Erato – Rio 3 – In Ear Headset

Mit dem Rio 3 haben wir heute ein In Ear Headset von ERATO im Test, welches durch den gebotenen Tragekomfort gepaart mit einer guten Akkulaufzeit sowie guten Klangeigenschaften vor allem für Sportler ausgelegt wurde.

Welche Details in dem Rio 3 stecken und wie sich das In Ear Headset in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Typ: In-Ear Kopfhörer
  • Übertragung: Bluetooth
  • Bauart: geschlossen
  • Einsatzgebiet: Sport
  • Treiber-Typ: dynamisch
  • Treibergröße: 14,2 mm
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 100 dB
  • Übertragungsbereich: 20 Hz bis 20 kHz
  • Übertragungsweg: Bluetooth 4.2 / aptx Übertragung
  • Reichweite: 10 m Reichweite
  • Akku: 6 Stunden Betriebsdauer

Lieferumfang:

  • Rio 3 Headset (in gewählter Farbe)
  • 1 x Stilvolle Aufbewarungs- und Transporttasche
  • 3 x Silicon Kopfhörer Tips (S / M / L)
  • 1 x Y-USB-Ladekabel zum gleichzeitigen Laden beider Kopfhörer

Design und Verarbeitung::

Das Rio 3 In Ear Headset wird von ERATO in einer sehr unscheinbaren Verpackung geliefert, welche sich in einem fast vollständig weißen Design zeigt. Lediglich auf den beiden Außenseiten wurde der ERATO Schriftzug auf die Verpackung aufgedruckt.

Auf der Verpackung sucht man somit nicht nur vergeblich nach einem Produktbild, sondern auch nach der Modellbezeichnung und den technischen Details.

Entnimmt man das Rio 3 In Ear Headset aus seiner Verpackung, so wird man mit schon mit dem ersten Blick feststellen, dass es sich bei diesem In Ear Headset um ein vollständig kabelloses Headset handelt.

Dies bedeutet, dass nicht nur die Verbindung zum Wiedergabegerät über Bluetooth hergestellt wird, sondern auch die Verbindung zwischen dem linken und rechten In Ear Kopfhörer drahtlose hergestellt wird.
Bei dem von uns herangezogenen Modell des Rio 3 handelt es sich um das türkisfarbene Modell. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen Farbvariante gibt es das Headset auch noch in einer grünen, grauen, roten und schwarzen Version.

Schaut man sich die beiden Elemente des In Ear Headsets einmal etwas genauer an, so wird man schnell feststellen, dass das Kopfhörergehäuse zum größten Teil aus schwarzem Kunststoff gefertigt wurde.

Betrachtet man das Headset einmal von seiner Innenseite aus, so findet man hier schon einen aufgesteckten Ear Tip vor. ERATO hat dem Lieferumfang noch zwei weitere Paar Ear Tips beigelegt, wodurch das Headset bestmöglich an die Ohrgröße des Trägers angepasst werden kann. Die Ear Tips sind aus weichem Silikon gefertigt und sorgen so auch bei einer langen Tragezeit für einen hohen Tragekomfort.
Schaut man sich einmal den Aufbau des Rio 3 Headsets an, so ist zu erkennen, dass die verbauten Treiber nicht direkt im vorderen Bereich verbaut wurden, sondern etwas nach innen gelagert sind, wodurch sie größer ausfallen können, als bei den meisten anderen In Ear Headsets.


Bildquelle: ERATO

Bei den verbauten Treibern handelt es sich um 14.2 mm große Comply Diaphragm Treiber.

Bei der hier eingesetzetn Oberfläche handelt es sich um eine IPX5 Nano Beschichtung, welche nicht nur Wasserresistent ist, sondern auch resistent gegen Schweiß ist.

Den größten Platzbedarf haben die in dem Headset verbauten Akkus. Die seitens ERATO verbauten Akkus haben jeweils eine Leistung von 130 mA/h und sollen so für einen Musikgenuss von bis zu sechs Stunden sorgen.
Oberhalb der Akkus wurde innerhalb der beiden Headsetelemente zudem noch eine Steuerplatine verbaut, auf welcher sich auch jeweils das integrierte Bluetoothmodul befindet.
Oberhalb der Steuerplatine wurde bei unserem Testmuster eine Abdeckung aus türkisfarbenem Kunststoff verbaut. Diese Abdeckung wurde so designt, dass sie auch die zur Bedienung notwendigen Knöpfe beinhaltet.

