Enermax – EMK5402 – 4 Bay Backplane

Mit der EMK5402 haben wir heute eine Backplane von Enermax im Test, welch gleich vier Einbauplätze für 2,5″ Festplatten bereitstellt und somit für Nutzer ausgelegt ist, welche auf große Datenmengen Zurückgreifen oder über eine entsprechende Raid-Konfiguration verfügen.

Wie die EMK5402 Backplane aufgebaut ist und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Unterstützte Datenträger: 4 x 2,5-Zoll: SATA I-III, SAS
  • Einbauposition: 5,25″ Einbauschacht
  • Material: SECC, ABS-Kunststoff & rostfreier Stahl
  • LED-Anzeige:
    Blau: Betrieb
    Orange: Datenzugriff
  • Lüfter: 2x 35-mm-Lüfter mit 1.500 1/min / 12V DC
  • Hot-Swap-Unterstützung: Ja
  • Sicherheitsschloss: Ja
  • Abmessungen: 148 x 161 x 42mm
  • Gewicht: 708g
  • Betriebstemperatur: 0 – 50°C
  • Unterstützte Betriebssysteme: Windows XP/Vista/7/8; Mac OS 9/X

Lieferumfang:

  • 4x Schrauben
  • 4x SATA-Datenkabel
  • 2x Sicherheitsschlüssel
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Die EMK5402 Backplane wird von Enermax in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche mit einer Umverpackung versehen ist, die in den Farben Schwarz und Rot gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben einem Produktbild auch noch die wichtigsten Features abgedruckt.

Die technischen Details sowie eine kurze Beschreibung des EMK3203 Wechselrahmens wurde auf der Rückseite der OVP abgedruckt.

Entnimmt man die Backplane aus ihrer Verpackung, so hält man eine Backplane im 5,25″ Format in der Hand, welche auf ein Gehäuse setzt, das überwiegend aus unlackiertem Stahlblech gefertigt ist.

Im vorderen Bereich wurde auf der Oberseite des Gehäuses ein Aufkleber angebracht, auf welchem einem die Montage der Festplatten kurz erklärt wird.

Die Festplattenmontage kann, wie es bei einer Backplane üblich ist, direkt über die Vorderseite und auch im laufenden Betrieb erfolgen.
Hierzu wurde die Gehäusefront mit einer Kunststoffblende versehen, in welche vier Laufwerksblenden integriert wurden, die einzeln geöffnet werden können.
Diese Laufwerksblenden verfügen an ihrer linken Seite über einen kleinen Hebel, welcher im oberen linken Bereich mit dem Enermax Logo bedruckt wurde, welches erfreulicherweise in einem sehr dezenten Schwarzton gehalten ist und zudem auch noch recht klein ausfällt. Hierdurch ist dieses auf den ersten Blick kaum zu erkennen und wirkt sich nicht negativ auf die Optik aus.

Neben dem Logo ist ein kreisrundes Kunststoffelement zu finden, welches als Schloss dient. Hierzu wurde in dieses Element eine dreieckige Aussparung eingelassen, in welche der mitgelieferte Schlüssel passt. Direkt neben diesem Element wurden zudem zwei Schlosssymbole in die Kunststoffblenden eingeprägt. Diese dienen zur Orientierung, ob die Laufwerksblende verriegelt ist oder nicht.
Am unteren Rand wurde eine kleine ovale Aussparung in die einzelnen Hebel eingearbeitet, hinter welchen sich die Status LEDs befinden.

In das Ende der einzelnen Hebel wurde ein kleiner Griff eingearbeitet, durch welchen ein leichtes Öffnen der Laufwerksblenden ermöglicht wird.
Auf der Innenseite der einzelnen Laufwerksblenden wurde ein Metallbügel eingearbeitet, welcher einen gewissen Anpressdruck auf die verbauten Festplatten ausüben soll, damit diese in den Laufwerksschächten fixiert werden.

Ebenso wurde an jeder Laufwerksblende ein Metallarm befestigt, welcher beim Öffnen der Blende die verbaute Festplatte etwas vorschiebt.

Durch diese Konstruktion entsteht in den einzelnen Laufwerkschächten ein etwas höherer Platzbedarf, wodurch es leider nicht möglich ist, 2,5″ Festplatten mit einer Bauhöhe von 12mm zu verbauen.

Mit einem seitlichen Blick auf die EMK5402 Backplane findet man vier Montagegewinde vor, wie man sie von anderen Laufwerken im 5,25″ Format kennt.

Die Rückseite der Backplane ist wie auch die Vorderseite mit einer Kunststoffblende versehen worden. In diese wurden neben den vier zum Anschluss der Festplatten benötigten SATA-Anschlüsse auch noch zwei Molex-Buchsen integriert, welche zur Stromversorgung dienen. Um auch schnelle Festplatten auf angenehmen Temperaturen halten zu können, wurden an der Rückseite der Backplane auch noch zwei kleine 35-mm-Lüfter verbaut, welche mit 1500rpm drehen.

Auch wenn das eigentliche Gehäuse aus unbehandeltem Stahlblech besteht und somit optisch nicht so ansprechend gestaltet ist, wurden die verwendeten Materialien sauber miteinander verarbeitet. Ein Gehäuse aus Aluminium hätte uns jedoch vom Design und was die Kühlung angeht besser gefallen.

