eQ-3 Homematic IP Starter Set Sicherheit

Mit dem Homematic IP Starter Set Sicherheit haben wir heute ein Smart Home Starterset von eQ-3 im Test, welches nicht nur, wie die Bezeichnung schon vermuten lässt, für eine höhere Sicherheit in den eigenen vier Wänden sorgen soll, sondern auch bei der Übertragung unterhalb der Komponenten besonders sicher sein soll.

Welche Details in dem Homematic IP Starter Set Sicherheit von eQ-3 stecken und wie sich das Smart Home Starterset in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Homematic IP Access Point

  • Versorgungsspannung Steckernetzteil: Eingang: 100 V–240 V/50 Hz
  • Leistungsaufnahme Steckernetzteil: 2,5 W max.
  • Versorgungsspannung: 5 V DC
  • Stromaufnahme: 500 mA max.
  • Leistungsaufnahme Ruhebetrieb: 1,1 W
  • Schutzart: IP20
  • Umgebungstemperatur: 5 bis 35 °C
  • Abmessungen (B x H x T): 118 x 104 x 26 mm
  • Gewicht: 153 g
  • Funkfrequenz: 868,3 MHz/869,525 MHz
  • Typ. Funk-Freifeldreichweite: 400 m
  • Netzwerk: 10/100 MBit/s, Auto-MDIX

Homematic IP Fenster- und Türkontakt – optisch

  • Versorgungsspannung: 1x 1,5 V LR03/Micro/AAA
  • Stromaufnahme: 100 mA max.
  • Batterielebensdauer: 2 Jahre (typ.)
  • Schutzart: IP20
  • Umgebungstemperatur: 5 bis 35 °C
  • Abmessungen (B x H x T): 102 x 15 x 20 mm
  • Gewicht: 30 g (inkl. Batterie)
  • Typ. Funk-Freifeldreichweite: 300 m
  • Funkfrequenz: 868,3 MHz/869,525 MHz

Homematic IP Bewegungsmelder mit Dämmerungssensor – innen

  • Versorgungsspannung: 2x 1,5 V LR6/Mignon/AA
  • Stromaufnahme: 40 mA
  • Batterielebensdauer: 3 Jahre (typ.)
  • Schutzart: IP20
  • Umgebungstemperatur: 5 bis 35 °C
  • Abmessungen (B x H x T): 52 x 65 x 34 mm
  • Gewicht: 85 g (inkl. Batterien)
  • Funkfrequenz: 868,3 MHz/869,525 MHz
  • Typ. Funk-Freifeldreichweite: 280 m

Lieferumfang:

Homematic IP Access Point

  • Homematic IP Access Point
  • Netzteil
  • Netzwerkkabel
  • Montagematerial
  • Anleitung

Homematic IP Fenster- und Türkontakt – optisch

  • Homematic IP Fenster- und Türkontakt – optisch
  • AAA Batterie
  • Abdeckung Weiß und Braun
  • Montagematerial
  • Reflektor
  • Anleitung

Homematic IP Bewegungsmelder mit Dämmerungssensor – innen

  • Homematic IP Bewegungsmelder mit Dämmerungssensor – innen
  • 2 x AA Batterie
  • Montagematerial
  • Standfuß
  • Montageschale
  • Anleitung

Design und Verarbeitung:

Das Homematic IP Starter Set Sicherheit wird in einer Verpackung geliefert, welche in einem hellen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einer kurzen Beschreibung auch ein Produktbild abgedruckt, welches alle drei enthaltenen Komponenten zeigt.

Auf der Verpackungsrückseite ist neben einer Auflistung des Lieferumfangs auch eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt.

Innerhalb der OVP sind alle drei enthaltenen Komponenten noch einmal separat verpackt. Dies liegt daran, dass es diese Komponenten auch einzeln zu kaufen gibt. Durch die Gruppierung der einzeln verpackten Komponenten kann eQ-3 besser auf den Markt reagieren und diese gleichzeitig als Einzelkomponenten oder als Set vertreiben.

