Enermax – OSTROG ADV

Mit dem OSTROG ADV haben wir heute einen neuen Midi-Tower von Enermax im Test, welcher auf den seit vielen Jahren bekannten OSTROG Gehäusen basiert, jedoch nicht nur technisch, sondern vor allem auch optisch ordentlich aufgepeppt wurde.

Welche Details in dem neuen OSTROG ADV stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Abmessungen: 215 x 516 x 493 mm (BxHxT)
  • Formfaktor: ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Laufwerke: 3x 5,25 Zoll (extern), 6x 2,5/3,5 Zoll (intern)
  • Lüfter:1x 120 mm (Rückseite), 2x 120 mm (Front), 2x 120/140 mm (Deckel, optional), 1x 120 mm (Boden, optional)
  • Front I/O: 2x USB 3.0, 4x USB 2.0, HD Audio, 4-stufige Lüfterdrehzahl & -LED-Kontrolle
  • Gewicht: 7,2kg
  • Slotblenden: 7
  • Netzteilposition: unten
  • Grafikkarten bis max. 414mm
  • CPU-Kühler bis max. 174mm Höhe

Lieferumfang:

  • OSTROG ADV in gewählter Farbe
  • Schraubenset
  • Kabelbinder

Design und Verarbeitung:

Das OSTROG ADV wird in einer bunt bedruckten Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite nicht nur mit der Modellbezeichnung, sondern auch mit einem Produktbild bedruckt wurde, auf welchem alle drei Versionen, in welchen es das neue Gehäuse von Enermax gibt, zu sehen sind.

Auf der Verpackungsrückseite werden einem die wichtigsten Features anhand mehrerer Featurebilder erläutert. Die technischen Details wurden auf der linken Verpackungsseite abgedruckt.

Innerhalb der Verpackung ist das OSTROG ADV mittels Styropor geschützt. Somit übersteht es auch ohne weitere Umverpackung einen Transport zum Käufer unbeschadet.

Entnimmt man das OSTROG ADV aus seiner Verpackung, so hat man einen Midi-Tower vor sich stehen, welcher einen durch das angewendete Design gleich an die früheren OSTROG Modelle erinnert.

Die schwarze Kunststofffront ist mittig mit einem großen Mesh-Gitter versehen, welches sich fast über die gesamte Fläche der Gehäusefront erstreckt.

Die untere Hälfte dieser Mesh-Front dient als Lufteinlass für die dahinter vormontierten 120-mm-Vegas-Lüfter. Zur einfachen Lüfter- oder Radiatormontage kann diese Mesh-Klappe von dem Gehäuse abgenommen werden.

Um das Gehäuseinnere vor eindringendem Staub zu schützen, wurde hinter der verbauten Frontklappe ein Staubfilter verbaut, welcher sich auch über den weiteren Mesh-Bereich erstreckt.

Oberhalb der Mesh-Klappe wurden drei 5,25″ Laufwerksschächte in die Gehäusefront integriert. Die hier verbauten Abdeckungen sind ebenfalls aus Mesh-Gitter gefertigt. Im weiteren Verlauf ist ein kleines Mesh-Gitter zu finden, welches ebenfalls als Lufteinlass dient.

Auf dem oberen Mesh-Gitter wurde das Enermax Logo aufgebracht. Auf der Mesh-Klappe im unteren Bereich der Gehäusefront wurde das OSTROG Logo aufgebracht.

Die schwarze Mesh-Front wurde durch einen leicht transparenten Kunststoffrahmen optisch von der schwarzen und etwas überstehenden Kunststofffront abgesetzt.

Dieser leicht transparente Kunststoffrahmen ist auf der Rückseite mit einer ganzen Reihe an LEDs bestückt, wodurch er entsprechend beleuchtet werden kann. Neben der Version des OSTROG ADV aus unserem Test, welche mit roten LEDs ausgestattet ist, gibt es das Gehäuse auch noch mit grünen und blauen LEDs.

Die an den vier Ecken abgerundete Gehäusefront ist nahtlos an die restlichen Seiten des Gehäuses angepasst. Auf der Gehäuseoberseite wurde ein Gehäusedeckel verbaut, welcher wie die Gehäusefront auch aus schwarzem Kunststoff gefertigt wurde. Im vorderen Bereich des Gehäusedeckels findet man das I/O-Panel vor, in welchem neben den obligatorischen Audioanschlüssen auch zwei USB 2,0, zwei USB 3.0 Anschlüsse, die Reset- und Powertaste sowie eine integrierte Lüftersteuerung integriert wurde.

Zudem findet man hier noch einen kleinen Knopf vor, welcher zur Steuerung der verbauten LEDs dient. Es ist zwar nicht möglich die Beleuchtungsfarbe zu ändern, dafür stehen einem jedoch verschiedene Modi zur Verfügung. Im Einzelnen gibt es die Modi All on, Dimmed, Flash, Sparkle, Vegas und Off.

In den hinteren zwei Dritteln wurde ein Mesh-Gitter eingelassen, welches im selben Design gehalten ist, wie das in der Gehäusefront.

