die beiden Vibrationstreiber ein etwas verzerrtes Klangbild.
Der virtuelle 7.1 Surround Sound lässt sich leider nicht so einfach über einen Knopfdruck zuschalten, sondern kann nur durch eine Auswahl in der Software aktiviert werden. Hierdurch muss man sich schon vor dem Starten eines Spieles auf die gewünschte Einstellung festlegen. Ein Wechsel in den jeweils anderen Modus ist hierdurch auch nicht so einfach möglich, da man immer wieder zurück in die Software muss.
Der USB-Soundkarte gelingt diese Funktion recht gut, jedoch kann man den „Surround Sound“, welchen die beiden verbauten Treiber erreichen, nicht mit dem eines richtigen Surround Sound Headset vergleichen, in dem mehr als nur zwei Treiber für die normale Audiowiedergabe verbaut sind.
Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert, jedoch werden sie sehr gut gedämpft.
Der eingesetzte Kopfbügel entpuppte sich in unserem Test jedoch leider als gewisse Störquelle, da dieser jede noch so kleine Berührung in Form von unschönen Nebengeräuschen bestraft.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test auch das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Das Mikrofon kann durch den recht kurzen Schwanenhals nicht direkt vor dem Mund positioniert werden. Dies hat zwar den Vorteil, dass störende Windgeräusche, welche durch ein tiefes Ein- bzw. Ausatmen entstehen können, der Vergangenheit angehören, jedoch mussten wie hierdurch die Intensität des Mikrofons etwas höher schrauben, um ein gutes Testergebnis zu erlangen.

Tragekomfort:

Wo das HEBE M1 Gaming Headset bei der Tonqualität etwas schwächelt, macht es im Bereich des Tragekomforts wichtigen Boden gut. Gamdias hat dem Headset besonders große Ohrmuscheln verpasst, welche eine dicke und weiche Polsterung aufweisen. Durch diese werden die Ohren des Trägers sehr gut umschlossen und zugleich auch die Oberseite des Kopfes entlastet, denn die beiden Ohrmuscheln gewähren dem Headset einen so guten Halt, dass das verbaute Kopfband nur sehr leicht auf dem Kopf aufliegt. Durch diese Eigenschaften sitzt das Headset nicht nur fest genug auf dem Kopf, damit es auch einmal etwas hektischer zugehen kann, sondern es lässt auch lange Gaming-Sessions über mehrere Stunden zu, ohne das ein unangenehmes Gefühl aufkommt. Einzig an heißen Sommertagen, kann man unter den geschlossenen Ohrmuscheln etwas ins Schwitzen kommen, da die verwendeten Kunstlederpolster bündig abschließen.

Fazit:

Mit dem HEBE M1 hat Gamdias ein Gaming Headset in seinem Sortiment, welches in unserem Test nicht nur durch das angewandte Design überzeugen konnte. Durch das angewandte Design in Kombination mit der integrierten Beleuchtung wird das HEBE M1 auf der nächsten Lanparty jedem ins Auge fallen. Leider ist es jedoch nicht möglich, die Beleuchtung an die eigenen Bedürfnisse anpassen zu können. Der Tragekomfort ist durch die großen Ohrmuscheln in Kombination mit den verbauten Polstern und dem flexiblen Kopfbügel sehr angenehm und lässt somit auch ein langes Tragen zu. Soundseitig tritt das Headset sehr basslastig auf, was seitens Gamdias so auch gewünscht ist und das Headset aus diesem Grund auch mit einer speziellen Vibrationsfunktion ausgestattet wurde, welche das Gefühl eines starken Tieftöners noch verstärken soll. Unter dieser Abstimmung leidet leider nicht nur der kritische Mitteltonbereich, sondern bei einer erhöhten Lautstärke auch der Hochtonbereich etwas. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten wurde weitestgehend gut ausgeführt und durch die verbauten Aluminiumbügel ist das Headset auch robust aufgebaut. Leider sind diese in den Ohrmuscheln jedoch nicht entkoppelt, wodurch Schwingungen, welche durch versehentliches Berühren entstehen, ungehindert bis in die Ohrmuscheln übertragen werden und einem so unschöne Störgeräusche auf die Ohren legen. Die seitens Gamdias bereitgestellte Software bietet einem eine guten Funktionsumfang, bei welchem uns lediglich eine Option zur Einstellung der Beleuchtung gefehlt hat. Leider lässt sich der virtuelle 7.1 Surround Sound nur über die Software und nicht über die Kabelfernbedienung aktivieren bzw. deaktivieren. Preisliche liegt das noch recht neue HEBE M1 aktuell bei knapp 60€*.

Pro

  • Verarbeitungsqualität
  • Design
  • Tragekomfort
  • Hohe Kompatibilität

Contra

  • Schwammiger Mitteltonbereich
  • Störgeräusche durch Klangübertragung des Kopfbügels
  • Beleuchtungsfarbe nicht frei wählbar
  • Zu dominanter Tieftonbereich (mit zugeschalteter Vibration leichtes Übersteuern)

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken Gamdias sehr für die Bereitstellung des Testmusters.