Enermax – Liqmax III 240 RGB

Mit der Liqmax III 240 RGB haben wir heute eine überarbeitete Version der Liqmax III 240 AiO-Wakü von Enermax im Test, welche nun mit RGB-Lüftern ausgestattet wurde und so neben einer guten Kühlleistung auch mit einer schickeren Optik überzeugen möchte.

Welche Details in der Liqmax III 240 RGB stecken und wie sich die schlanke AiO-Wasserkühlung von Enermax in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review

Technische Details

  • Radiator:
    Maße: 274 x 120 x 27 mm
    Material: Aluminium
  • Pumpe/Reservoir:
    Motorgeschwindigkeit: 3.100 U/min
    Spannung: 12 V
    Nennstrom: 0,45 A
    Lebenserwartung: 50.000 h
    Anschluss: 3-Pin
    Beleuchtung: 5050 RGB (4-pin (12V/G/R/B) )
  • Lüfter:
    Typ: 120 mm
    Drehzahl: 500 – 1.600 U/min
    Fördervolumen: 22,5 – 72,1 CFM
    Statischer Druck: 0,2 – 3,1 mm H2O
    Lautstärke: 14 – 32 dB(A)
    Anschluss: 4-Pin-PWM
  • Schlauchlänge: 400 mm
  • Kompatibilität:
    Intel-Sockel: LGA 115x, 1366, 2011(-3) Square ILM, 2066
    AMD-Sockel: FM1, FM2(+), AM2(+), AM3(+), AM4

Lieferumfang:

  • Liqmax III RGB AiO-Wakü
  • 2 x 120-mm-RGB Lüfter
  • Montagematerial
  • Montageanleitung
  • LED-Anschlusskabel
  • SATA-Adapter
  • Wärmeleitpaste

Design und Verarbeitung:

Die Liqmax III 240 RGB wird von Enermax in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarz/roten Design gehalten ist. Neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild wurde die Verpackungsvorderseite auch mit einer Info zur integrierten RGB-Beleuchtung bedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite findet man neben einer Auflistung der technischen Details auch eine Auflistung der wichtigsten Features inkl. drei Featurebilder vor.

Entnimmt man die Liqmax III 240 RGB aus ihrer Verpackung, so hat man eine AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche auf den ersten Blick mit einem vergleichsweise schlichten Design daher kommt.

Passend zum angewandten Design wurde auch das Pumpengehäuse mit einem unspektakulären, quadratischen Aufbau versehen.

Auf der Oberseite des Pumpengehäuses hat Enermax einen von der Rückseite aus schwarz lackierten Plexiglasdeckel verbaut, in welchen ein weiß abgesetzter Enermax Schriftzug eingearbeitet wurde.
Direkt unterhalb dieses Plexiglaselements wurde ein leicht transparentes Kunststoffelement verbaut. Dieses kann auf Wunsch mittels der sechs darunter befindlichen RGB-LEDs beleuchtet werden.

Zum Anschluss der integrierten Beleuchtung wurde neben dem Fest mit dem Pumpengehäuse verbundenen Anschlusskabel ein 4-PIN-LED-Anschluss verbaut.

Die verbauten Anschlüsse sind auf der rechten Seite des Pumpengehäuses zu finden und wurden drehbar ausgelegt, wodurch die Montage des Pumpengehäuses vereinfacht werden soll. Die fest auf die abgewinkelten Anschlüsse gepressten, 400 mm langen Schläuche sind aus Polyamid gefertigt und wurden für eine schickere Optik mit einem schwarzen Sleeving versehen.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine Bodenplatte aus hochwertigem Kupfer vor, welche auf der Innenseite mit der Shunt-Channel-Technologie versehen wurde.

Bei der Shunt-Channel-Technologie handelt es sich um ein patentiertes Design, welches für eine maximale Kühlleistung sorgen soll. Der Shunt-Channel (ein etwas breiterer Querkanal) innerhalb der Mikrolamellen-Struktur minimiert das Auftreten der fluiddynamischen Grenzschicht (“Boundary Layer”), bekämpft individuelle Hot-Spots noch wirkungsvoller und stellt eine optimale Hitzeabführung sicher.

Bei dem Radiator setzt Enermax auf einen 27 mm starken Aluminiumradiator. Im Inneren des Radiators wurden 12 Kanäle eingearbeitet, durch welche das Wasser von einer zur anderen Seite und wieder zurückgeleitet wird.

Die sauber zwischen den Kanälen eingearbeiteten Kühlfinnen wurden wie auch der restliche Radiator mit einer schwarzen Lackierung versehen.

Wie es bei einem Radiator üblich ist, kommt auf den beiden Stirnseite eine Vor- bzw. Endkammer zum Einsatz, in welchen das Wasser auf die einzelnen Kanäle aufgeteilt wird.