Als erstes werfen wir einen Blick auf den Homematic IP Access Point. Der Homematic IP Access Point ist aus weißem Kunststoff gefertigt und fällt mit einer Stärke von 2,6cm recht dünn aus. Hierdurch lässt er sich gut in der Nähe eines Routers montieren, auch wenn dieser hinter einem Schrank versteckt wurde.

Auf der Oberseite des weißen Kunststoffgehäuses wurde nicht nur das Homematic IP Logo aufgedruckt, sondern auch eine Taste eingearbeitet, welche zeitgleich auch als Status-LED fungiert.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Homematic IP Access Point findet man neben den im unteren rechten Bereich aufgedruckten Hersteller und Produktinformationen auch noch einen großen Aufkleber vor, welcher einen QR-Code sowie die darin enthaltenen Informationen im Klartext bereithält.

Hierbei handelt es sich um die Gerätenummer, den Key, das Passwort und die MAC-Adresse des Homematic IP Access Point. Da diese Daten zur Kopplung notwendig sind und wie ein WLAN-Schlüssel nur dann Sicherheit bietet, wenn sie nicht bekannt sind, haben wir sie entsprechend unkenntlich gemacht.
In einer Vertiefung wurde der Stromanschluss sowie eine RJ-45-Buchse verbaut.

Über den LAN-Anschluss kann der Homematic IP Access Point mit dem heimischen Netzwerk verbunden werden. Die Verbindung zu weiteren Homematic IP Komponenten wird über das HmIP-Protokoll hergestellt. Hierzu funkt der Homematic IP Access Point auf 868,3 MHz bzw. 869,525 MHz, wodurch eine weitaus höhere Reichweite erzielt wird, als bei dem aus dem heimischen WLAN bekannten 2,4 GHz Netz. Der Homematic IP Access Point dient hierbei als Bindeglied zwischen der Homematic IP Cloud, welche ausschließlich auf deutschen Servern gehostet wird und weiteren Homematic IP Geräten. Gesteuert werden die Homematic IP Komponenten mittels einer entsprechenden Smartphone App (iOS und Android). Um auch eine sichere Funkverbindung zwischen den einzelnen Homematic IP Komponenten zu erzielen, wird hier eine AES-Verschlüsselung verwendet.

Mit dem Homematic IP Fenster- und Türkontakt – optisch befindet sich ein Tür/Fenstersensor im Lieferumfang des Homematic IP Starter Set Sicherheit, welcher im Vergleich zu vielen anderen Fenstersensoren auf dem Markt nicht über einen separaten Magneten verfügt.

Der Tür/Fenstersensor wurde in einem länglichen Gehäuse untergebracht. Die Gehäuseunterseite ist hierbei aus leicht gräulichem Kunststoff gefertigt. Der Sensor ist in zwei grundlegende Bereiche aufgeteilt. Im unteren Bereich befindet sich ein Batteriefach, in welchem eine handelsübliche AAA Batterie platz findet. Seitlich wurde auf das Sensorgehäuse nicht nur die Modellbezeichnung abgedruckt, sondern auch ein QR-Code sowie weitere Informationen, welche zur Kopplung des Fenstersensors notwendig sind.

In der oberen Hälfte wurde die eigentliche Sensortechnik verbaut. eQ-3 hat diese unterhalb einer transparenten Kunststoffabdeckung untergebracht. Aus deren Oberseite steht ein kleiner Knopf heraus, wie wir ihn auch schon von dem Access Point her kennen. Wirft man einmal einen Blick auf die linke Seite des Sensors, so ist hier eine kleine Plexiglasscheibe zu erkennen, welche sich bis zum Gehäuseboden erstreckt. Hinter dieser wurden optische Sensoren verbaut, wie man sie aus der Lichtschrankentechnik kennt.