Auch hier hat Enermax einen umlaufenden Kunststoffstreifen aus leicht transparentem Kunststoff verbaut, welcher von der Rückseite aus beleuchtet wird. Insgesamt hat Enermax rund um die beiden Mesh-Gitter-Bereiche 262 LEDs verbaut. Durch die MaxBrite-LED-Technologie soll eine durchgehende und gleichbleibend helle Beleuchtung erzielt werden. Hinter diesem Mesh-Gitter, welches als Luftauslass dient, können wahlweise bis zu zwei 120-mm oder 140-mm-Lüfter verbaut werden.

Durch das feine Mesh-Gitter ist auch die Gehäuseoberseite vor eindringendem Staub geschützt.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite findet man unterhalb des Kunststoffgehäusedeckels den Ausschnitt für das I/O-Panel. Neben diesem wurde ein Wabengitter eingelassen, hinter welchem ein 120-mm-Lüfter vormontiert wurde. Im Vergleich zu den beiden Lüftern, welche Enermax hinter der Gehäusefront verbaut hat ist dieser nicht mit einer integrierten Beleuchtung ausgestattet.

Im weiteren Verlauf sind sieben Slotblenden zu finden, welche aus rotem Mesh-Gitter und somit farblich passend zur LED-Beleuchtung gehalten sind.

Der Montageplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und ist mit acht Montagebohrungen versehen, wodurch das gewählte Netzteil in zwei Richtungen montiert werden kann.

Mit einem Blick unter das Gehäuse findet man einen großen Staubfilter vor, welcher nach hinten herausgezogen werden kann. Durch diesen wird nicht nur das am Boden verbaute Netzteil effektiv vor eindringendem Staub geschützt, sondern auch der dahinter befindliche Einbauplatz für den Bodenlüfter.

Einen sicheren Stand erhält das Gehäuse durch vier große Standfüße, welche mit einer Gummierung versehen wurden.

Die rechte Seitenwand wurde fast auf der gesamten Fläche einen knappen Zentimeter nach außen gezogen, wodurch der Platz hinter dem Mainboardschlitten in diesem Bereich vergrößert wird.

In die linke Seitenwand hat Enermax ein großes Sichtfenster eingearbeitet, welches ebenfalls nach außen heraussteht, wodurch mehr Platz für den CPU-Kühler geschaffen wird.

Die linke Seitenwand wurde an der Rückseite zudem mit einem ausklappbaren Griff ausgestattet, welcher ein leichteres Öffnen der Seitenwand ermöglichen soll.

Blick ins Innere

Nimmt man die beiden Seitenwände von dem OSTROG ADV ab, so fällt einem gleich der verbaute Mainboardschlitten ins Auge. Dieser ist passend zu der Beleuchtung und den Slotblenden in rot gehalten. Neben einem Ausschnitt, welcher die Kühlermontage auch bei einem montierten Mainboard ermöglicht, wurden auch noch drei weitere Ausschnitte in den Mainboardschlitten eingearbeitet. Hierbei handelt es sich um Kabeldurchführungen, welche jeweils mit einer Gummidurchführunge versehen wurden.

Direkt hinter der Gehäusefront hat Enermax einen Laufwerkskäfig verbaut, welcher aus drei zusammengefügten Elementen besteht. In den unteren zwei Dritteln wurden zwei Laufwerkskäfige verbaut, welche jeweils bis zu drei 2,5″- oder 3,5″-Festplatten aufnehmen.

Der obere dieser beiden Rahmen kann zudem aus dem Gehäuse entnommen werden, wodurch es möglich ist, längere Erweiterungskarten zu verbauen.

Im oberen Bereich wurde ein Laufwerkskäfig verbaut, in welchem drei 5,25″ Laufwerke werkzeuglos verbaut werden können.

Durch diese Ausstattung grenzt sich das neue OSTROG ADV von vielen anderen aktuellen Gehäusen ab, bei welchen immer öfters auf 5,25″-Laufwerksplätze verzichtet wird.
Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil ist am Gehäuseboden zu finden und wurde mit vier Gummipuffern versehen. Die Gehäuserückseite wurde jedoch nicht mit einer Moosgummischicht versehen, wie wir sie in der Zwischenzeit von vielen anderen Gehäusen kennen.

Unterhalb des Gehäusedeckels findet ein 240-mm- bzw 280-mm-Radiator mit einer Stärke von maximal 40mm Platz. Da der untere HDD-Käfig nicht modular aufgebaut ist, ist dies der einzige Montageplatz, an welchem man eine solche Kombination verbauen kann.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Mainboardschlittens findet man mehrere Montagepunkte vor, an welchen überschüssige Kabel befestigt werden können.

Montage:

Den ersten Montageschritt kann man sich bei dem neuen ORTROG ADV sparen, denn Enermax hat die zur Mainboardmontage benötigten Abstandshalter schon in den Mainboardschlitten eingedreht. Hierdurch kann man gleich damit beginnen, das Mainboard in dem Gehäuse montieren.
Im Anschluss kann man sich mit der Montage der Laufwerke beschäftigen. 5,25″-Laufwerke können werkzeuglos in den drei Laufwerksschächten montiert werden. Auch 3,5″-Festplatten können werkzeuglos in den dafür vorgesehenen Festplattenrahmen montiert werden.

