Fractal Design ARC Mini R2

Mit dem Arc Mini R2 haben wir heute die zweite Generation des Arc Mini von Fractal Design im Test, welches zugleich das kleinste Gehäuse der Arc-Reihe ist.

Welche Features in dem Arc Mini R2 stecken und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessungen: 210 x 405 x 484mm (BxHxT)
  • Laufwerke extern: 2x 5.25″
  • Laufwerke intern: 6x 2.5″/3.5″ + 2×2,5″ (hinter dem Mainboardtray)
  • Lüfter:
    (vorne): 1x 120mm, 1200rpm, 1x 120mm (optional)
    (hinten): 1x 120mm, 1200rpm
    (oben): 1x 140mm, 1000rpm, 1x 120mm (optional)
    (unten): 1x 120mm (optional)
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 1x Mikrofon, 1x Kopfhörer
  • Gewicht: 9kg
  • Slotblenden: 4+1
  • Netzteilposition: unten
  • Grafikkarten: bis max. 260mm (400mm ohne HDD-Käfig)
  • CPU-Kühler: bis max. 165mm Höhe
  • Netzteil: bis max. 170mm (220mm ohne Verwendung eines Lüfters am Boden)
  • innen schwarz lackiert
  • Kabelmanagement
  • Staubfilter
  • integrierte Lüftersteuerung für bis zu drei Lüfter

Lieferumfang:

  • Fractal Design – Arc Mini R2
  • Schraubenset
  • Bedienungsanleitung

Design und Verarbeitung:

Wie wir es in der Zwischenzeit von Fractal Design Gehäusen gewohnt sind, wird auch das Arc Mini R2 in einer neutralen und somit umweltbewussten Verpackung geliefert. Auf jeder Seite der OVP ist das Fractal Design Logo sowie der Gehäusename abgedruckt.
Auf der Vorderseite ist neben einer kurzen Beschreibung des Gehäuses eine Skizze des Arc Mini R2 zu finden.

Die technischen Details wurden auf der linken Seite der OVP untergebracht. Die Verpackungsrückseite wurde mit einer Explosionszeichnung des Arc Mini R2 bedruckt, neben welcher einer entsprechenden Beschreibung der einzelnen Bauteile zu finden ist.

Innerhalb der OVP ist das Arc Mini R2 mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild:

Hat man das Arc Mini R2 von seiner Verpackung befreit, so hat man ein komplett in Schwarz gehaltenes Gehäuse vor sich stehen. Das Design des Arc Mini R2 wird ausschlaggebend von der Gehäusefront dominiert, welche eins der Designmerkmale der Arc-Gehäuseserie ist.
Diese wurde Fractal Design typisch nicht in einem knalligen und auffälligen Design gefertigt, sondern ist recht schlicht gehalten. Die unteren beiden Drittel der Gehäusefront werden von einem Mesh-Gitter geziert, hinter welchem sich ein Staubfilter verbirgt.

Um diesen reinigen zu können, kann das Mesh-Gitter ganz einfach von der Kunststofffront abgenommen werden.

Dieses ist an der oberen Kante an zwei Stellen eingerastet. Drückt man leicht gegen das Mesh-Gitter, so rastet es aus seiner Halterung aus und kann anschließend aus der Gehäusefront entnommen werden. Hat man das Mesh-Gitter abgenommen, so kommt ein vorinstallierter 120-mm-Lüfter von Fractal Deisgn zum Vorschein.

Zusätzlich kann noch ein weiter 120-mm-Lüfter hinter der Gehäusefront verbaut werden. Über dem Mesh-Gitter wurden zwei 5,25″ Laufwerkschächte integriert. Diese sind beide mit einer Kunststoffblende verschlossen, welche dasselbe Design aufweisen, wie die Gehäusefront selbst. Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, das die Gehäusefront im Design einer gebürsteten Aluminiumfläche gestaltet wurde. Die linke und die rechte Seite der Gehäusefront sind abgerundet, wodurch sich Fractal Design von den sonst oftmals üblichen, kantigen Designs im Bereich der Gaming-Gehäuse distanziert. Die Gehäusefront kann durch ein einfaches Ziehen an der Unterseite vom Gehäuse abgezogen werden. Nachdem die Gehäusefront vom Gehäuse abgezogen ist, hat man einen freien Zugang zu dem vorinstallierten Lüfter.
In die Oberseite der Gehäusefront ist das I/O-Panle integriert.