Durch diese Technik wird ein separater Magnet, wie man von ihn vielen anderen Tür/Fenstersensoren, welche auf einen Reedschalter setzen, überflüssig.
eQ-3 liefert bei seinem Tür/Fenstersensor gleich zwei Gehäuseabdeckungen mit. Wo die erste passend zu dem Homematic IP Access Point in weiß gehalten ist, ist die zweite Abdeckung in braun ausgeführt, wodurch sich der Sensor an die Farbe der jeweiligen Türen bzw. Fenster anpassen lässt.

Die verbaute Taste kann hingegen nicht farblich angepasst werden.

Als dritte Komponente befindet sich mit dem Homematic IP Bewegungsmelder mit integrierten Dämmerungssensor ein kompakter Bewegungsmelder im Lieferumfang. Dieser ist wie auch der Homematic IP Access Point in einem weißen Kunststoffgehäuse untergebracht.

Auf der Vorderseite des Bewegungsmelders wurde im unteren Bereich das Homematic IP Logo aufgedruckt und ein kleiner Schalter verbaut, wie wir ihn schon von anderen Homematic IP Komponenten aus dem Starter Set kennen.
Im oberen Bereich ist eine runde Sensorabdeckung zu finden, hinter welcher sich nicht nur ein Bewegungssensor, sondern auch ein Dämmerungssensor befindet.
Das Gehäuse des Bewegungsmelders ist zur linken und rechten Seite hin mit einer abgeschrägten Form versehen.

Das Batteriefach befindet sich auf der Gehäuserückseite. In diesem sind im Auslieferungszustand schon zwei AA Batterien eingelegt.

Zwischen den beiden Batterien ist ein Kunststoffelement zu erkennen, welches über eine Erhebung verfügt. Hierbei handelt es sich um den Sabotageschalter. Wird die Batteriefachabdeckung abgezogen, so löst dieser einen Alarm aus, welcher auf das gekoppelte Smartphone weitergereicht wird.
eQ-3 liefert zwei unterschiedliche Abdeckungen für das Batteriefach mit.

Die werksseitig montierte Abdeckung verfügt über eine rundliche Bauform und dient zugleich als Standfuß, mittels welchem der Bewegungsmelder an einer beliebigen Stelle aufgestellt werden kann.

Die zweite Abdeckung ist mit zwei Montagebohrungen versehen worden und dient somit zur Wandmontage.

Diese Abdeckung verfügt über abgeschrägte Seiten, wodurch sich der Bewegungsmelder nicht nur einfach auf eine flache Wand, sondern auch in einer Ecke montieren lässt.

Die Verarbeitung aller drei Homematic IP Komponenten wurde sehr sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Konfiguration und Test:

Die gesamte Homematic IP Lösung von eQ-3 wird intuitiv über eine Smartphone App (iOS und Android) eingerichtet und anschließend komfortabel über diese App gesteuert. Der Homematic IP Access Point bekommt im heimischen Netzwerk zwar eine IP-Adresse zugewiesen, verfügt jedoch leider nicht über eine entsprechende Weboberfläche, wodurch keine Konfiguration über einen PC möglich ist. Die Konfiguration der Einzelgeräte übernimmt der Homematic IP Cloud-Service, welcher ausschließlich auf deutschen Servern betrieben wird und damit sowohl europäischen als auch deutschen Datenschutzrichtlinien unterliegt.

Homematic IP baut auf den Stärken von Homematic auf, bringt IPv6 – die neue Generation des Internetprotokolls – in jedes Gerät und liefert somit eine Lösung für das Internet der Dinge (IoT – Internet of Things). Dank der offenen Plattform ist die Lösung jederzeit beliebig erweiterbar und soll in den nächsten Monaten zu einem umfangreichen Smart Home-System mit Sicherheitskomponenten sowie Produkten zur Licht- und Rollladensteuerung erweitert werden.

