Eizo – Foris FS2735 – 27″ FreeSync

Mit dem Foris FS2735 haben wir heute einen 27″ großen Gaming Monitor von Eizo im Test, welcher nicht nur durch eine brillante Bildqualität überzeugen will, sondern auch durch die verbaute FreeSync Technik in Kombination mit einer Bildfrequenz von bis zu 144 Hz.

Welche Details in dem Foris FS2735 stecken und wie sich der Gaming-Monitor aus dem Hause Eizo in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Diagonale: 27 Zoll
  • Gehäusefarbe: Schwarz mit roten Elementen
  • Format: 16:9
  • Panel: IPS-Panel (AHVA)
  • Look up Table: 10 Bit
  • Glare-Optik: nein
  • Auflösung: 2.560 x 1.440 Pixel
  • Kontrastrate: 1.000:1 (statisch)
  • Helligkeit: max. 300 cd/m²
  • Reaktionszeit: 1 ms
  • Wiederholfrequenz: FreeSync Low: 35-90 Hz
  • FreeSync High: 35-144 Hz
  • Blickwinkel: horizontal: 178°
  • vertikal: 178°
  • Anschlüsse:
    1x DisplayPort-Eingang
    2x HDMI
    1x DVI
    2x 3,5-mm-Ausgang
    1x 3,5-mm-Eingang
    2x USB-3.0-Downstream
    1x USB-3.0-Upstream
  • HDCP: ja
  • Gewicht: 7,1 kg
  • Abmessungen (B x H x T): 62 cm x 39 – 55 cm x 20 cm
  • Ergonomie:
    Höhenverstellung: 155 mm
    Neigung: -5° – 35°
    Pivot
  • Kensington-Lock: nein
  • Wandmontage: Vesa-Standard
  • integrierte Lautsprecher: ja
  • Netzteil: intern
  • Sonstiges: Steuerung per Smartphone oder Software, Blur-Reduction, Smart-Insight-Demolition

Lieferumfang:

  • Foris FS2735 Monitor
  • Standfuß
  • Stromkabel
  • USB-Kabel
  • Displayport Kabel
  • Handbuch

Design und Verarbeitung:

Der Foris FS2735 wird von Eizo in einer schwarzen und sehr unscheinbaren Verpackung geliefert, welcher man nicht ansieht, das in ihr Inneren ein hochwertiger Gaming-Monitor schlummern soll.

Entnimmt man den Foris FS2735 aus seiner Verpackung, so hat man einem 27″ großen Gaming Monitor vor sich stehen, welcher in einem schlichten aber dennoch für Gamer ansprechenden Design gehalten ist.

Der mattschwarze Rahmen, welcher das IPS-Panel umgibt, ist recht schlank gehalten, wodurch der Blick auf ein Multi-Monitor-Setting nur geringfügig beeinträchtigt wird.
Eizo hat zudem alle Tasten, welche zum Ein- bzw. Ausschalten und zur Konfiguration des Monitors benötigt werden von der Vorderseite des Monitors verbannt. Somit befindet sich nur noch ein kleines Eizo Logo auf der Vorderseite des Monitorrahmens. Dieses wurde in der unteren linken Ecke aufgedruckt.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Monitors findet man im oberen Bereich ein großes Eizo Logo vor.

Unterhalb dieses Logos wurde ein geschwungenes Designelement eingearbeitet, welches in einem kontrastreichen rot gehalten ist. Im weiteren Verlauf sind die Lüftungsschlitze, durch welche die Abluft des IPS-Panels abgeführt zu finden, welche links und rechts vom Tragegriff befinden.

Mittig in die Rückseite des Monitors wurden die Aufnahmepunkte für den mitgelieferten Standfuß eingearbeitet. An dieser Stelle kann je nach bedarf auch eine Vesa Halterung montiert werden.

Zum Anschluss an einem PC oder Notebook findet man auf der rechten Monitorrückseite zwei HDMI, einen DisplayPort und einen DVI-Anschluss vor. Zudem sind hier noch zwei Klinkeanschlüsse zu finden. Einer der beiden Klinkeanschlüsse dient als Audioeingang und einer als Audioausgang.

