Fractal Design – Core 1500 – Midi-Tower

Mit dem Core 1500 haben wir heute ein sehr kompaktes MicroATX-Gehäuse aus der Core Serie von Fractal Design im Test, welches durch seine sehr kompakten Abmessungen aber dem dennoch großen Platzangebot überzeugen will.

Welche Features es bietet und wie sich das Core 1500 in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessungen: 195 x 370 x 450mm (BxHxT)
  • Laufwerke extern: 2 x 5.25″
  • Laufwerke intern: 4 x 3.5″ / 2,5″
  • Lüfter:
    (vorne): 1 x 120mm, 1200rpm (vormontiert) + 1 x 120mm (optional) oder 1 x 140mm
    (hinten): 1 x 120mm, 1200rpm (vormontiert)
    (oben): 2 x 120/140mm (optional)
    (unten): 1 x 120/140mm (optional)
    (seitlich): 1 x 140mm (optional)
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 1x Mikrofon, 1x Kopfhörer
  • Gewicht: 5,2kg
  • Slotblenden: 4
  • Netzteilposition: unten
  • Grafikkarten: bis max. 380mm
  • CPU-Kühler: bis max. 160mm Höhe
  • Netzteil: bis max. 155mm (bei Verwendung eines Lüfters am Boden)
  • Innen schwarz lackiert
  • Kabelmanagement
  • Staubfilter

Lieferumfang:

  • Fractal Design – Core 1500
  • Schraubenset
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung:

Wie wir es in der Zwischenzeit von Fractal Design Gehäusen gewohnt sind, wird auch das Core 1500 in einer neutralen und somit umweltbewussten Verpackung geliefert. Auf jeder Seite der OVP ist das Fractal Design Logo sowie der Gehäusename abgedruckt.
Auf der Vorderseite ist neben einer kurzen Beschreibung des Gehäuses eine Skizze des Core 1500 zu finden.

Die technischen Details wurden auf der linken Seite der OVP untergebracht. Die Verpackungsrückseite wurde mit einer Explosionszeichnung des Core 1500 bedruckt, neben welcher eine entsprechenden Beschreibung der einzelnen Bauteile zu finden ist.

Innerhalb der OVP ist das Core 1500 mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild:

Hat man das Core 1500 von seiner Verpackung befreit, so hat man ein komplett in Schwarz gehaltenes Gehäuse vor sich stehen. Das Design des Core 1500 wird, wie es bei Gehäusen von Fractal Design üblich ist, ausschlaggebend von der Gehäusefront dominiert.

Diese wurde Fractal Design typisch nicht in einem knalligen und auffälligen Design gefertigt, sondern ist recht schlicht gehalten.
Fast die gesamte Gehäusefront wurde in einem gebürsteten Aluminium Design gefertigt. Wie man es aus dem Hause Fractal Design kennt, kommt hier jedoch kein Aluminium, sondern Kunststoff zum Einsatz, welcher sehr hochwertig verarbeitet wurde.

Im oberen Bereich befinden sich zwei 5,25″-Laufwerksblenden, welche ebenfalls im Design von gebürstetem Aluminium gehalten sind.
An der linken und rechen Seite ist jeweils ein schmales Mesh-Gitter eingearbeitet, welches sich fast über die gesamte Gehäusehöhe erstreckt.
Im unteren Bereich der Gehäusefront wurde mittig das Fractal Design Logo aufgedruckt.

Die gesamte Gehäusefront kann ganz einfach von dem Gehäuse abgezogen werden.
Nimmt man die Kunststofffront von dem Gehäuse ab, so kann man den Einbauplatz für die Frontlüfter erkennen.

Hier wurde seitens Fractal Design schon ein schwarz/weißer 120-mm-Lüfter vormontiert. An dieser Stelle kann man zudem noch einen weiteren 120-mm-Lüfter montieren. Anstelle der 120-mm-Lüfter kann auch ein 140-mm-Lüfter montiert werden.

Das I/O Panel wurde in die Oberseite der Gehäusefront integriert.

Neben dem obligatorischen Power- und Resetschalter wurden hier zudem ein HD-Audio IN/OUT sowie zwei USB 3.0 Ports integriert.

Die Gehäusefront wurde übergangslos an die beiden Seitenwände sowie den Gehäusedeckel angepasst. Im hinteren Bereich des Gehäusedeckels wurden zwei großflächige Wabengitter eingearbeitet, welche als Luftauslass dienen.

