EVGA GTX 680 SC Signature 2 im Test

Mit der GTX 680 SC Signature 2 haben wir heute eine GTX 680 von EVGA im Test, welche mit einer werksseitigen Übertaktung und einem überarbeiteten Lüfterdesign daher kommt.

Welche Leistung in der EVGA GTX 680 SC Signature 2 steckt und wie sich das Kühlkonzept schlägt, haben wir in diesem Test für euch herausgefunden.

Technische Details:

  • GPU: GK104 (GK104-400-A2)
  • Fertigung: 28 nm
  • Transistoren: 3,54 Milliarden
  • GPU-Takt: 1098 MHz (Boost: 1163 MHz)
  • Speichertakt: 1552 MHz
  • Speichertyp: GDDR5
  • Speichergröße: 2048 MB
  • Speicherinterface: 256 Bit
  • Speicherbandbreite: 198,7 GB/Sek.
  • DirectX-Version: 11.1
  • Shadereinheiten: 1536 (1D)
  • Textur Units: 128
  • ROPs: 32
  • Pixelfüllrate: 35,1 GPixel/Sek.
  • TDP: 195 Watt

Lieferumfang:

  • GTX 680 SC Signature 2
  • Handbuch
  • Aufkleber
  • Case-Badge
  • Treiber CD
  • DVI Adapter
  • 6-PIN Stromkabel
  • 8-PIN Stromkabel
  • EVGA Gaming Poster

Design und Verarbeitung:

Die GTX 680 SC Signature 2 wird von EVGA in einer recht dunkel gehaltenen Verpackung geliefert. Über die gesamte Breite der Vorderseite erstreckt sich das EVGA Logo in einem 3D-Design.

Neben diesem ist die Modellbezeichnung sowie die Speichergröße auf der Vorderseite der OVP zu finden.

Auf der Rückseite fällt einem als erstes ein eingelassenes Sichtfenster auf. Unterhalb dieses ist ein Aufkleber zu finden, welcher mit einem zweiten auf der Grafikkarte übereinstimmen sollte. Durch das Sichtfenster in der OVP kann man die beiden Aufkleber miteinander vergleichen. Hierbei kommt es auf die Seriennummer an.

Sollten diese nicht übereinstimmen, so sollte man die Karte zurücksenden.
Zudem befinden sich auf der Rückseite noch die technischen Details und die wichtigsten Features zu der GTX 680 SC Signature 2.

Innerhalb der OVP ist die Grafikkarte in eine Blisterverpackung eingehüllt, welche als Polster dient.

Hat man die Grafikkarte von ihrer Verpackung befreit, so fällt einem als erstes der mächtige Kühler auf, welcher auf der Karte verbaut wurde. EVGA hat bei dieser Karte ein Kühlerdesign gewählt, welches stark von dem einer GTX 680 im Referenzdesign abweicht. Anstelle des im Referenzlayout verbauten Radiallüfters kommen auf der der GTX 680 SC Signature 2 von EVGA zwei 70-mm-Lüfter zum Einsatz, welche von einer großflächigen Kunststoffblende umgeben sind. Die Kunststoffblende ist in zwei farbige Bereiche unterteilt. Das obere Drittel der Kunststoffabdeckung ist in Silber gehalten. Mittig zwischen die beiden Lüfter wurde in diesem Bereich das EVGA Logo abgedruckt. Die unteren beiden Drittel hingegen weißen eine leichte Mesh-Struktur auf und sind in Schwarz gehalten.

Betrachtet man die Karte einmal von der Seite, so ist zu erkennen, dass auch dieser Bereich der Kunststoffabdeckung in Silber gehalten ist. In diesem Bereich der Kunststoffblende wurde ebenfalls das EVGA Logo abgedruckt. Zusätzlich ist hier jedoch auch noch der Schriftzug GEFORCE GTX 680 zu finden. Die beiden schwarzen Lüfter sind an der Kunststoffabdeckung aufgehangen.

Mit einem Blick auf die Slotblende ist auch dort ein weiteres Merkmal der Kühllösung zu finden. Neben dem Display-Port HDMI-Anschluss, sowie dem DVI-I und DVI-D Anschluss sind dort Luftschlitze zu finden, wie man sie auch bei Karten im Referenzdesign findet.

Durch die verbaute Kühllösung wird aus diesen jedoch sicherlich weniger Luft ausdringen, als es bei der Kühllösung im Referenzdesign der Fall ist, da hier ein Radiallüfter zum Einsatz kommt, welcher die Luft durch den Kühlkörper der Karte nach hinten heraus drückt. Durch das auf der GTX 680 SC Signature 2 verbaute Kühlerdesign wird ein Teil der Abluft innerhalb des Gehäuses bleiben, da sie rund um die Lüfterblende entweichen kann.