Über die separat erhältliche Homematic Zentrale CCU2 können alle Homematic IP Geräte mit mehr als 80 Homematic Geräten für praktisch alle Anwendungsbereiche kombiniert werden. Hierdurch ist es auch für Nutzer, welche schon Homematic Geräte in ihren eigenen vier Wänden betreiben möglich, diese mit den neuen Homematic IP Geräten zu kombinieren.

Wir haben den Homematic IP Access Point in unserem Test mit der Android App eingerichtet und genutzt. Hat man sich die entsprechende App installiert und das erste mal gestartet, so wird man in der Schritt-für-Schritt-Installation dazu aufgefordert, den Homematic IP Access Point in der Nähe des Routers und einer Steckdose zu positionieren.

Im nächsten Schritt muss der Homematic IP Access Point zuerst mit dem heimischen Netzwerk und dann mit dem Stromstecker verbinden.

Um den Homematic IP Access Point nun mit der auf dem Smartphone installierten App zu koppeln, kann man wahlweise den QR-Code auf der Unterseite des Homematic IP Access Point scannen oder die Daten von Hand eingeben.

Nun geht es darum, zu schauen, ob der Homematic IP Access Point zur Kopplung bereit ist. Dies ist der Fall, wenn die Status LED durchgehend blau leuchtet.

Ist dies nicht der Fall, wie es während der Einrichtung unseres Testmusters war, so kann man in der App anklicken, in welcher Farbe die LED gerade leuchtet.

In unserem Fall war die LED orangefarben am blinken, was bedeutet, dass gerade ein Firmwareupdate installiert wird. Kurze Zeit später bootetet der Access Point und die LED leuchtet anschließend dauerhaft blau.

Nun muss man die Systemtaste des Access Points drücken, damit bestätigt wird, dass sich der Access Point auch in den eigenen vier Wänden befindet und man nicht versucht einen fremden Access Point einzurichten.

Anschließend ist der Access Point einsatz bereit

und kann mit Homematic IP Komponenten gekoppelt bzw. mit eigenen Daten und Konfigurationen gefüttert werden.

Betrachtet man die Benutzeroberfläche das erste mal, so findet man eine sehr aufgeräumte Benutzeroberfläche vor. Neben der Möglichkeit einen Standort anzugeben, damit die korrekten Wetterdaten angezeigt werden, kann man hier auch einen PIN-Code für die App festlegen und weitere Homematic IP Geräte hinzufügen.

Die Standortangaben bestehen lediglich aus der Postleitzahl. Diese muss nicht zwingend angegeben werden, jedoch wird einem dann nicht die aktuelle Wetterlage angezeigt.

Über das Hauptmenü kann die Übersicht der aktuell gekoppelten Geräte angezeigt, Geräteupdates gefahren, die Einstellungen aufgerufen, neue Geräte angelernt sowie eine Hilfe aufgerufen werden.

Schaut man sich einmal die Einstellungen an, so findet man auch hier ein klar strukturiertes Menü vor.

Neben der Option den Standort und einen PIN-Code zu definieren, können in den allgemeinen Einstellungen auch die Zeitzone eingestellt, die Benutzerübersicht angezeigt sowie das Untermenü für den Update-Modus sowie die Benachrichtigungen aufgerufen werden.

Um ein Homematic IP Gerät anzulernen, muss man auf der Startseite der App oder im Menü lediglich die entsprechende Schaltfläche drücken, und schon wird der Anlernvorgang gestartet.

Nun muss man die Stromversorgung des gewünschten Gerätes hergestellt werden, indem es in eine Steckdose gesteckt oder die Batterien eingelegt werden.
Anschließend wird die jeweilige Hommatic IP Komponente in der App erkannt und man wird aufgefordert, die letzten vier Ziffern der Gerätenummer des jeweiligen Homematic IP Gerätes einzugeben.

