devolo Home Control Heizkörperthermostat

Mit dem devolo Home Control Heizkörperthermostat haben wir heute ein elektronisches Heizkörperthermostat im Test, welches einem nicht nur einen gewissen Komfort bieten soll, sondern im Vergleich zu normalen, nicht elektrischen Heizkörperthermostaten dazu beitragen soll, Heizkosten einzusparen.

Welche Funktionen einem das Home Control Heizkörperthermostat von devolo bietet und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Daten:

  • Funkstandard: Z-Wave
  • Frequenz: 868,42 MHz
  • Reichweite: bis zu 20m im Haus
  • Übertragungsleistung: < 1mW
  • IP Schutzklasse: 20
  • Maße: Länge: 91 mm, Durchmesser: 51 mm
  • Temperatur (Lager • Betrieb): -20 – 65°C • 0 – 40°C
  • Umgebungsbedingungen: 10-90% Luftfeuchtigkeit (nicht kondensierend)
  • Display: Grau digital, Hintergrund beleuchtet
  • Taster: 3
  • Batterie: 2x 1,5V AA
  • Synchronisierung: Einstellbar (5 Min. empfohlen)
  • Einstellbarer Temperaturbereich: 4° – 28°C
  • Fenster-Auf-Funktion: ja
  • Maximale Wassertemperatur: 90°C
  • Geräuschpegel: < 30 dBA
  • Betriebssysteme: Windows 7 (32 Bit), Windows 7 (64 Bit), Windows 8.x (32 Bit), Windows 8.x (64 Bit), Windows 8.x Pro (32 Bit), Windows 8.x Pro (64 Bit), Ubuntu-Linux 12.04 (32 Bit), MAC OS X 10.6, MAC OS X 10.7, MAC OS X 10.8, MAC OS X 10.9
  • Zulassungen: CE Class B (EU, CH, NO)

Lieferumfang:

  • Home Control Heizkörperthermostat
  • Dokumentation: gedruckte Installationsanleitung
  • Adapterringe für unterschiedliche Heizkörper
  • Batterien
  • Innensechskantschlüssel für Adapterring

Design und Verarbeitung:

Das Home Control Heizkörperthermostat wird von devolo in einer Verpackung geliefert, welche in einem hellen Design gehalten wurde. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben einem Produktbild auch ein Hinweis abgedruckt, welcher mit der Aussage „Smart Home zum selber machen!“ darauf hindeuten soll, wie einfach doch der Einstieg in das eigene intelligente Zuhause sein kann.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite bekommt man nicht nur die gebotenen Features aufgelistet, sondern auch anhand einer skizzierten Produktpräsentation verdeutlicht, welche Möglichkeiten einem das Heizkörperthermostat bietet.

Entnimmt man das devolo Home Control Heizkörperthermostat aus seiner Verpackung, so hat man ein sehr kompaktes elektrisches Heizkörperthermostat vor sich stehen.

Im Vergleich zu den elektrischen Heizkörperthermostaten, welche man aus den verschiedensten Werbezeitschriften kennt, sind die Home Control Heizkörperthermostate recht schlank und rund ausgeführt und unterscheiden sich, was die Größe angeht, kaum von manuellen Heizkörperthermostaten. Auf der Stirnseite ist mittig ein rundes LCD-Display verbaut, auf welchem man nicht nur die eingestellte Temperatur, sondern auch noch andere wichtige Infos angezeigt bekommt. So gibt es hier eine Batteriestandanzeige, ein Symbol für die bestehende Z-Wave Verbindung, ein Sperrsymbol sowie ein Symbol für den Frostschutz und den Alarm.
Um das Display auch bei Dunkelheit ablesen zu können verfügt dieses über eine Hintergrundbeleuchtung, welche über einen Tastendruck auf eine der drei Tasten aktiviert wird.
Oberhalb des Displays wurde das devolo Logo auf das Heizkörperthermostat abgedruckt. Zudem wurden um das Display herum noch drei Tasten untergebracht, welche zur direkten Steuerung dienen. So befinden sich auf der linken und rechten Seite des Displays die Tasten, mittels welcher man direkt in die eingestellte Temperatur eingreifen, oder durch das Menü blättern kann. Unterhalb des Displays wurde die Menütaste untergebracht.

