eQ-3 – Homematic IP Wandthermostat

Mit dem Homematic IP Wandthermostat haben wir heute eine Homematic IP Komponente von eQ-3 im Test, welche nicht nur für eine bequeme Temperatursteuerung sorgen soll, sondern zudem die gekoppelten Heizkörperthermostate auch so regeln soll, dass die gewünschte Temperatur genau an der Stelle des Wandthermostats erreicht wird.

Welche Funktionen einem das Homematic IP Wandthermostat von eQ-3 bietet und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Daten:

  • Versorgungsspannung: 2x 1,5 V LR03/Micro/AAA
  • Stromaufnahme: 50 mA max.
  • Batterielebensdauer: 2 Jahre (typ.)
  • Schutzart: IP20
  • Umgebungstemperatur: 0 bis 35 °C
  • Abmessungen ohne Rahmen (B x H x T): 55 x 55 x 23,5 mm
  • Abmessungen mit Rahmen (B x H x T): 86 x 86 x 25 mm
  • Gewicht: 100 g (inkl. Batterien)
  • Typ. Funk-Freifeldreichweite: 250 m
  • Funkfrequenz: 868,3 MHz/869,525 MHz

Lieferumfang:

  • Homematic IP Wandthermostat
  • 2 x Schrauben
  • 2 x Dübel
  • 2 x Doppelseitige Klebestreifen
  • 2 x AAA Batterie
  • Anleitung

Design und Verarbeitung:

Das Homematic IP Wandthermostat wird in einer Verpackung geliefert, deren Design wir schon von verschiedenen anderen Homematic IP Geräten kennen. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einer kurzen Beschreibung auch ein Produktbild abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite ist neben einer Auflistung des Lieferumfangs auch eine Auflistung der wichtigsten Features zu finden.

Entnimmt man das Homematic IP Wandthermostat aus seiner Verpackung, so hat man eine Homematic IP Komponente vor sich liegen, welche wie auch die schon zuvor von uns getesteten Homematic IP Produkte aus weißem Kunststoff gefertigt ist.

Wie wir es schon von dem Wandthermostat kennen, welches wir mit der MAX! Heizungssteuerung von eQ-3 getestet hatten, ist auch das Homematic IP Wandthermostat kompakter, als es auf den ersten Blick aussieht. eQ-3 hat hier das Homematic IP Wandthermostat in einem Kunststoffrahmen fixiert, welcher auch zugleich der Montagerahmen ist.

Hierdurch kann das Wandthermostat zur Montage oder dem Batteriewechsel aus diesem herausgezogen werden. Von der Rückseite aus betrachtet findet man so auch die beiden Batterieschächte vor, in welchen seitens eQ-3 schon entsprechende AAA-Batterien eingelegt sind. Im rechten Batterieschacht befindet sich zudem ein kleiner Aufkleber mit der Geräte ID, welche man zum Anlernen des Wandthermostats benötigt.

Das Homematic IP Wandthermostat wurde in der oberen Hälfte mit einem LCD-Display ausgestattet. Das schützende Displayglas wurde hierbei auf allen vier Seiten über das Display herausgeführt. Oberhalb des Displays wurde das Homematic IP Logo aufgedruckt. Direkt unterhalb des Displays befindet sich der Systemschalter, welchen wir schon von anderen Homematic IP Produkten kennen. In diesem wurde zudem die Status LED eingearbeitet. Über diese Taste kann der Anlernvorgang gestartet oder die Werkseinstellung geladen werden.

Unterhalb der Systemtaste ist ein Einstellrad zu finden. Dieses dient nicht nur zum einstellen der gewünschten Temperatur, sondern es fungiert zugleich auch als Funktionstaste.

Damit man das Display auch dann ablesen kann, wenn es nicht gerade taghell ist, hat eQ-3 hier eine weiße Displaybeleuchtung eingearbeitet, welche per Knopfdruck aktiviert werden kann.

Durch diese Beleuchtung lässt sich das Display auch dann noch gut ablesen, wenn in dem Raum, in dem das Homematic IP Wandthermostat verbaut wurde, die totale Finsternis herrscht.

Die Verarbeitung des Homematic IP Wandthermostat wurde seitens eQ-3 sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Konfiguration:

Um das Homematic IP Wandthermostat anzulernen, muss man auf der Startseite der Homematic IP App oder in deren Menü lediglich die entsprechende Schaltfläche drücken, und schon wird der Anlernvorgang gestartet.

Im nächsten Schritt muss die Stromversorgung des Homematic IP Wandthermostats hergestellt werden. Hierzu muss das Wandthermostat von dem Montagerahmen abgenommen und der Schutzstreifen, welcher zwischen einer der Batterien und dem Kontakt im Batteriefach eingeschoben ist, entfernt werden.