Nun dauert es einen kleinen Moment, bis das gewünschte Gerät erkannt wurde.

Im Anschluss kann man es dem Raum zuordnen, in welchem man es montieren bzw. aufstellen möchte. Sollte der gewünschte Raum noch nicht angelegt sein, so kann man diesen an dieser Stelle hinzufügen.

Im letzten Schritt kann man die jeweilige Homematic IP Komponente nun noch mit einem gewünschten Namen versehen.

Jetzt ist die jeweilige Homematic IP Komponente, in unserem Fall der Bewegungsmelder, einsatzbereit.
Hat man eine Homematic IP Komponente aus dem Bereich Sicherheit gekoppelt, wird einem nun unterhalb der Wetteranzeige ein Status angezeigt, welcher einem einen Hinweis darauf gibt, ob der Schutz aktiviert, nur teilweise aktiviert oder deaktiviert ist. Zudem wird einem sobald ein Raum eingerichtet wurde, auch dieser auf der Übersichtsseite angezeigt.

Klappt man einmal das Menü auf, so wird man sehen, dass sich auch dieses erweitert hat. Das Menü wurde um die Rubrik „Sicherheit“ erweitert. Im Detail handelt es sich um diese Menüpunkte:

In der Alarmkonfiguration lässt sich einstellen, ob es sich bei einem auslösenden Alarm um einem stillen oder lauten Alarm handelt, was wiederum bedeutet, das eine eventuell gekoppelte Homematic IP Sirene ertönt oder nicht. Auch die Dauer des Alarmtons kann eingestellt werden. Zudem lässt sich hier noch eine Scharfschaltverzögerung einstellen, welche es erlaubt, seine Sicherheitsfunktionen noch in der Wohnung scharf zu schalten ohne das z.B. der Bewegungsmelder innerhalb der eingestellten Zeit auslöst und man seine Wohnung so noch verlassen kann, bevor die Sicherheitsfeatures scharfgeschaltet werden und einen Fehlalarm auslösen.

Im Bereich Hüllenschutz können Komponenten ausgewählt werden, welche bei dem sogenannten Hüllenschutz aktiv sind.

Hat man hier z.B. neben Bewegungsmeldern auch Fenstersensoren verbaut, so kann man z.B. nur letztere im Hüllenschutz aktivieren. Aktiviert man nun abends, wenn man kein Fenster mehr öffnen will den Hüllenschutz, so kann man sich in seinen eigenen vier Wänden noch frei bewegen, ohne dass ein Bewegungsmelder Alarm schlägt. Wird jedoch ein Fenster geöffnet, so wird ein Alarm ausgelöst. Im sogenannten Vollschutz sind alle Sicherheitskomponenten aktiv.

In der Geräteübersicht werden einem alle gekoppelten Homematic IP Geräte angezeigt.

Tippt man diese kurz an, so kann man sie ganz einfach einem anderen Raum zuordnen oder umbenennen. Werden eine Komponente lange angetippt, kann man diese aus der Konfiguration entfernen.

Im Einstellungsbereich Benachrichtigungen kann eingestellt werden, bei welchen Aktionen man durch die App benachrichtigt werden soll. Dies geschieht per Pushnachricht, wodurch einem bei einer entsprechenden Benachrichtigung ein kleines Symbol so lange im Infobereich des jeweiligen Smartphones angezeigt wird, bis man auf das Ereignis reagiert.

Um nun den vollen Funktionsumfang des Homematic IP Starter Set Sicherheit testen zu können, haben wir im weiteren Testverlauf zunächst auch den Tür/Fenstersensor gekoppelt und verbaut. Die Kopplung verläuft bis auf einen kleinen Unterschied genauso wie bei dem Bewegungsmelder. Dieser Unterschied liegt darin, dass man wählen kann, für welchen Einsatzbereich man den Tür/Fenstersensor verwenden möchte. Neben dem Bereich Sicherheit steht einem hier auch der Bereich Raumklima zur Auswahl. Je nach Bedarf können auch beide Bereiche ausgewählt werden. Die Auswahl kann im Nachhinein auch noch angepasst werden.