In eine Seite des kreisrunden Gehäuses wurde das Batteriefach integriert, welches zwei AA-Batterien aufnimmt.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Heizkörperthermostats ist in der Montageöffnung, mit welcher das Heizkörperthermostat über das Ventil gestülpt wird, ein schwarzer Kunststoffring zu erkennen, welcher mit einem Innengewinde versehen wurde. Der hier verbaute Kunststoffring ist jedoch nicht vollständig geschlossen.

Diese Öffnung in dem Montagegewinde dient dazu, die im Lieferumfang enthaltenen Montageadapter bei einer eventuellen Demontage wieder von dem Heizkörperthermostat demontieren zu können. Hierzu muss vom Batteriefach aus der im Lieferumfang enthaltene Inbusschlüssel in diese Öffnung geführt werden, wodurch das Montagegewinde blockiert werden kann. Dieses ist so in der Montageöffnung montiert, dass man das Gewinde selbst drehen kann, was es ermöglicht, das Heizkörperthermostat ohne Werkzeug montieren zu können.

Zur Montage liefert devolo zwei verschiedene Adapter mit, mittels welchen das Heizkörperthermostat auf fast jedem gängigen Heizkörperventil montiert werden kann.

Fachkundigen Lesern wird sicherlich schon bei einem Blick auf das erste Bild in unserem Review aufgefallen sein, dass das devolo Home Control Heizkörperthermostat optisch genauso aussieht, wie das living connect®-Thermostat von Danfoss. Dies hat nicht nur den Anschein, sondern devolo greift hier auch auf die Technik eines renommierten Herstellers zurück, welcher schon seit vielen Jahren in dieser Branche tätig ist.

Die Verarbeitung des devolo Home Control Heizkörperthermostats ist hochwertig und zugleich auch optisch ansprechend ausgeführt.

Montage und Inklusion (Kopplung):

Um das devolo Home Control Heizkörperthermostat installieren zu können, muss im ersten Schritt das alte Heizkörperthermostat deinstalliert werden. Hierzu ist in den meisten Fällen eine Wasserpumpenzange notwendig, mittels welcher man die Überwurfmutter lösen kann. Anschließend kann man das alte Heizkörperthermostat einfach von dem Heizkörperventil abnehmen. Man braucht an dieser Stelle keinen Wasseraustritt zu befürchten und es sind auch keine Vorkenntnisse notwendig.

Hat man das alte Heizkörperthermostat deinstalliert, so kann man mit der Installation des neuen Home Control Heizkörperthermostats beginnen. Hierzu muss im ersten Schritt der passende Adapter auf dem Heizkörperventil angebracht werden. Je nach verwendetem Ventil wird dieser wie in unserem Fall auf das Ventil aufgeschraubt, oder über dieses gestülpt und dann mittels der im Adapter enthaltenen Inbusschraube befestigt.

In beiden Fällen sollte man beachten, dass man den Adapter bzw. die Schraube nur handfest anzieht.

Sind diese Vorbereitungen abgeschlossen, so kann man mit der eigentlichen Inklusion beginnen.

Das Home Control Heizkörperthermostat von devolo kann nicht nur mit der hauseigenen Home Control Zentrale inkludiert werden, sondern durch den verwendeten Z-Wave Standard auch mit allen anderen Z-Wave tauglichen Zentralen. Will man den Funkschalter mit der Home Control Zentrale von devolo inkludieren, so muss man sich im ersten Schritt auf die Benutzeroberfläche der mydevolo Software einloggen.
Über den Menüpunkt „Geräte“ kann man dann den Funkschalter mit der Home Control Zentrale verbinden. Hierzu muss man als erstes auf das „+ Zeichen“ klicken, woraufhin sich ein Pop-up-Fenster öffnet.

In diesem werden einem durch eine Bezeichnung inkl. eines kleinen Symbols alle von devolo erhältlichen Home Control Komponenten angezeigt. Ebenso ist es möglich, Geräte anderer Hersteller, welche den Z-Wave bzw. Z-WavePuls Standard unterstützen, mit der devolo Home Control Zentrale zu inkludieren. Somit stehen einem über 1400 verschiedene Smart Home Komponenten von über 300 verschiedenen Hersteller zur Verfügung.

Klickt man nun den hier skizzierten Funkschalter an, so wird einem auch ein Produktbild angezeigt.