Anschließend wird das Wandthermostat innerhalb weniger Sekunden in der App erkannt und man wird dazu aufgefordert, die letzten vier Ziffern der Gerätenummer einzugeben. Dies dient der Sicherheit, damit man nicht versehentlich eine Komponente in der direkten Nachbarschaft einbindet, oder die eigenen Komponenten von jemand fremden kontrolliert werden können.

Anschließend kann man dem Wandthermostat eine gewünschte Bezeichnung geben

und es dem Raum zuweisen, in welchem es verbaut wird.

Sind diese Schritte vorgenommen, ist das Wandthermostat von der Softwareseite her eingerichtet und muss nur noch an der gewünschten Stelle montiert werden.

Für den Fall, dass man das Wandthermostat mittels den mitgelieferten Schrauben montieren möchte, kann dieses noch eine Stufe weiter auseinandergenommen werden, sodass die Montagebohrungen freigelegt sind.

Bei einer geschraubten Montage sollte man auf schon vorhandene Stromkabel und andere Leitungen achten. Im Bedarfsfall kann das Wandthermostat auch mittels der beiliegenden doppelseitigen Klebestreifen montiert werden.

Das Wandthermostat kann auch in kompatible Rahmen von den Herstellern Berker, ELSO, Gira, Merten und JUNG eingesetzt werden, wodurch es noch besser in die eigenen vier Wände eingegliedert werden kann.

Für den Fall, dass man das Wandthermostat lieber auf dem Wohnzimmertisch oder dem Schreibtisch aufstellen möchte, bietet einem eQ-3 auch einen optionalen Tischaufsteller an.


Bildquelle: eQ-3

Wenn die Einrichtung und die Montage abgeschlossen ist, ist das Homematic IP Wandthermostat zur Nutzung bereit. Um jedoch nicht nur die aktuelle herrschende Temperatur und Luftfeuchtigkeit ablesen zu können, sondern auch die Heizung im entsprechenden Raum steuern zu können, bedarf es auch noch mindestens einem Homematic IP Heizkörperthermostat, welches im selben Raum montiert wird. Wir haben in unserer Redaktion zwei dieser Thermostate verbaut, welche wir euch in einem separaten Test schon etwas genauer vorgestellt haben.

Auf der Übersichtsseite der App werden einem nun die vom Wandthermostat gemessenen Daten angezeigt. Es dauert jedoch einen kurzen Moment, bis sich die Werte eingependelt haben. Dies gilt vor allem dann, wenn man das Wandthermostat während den kalten Tagen über den Postweg erhält und dieses gleich nach dem Erhalt in Betrieb nimmt.

Schaut man sich einmal die Einstellungsmöglichkeiten des Homematic IP Wandthermostats an, so findet man als erste Auswahlmöglichkeit die Option Zuordnung. Über diese kann das Wandthermostat einem anderen Raum zugeordnet werden.

Über die App kann auch die Bediensperre aktiviert werden, sodass Kinder nicht versehentlich die eingestellte Temperatur an dem Wandthermostat ändern können. Ist die Bediensperre aktiv, wird die eingestellte Temperatur nicht geändert, wenn das Einstellrad am Wandthermostat nach links oder rechts dreht.
Im Abschnitt Temperatur-Offset kann man im Bedarfsfall einen Offset einstellen, welcher die Trägheit der Heizkörper ausgleicht.
Als letzte Option hat man auch noch die Möglichkeit, die Displayanzeige einzustellen.

Hier kann wahlweise die Soll-Temperatur, die Ist-Temperatur oder die Ist-Temperatur und die gemessene Luftfeuchtigkeit anzeigen lassen.

Test:

Die Heizungssteuerung erfolgt bei Homematic IP wie wir es auch schon von der MAX! Heizungssteuerung von eQ-3 kennen, über Heizprofile, welche es einem erlauben, für jeden Tag mehrere Schaltpunkte einzurichten, an denen die Temperatur automatisch angehoben oder gesenkt wird, wodurch die verbauten Homematic IP Heizkörperthermostate von der Homematic IP Zentrale angesteuert werden und die Heizkörperventile hierdurch automatisch auf oder zu gedreht werden.

Für jeden Wochentag können so bis zu 6 individuell einstellbare Heizprofile (3x Heizen, 3x Kühlen) mit je 6 Heizphasen und 13 Schaltzeitpunkten definiert werden.
Auch während einer automatischen Steuerung der verbundenen Heizkörper wird es einem durch die App bzw. der Einstellräder an dem Heizkörperthermostat und einem Wandthermostat erlaubt, in die Temperatursteuerung einzugreifen.