Neben dem obligatorischen Power- und Resetschalter wurden hier zudem ein HD-Audio IN/OUT sowie zwei USB 3.0 Ports integriert. An der rechten Außenseite des I/O-Panles wurde zudem noch eine Lüftersteuerung integriert, über welche bis zu drei Lüfter in drei Stufen (5V, 7V und 12V) gesteuert werden können.
Bei dem Design des Gehäusedeckels greift Fractal Design das Design der Gehäusefront erneut auf. Über fast die gesamte Fläche des Gehäusedeckels erstreckt sich ein schwarzes Mesh-Gitter, wodurch ein harmonisches Gesamtbild entsteht..

Auch hinter diesem wurde ein Staubfilter befestigt.
Die beiden seitliche Gehäusedeckel sind jeweils mittels zwei Rändelschrauben an der Gehäuserückseite befestigt. Dreht man diese raus, so kann man den Deckel ganz einfach nach hinten abziehen.
Unterhalb des Kunststoffdeckels wurde auch in den Gehäusekorpus ein Mesh-Gitter integriert, hinter welchem schon ein 140-mm-Lüfter vormontiert wurde. Neben diesem vorinstallierten Lüfter kann noch ein weiter 120-mm-Lüfter montiert werden. Ebenso ist hier auch die Montage eines entsprechenden Radiators möglich.
In die linke Seitenwand des Arc Mini R2 wurde ein großflächiges Plexiglasfenster integriert, welches an seinen Außenseiten bündig mit dem Blech abschließt.

Um es nicht zu trist wirken zu lassen, verfügt es über zwei abgerundete und zwei abgeschrägte Ecken.
Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite fallen einem auch bei diesem Fractal Design Gehäuse als erstes die Slotblenden ins Auge. Bei dem bis jetzt komplett in Schwarz gehalten Gehäuse stechen die glänzenden, weißen Blenden nur so heraus.
Neben vier Slotblenden, welche wie es bei einem PC üblich ist waagerecht angeordnet sind, hat Fractal Design dem Arc Mini R2 noch einen 5. Slotblende spendiert.

Diese befindet sich rechts neben den vier normalen Slotblenden und ist hochkant angeordnet.
Unterhalb der Slotblenden wurde der Einbauplatz für ein ATX-Netzteil integriert. Dieser verfügt über acht Montagebohrungen, was eine Montage des Netzteiles in zwei Richtungen gewährleistet.
Oberhalb der Slotblenden ist neben dem Ausschnitt für das I/O Panle ein weiterer Einbauplatz für einen Gehäuselüfter zu finden. Dieser ist im selben Design gefertigt, wie wir es bei den anderen im Deckel schon gesehen haben. Auch hier ist schon ein 120-mm-Lüfter von Fractal Design vorinstalliert ist.
Oberhalb des an der Gehäuserückseite montierten Lüfters wurden zwei Durchführungen für Schläuche einer Wasserkühlung eingearbeitet, welche beide mit einer Gummidurchführung versehen wurden.
Mit einem Blick auf die Unterseite des Gehäuses ist auch dort ein großer Staubfilter zu erkennen. Dieser kann nach hinten herausgeschoben werden.
Hinter diesem befinden sich zwei Lufteinlässe im bekannten Design. Der Hintere ist zur Belüftung des Netzteiles gedacht. Über dem vorderen kann ein 120-mm-Lüfter montiert werden.

Am Übergang zur Gehäusefront ist eine Aussparung zu erkennen, welche das Abziehen der Front erleichtert.
Einen sicheren Stand erhält das Arc Mini R2 durch Standfüße in Edelstahloptik, welche eine gummierte Grundfläche aufweisen und somit das gesamte Gehäuse von der Standfläche entkoppeln.

Blick ins Innere:

Nach dem Öffnen des Seitendeckels kann man einen ersten Blick in das Gehäuseinnere werfen.

Blickt man nun einmal in das Gehäuseinnere, so fällt einem auch hier die Schwarz/Weiße Farbkombination auf, wie wir sie durch die weißen Slotblenden von der Gehäuserückseite kennengelernt haben.
Der Innenraum unseres Testmusters des Arc Mini R2 ist passend zur Außenfarbe in Schwarz lackiert. Die Festplatteneinschübe sind wie auch die Slotblenden komplett in Weiß gehalten, wodurch ein schöner Kontrast entsteht.

Der Mainbordschlitten verfügt über einen großflächigen Ausschnitt, durch welche eine Montage und Demontage des CPU-Kühlers auch ohne Demontage des Mainboards möglich ist. Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich wie schon angesprochen an der Gehäuseunterseite. Neben Luftlöchern, welche zur Belüftung des Netzteiles gedacht sind, kann vor dem Netzteil zudem noch ein 120-mm-Lüfter montiert werden. Dies ist jedoch nur möglich, kein Netzteil mit einer Länge von mehr als 17cm zum Einsatz kommt. Der HDD-Käfig besteht aus einem oberen und einem unteren Element.