Montage:

Die Montage der EMK5402 Backplane gestaltet sich recht einfach. Im ersten Schritt muss die Laufwerksblende eines freien 5,25″ Schachts entfernt werden. Anschließend kann die Backplane in diesen Laufwerksschacht eingeschoben und verschraubt werden.
Der Anschluss kann je nach vorhandener Hardware am Mainboard oder einem entsprechenden Raid-Controller bewerkstelligt werden. Die im Lieferumfang enthaltenen SATA-Kabel verfügen an einer Seite über eine Haltenase, wodurch sie nicht ungewollt wieder vom Anschluss abrutschen.

Um die Festplatten zu verbauen, müssen nun einfach die Laufwerksblenden geöffnet und die Festplatten hineingeschoben werden.
Diese müssen nicht verschraubt werden, da sie durch einen an der Frontblende befestigten Metallbügel fest an den SATA-Anschluss gepresst werden.
Durch den verwendeten Anschluss können erfreulicher Weise nicht nur SATA, sondern auch SAS Festplatten verbaut werden.

Bei dem verwendeten Anschluss handelt es sich um einen SATA-Anschluss mit patentierter NSS-Technologie (Non-Scratch-SATA), welche für eine sehr hohe, maximale Lebensdauer mit bis zu 50.000 Ein- und Ausbauten von Datenträgern sorgen soll.

Die Montage der Festplatten kann auch im laufenden Betrieb erfolgen. Hierzu muss jedoch im Bios die AHCI-Funktion aktiviert sein, damit die Festplatten auch ohne Neustart des Systems erkannt werden.

Test:

Der eigentliche Test der Backplane besteht aus zwei Abschnitten. Der erste Abschnitt wird für die meisten Nutzer der wichtigste sein, da es in diesem Abschnitt um die Übertragungsrate geht. Jedoch sollte man im Bezug auf die Lebensdauer der Hardware auch die Temperatur nicht aus dem Auge verlieren. Aus diesem Grund werden wir uns auch diese einmal etwas genauer annehmen.

Das Testsystem besteht aus:

  • Prozessor: i7 3930K @ 4,6GHz
  • Mainboard: Asrock Extreme11
  • Arbeitsspeicher: 32GB (4 x 8GB DDR3 1866MHz)
  • Grafikkarte: EVGY GTX Titan Hydro Copper
  • Netzteil: SS-860XP2 – Seasonic Platinum 860W
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Testlaufwerke: OCZ Vertex450 ( 256 GB 2,5″ ), Western Digital WD10JPVX ( 1TB 2,5″ )

Um die maximale Übertragungsgeschwindigkeit zu ermitteln, setzten wir in diesem Test eine OCZ Vertex 450 mit 256GB ein.

Hierzu haben wir das Tool CrystalDiskMark eingesetzt.

Dadurch, dass die Daten nur durch die Backplane durchgeschliffen werden, und kein zusätzlicher Controller zum Einsatz kommt, werden hier Geschwindigkeiten erreicht, als wenn die Festplatte direkt am SATA- bzw. SAS Kabel angeschlossen wäre.

Durch den Umstand, dass die verbauten Laufwerke in einem etwas engeren Raum verbaut werden, als wenn man sie ganz normal in einem Computergehäuse verbaut, haben wir zudem auch einen Blick auf die Temperatur geworfen. Hierzu wurde eine 2,5″ Western Digital WD10JPVX Festplatten in dem Gehäuse verbaut. Der Temperaturunterschied zu der „normalen“ Montageart betrug nach einer vollständigen Formatierung des Laufwerkes 3,4°C. Werden vier Festplatten in der EMK5402 Backplane verbaut, so steigt dieser Wert zwar noch einmal etwas an, kommt jedoch auch dann noch nicht in einen kritischen Bereich. Dieser doch recht geringe Temperaturanstieg wird durch die beiden an der Rückseite verbauten Lüfter erreicht, welche jedoch auch für eine etwas höhere Geräuschkulisse des Rechners sorgen.

Fazit:

Mit der EMK5402 Backplane hat Enermax ein Produkt in sein Sortiment aufgenommen, welches vor allem Nutzer mit einem hohen Datenaufkommen ansprechen soll. Die Backplane eignet sich jedoch auch genauso gut, um in einem Gehäuse, welches über keine 2,5″ Laufwerkschächte verfügt, ein schnelles Systemlaufwerk mittels vier SSDs zu realisieren, welche entweder softwareseitig oder mittels eines separaten Controllers zu einem Raid zusammengefasst werden könnten. Die Verarbeitung ist, auch wenn stellenweise unlackiertes Stahlblech zum Einsatz kommt durchweg gut. Von der optische Seite her macht es auch keinen großen Unterschied, ob das Gehäuse lackiert ist oder nicht, da man es in den meisten Gehäusen im verbauten Zustand nicht mehr sehen kann. Preislich liegt die EMK5402 Backplane von Enermax mit ca. 52€* in einem guten Mittelfeld.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Lieferumfang
  • Datenübertragungsraten

Contra

  • Keine Unterstützung von 12mm hohen Laufwerken

Montage

Datentransfer

Wärmeabfuhr

Stromversorgung

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken Enermax sehr für die Bereitstellung des Testmusters.