Die Lüfterblende ist mittels vier kleiner Schrauben am Kühlkörper befestigt und kann somit ganz einfach von diesem demontiert werden.

Der eigentliche Kühlkörper ist von der Rückseite aus mit vier Schrauben befestigt, welche rund um die GPU angesiedelt sind.

Löst man diese vier Schrauben, kann der gesamte Kühler von der Grafikkarte abgenommen werden.

Bei dem Kühler setzt EVGA auf einen Heatpipekühler mit vier Heatpipes. Auffällig ist bei dem Kühler zudem, das der gesamte Kühler und nicht wie sonst üblich nur die Bodenplatte und die Heatpipes vernickelt sind.

Direkt über der Bodenplatte befindet sich ein Aluminiumkühler mit 31 etwas dickeren Lamellen.

Diese verfügen mittig über eine Aussparung, in welcher der vordere 70-mm-Lüfter versenkt wird.

Die Vier Heatpipes werden an der Unterseite dieses Aluminiumkühlers in den hinteren Bereich der Grafikkarte geführt. Hier wurden 53 dünne Aluminiumfinnen auf den Heatpipes befestigt, welche sich direkt unterhalb des hinteren Lüfters befinden.

Durch diese Kühlerkonstruktion sind zwar die Spannungswandler einem direkten Luftstrom ausgesetzt, die Speicherchips, welche rund um die GPU angesiedelt sind, werden jedoch von dem vorderen Aluminiumblock verdeckt. Dieser liegt auch nicht auf den Speicherchips auf, wodurch Die Speicherchips ihre Abwärme nur an die Umgebungsluft abgeben können.

Blei einem Blick auf das PCB ist zu erkennen, das dieses weitestgehend dem Referenzlayout entspricht. Jedoch nur weitgehendst. Bei genauem Hinsehen ist zu erkennen, das die GTX 680 SC Signature 2 sich im Bereich der Spannungswandler leicht von Karten im Referenzdesign unterscheidet.

Wie jede GTX 680 ist auch die SC Signature 2 von EVGA in der Lage in einem SLI, 3-Way-SLI oder gar 4-Way-SLI betrieben zu werden. Die SLI-Anschlüsse sind im Auslieferungszustand wie auch die Anschlüsse auf der Slotblende mit einer Schutzkappe versehen.

Auch der Stromanschluss-Turm, welchen man nur zu gut von allen GTX 680 im Referenzdesign kennt, wurde auf der GTX 680 SC Signature 2 verbaut. EVGA setzt jedoch anstelle der eigentlichen zwei 6-PIN Anschlüsse auf einen 6-PIN und einen 8-PIN Anschluss.

Die gesamte Karte wurde sehr gut verarbeitet. Die verbaute Kühllösung lässt auf einen angenehmen Geräuschpegel im normalen Betrieb hoffen.

Testsystem:

Als Mainboard kommt in unserem Test ein ASUS Rampage III Extreme zum Einsatz, auf welchem wir bis zu vier Grafikkarten im SLI oder Crossfire Betrieb testen können.

  • Mainboard: ASUS Rampage III Extreme
  • CPU: Intel Core I7 975EX @ 4,375 GHz (175 * 25)
  • Speicher: 12GB Mushkin Redline Coperhead 1600 MHz CL 6-8-6-24 @ 2134 MHz CL 7-8-7-24
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W

Alle Komponenten, bis auf die in diesem Test verwendeten Grafikkarten, werden mit Wasser gekühlt.
Um Limitierungen durch den Prozessor weitestgehend zu vermeiden, wurde dieser auf 4,375 GHz übertaktet.

Da diese Karte über einen sogenannten Boost verfügt, welcher die Grafikkarte je nach Einsatzgebiet von 1098MHz auf 1163MHz taktet, haben wir die Grafikkarte mittels Precision X von EVGA direkt auf den Boost-Takt übertaktet, damit wir immer auf die volle Leistung zurückgreifen können und somit in den ersten Sekunden eines Test keine entscheidenden FPS verloren gehen..

Als Vergleichskarten werden alle Grafikkarten herangezogen, welche unser Testlabor schon durchlaufen haben.

Temperaturen und Stromverbrauch:

Die Temperaturen wurden einmal im Idle Mode und während eines Furmark run bei 100% GPU Load ausgelesen.

Wirft man einen Blick auf die Temperaturen, so stellt man sehr schnell fest, dass der verbaute Kühler die Karten gerade im Idle-Betrieb auf sehr angenehmen Temperaturen halten kann, wie wir es vor Kurzem auch bei de Sapphire HD 7970 OC Dual-X gesehen haben, welche auf eine ähnliche Kühllösung setzt. Auch im Lastbetrieb ist die Kühlleistung gut zu erkennen, welche von dem verbauten Kühler erbracht wird. Mit 72°C agiert die GTX 680 SC Signature 2 von EVGA deutlich kühler, als eine vergleichbare AMD-Karte.