An dem linken Kopfhörer wurde neben der mittig angeordneten Powertaste auch zwei Tasten zur Lautstärkeregulierung in das Headset integriert. Auf die vordere Taste wurde zudem das ERATO Logo aufgedruckt. Je nach gewählter Farbvariante fällt das Logo etwas mehr oder etwas weniger auf, denn dieses ist auf den verschiedenen Modellen immer in Weiß abgedruckt. Auf der Gehäuseoberseite wurden zudem noch verschiedene Symbole abgedruckt, welche einen auf die Grundfunktion der darunter befindlichen Taste hinweisen.

Da die komplette Steuerung über den linken Kopfhörer geschieht, wurde der rechte Kopfhörer im Gegensatz zum linken Kopfhörer nur mit einer Powertaste ausgestattet.

Aus der Gehäuseoberseite wird zudem noch ein gummierter Bügel herausgeführt, mittels welchem das Headset am Ohr stabilisiert wird. Um auch für einen ausreichenden Halt sorgen zu können, wurden die verbauten Bügel ist im vorderen Bereich mit einem verstärkten Kern ausgestattet. Dieser Kern ist so ausgelegt, dass man die Bügelform dennoch sehr einfach an die Größe des eigenen Ohrs anpassen kann. Der hintere Bereich des Bügels ist hingegen vollständig aus Gummi gefertigt und fällt daher sehr flexibel aus.
In die vordere Kante wurde eine längliche Status-LED eingearbeitet, welche einem nicht nur eine bestehende Verbindung anzeigt, sondern auch als Indikator für den Ladezustand dient.

Mit einem Blick auf die Unterseite findet man in jedem Gehäuse eine Micro-USB-Buchse vor, über welche der interne Akku geladen werden kann.

Um beide Kopfhörer gleichzeitig mit nur einem Netzteil aufladen zu können, liefert ERATO ein entsprechendes Adapterkabel mit.

Die Verarbeitung des Rio 3 In Ear Headsets wurde seitens ERATO sauber und zugleich auch optisch ansprechend ausgeführt.

Inbetriebnahme:

Im ersten Schritt sollte man die an dem Headset befindlichen Bügel so anpassen, dass das Headset einen festen Sitz auf dem Ohr hat. Der verbaute Bügel lässt sich hierzu entsprechend verbiegen. Hat man einmal die richtige Einstellung gewählt verstellt sich der Bügel durch seine Festigkeit nicht wieder von Selbst.

Je nachdem, welche Größe der äußere Gehörgang hat, kann man auch die seitens ERATO schon am Headset verbauten Ear Tips austauschen. ERATO liefert hierzu noch ein kleineres und einen größeres Paar mit, wodurch für jeden eine passende Variante dabei sein sollte.

Hat man das Headset so angepasst, dass es perfekt sitzt, muss man dieses im nächsten Schritt einschalten.
Eingeschaltet wird das Rio 3 über den mittleren Knopf am linken In Ear Kopfhörer. Dieser muss hierzu etwa zwei Sekunden lang gedrückt werden. Das Einschalten des Headsets wird einem nicht nur mittels einer entsprechenden Ansage mitgeteilt, sondern auch die in der Vorderseite verbaute LED fängt an zu blinken.

Schaltet man das Headset das erste mal ein, oder möchte man es mit einem weiteren Wiedergabegerät verbinden, so sollte man den Knopf noch weitere drei Sekunden gedrückt halten. Anschließend wird der Kopplungsmodus gestartet. Sobald dieser aktiv ist, ertönt wieder eine entsprechende Ansage.
Ist der Kopplungsmodus gestartet, so kann man die Suche nach einem neuen Bluetoothgerät starten.

Sobald die Kopplung stattgefunden hat, kann man auch den rechten In Ear Kopfhörer über die seitlich verbaute Taste einschalten. Die Kopplung der beiden im Set enthaltenen Kopfhörer geschieht anschließend selbstständig.