Um schnell einmal einen USB-Stick oder Ähnliches anschließen zu können, verfügt der Monitor auch noch über einen USB 3.0 Hub. Der hierzu benötigte USB 3.0 Upstremport wurde ebenfalls in diesem Bereich eingearbeitet.
Im linken Bereich der Monitrorrückseite befindet sich eine Vertiefung in dem Monitorgehäuse, in welcher zwei USB 3.0 Anschlüsse zu finden sind.

Diese hätten unserer Meinung nach etwas weiter an der Außenseite positioniert werden können, damit sie ohne großes Suchen schnell und einfach zugänglich sind, wenn man vor dem Monitor sitzt.

Im unteren Bereich der Gehäuserückseite wurden nicht nur Lautsprecher in der linken und rechten Seite des Monitors untergebracht, sondern auch noch die zur Bedienung notwendigen Bedienelemente.

Durch diese Anordnung ist die Vorderseite des Monitors zwar recht clean gehalten, jedoch muss man zur Nutzung der einzelnen Tasten immer unter dem Monitor hindurchgreifen und mit angewinkelten Fingern die richtige Taste suchen.

Oberhalb dieser Steuerelemente wurde die Kaltgerätebuchse eingearbeitet, neben welcher sich auch ein Powerschalter befindet.

Auf der gegenüberliegenden Seite ist zudem noch ein Kensington-Lock zu finden.

Betrachtet man einmal die linke Seite des Monitors, so findet man hier einen weiteren 3,5-mm-Klinkeanschluss vor. Hierbei handelt es sich um einen Anschluss für ein Headset, welcher bei der Benutzung die integrierten Lautsprecher automatisch stumm schaltet.

Der von Eizo mitgelieferte Standfuß wurde im unteren Bereich mit einem etwas auffälligeren Design gehalten, welches durch seine kantige Form gut auf den Schreibtisch eines Gamers passt.

Zum Transport kann der untere Teil des Standfußes ganz einfach entriegelt und abgenommen werden.

Eizo hat bei dem Standfuß darauf geachtet, dass er eine bestmögliche Ergonomie bietet. So ist es nicht nur möglich, den Monitor um bis zu 155mm in der Höhe zu verstellen,

sondern auch der Neigungswinkel kann in einem Bereich von 5 – 35° eingestellt werden.

Für Anwender, welche den Monitor jedoch nicht nur zum zocken, sondern auch zum arbeiten nutzen wollen, bietet der FS2735 auch eine Pivot-Funktion, welche es erlaubt, das Panel um 90° zu drehen.

Durch die gebotenen Einstellmöglichkeiten distanziert sich der Monitor von vielen anderen Gaming-Monitoren auf den Markt und bietet einem somit die Möglichkeit rückenschonender am Schreibtisch zu sitzen.

Bedienelemente:

Die Bedienelemente sind wie schon kurz angesprochen aufgrund der Optik auf die Rückseite des Monitors gewandert, wo sie nicht nur erschwert zugänglich sind, da man unter dem Monitor entlang greifen muss, sondern auch noch gesucht werden müssen, da es auf der Vorderseite des Monitors keine Beschriftung für die Tasten gibt.

Eizo hat hier insgesamt drei Tasten sowie einen Joystik untergebracht. Zwei der hier verbauten Tasten sowie das Joystick sind zum auswählen der verschiedenen Einstellung zuständig. Die dritte Taste dient zum ein und ausschalten des Monitors. Durch die fehlende Beschriftung wird man gerade in der Anfangszeit den Monitor des Öfteren versehentlich ausschalten.

Das OSD ist in zwei Ebenen gegliedert. In der ersten Ebene kann mal lediglich die Helligkeit anpassen oder eines der vordefinierten Presets auszuwählen. In der zweiten Ebene wird einem eine umfangreiche Setupmöglichkeit geboten.

Neben der Möglichkeit die gebotenen Einstellungen über die rückseitig verbauten Knöpfe vornehmen zu können, bietet der FS2735 auch die Möglichkeit, über ein integriertes Bluetooth-Modul gesteuert zu werden.

Hierzu wird die G-Ignition Software benötigt, welche es jedoch nicht nur für iOS und Android gibt, sondern auch für Windows.