Wir haben beide im Set enthaltenen Komponenten bei uns im Redaktionsbüro verbaut und dieses unter dem Raumnamen „Office“ in der App angelegt. Klickt man nun diesen Raum an, so kann man hier die verbauten Sensoren erkennen. Gleich nach der Einrichtung wurden uns diese noch als inaktiv angezeigt.

Nach einem kurzen Augenblick wurde der Bewegungsmelder als aktiver Sensor angezeigt.

Bei dem Tür/Fenstersensor wurde jedoch ein Aktivierungsproblem angezeigt. Um was für ein Problem es sich genau handelt, war leider nicht zu erkennen. Aus diesem Grund haben wir uns gedacht, dass es einfach noch einen kurzen Moment dauert, bis diese Komponente soweit ist, dass sie voll genutzt werden kann, weswegen wir uns schon einmal dem Bewegungsmelder gewidmet haben.
Obwohl sich unser Büro im Vollschutz befand und der Bewegungsmelder somit auslösen sollte, sobald eine Bewegung erkannt wird, welche der Bewegungsmelder in einem Winkel von 105° und mit einem Abstand von 12m erfassen kann, wurde kein Alarm ausgelöst. Wir haben es sogar soweit getrieben, das wir uns so nah an ihn herangetraut haben, dass wir die Systemtaste des Bewegungsmelders drücken konnten.

Obwohl keine Verzögerungszeit fürs Schafschalten eingestellt war, wurde erst nach fünf Minuten eine Bewegung erkannt.

Dieser wird einem dann nicht nur im Alarmbericht angezeigt, sondern auch auf der Oberfläche der App.

Wie schon angesprochen wird ein Alarm auch im Infobereich des Smartphones angezeigt. Durch die Pushnachricht, welche hierzu versendet wird, ertönt auch der Nachrichtenton des gekoppelten Smartphones.

Da der Tür/Fenstersensor noch immer nicht als aktiver Sensor erkannt wurde und trotz eines geöffneten Fensters, welches uns auch auf der Oberfläche der App anzeigt wurde, noch immer kein Alarm ausgelöst wurde, haben wir uns dazu entschlossen, den Access Point kurz vom Strom zu nehmen und ihn somit einmal zu resetten.

Nachdem der Access Point gebootet hat, wurden beide Sensoren gleich als aktive Sensoren angezeigt.

Anschließend wurde ein geöffnetes Fenster auch gleich als Alarm gemeldet.

Auch das Problem, dass der Bewegungsmelder nicht direkt nach dem umschalten in den Vollschutz bei einer erkannten Bewegung einen Alarm auslöst, besteht seit dem Neustart des Access Points nicht mehr.

Im weiteren Testverlauf konnten wir die anfänglichen Probleme nicht reproduzieren. Egal ob im Vollschutz, oder im Hüllenschutz wurden alle Bewegungen bzw. Öffnungen des Fensters über mehrere Tage richtig erkannt und die entsprechenden Alarmierungen wurden sofort ausgelöst.
Der verwendete Bewegungsmelder erkannte auch bei Dunkelheit schon sehr kleine Bewegungen. Es reichte in unserem Test vollkommen aus, die Hand durch die Bürotür zu strecken, um einem Alarm auszulösen. Recht ähnlich verhielt sich der Tür/Fenstersensor. Auch der Tür/Fenstersensor erkannte schon kleine Abweichungen. Wurde das Fenster, an welchem er verbaut war, nur wenige Millimeter geöffnet, schlug auch der Tür/Fenstersensor Alarm. Die für weitere Dauertests ebenfalls verbauten Fenstersensoren, welche auf Reedschalter setzten, hatten zum Auslösezeitpunkt des optischen Homematic IP Tür/Fenstersensor noch keinen Alarm ausgelöst.