Will man dieses Gerät einrichten, so muss man es anschließend einfach noch einmal anklicken und schon öffnet sich das Menü zur Einrichtung.
Im Fall des Heizkörperthermostats ist die Einrichtung in vier einzelne Schritte unterteilt. Die Einrichtung wird von der mydevolo Software nicht nur sehr detailreich beschrieben, sondern in jedem Schritt auch durch ein integriertes Video veranschaulicht, wodurch die Einrichtung auch für Quereinsteiger und nicht technisch versierte Menschen zum Kinderspiel wird.

Da wir im Vorfeld schon den passenden Adapter auf dem Heizkörperventil montiert haben, kann man nun gleich die im Lieferumfang enthaltenen Batterien in das Heizkörperthermostat einsetzen und dieses auf den Adapter festschrauben. Auch hier gilt wie bei dem Adapter selbst, dass es nur handfest angeschraubt werden darf.
Das Heizkörperthermostat sitzt anschließend noch recht wackelig auf dem Heizkörperventil, was in diesem Installationsstadium ganz normal ist!
Hat man das Heizkörperthermostat angebracht, muss man dieses anschließend noch soweit drehen, dass der devolo Schriftzug oben und die Menütaste unten ist. Dies ist durch das drehbar angebrachte Montagegewinde problemlos möglich. Dieses ist auch dafür verantwortlich, dass das Heizkörperthermostat aktuell auch den Anschein erweckt, als wenn es nicht richtig auf das Ventil passt und recht wackelig auf diesem sitzt.

Damit das Heizkörperthermostat richtig fest auf dem Heizkörperventil sitzt, muss man nun drei Sekunden lang die Menütaste drücken. Hierdurch werden zwei in dem Heizkörperthermostat verbaute Anker herausgefahren, welche das Thermostat fest auf dem Ventil verankert.

Sind die handwerklichen Montageschritte abgeschlossen, kann man die Inklusion starten, indem man den Menüknopf für eine Sekunde drückt. Die verbaute Displaybeleuchtung fängt nun an schnell zu blinken.

Anschließend kann man dem Heizkörperthermostat noch eine Bezeichnung zuweisen und es einem Raum zuteilen, womit die Einrichtung dann vollständig abgeschlossen ist.

Das Heizkörperthermostat wird einem nun im Bereich „Geräte“ angezeigt.

In diesem Bereich der mydevolo Software kann man sich auch eine Statistik über die Heizkurve anschauen.

Test:

Um das devolo Home Control Heizkörperthermostat nutzen zu können, gibt es nun drei unterschiedliche Wege. Einer dieser Wege ist über die manuelle Steuerung direkt am Heizkörper selbst. Dieser würde jedoch, wenn man dies durchgehend tut, keinen Sinn machen, da man immer an das Thermostat gehen muss, um die Heizung auf oder zu zudrehen und zudem würde es auch kein großen Einsparpotenzial bei den Energiekosten geben, denn die meisten Heizkosten lassen sich einsparen, indem es während einer Abwesenheit keine Heizkörperthermostate mehr in der Wohnung gibt, welche man versehentlich nicht zugedreht hat.

Ein anderer Weg ist der über die mydevolo Software, welche man mittels eines Browsers oder einer App aufrufen kann. Auch von hier aus kann die gewünschte Temperatur eingestellt werden. Hier gilt jedoch, was das Einsparungspotenzial angeht, das gleich wie für die Variante, bei der man noch vom Sofa aufstehen muss, um die Heizung noch etwas aufzudrehen, was man sich bei dieser Variante sparen kann, da man die dank der mydevolo App auch bequem vom Sofa aus machen kann.

Der dritte und beste Weg führt über eine extra hierfür erstellte Zeitsteuerung, welche dann als Heizungssteuerung dient. Da die von devolo gebotene Möglichkeit zur Erstellung einer solchen Zeitsteuerung nicht speziell auf den Heizungsbereich ausgelegt wurde, können für gleiche Geräte keine unterschiedlichen Schaltpunkte an unterschiedlichen Wochentagen in einer Zeitsteuerung definiert werden. Aus diesem Grund muss man für alle Tage, an welchen unterschiedlich geheizt werden soll, eine separate Zeitsteuerung angelegt werden.