Die Lautstärkereglung erfolgt über den vorderen und hinteren Knopf am linken In Ear Kopfhörer. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass man den Knopf zum anheben der Lautstärke lediglich einmal und den zum absenken der Lautstärke zwei mal betätigen muss.

Über diese beiden Knöpfe kann man jedoch auch einen Wechsel zum nächsten oder vorherigen Titel vollziehen. Hierzu muss der jeweilige Knopf ca. zwei Sekunden lang gedrückt werden.

Über den mittleren Knopf kann man zudem die Musikwiedergabe pausieren oder starten, ein eingehendes Telefongespräch annehmen oder beenden sowie den Google-Sprachassistenten bzw. Siri aktivieren.

Test:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität des Rio 3 gefallen hat, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unseren Testkandidaten haben wir daher zwar wie andere Headsets auch in verschiedenen Lebenslagen getestet, haben dabei jedoch auf aufgrund des Einsatzgebietes auf einen Test beim PC-Gaming verzichtet.
In unserem Test wurde das Headset hierzu nicht nur mit verschiedenen Smartphones und Tablets gekoppelt, sondern auch mit verschiedenen Notebooks. Das Headset ist zwar eher für den Einsatz beim Sport konzipiert worden, eine Nutzung an einem solchen Wiedergabegerät ist dennoch nicht ausgeschlossen, denn auch hier eignet es sich nicht nur zur Musikwiedergabe, sondern auch zum Einsatz bei Skype-Gesprächen oder Ähnlichem.

Bei unserem Test mussten wir jedoch leider feststellen, dass das Headset von verschiedenen Windows Versionen nur als Mono-Headset erkannt wurde, weswegen auch bei einer bestehenden Kopplung zwischen den beiden In Ear Kopfhörern nur aus dem linken Kopfhörer eine Tonwiedergabe stattgefunden hat. Während des Skypens ist dies noch vernachlässigbar, jedoch nicht bei der Musikwiedergabe, weswegen das Headset in diesem Bereich mit einer sehr schlechten Kompatibilität daher kommt.

Anders sieht dies bei der Nutzung an einem Tablet oder Smartphone aus. Hier erfolgt die Tonwiedergabe auf der linken und rechten Seite und man kommt somit in den Genuss eines Stereosounds.

Was die gebotene Klangqualität angeht, konnte das Rio3 In Ear Headset in unserem Test vor allem mit einem guten Tieftonbereich punkten, durch welchen Bässe nicht nur kräftig, sondern auch sehr sauber wiedergegeben wurden. Die 14,2 mm großen Treiber erreichten in unserem Test auch einen recht sauberen Mittel- und Hochtonbereich.
Trotz der kompakten Abmessungen ist es dem Rio 3 somit gelungen, eine durchweg solide Tonwiedergabe zu erzielen, welche man zudem durch die gute Abschirmung der Umgebungsgeräusche auch bei hohen Geschwindigkeiten, wie sie beim Fahrradfahren zustande kommen, genießen kann.

Über das Rio 3 kann man jedoch nicht nur Musik hören, sondern auch Telefongespräche führen. Diese können ganz bequem über einen einfachen Tastendruck angenommen werden, wodurch das gekoppelte Smartphone nicht erst aus der Tasche entnommen werden muss.
Die Sprachqualität des Rio 3 konnte in unserem Test leider nicht mit der recht guten Wiedergabequalität mithalten. Im Vergleich zu einem kabelgebundenen In Ear Headset, welches sich z.B. im Lieferumfang eines Smartphones befindet, befindet sich das integrierte Mikrofon nicht in der Kabelfernbedienung, welche sich beim Tragen des Headsets in direkter Nähe zum Mund befindet, sondern in der Unterseite des In Ear Headsets. Hierdurch sind sie nicht im direkten Abstrahlwinkel des Mundes und können so auch nicht aus dem vollen Volumen der Stimme schöpfen. Durch diese Anordnung wird das Gesprochene stellenweise etwas abgehackt und zudem recht leise übertragen.
Aus diesem Grund eignet sich das Headset eher für sporadische Telefongespräche und nicht für längere Businessgespräche. Nutzt man das Headset beim Joggen oder Radfahren, wirken sich zudem störende Windgeräusche negativ auf die Sprachqualität aus.