Durch diese Software wird einem somit auch die Möglichkeit geboten, wenn man den Monitor auch per USB an seinen PC angeschlossen hat, die Einstellungen direkt aus dem Windows heraus vornehmen zu können.

In der Software wird einem durch den von Eizo gebotenen Cloud Service die Möglichkeit geboten, eigene Presets zu erstellen, welche man mit anderen Nutzern teilen kann. Ebenso ist es auch möglich Presets anderer Nutzer auszuprobieren.

Bis auf die Positionierung der Bedienelemente ist die Verarbeitung des Monitors sehr hochwertig ausgeführt und bietet zudem sehr gute Einstelloptionen, welche ein ergonomisches Arbeiten zulässt.

Technik und Bildqualität:

Eizo setzt in dem Foris FS2735 ein 27″ großes, mattes IPS Panel ein, welches mit einem sehr hohen Blickwinkel punkten kann.

Dieser liegt vertikal und auch horizontal bei 178°. Hierdurch können problemlos mehrere Nutzer gleichzeitig auf den Monitor schauen, wenn es einmal zu einem Videoabend am Gaming-PC wird.
Das matte Display besitzt eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² und einen dynamischen Kontrast von 1.000:1.

Unser Testmuster wies in der unteren rechten Ecke einen geringen IPS-Glow auf, welcher das eigentlich schwarze Bild etwas heller wirken lies.

Das verbaute Panel hat eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Bildpunkten und ist somit im 16:9 Format gehalten. An die Bildschärfe eines UHD-Monitors, welcher mit 4K auflöst, kommt der FS2735 somit nicht heran. Durch die seitens Eizo gewählte Auflösung spielt der Monitor jedoch Gamer in die Hand, denn bei der geringeren Auflösung wird die verbaute Hardware weniger belastet, wodurch man die volle Auflösung des Monitors auch mit einer Hardware ausnutzen kann, welche nicht die schnellste Hardware auf dem Markt ist.

Durch die gebotene Auflösung bietet das Display jedoch nicht nur auf dem Desktop genügend Platz, sondern er bietet einem auch in Spielen einen sehr guten Betrachtungswinkel in Spielen.

Mit einem Seitenverhältnis von 16:9 ist der Monitor von Grund auf für jedes Spiel geeignet, ohne dass das angezeigte Bild gestreckt wird, wie es bei Monitoren mit einem Seitenverhältnis von 21:9 der Fall ist.
Der Foris FS2735 kann gleich nach dem Auspacken mit einem sehr guten Bild punkten. Hier hat EIZO bei der Farbkalibrierung alles richtig gemacht. Durch die bereitgestellte Software bekommt man zusätzlich die Möglichkeit geboten bestimmte Voreinstellungen zu wählen. So gibt es z.B. eine Voreinstellung, welche Weiß etwas gelblich wirken lässt, wodurch sich Officearbeiten etwas angenehmer durchführen Lassen. Genau für solche Arbeiten bietet der Foris FS2735 die sogenannte Pivot Funktion, bei der der Monitor um 90° gedreht werden kann. In diesem Zustand können zwei Seiten eines Officedokuments übereinander angezeigt werden.

Auch was das Betrachten von Filmen angeht, ist der Foris FS2735 mit einem 16:9 Format aktuell noch die richtige Wahl, wobei hier die ersten BluRays auch schon im 21:9 Format gehalten sind. Der Foris FS2735 liefert hier zu jeder Zeit nicht nur ein perfektes Bild, sondern auch bei schnellen Szenen ruckel- und schlierenfreie Ergebnisse.