Um eine solche Heizungssteuerung zu realisieren haben wir zwei Zeitsteuerungen angelegt, welche wie beschrieben ausgeteilt wurden. In unserem Fall wurden diese auf Wochenenden und Werktage aufgeteilt. In jeder Zeitsteuerung ist die Konfiguration unterschiedlicher Geräte möglich. Die verschiedenen Geräte können in jeder Zeitsteuerung auch mit unterschiedlichen Schaltzeiten und Schaltaktionen konfiguriert werden.
Hier wäre es wünschenswert, dass devolo einem die Möglichkeit bietet, in einer Zeitsteuerung z.B. für Werktage und Wochenenden unterschiedliche Schaltzeitpunkte und Schaltaktionen einpflegen zu können.

Durch eine solche Zeitsteuerung kann man die devolo Home Control Zentrale damit beauftragen, die Heizungsthermostate automatisch zu steuern, sodass zu einprogrammierten Zeiten auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt werden soll, oder die Heizung sogar ganz abgeschaltet werden soll. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass jeder Raum eine individuelle Zeit benötigt, bis er auf die gewünschte Temperatur aufgeheizt ist. Diese sollte man in die Zeitsteuerung mit einberechnen.

Das devolo Home Control Heizkörperthermostat kann zudem noch an die Raumbedingungen angepasst werden. Sollte ein Heizkörper für einen Raum unter- bzw. überdimensioniert sein, so kann man dies direkt am Heizkörperthermostat einstellen. Hierzu muss für drei Sekunden die Menütaste gedrückt werden. Im Menü angekommen muss man nun über die seitlichen Tasten durch das Menü navigieren, bis auf dem Display P6 erscheint. Hier angekommen kann man durch ein kurzes Drücken der Menütaste diesen Einstellungspunkt aufrufen, in welchem man sich wieder mittels der seitlichen Tasten durch das Untermenü bewegt.
Die Standardeinstellung ist P2. Ist der im Raum verbaute Heizkörper überdimensioniert, so muss man mittels der seitlichen Taste zu P1 wechseln. Für den Fall, dass der Heizkörper unterdimensioniert ist, stellt man die Einstellung auf P3 und bestätigt diese anschließend mit der Menütaste.

Um neben der Zeitsteuerung weiter Energiekosten einsparen zu können, verfügt das devolo Home Control Heizkörperthermostat über einen „Fenster-offen-Modus“. Mit dieser Funktion wird das Ventil geschlossen, wenn die Raumtemperatur rapide sinkt. Hierdurch sollen Wärmeverluste vermieden werden. Die Heizung wird hierzu für bis zu 30 Minuten ausgeschaltet, bevor auf die ursprünglichen Einstellungen zurück wechselt.

Diese Funktion ist jedoch von Natur aus mit einer gewissen Trägheit versehen. Die „Fenster-offen-Funktion“ macht sich erst recht bemerkbar, wenn es sich um Heizkörper handelt, an denen das Heizkörperthermostat am unteren Ende der Heizung befindet. Ist ein solcher Heizkörper unterhalb eines Fensters verbaut, welches geöffnet wird, so muss die einströmende kalte Luft erst einmal die Umgebungsluft der Heizung, welche durchgehend weiter aufgeheizt wird, durchdringen, sodass das Heizkörperthermostat den plötzlichen Temperaturabfall bemerkt. Aus diesem Grund empfehlen wir jedem die entsprechenden Fenster mit zusätzlichen Tür/Fensterkontakten auszustatten. Durch diese lassen sich dann nicht nur Alarmirrungen verschicken, sondern auch ein sofortiges Abschalten der im Raum befindlichen Heizkörper ist durch diese Kombination mittels einer kleinen Regel möglich.

Wir haben in unserem Test eine solche Konfiguration aufgebaut und konnten hierdurch ein viel schnelleres herunterregeln der Heizkörperthermostate feststellen.

Die oben gezeigte Zeitschaltung hat jedoch noch einen entscheidenden Nachteil, welcher sich nach kurzer Zeit herauskristallisierte. Dieser Nachteil zeigte sich recht unerwartet bei einem Heizkörper im Badezimmer, welcher durch das geöffnete Fenster in den Abendstunden automatisch geschlossen wurde. Als wir das Fenster dann schließen wollten, stellten wir fest, dass der hier verbaute Heizkörper glühend heiß war und somit voll aufgedreht war. Nach einem Blick in das Tagebuch der Home Control Steuerung stellten wir fest, dass die Zeitsteuerung den Heizkörper eingeschaltet hat, obwohl das Fenster geöffnet war.