Wo uns die Qualität bei der Sprachübertragung nicht überzeugen konnte, kann das Rio 3 Headset beim Tragekomfort jedoch durchweg punkten. Das Headset fällt trotz der integrierten Akkus sehr leicht aus und durch die verstellbaren Bügel lässt sich deren Passform sehr gut an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Die verbauten Tragebügel sorgen nicht nur für ein angenehmes Tragegefühl, sondern auch dafür, dass das Headset bei sportlichen Aktivitäten nicht aus dem Ohr fällt, sondern fest an Ort und Stelle sitzt.

ERATO gibt bei der Musikwiedergabe eine Akkulaufzeit von bis zu sechs Stunden und eine Gesprächszeit von bis zu acht Stunden an.
Während der Musikwiedergabe konnten wie eine durchschnittliche Akkulaufzeit von 6 Stunden und 23 Minuten ermitteln. Wir wurden in unserem Test ca. 25 Minuten vor dem Ende der Akkulaufzeit mehrfach durch eine akustische Ansage auf ein nahendes Ende der Akkulaufzeit hingewiesen.

Durch das mitgelieferte Y-Kabel können beide In Ear Headsets zusammen aufgeladen werden. Der Ladevorgang dauert nicht ganz eine Stunde. Da das mitgelieferte Y-Kabel recht kurz ausfällt, kann man den Ladevorgang leider nicht während der Nutzung vornehmen.

Fazit:

Mit dem Rio 3 hat ERATO ein vollkommen kabelloses In Ear Headset in seinem Sortiment, welches sich in unserem Test von zwei Seiten gezeigt hat. Durch den komplett kabellosen Aufbau wird einem mehr Bewegungsfreiheit gewehrt, als man es von einem kabelgebundenen Headset her kennt. Hierdurch ist das Headset von Grund auf schon besser für den Einsatz bei sportlichen Aktivitäten ausgelegt. Genau für diesen Einsatzzweck hat ERATO das Rio 3 auch mit zusätzlichen Bügeln versehen, durch welche das Headset sicher und angenehm auf den Ohren sitzt. Die Ear Tips sorgen nicht nur für einen sicheren Sitz im Ohr, sondern auch für eine gute Abschirmung der Umgebungsgeräusche. Bei der Audiowiedergabe hat sich das Headset wie auch beim Tragekomfort von seiner guten Seite gezeigt. Hier konnte das Headset nicht nur mit einem imposanten Tieftonbereich punkten, sondern auch mit guten Mitten und recht klaren Höhen. Etwas anders sieht es leider bei der Sprachqualität aus. Dies liegt unter anderem daran, dass sich die in dem Headset verbauten Mikrofone bauartbedingt auf der Höhe der Ohren und nicht vor dem Mund befinden. Zudem sind sie etwas anfällig für Windgeräusche, was bei einem Headset, welches für Sportler ausgelegt ist, ebenfalls suboptimal ist. Hierdurch eignet sich das Rio 3 eher für ein kurzes Gespräch, als für ein stundenlanges Telefonat. Die in dem Rio 3 verbauten Akkus konnten in unserem Test mit einer guten Akkulaufzeit punkten, welche sogar über den Herstellerangaben lag. Die Ladezeit liegt unterhalb einer Stunde, womit das Headset schon nach einer kurzen Erfrischungspause wieder einsatzbereit ist. Leider ist das mitgelieferte Y-Kabel so ausgelegt, das man das Headset nicht während der Nutzung über eine Powerbank aufladen kann. Preislich liegt das Rio 3 aktuell bei knapp 100€ 🛒.

Pro

  • Geringes Gewicht
  • Gute Akkulaufzeit
  • Verschiedene Designs
  • Gute Klangwiedergabe

Contra

  • Tonqualität Mikrofon
  • Kompatibilität zu Notebooks/PCs (Windows)
  • Keine Nutzung während des Aufladens möglich

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an Cutting Edge Technology für die Bereitstellung des Testmusters.