Die Heizungssteuerung kann natürlich auch in einem manuellen Modus betrieben werden, in welchem die gerade gewünschte Temperatur entweder über die App, dem Einstellrad am Heizkörperthermostat oder über das Einstellrad an einem zusätzlich verbauten Wandthermostat eingestellt werden kann.

Die Temperaturregelung kann im automatischen sowie auch im manuellen Modus auf 0,5°C genau vorgenommen werden.

Für den Fall, dass man einmal über einen längeren Zeitpunkt nicht zu Hause ist, oder eine geplante Party vor der Tür steht, auf der in den späten Abendstunden keiner frieren soll, wo sich die Heizung eigentlich automatisch abschalten würde, gibt es eine entsprechende Funktion, welche in der App als Partymodus bezeichnet wird. Wählt man diesen aus, so wird man dazu aufgefordert, ein Datum und eine Uhrzeit einzustellen. Der hier gewählte Zeitpunkt ist der Zeitpunkt, an dem die automatische Steuerung wieder einspringt und die Heizung nach den eingestellten Vorgaben steuert.

Im nächsten Schritt kann man die für diesen Zeitraum gewünschte Temperatur einstellen.

Um zusätzlich Energie zu sparen, wenn man das Haus einmal ungeplant verlässt, gibt es die Möglichkeit einen ECO-Betrieb zu aktivieren, in welchem alle verbundenen Thermostate und somit alle Räume auf vorher definierte Temperatur abgesenkt werden.

Verbaut man einen entsprechenden Homematic IP Wandtaster z.B. direkt neben der Haustür, braucht man diesen beim verlassen der Wohnung nur einmal kurz betätigen und schon wird der ECO-Betrieb aktiviert. Hier hat man in der Konfiguration die Möglichkeit, diesen für eine vorgegebene Dauer aktiviert zu lassen, oder für die Dauer, bis der Wandtaster erneut betätigt wird.

Kombiniert man die Heizungssteuerung auch noch mit einem Homematic IP Fenster- und Türkontakt,

so kann man diesen so konfigurieren, dass ein geöffnetes Fenster an die Homematic IP Zentrale übermittelt wird, wodurch diese die im selben Raum befindlichen Heizkörperthermostate automatisch schließt. Wird das Fenster wieder geschlossen, wird die Heizung automatisch wieder aufgedreht.

Nutzt man lediglich die Homematic IP Heizkörperthermostate, so wird die Ist-Temperatur direkt von diesen ermittelt. Da die Heizkörperthermostate direkt an den Heizkörpern montiert werden, wird die Ist-Temperatur auch direkt neben den Heizkörpern gemessen, wodurch es gerade bei großen Räumen dazu kommen kann, dass die Ist-Temperatur in der Raummitte von der Ist-Temperatur abweicht, welche seitens der Heizkörperthermostate ermittelt wird.
Diesem Problem kann das Homematic IP Wandthermostat sehr gut entgegenwirken, denn es misst die Ist-Temperatur sowie die Luftfeuchtigkeit genau an der Stelle, wo es montiert ist. Setzt man das Wandthermostat z.B. in einem recht großen Wohnzimmer ein, bei dem das Sofa nicht direkt neben der Heizung steht, es aber eine Möglichkeit gibt, das Wandthermostat neben diesem zu montieren, so wird die Ist-Temperatur an dieser Stelle ermittelt und der Raum so lange aufgeheizt, bis die Soll-Temperatur an der Stelle erreicht wurde, an dem das Wandthermostat verbaut wurde. Dies hat den Vorteil, dass die gewünschte Wohlfühltemperatur genau da erzielt wird, wo man sie erzielen möchte.

Wir haben das Wandthermostat in unserem Test direkt neben dem Sofa in einem Raum angebracht, welcher in einen offenen Flur übergeht. Im Testraum sowie auch in dem zum Testraum hin offenen Flur befindet sich jeweils ein Heizkörper. Diese beiden Heizkörper sind jeweils mit einem Homematic IP Heizkörperthermostat ausgestattet.
Die von den beiden Heizkörpern zu heizende Grundfläche beträgt knapp 40 m². Das Sofa sowie auch das Wandthermostat befindet sich recht zentriert zwischen den Heizkörpern, wobei der im Flur verbaute Heizkörper nur halb so groß ist wie der im Testraum selbst.