Hier können entweder zwei 120mm oder zwei 140-mm-Lüfter montiert werden.
Mit einem Blick auf die linke Seitenwand ist auch hier ein entsprechendes Wabengitter zu finden, hinter welchem ebenfalls ein 140-mm-Lüfter verbaut werden kann.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man unterhalb des Gehäusedeckels einen Schalter vor, welcher als Lüftersteuerung fungiert. Hier kann man zwischen 5v, 7v und 12v wählen. An der Lüftersteuerung können bis zu drei Lüfter angeschlossen werden.

Unterhalb dieser Lüftersteuerung wurde ein quadratisches Wabengitter eingearbeitet, hinter welchem schon ein 120-mm-Lüfter vormontiert wurde.

Die vier Slotblenden wurden, wie man es von Fractal Design kennt, in einem glänzenden Weiß gehalten und sorgen so für einen schönen Kontrast auf der Gehäuserückseite.
Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und verfügt über acht Montagebohrungen, wodurch man das Netzteil in zwei Richtungen verbauen kann.
Schlauchdurchführungen sind auf der Gehäuserückseite leider keine zu finden.
Mit einem Blick auf die Gehäuseunterseite findet man einen großflächigen Staubfilter vor, welcher ganz einfach vom Gehäuse abnehmen kann.

Hinter diesem Staubfilter ist ein großflächiges Wabengitter zu finden.
Der hintere Bereich dieses Wabengitters dient dabei als Lufteinlass für das verbaute ATX-Netzteil, über dem vorderen Bereich kann ein weiterer 120mm bzw. 140-mm-Lüfter verbaut werden. Einen sicheren Stand erhält das Core 1500 durch vier Kunststofffüße.

Blick ins Innere:

Nachdem man die beiden Seitenwände von dem Gehäuse abgenommen hat, erhält man einen freien Blick auf das Gehäuseinnere. Das Core 1500 wurde auch im Inneren mit einer schwarzen Lackierung versehen.
Auffällig ist die Aufteilung der HDD-Käfige innerhalb des Core 1500.

Diese sind, wie es üblich ist, direkt hinter der Gehäusefront verbaut, wurden aber auf zwei verschiedene Bereiche aufgeteilt. Ein HDD-Käfig, in dem zwei 2,5″ oder 3,5″-Festplatten montiert werden können, wurde am Gehäuseboden montiert.

Ein weiterer befindet sich direkt unterhalb des 5,25″-Käfigs.

Beide HDD-Käfige sind modular aufgebaut und können aus diesem Grund ganz einfach aus dem Gehäuse entnommen werden.
3,5″-Festplatten können in diesen wie man es von Fractal Design kennt, entkoppelt montiert werden. Hierzu befinden sich in jedem HDD-Käfig zwei in einem kontrastreichen Weiß lackierte Schlitten.

Wird der unter HDD-Käfig etwas nach hinten versetzt und der obere HDD-Käfig aus dem Gehäuse entfernt, kann man hinter der Gehäusefront auch einen 240-mm-Radiator verbauen.
Auch unter dem Wabengitter am Gehäusedeckel kann ein 240-mm-Radiator verbaut werden.
An der Gehäuserückseite kann zudem ein 120-mm-Radiator verbaut werden. Durch diese Montagemöglichkeiten kann man auf einen externen Radiator getrost verzichten, wodurch es nicht weiter tragisch ist, dass sich keine Schlauchdurchführungen auf der Gehäuserückseite befinden.
Mit einem Blick auf den Mainboardschlitten findet man neben einer großen Aussparung, welche zur Montage des CPU-Kühlers dient auch drei kleinere Aussparungen vor, welche dem Kabelmanagement dienen. Diese sind jedoch nicht mit einem entsprechenden Kantenschutz ausgestattet.
Die vier Slotblenden sind, wie man es von allen Fractal Design Gehäusen kennt, mittels Rändelschrauben befestigt, wodurch eine werkzeuglose Montage der Erweiterungskarten möglich ist.
Am Gehäuseboden wurden im Montagebereich des Netzteiles Gummientkoppler aufgeklebt, welche das Netzteil vom Gehäuseboden entkoppeln.

Ein durchgehendes Moosgummipolster an der Montagestelle des Netzteiles an der Gehäuserückseite, welches man in der Zwischenzeit von verschiedenen Gehäusen kennt, wurde an dem Core 1500 leider nicht angebracht.
Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man neben verschiedenen Befestigungspunkten für Kabelbinder auch noch einen Montageplatz vor, welcher die Montage von eines weiteren 2,5″-Laufwerks auf der Rückseite des Mainboardschlittens erlaubt.

Dieser befindet sich direkt hinter dem Montageplatz für das Netzteil.