Ebenso haben wir den Stromverbrauch bei diesen zwei Belastungsstufen der Grafikkarte gemessen. Da es jedoch schwierig ist den genauen Stromverbrauch der verbauten Grafikkarte zu messen, wurde jeweils der Gesamtverbrauch des Testsystems ermittelt.

In diesem Test konnte die GTX 680 SC Signature 2 von EVGA voll und ganz überzeugen. NVDIA hat mit diesen Karten aus unserer Sicht den richtigen Weg eingeschlagen.

Verwendete Benchmarks:

Futuremark 3DMark Vantage

  • Performance

Futuremark 3DMark 11

  • Performance

H.A.W.X. 2

  • 1680×1050 8xAA 16xAF
  • 1920×1200 8xAA 16xAF

Far Cry 2

  • 1680×1050 8xAA 16xAF
  • 1920×1200 8xAA 16xAF

Metro 2033

  • 1680×1050 4xAA 16xAF
  • 1920×1200 4xAA 16xAF

Mafia II

  • 1680×1050 AA ein (2xSSAA) 16xAF
  • 1920×1200 AA ein (2xSSAA) 16xAF

Benchmark Ergebnisse:

Futuremark 3DMark Vantage

Futuremark 3DMark 11

H.A.W.X. 2

Far Cry 2

Metro 2033

Mafia II

Overclocking:

Auch bei einer Grafikkarte, welche schon übertaktet beim Käufer ankommt, wollen wir natürlich wissen, was noch möglich ist, ohne dass das System abstürzt, oder es zu Artefakten kommt.
Um den maximal möglichen Takt zu ermitteln und einzustellen nutzen wir die Software Precision X und OC Scanner X 2.2.2 von EVGA.
Ausgehend von einem GPU-Takt von 1098 MHz haben wir ein Overclocking auf 1153 MHz erreicht, ohne das wir an der Lüftersteuerung bzw. Taktschraube drehen mussten. Während eine Furemark run stiegen die Temperaturen jedoch sehr stark an. Auffällig war, dass der Lüfter bis maximal 50% gesteuert wurde.
Wir haben die Lüfter mittels Precision X einmal auf 100% eingestellt. Die Temperaturen sanken anschließend sehr schnell in den Bereich, in dem sie sich auch mit den werkseitigen Taktraten befanden. Die beiden Lüfter erreichen in diesem Zustand jedoch eine Lautstärke, wie man sie nur von Server kennt. Mit dieser sehr hohen Lüfterdrehzahl war jedoch noch ein weiteres Übertakten der GPU auf 1187 MHz möglich. Der Speichertakt konnte auch ohne Erhöhen der Lüfterdrehzahl auf 1720 MHz angehoben werden.

Im 3DMark 11 wirkt sich eine Übertaktung der GPU auf 1153 MHz wie folgt aus:

Fazit:

Die GTX 680 SC Signature 2 von EVGA konnte in unserem Testlabor überzeugen. Die von EVGA verbaute Kühllösung verrichtet bei alltäglichen Bedingungen sehr gute Dienste. Die Kühlung ist sehr effizient und zudem noch sehr leise. Auch bei einer hohen Last hält sich der Geräuschpegel der beiden Lüfter in Grenzen. Wird einmal etwas mehr Kühlleistung benötigt, so steht diese per Software parat, jedoch mit der Geräuschkulisse einer Flugzeugturbine. Was die erbrachte Grafikleistung angeht, liegt diese GTX 680 in etwa auf gleicher Höhe wie eine HD 7970 GHz Edition. Hier kommt es auf die Anwendung an. Bei einer schneidet die GTX besser ab, bei der anderen liegt die HD 7970 vorne. Der Unterschied ist jedoch immer nur minimal. Geht es darum in einem 3DMark die meisten Punkte zu holen, so fährt man jedoch aktuell mit dieser GTX 680 besser als mit einer HD 7970. Nimmt man zu diesem Vergleich jedoch noch die Leistungsaufnahme und die Abwärme mit ins Boot, so geht die GTX 680 SC Signature 2 ganz klar als Sieger hervor. Auch wenn die Karte schon übertaktet beim Käufer ankommt, so gibt es immer noch Luft nach oben. Die GTX 680 SC Signature 2 von EVGA ist aktuell für ca. 440€* zu haben und damit fast 100€* teurer als eine vergleichbare HD 7970 GHz Edition.

Pro

  • Verarbeitung
  • Leistung
  • Sehr leise und gute Kühlung
  • Design
  • Leistungsaufnahme
  • OC Potenzial
  • Lieferumfang

Contra

  • Preis
  • Kaum Wasserkühler da kein Referenzdesign

Leistung

OC Potential

Verarbeitung

Ausstattung

Lautstärke

Lieferumfang

Preis