Wie wir es schon von den Anschlüssen am Pumpengehäuse kennen wurden auch die Vorkammer mit feststehenden Anschlüssen ausgestattet, auf welche die eingesetzten Schläuche aufgepresst wurden.

Der Radiator verfügt zur Lüftermontage sowie der Montage am Gehäuse auf jeder Seite über acht Montagegewinde, unter welchen leider keine schützenden Bleche eingearbeitet wurden, wodurch die Lamellen durch zu tief eingedrehte Schrauben beschädigt werden können.

Bei den beiden mitgelieferten Lüftern handelt es sich um die noch recht neuen 120 mm Dual-Convex RGB Lüfter.

Enermax hat den schwarzen Lüfterrahmen auf der Vorder- und Rückseite mit grauen Entkopplern ausgestattet.

Der eingesetzte Impeller ist aus weißem, leicht transparenten Kunststoff gefertigt und wurde mit neun Dual-Convex Lüfterblättern ausgestattet. Diese Lüfterblätter können durch ihre spezielle Formgebung einen besonders hohen statischen Druck erzielen.

Befestigt ist der Impeller an vier geradlinig zum Lüfterrahmen verlaufenden Stegen.

Das Anschlusskabel des Lüfters ist im Gegensatz zum Anschlusskabel der Pumpe nicht mit einem blickdichten Kabelsleeving versehen worden.

Die Verarbeitung der Liqmax III 240 RGB All-in-One-Wasserkühlung wurde hochwertig und optisch ansprechend ausgeführt. Entsprechende Kabelsleevings an den Anschlusskabeln der beiden Lüfter hätten das Gesamtbild jedoch noch abrunden können.

Montage:

Enermax liefert bei der Liqmax III eine Multisockelbackplate mit, durch welche es auch bei einem AMD-Mainboard notwendig ist, die eventuell vorhandene Backplate zu entfernen und durch die mitgelieferte zu ersetzten. Diese wird von der Vorderseite des Mainboards aus mittels Abstandshaltern verschraubt.
Soll die AiO-Wakü auf einer AMD-CPU eingesetzt werden, so muss man im nächsten Schritt das werksseitig schon verbaute Montagekit demontieren und das mitgelieferte AMD-Montagekit verbauen. Ist dieser Arbeitsschritt erfolgt, so kann die Pumpe auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und mittels vier Rändelschrauben verschraubt werden.
Auf einem AMD-Sockel kann die Ausrichtung nur in zwei Richtungen erfolgen. Auf einem Intel-Sockel hat man, was die Platzierung des Kühlers angeht, hingegen die freie Wahl.
Um die bestmögliche Kühlleistung zu erreichen, sollten die Lüfter immer so montiert werden, dass sie die Luft durch den Radiator blasen und nicht ziehen. Dies bedeutet, wenn der Radiator an dem Gehäusedeckel montiert wird, sollten die Lüfter auf der Seite montiert werden, wo sich die beiden Schläuche befinden. Wird der Radiator an der Gehäusefront verbaut, so sollte man die Lüfter zwischen der Gehäusefront und dem Radiator montiert werden.

Zusätzliche Schrauben für den Aufbau eines Push-Pull-Betriebes liefert Enermax leider nicht mit.

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist zu erkennen, dass sich die Liqmax III 240 RGB aufgrund des recht schmalen Radiators und den mit maximal 1.600 RPM drehenden Lüftern nur im hinteren Feld der 240-mm-AiO-Wasserkühlungen platzieren konnte.

Fazit:

Mit der Liqmax III 240 RGB hat Enermax seine schlanke Liqmax III 240-mm-AiO-Wasserkühlung um eine Version erweitert, bei der auch die beiden Lüfter synchron zur Pumpeneinheit beleuchtet werden. Trotz der verbauten RGB-Beleuchtung fällt das Design der Wasserkühlung recht schlicht aus. Von der Kühlleistung her, positionierte sich die Liqmax III 240 RGB auf den hinteren Plätzen der 240-mm-AiO-Waküs. Trotz der recht langsam drehenden Lüfter kann sie jedoch eine etwas bessere Kühlleistung erzielen, als die Liqmax II 240. Preislich liegt die Liqmax III 240 RGB aktuell bei knapp 70 €*.


Wir danken Enermax sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Enermax - Liqmax III 240 RGB

8.1

Kühlleistung

7.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

8.0/10

Modding

6.0/10

Lieferumfang

9.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Preis
  • Verarbeitung
  • Sicher Montage
  • Hohe Kompatibilität
  • RGB-Beleuchtung (nicht adressierbar)

Contra

  • Kühlleistung zu gering für OC-Betrieb