Für die Gamer unter euch hat EIZO mit der FreeSync Technik etwas besonders verbaut, welche euch noch mehr Spaß beim Zocken bieten soll. Um sich in diesem Bereich von der immer größer werdenden Masse an kompatiblen Monitoren am Markt absetzten zu können, hat EIZO eine Option geschaffen, die es erlaubt, die verbaute FreeSync in zwei verschieden Bereichen, welche auf unterschiedlich schnelle Bildfrequenzen ausgelegt sind, aufzuteilen. Hierdurch wird es ermöglicht, die FreeSync Technologie nicht nur im unteren Bereich zu nutzen, wie man es von den anderen Modellen am Markt kennt, sondern bis zur maximalen Bildfrequenz von 144 Hz. Hierzu muss man jedoch vor der Auswahl wissen, wie schnell die verbaute Grafikkarte in dem Spiel ist, welches man als nächstes in der gewählten Einstellung spielen möchte, denn man kann den gewählten Bereich nicht während eines Spieles ändern. Zur Auswahl steht einem ein Bereich, welcher 35 bis 90 Hz abgedeckt und ein zweiter Bereich, welcher von 56 bis 144 Hz reicht. Die gewünschte Einstellung wird über einen nicht gleich zugänglichen Punkt in den OSD-Einstellungen vorgenommen.
Sieht man von den etwas umständlichen Einstellungsprozedere einmal ab, so kann der Monitor durch dieses Feature punkten. Gerade bei Spielen mit hohen Frameraten kann der Monitor hierdurch mit einem sehr knackigen Bild überzeugen, welches schnelle und ruckelfreie Abläufe wiedergibt.

Das matte Display besitzt eine maximale Helligkeit von 300 cd/m² und einen dynamischen Kontrast von 1.000:1. Der Monitor kann hierdurch ein gutes Bild liefern, welches auch noch dann problemlos zu erkennen ist, wenn ein Lichteinfall auf das Display trifft.

Die Bildqualität war bei allen Testsituationen sehr gut. Auch der Blickwinkel kann durch das verbaute IPS-Panel überzeugen, wodurch es problemlos möglich ist, sich einen Film oder ähnliches mit mehreren Leuten anzuschauen, welche nicht mittig vor dem Monitor sitzen müssen.

Fazit:

Mit dem Foris FS2735 hat Eizo einen Gaming-Monitor in sein Sortiment aufgenommen, welcher seinem Namen alle Ehre macht. Auch wenn das angewandte Design im Gegensatz zu dem Design manch anderer Hersteller recht schlicht gehalten ist, so hat man dem Monitor dennoch ein paar Designelemente verpasst, welche es für jeden ersichtlich machen, dass es sich bei dem Foris FS2735 um einen echten Gaming-Monitor handelt. Sitzt man erst einmal vor dem Monitor und startet mit einer kompatiblen Grafikkarte ein Spiel, so kann der Foris FS2735 durch ein gestochen scharfes und absolut ruckelfreies Wiedergabeerlebnis punkten. Hierbei kommt dem verbauten IPS-Panel nicht nur die sehr schnelle Reaktionszeit, sondern auch die hohe Helligkeit sowie die FreeSync Technologie, welche in dem Foris FS2735 mit bis zu 144 Hz arbeitet, zu gute. Bei den erreichten 144 Hz handelt es sich zwar nicht um die aktuell schnellste Wiederholrate, jedoch setzt sich der Foris FS2735 deutlich von vielen anderen Minitoren ab. Was die Ausstattung angeht, kann der Foris FS2735 ebenfalls mit ein paar Besonderheiten, wie die Steuerungsmöglichkeit über eine auf dem angeschlossenen PC installierte Software oder ein per Bluetooth gekoppeltes Smartphone. Ein großes Manko des Foris FS2735 ist jedoch die Navigation durch das OSD. Diese ist durch die an der Monitorrückseite verbauten Steuerungselemente sehr umständlich. Mit aktuell knapp 1030€* ist der Foris FS2735 kein Schnäppchen, jedoch sollte man bedenken, dass man einen Monitor im Vergleich zu einem PC oder Notebook meist mehrere Jahre benutzt, wodurch sich der Preis etwas relativiert. Eizo gewährt einem auf den Monitor zusätzlich eine Garantiezeit von fünf Jahren an, womit man sich von anderen Herstellern abgrenzt, welche einem eine maximale Grantiezeit von drei Jahren gewähren.


Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr gute Bildqualität
  • Design
  • Hoher Betrachtungswinkel
  • Anschlussvielfalt
  • FreeSync mit bis zu 144 Hz
  • Gute Ergonomie

Contra

  • Positionierung der Bedienelemente
  • Hoher Preis

Bildqualität

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Lieferumfang

Preis

Wir danken Eizo sehr für die Bereitstellung des Testmusters.