Da wir dem anfänglichen Problem noch einmal genauer auf die Spur gehen wollten, haben wir alle drei Komponenten noch einmal in den Werkszustand versetzt und die Einrichtung noch einmal gestartet. In diesem Einrichtungsdurchlauf gab es das Problem nicht erneut und alles funktionierte reibungslos. Die genaue Ursache für diesen kleinen Hänger können wir aus diesem Grund nicht nennen. Unsere Vermutung tendiert dazu, dass sich entweder der Access Point während der Einrichtung kurz weg gehängt hat, oder dass es ein Problem bei der Kommunikation zwischen dem Access Point und der Homematic IP Cloud gegeben hat.

Verwendet man lediglich das Homematic IP Starter Set Sicherheit, so ist der Funktionsumfang auf wenige Überwachungsmöglichkeiten eingeschränkt. eQ-3 bietet jedoch noch weitere Homematic IP Komponenten an, welche nicht nur den Bereich Sicherheit erweitern, wie z.B. eine Fernbedienung und eine Sirene, sondern auch für den Bereich Wohnen und Klima zuständig sind, wie z.B. Heizkörper- und Wandthermostat sowie Steckdose und Schalter. Hierdurch kann der Funktionsumfang entsprechend erweitert und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Das Homematic IP Starter Set Sicherheit stellt somit eine gute Grundlage dar. In den kommenden Tagen werden wir uns auch noch weitere Komponenten aus dem Bereich Sicherheit anschauen.

Fazit:

Mit dem Homematic IP Starter Set Sicherheit bietet eQ-3 ein Starterset an, welches genau die richtige Grundlage für jemanden ist, der im ersten Schritt sein zu Hause etwas sicherer machen möchte und sich für die Zukunft die Option offen halten will, doch sein komplettes zu Hause „Smart“ zu machen. Das Einsteigerset beinhaltet mit dem Access Point, dem Bewegungsmelder und einem Tür/Fenstersensor schon die grundlegenden Bausteine für dieses Vorhaben. Ja nach Anzahl, der vorhanden Fenster, muss dieses dann nur noch um entsprechende Sensoren erweitert werden. Die Einrichtung und Bedienung ist sehr einfach aufgebaut, sie ist jedoch leider nicht von einem PC aus möglich. Nicht nur für Nutzer eines vorhandenen Homematic Systems, sondern auch für Anwender, welche ihr Homematic IP System um Komponenten erweitern wollen, welche es noch nicht als Homematic IP, sondern nur als Homematic Komponenten gibt, ist es gut zu wissen, das die beiden Systeme unter der Verwendung einer Homematic Zentrale CCU2 zusammenarbeiten können. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten ist hochwertig ausgeführt. Von der optischen Seite her glänzen die getesteten Produkte mit einem recht unauffälligen Design. Dies gilt besonders für den Tür/Fenstersensor, welcher gleich mit zwei Abdeckungen in unterschiedlichen Farben geliefert wird. Preislich liegt das Homematic IP Starter Set Sicherheit aktuell bei knapp 119€*. Im Vergleich zum Einzelkauf kann man mit dem Starterset zudem ein paar Euros sparen.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Funktionsumfang
  • Einfache Einrichtung
  • Reichweite
  • Erweiterungsmöglichkeiten (Mittels Homematic Zentrale CCU2 auch normale Homematic Geräte nutzbar)
  • Braune und weiße Abdeckung beim Tür/Fenstersensor
  • Gute App

Contra

  • Keine Steuerung/Konfiguration am PC möglich

Verarbeitung

Funktionsumfang

Inbetriebnahme

Lokale Nutzung (PC)

Mobile Nutzung (App)

Kompatibilität

Stromverbrauch

Preis

Wir danken eQ-3 sehr für die Bereitstellung des Testmusters.