In den unteren sowie auch oberen Käfig können jeweils drei Festplatten verbaut werden. Die beiden Käfige sind modular gestaltet, wodurch sich verschiedene Montagevarianten ergeben. Der obere Käfig kann z.B. um sehr lange Erweiterungskarten verbauen zu können durch das Lösen von zwei Rändelschrauben aus dem Gehäuse entfernt werden.
So wäre es auch möglich, an dieser Stelle einen entsprechenden Radiator an der Gehäusefront zu verbauen.
Der untere Käfig hingegen ist fest mit dem Gehäuse verbunden.

Zwei zusätzliche 2,5″ Laufwerke können an der Rückseite des Mainboardschlittens montiert werden.

Oberhalb der beiden HDD-Käfige sind die entsprechenden Laufwerkseinschübe für zwei 5,25″ Laufwerke zu finden.

Das gesamte Gehäuse ist sehr sauber und gut verarbeitet.

Montage:

Fractal Design hat bei der Planung des Arc Mini R2 weitestgehend auf eine werkzeuglose Montagemöglichkeit verzichtet.
Zur Mainboardmontage müssen im ersten Schritt die Abstandhalter in den Mainboardschlitten eingeschraubt werden. Diese lassen sich auch ohne Abplatzen des Lackes und zudem noch ohne Werkzeug einfach eindrehen. Anschließend kann das Mainboard mittels der Schrauben aus dem Lieferumfang montiert werden. Die Erweiterungskarten können durch die verbauten Rändelschrauben ohne entsprechendes Werkzeug befestigt werden. Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich. Um das Netzteil bestmöglich zu entkoppeln, befinden sich bei dem Arc Mini R2 nicht nur vier kleine Moosgummientkoppler an der Gehäuseunterseite, wie man es von vielen aktuellen Gehäusen kennt, sondern es wurde auch eine Moosgummischicht an der Gehäuserückseite angebracht.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Die Festplatten werden mittels Schrauben an den Einschüben montiert. Diese verfügen über Aussparungen, in welche Gummientkoppler eingeschoben sind.

Somit können aber nur 3,5″ Festplatten entkoppelt werden. 2,5″ Laufwerke werden mittels herkömmlicher Schrauben ohne entsprechende Gummis, welche die Laufwerke entkoppeln an die Festplattenrahmen geschraubt.

Auch wenn an dem I/O-Panle in der Gehäusefront kein USB 2.0 Port vorhanden ist, müssen auch Besitzer älterer Mainboards nicht auf USB-Ports an der Gehäusefront verzichtet. Über ein Adapterstecker, welcher aus dem internen USB 3.0 Stecker geführt wird, wird eine Abwärtskompatibilität sichergestellt.

Durch den Umstand das man während der Montage öfter als bei manch anderem Case zum Schraubenzieher greifen muss geht die Montage zwar nicht ganz so schnell vonstatten, jedoch ist auch die Verarbeitung der Lackierung so gut, dass eine einfache und saubere Montage der Komponenten gewährleistet ist. Eine werkzeuglose Montage hat meist nur dann einen Vorteil, wenn man die Hardware oft wechselt. Einen sicheren und vibrationsreduzierten Halt erhält die Hardware meist nur durch eine normale Montage der Hardware.

Fazit:

Mit dem Arc Mini R2 hat Fractal Design ein Gehäuse entworfen, welches sich perfekt in die Arc-Serie einpasst. Das Gehäuse kann wie auch schon die anderen Modelle aus dem Hause Fractal Design durch sein schlichtes Auftreten punkten. Durch das Verbaute Plexiglasfenster ist es aber dennoch sehr gut für Casemodder geeignet. Das Platzangebot in dem kleinsten Sprössling der Arc-Serie wurde nicht nur bei den Festplatten bestens genutzt, sondern auch in Sachen Kühlmöglichkeiten. Trotz der Tatsache, das es sich bei diesem Gehäuse um ein Micro-ATX Gehäuse handelt, platziert Fractal Design sieben Montageplätze für Lüfter in dem Case und ermöglicht es zudem noch Radiatoren im Inneren zu verbauen. Die Verarbeitung des Gehäuses ist auf einem sehr hohen Niveau, was sich jedoch auch im Preis widerspiegelt, denn das Arc Mini R2 schlägt mit ca. 70€* zu Buche. Man bekommt für sein Geld jedoch ein perfekt ausgeklügeltes Gehäuse in einer spitzen Qualität.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auch im Innenraum lackiert
  • Kühldesign
  • Integrierte Lüftersteuerung
  • Edles Design
  • Moddingpotential
  • Drei vorinstallierte Lüfter
  • Schlauchdurchführungen

Contra

  • Keine Werkzeuglose Montage

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken fractal-design.com/ für die Bereitstellung des Testmusters.