Die Verarbeitung des Core 1500 ist durchweg gut. Dem ein oder anderen werden jedoch die fehlenden Schlauchdurchführungen stören. Uns hätte ein entsprechender Kantenschutz bei den Aussparungen im Mainboardschlitten sehr gut gefallen.

Montage:

Wie wir es in der Zwischenzeit von Gehäusen aus dem Hause Fractal Design kennen, setzt man lieber auf eine feste Montage der Komponenten, was einen sicheren Transport der Hardware zur nächsten Lanparty garantiert, als auf eine weitestgehend werkzeuglose Montage.
Somit müssen alle Festplatten und Laufwerke mittels Schrauben befestigt werden. Wie schon kurz erwähnt, können an den HDD-Haltern bis zu vier 3,5″ oder vier 2,5″-Laufwerke montiert werden. 3,5″-Festplatten können dabei entkoppelt montiert werden.

Die Montage einer weiteren 2,5″-Festplatte ist hinter dem Mainboardschlitten möglich.
Zur Mainboardmontage müssen im ersten Schritt die Abstandhalter in den Mainboardschlitten eingeschraubt werden. Diese lassen sich auch ohne Abplatzen des Lackes eindrehen, auch wenn dies nicht ganz einfach geht und man auf das mitgelieferte Tool und einen Schraubenzieher zurückgreifen muss. Anschließend kann das Mainboard mittels der Schrauben aus dem Lieferumfang montiert werden. Die Erweiterungskarten können durch die verbauten Rändelschrauben ohne entsprechendes Werkzeug befestigt werden. Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Bei den Erweiterungskarten stehen einem trotz der kompakten Abmessungen des Gehäuses mit 380mm genügend Platz zur Verfügung. Diese werden durch die versetzten HDD-Käfige erreicht.
Bei der Montage des CPU-Kühlers stehen einem 160mm zur Verfügung.

Der Platz auf der Rückseite des Mainboardschlittens ist recht begrenzt, wodurch man sich beim Verlegen der überschüssigen Kabel etwas mehr mühe geben muss.
Durch den Umstand das man während der Montage öfter als bei manch anderem Case zum Schraubenzieher greifen muss, geht die Montage zwar nicht ganz so schnell vonstatten, jedoch ist auch die Verarbeitung der Lackierung so gut, dass eine einfache und saubere Montage der Komponenten gewährleistet ist. Eine werkzeuglose Montage hat meist nur dann einen Vorteil, wenn man die Hardware oft wechselt. Einen sicheren und vibrationsreduzierten Halt erhält die Hardware meist nur durch eine normale Montage der Hardware.

Fazit:

Betrachtet man das Core 1500 einmal etwas genauer und erinnert sich anschließend an unseren Test des Core 2500 von Fractal Design zurück, so wird einem schnell klar werden, dass es sich bei dem Core 1500 um eine auf den MicroATX-Standard geschrumpfte Variante des Core 2500 handelt. Das Gehäuse ist somit einfach nur in der Höhe von 431mm auf 370mm gekürzt worden. Somit ist auch das Core 1500 von Fractal Design ein Gehäuse, welches nicht nur als dezentes Gehäuse in einem Büro stehen muss, sondern auch ein gewisses Moddingpotential mit sich bringt. Die Verarbeitungsqualität ist durchweg auf dem von Fractal Design über die Jahre gewohnten, sehr hohen Niveau. Dies ist unter anderem sehr gut an der Verarbeitung der Kunststofffront zu erkennen, welches an der Gehäusefront eingesetzt wurde. Eine solch hohe Verarbeitungsqualität ist bei kaum einem anderen Hersteller in diesem Bereich zu finden. Auch was die Ausstattung angeht, braucht sich das Core 1500 nicht zu verstecken. Durch seinen modularen Aufbau bietet es eine Vielzahl an Einsatzmöglichkeiten und erlaubt es zudem hochwertige Hardware zu beherbergen, welche problemlos gekühlt werden kann. Zwar ist in dem Core 1500, wie es auch in anderen Gehäusen von Fractal Design der Fall ist, keine durchgehenden werkzeuglose Montage möglich, dafür lässt sich die Hardware jedoch sehr sicher verbauen. Mit knapp 51€* bietet das Gehäuse zudem ein sehr gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auch im Innenraum lackiert
  • Kühldesign
  • Edles Design
  • Moddingpotential
  • Zwei vorinstallierte Lüfter

Contra

  • Keine Schlauchdurchführungen
  • Keine Werkzeuglose Montage
  • Kein Kantenschutz am Mainboardschlitten

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

Wir danken fractal-design.com/ für die Bereitstellung des Testmusters.