2,5″ Festplatten müssen hingegen mittels Schrauben in diesen befestigt werden.
Wird der mittlere Laufwerksrahmen nicht montiert, so können Erweiterungskarten mit einer Länge von bis zu 414mm verbaut werden. Diese müssen jedoch mittels normaler Kreuzschlitzschrauben befestigt werden. Rändelschrauben hätten uns an dieser Stelle besser gefallen.
Durch die acht Montagebohrungen, welche um den Einbauplatz des Netzteiles angesiedelt sind, ist eine Montage in zwei Richtungen möglich.
Wir haben das Netzteil in unserem Test so montiert, dass der Lüfter des Netzteiles frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugen kann.
Was den gewünschten CPU-Kühler angeht, können in dem OSTROG ADV CPU-Kühler mit einer maximalen Höhe von 174mm verbaut werden, wodurch fast alle Kühler in das Gehäuse passen.
Durch die nach außen gezogene Seitenwand wird einem auf der Rückseite des Mainboardschlittens etwas mehr Platz verschafft, wodurch überschüssige mit etwas Fleiß recht sauber verlegt werden können. Der hier gebotene Platz könnte dennoch etwas großzügiger ausfallen.

Die verbaute Beleuchtung zeigt sich mit einer gleichmäßigen Intensität, ohne dass sie an bestimmten Stellen etwas schwächer erscheint.

Dadurch, dass nicht nur die Gehäusefront, sondern auch der Gehäusedeckel beleuchtet wird, wirkt das Gesamtbild sehr schlüssig.

Leider wird jedoch der Innenraum nicht auch gleich mit beleuchtet. Durch das große Sichtfenster hätte dies ein schlüssiges Gesamtbild ergeben. Hierfür kann die Beleuchtung jedoch parallel zu der Beleuchtung der beiden Frontlüfter gesteuert werden.

Fazit:

Mit dem OSTROG ADV hat Enermax seine OSTROG Serie um ein Modell erweitert, welches auf den ersten Blick mit einem schlichten und geradlinigen Design punktet. Schaltet man sein System dann jedoch auf einer Lanparty ein, so zieht das Gehäuse durch die 262 integrierten LEDs alle Blicke auf sich. Die Beleuchtung kann nicht nur durch die gleichmäßige Ausleuchtung, sondern auch durch die verschiedenen Modi punkten. Leider geht Enermax jedoch noch nicht dem aktuellen Trend nach, bei welchen in immer mehr Komponenten RGB-LEDs eingesetzt werden. Neben der Beleuchtung kann das Gehäuse jedoch auch mit einer recht guten Ausstattung überzeugen. Diese fängt bei dem I/O-Panel an, welches mehr USB-Anschlüsse bietet, als es bei vielen anderen Modellen üblich ist und zudem mit einer integrierten Lüftersteuerung daher kommt. Mittels dieser können die drei verbauten Lüfter wahlweise leise oder mit einer ordentlichen Kühlleistung betrieben werden. Auch was die Anzahl der Laufwerke angeht, kann das OSTROG ADV überzeugen. Leider gilt dies nicht ganz für die Modularität, denn nur der mittlere Laufwerkskäfig kann aus dem Gehäuse entnommen werden. Auch was die werkzeuglose Montage der einzelnen Komponenten angeht, ist unser Fazit gespalten. 5,25″- und 3,5″-Laufwerke können werkzeuglos montiert werden. Bei der Montage der Erweiterungskarten hingegen muss man auf einen Schraubenzieher zurückgreifen. Was die mögliche Kühlung der Komponenten angeht, ist man bei der Wahl einer internen Wasserkühlung etwas eingeschränkt, denn hier kann lediglich am Gehäusedeckel ein 240-mm- bzw. 280-mm-Radiator montiert werden. Bei der Wahl des CPU-Kühlers kann hingegen mit einer maximalen Einbauhöhe von 174mm fast jeder aktuelle Kühler verbaut werden. Zwar können in dem OSTROG AVD reichlich Lüfter eingebaut werden, jedoch passen nur unter den Gehäusedeckel 140-mm-Lüfter. Preislich muss man für das neue OSTROG ADV recht tief in die Tasche greifen, denn jede Farbvariante liegt aktuell bei knapp 140€*.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Design
  • Außergewöhnliche Beleuchtung
  • Verschiedene Farben
  • Ausstattung
  • Oberer HDD-Rahmen entnehmbar

Contra

  • Keine durchgehende werkzeuglose Montage
  • Nicht alle Laufwerkskäfige entnehmbar
  • Platz hinter dem Mainboardschlitten etwas zu gering
  • Preis

Verarbeitung

Kompatibilität

Kühlmöglichkeiten

Ausstattung

Lieferumfang

Modding

Preis

 

Wir danken Enermax für die Bereitstellung des Testmusters.