Die hier verbauten Homematic IP Heizkörperthermostate wurden zusammen mit dem Wandthermostat in einem virtuellen Raum zusammengefasst, wodurch diese drei Komponenten alle gleichzeitig gesteuert werden können.
Dies bringt den Vorteil mit sich, dass man wahlweise über die App, am Wandthermostat oder an einem der beiden Heizkörperthermostate eine andere Wunschtemperatur einstellen kann, welche dann automatisch auf alle Geräte übertragen wird.

Die am Wandthermostat eingestellten Temperaturen wurden während unserer Testzeit sehr schnell über die Homamatic IP Zentrale an die verbauten Heizkörperthermostate übermittelt.

Das Wandthermostat dient jedoch nicht nur dazu, die Temperatur bequem vom Sofa aus einstellen zu können, sondern er ermittelt auch durchgehend die aktuelle Temperatur sowie die aktuelle Luftfeuchtigkeit und regelt die gekoppelten Heizkörperthermostate nach der gewünschten Soll-Temperatur. Wie schon kurz erwähnt, hat ein solcher Aufbau vor allem in großen Räumen einen entscheidenden Vorteil. In diesen ist es meist in der Mitte des Raumes etwas kühler als an den Heizkörpern, wo die dort verbauten Heizkörperthermostate die Temperatur messen. Verwendet man nun das Wandthermostat, so wird die Temperatur an der gewünschten Stelle gemessen und die Heizkörperthermostate anhand der hier gemessenen Temperatur auf die Soll-Temperatur geregelt.
Diese Aufgabe ist dem Homematic IP Wandthermostat in unserem Test sehr gut gelungen. Wo wir an der Montageposition des Wandthermostats bei dessen Nutzung lediglich eine Abweichung von 0,5°C zu der gewünschten Soll-Temperatur messen konnten, lag die Abweichung bei der Nutzung der beiden Heizkörperthermostate bei ohne ein entsprechendes Wandthermostat bei 1,4°C.
Die am Wandthermostat gemessene Abweichungen lagen mal 0,5°C über der gewünschten Temperatur und mal 0,5°C unterhalb der gewünschten Temperatur. Diese Schwankungen nach unten und oben kommen daher, dass sich nachdem die Heizkörperthermostate automatisch abgestellt wurden, noch warmes Wasser in den Heizkörpern befindet und diese so noch etwas nachheizen.

Fazit:

Mit der Montage des Homematic IP Wandthermostats zieht eine gewisse Gemütlichkeit mit in die eigenen vier Wände ein, denn es bietet einem nicht nur eine weitere Möglichkeit zur Heizungsteuerung, sondern sorgt auch für ein noch angenehmeres Raumklima. Da das Wandthermostat frei im Raum positioniert werden kann, wird es einem ermöglicht, die Ist-Temperatur genau an der Stelle, an der man sich am meisten aufhält zu messen, wodurch auch die Soll-Temperatur so lange angepasst wird, bis die Ist-Temperatur an dieser Stelle und nicht in unmittelbarer Nähe der Heizkörper mit der Soll-Temperatur übereinstimmt. Zudem kann man so z.B. auch ohne das Smartphone griffbereit zu haben, eine Temperaturänderung vom Sofa aus durchführen. Hierzu ist es nur notwendig, dass das Wandthermostat in unmittelbarer Nähe zum Sofa verbaut wurde. Die Verarbeitung wurde seitens eQ-3 sehr hochwertig ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik. Ein nettes Feature wäre eine zusätzliche Taste gewesen, über welche man eventuell eine Steckdose oder Licht schalten könnte. Dafür bietet das Wandthermostat im Vergleich zu ähnlichen Produkten jedoch die Möglichkeit, auch die Luftfeuchtigkeit zu messen. Wie wir es schon von anderen Produkten aus dem Hause eQ-3 kennen, ist auch die Einrichtung des Homematic IP Wandthermostat sehr einfach und intuitiv. Gleiches gilt auch für die Bedienung selbst, welche durch die integrierte Beleuchtung auch bei Dunkelheit möglich ist. Die getätigten Einstellungen wurden sehr schnell an die Homematic IP Zentrale übermittelt und von dort aus an die Heizkörperthermostate weitergereicht. Preislich liegt das Homematic IP Wandthermostat aktuell bei knapp 50€*.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Sehr einfache Einrichtung/Bedienung
  • Reichweite
  • Messgenauigkeit
  • Misst Temperatur und Luftfeuchtigkeit

Contra

  • Keine Zusatztaste

Verarbeitung

Funktionsumfang

Inbetriebnahme / Konfiguration

Reichweite

Temperaturregelung

Kompatibilität

Preis

Wir danken eQ-3 sehr für die Bereitstellung des Testmusters.