Diesen Automatismus kann man umgehen, indem man für jeden Raum, welcher mit einer elektronischen Heizungssteuerung versehen ist, in eine einzelne Zeitsteuerung einbindet.

Nun muss man in den Regeln, welche die Heizkörper schließen bzw. öffnen, wenn der Tür/Fensterkontakt auslöst, noch die Heizungssteuerung einbinden.

Hierdurch kann man die Zeitsteuerung für den Zeitraum, indem das Fenster geöffnet ist, für den jeweiligen Raum deaktivieren lassen. Dies hat den Vorteil, dass der Heizkörper nicht wieder aufgedreht wird, wenn das Fenster noch geöffnet ist. Jedoch bringt es auch einen kleinen Nachteil mit sich. Wurde die Zeitsteuerung durch ein geöffnetes Fenster deaktiviert und bleibt über einen Zeitpunkt, an dem eine Temperaturändern ansteht geöffnet, so wird diese nicht nachträglich nach dem schließen des Fensters nachgeholt.

Hier gibt es noch eindeutigen Nachholbedarf in der Software, damit man die Heizungssteuerung vollständig automatisiert nutzen kann, ohne das man Temperaturänderungen manuell nachholen muss.

Die Steuerung der Heizung in unserer Redaktion über die angelegten Zeitschaltungen funktioniert von Beginn an reibungslos. Beim Anlegen dieser Zeitsteuerungen sollte man jedoch daran denken, dass diese nicht für eine Heizungssteuerung alleine konzipiert wurden, wodurch die verwendeten Heizkörperthermostate erst am nächsten festgelegten Schaltzeitpunkt ihre automatische Arbeit aufnehmen. bis dorthin muss man die gewünschte Temperatur von Hand einstellen.
Greift man in eine Zeitsteuerung manuell ein, indem man z.B. direkt am Heizkörperthermostat die eingestellte Temperatur ändert, so bleibt diese Änderung nur bis zum nächsten Schaltzeitpunkt bestehen.

Ist man eine längere Zeit abwesend, wie z.B. bei einem Wochenendausflug, so sollte man hierzu eine gesonderte Zeitschaltung erstellen, welche sich dann z.B. mittels einer erstellten Regel, welche über einen Tastendruck auf einen verbauten Funkschalter aktivieren lässt. Im gleichen Schritt können dann auch automatisch die eigentlichen Zeitsteuerungen deaktiviert werden.

Die devolo Heizkörperthermostate verrichten ihre Arbeit sehr leise, wodurch man sie auch bedenkenlos in Schlafzimmern einsetzen kann. Hier haben wir schon ganz andere Heizkörperthermostate gesehen, von welchen man nachts geweckt wird, sobald sie auf oder zu fahren. Aus diesem und auch anderen genannten Gesichtspunkten, war es aus unserer Sicht, die richte Entscheidung von devolo in diesem Bereich kein eigenes Produkt zu entwickeln, sondern eine Partnerschaft mit einem sehr erfahrenen Hersteller wie Danfoss einzugehen.

Was die Reichweite angeht, konnten wir das Heizkörperthermostat in unserer Testumgebung an allen Heizkörpern problemlos betreiben.

Was wir im Bereich der Ausstattung vermissen, ist eine Boostfunktion direkt am Heizkörperthermostat, welche es erlaubt, die Heizung über einen Knopfdruck für eine bestimmte Zeit voll aufdrehen zu können. Diese kann man sich durch eine Regel in Kombination mit einem Wandschalter oder einer Fernbedienung jedoch zusammen basteln.

Welches Einsparungspotenzial einem das devolo Home Control Heizkörperthermostat bietet können wir aktuell noch nicht sagen. Aus diesem Grund befindet sich das komplette devolo Home Control Sortiment aktuell in einem Dauertest, sodass wir nach einem Jahr einen genauen Vergleich mit anderen Produkten erstellen können.

Im Vergleich zu den zuvor im Dauertest getesteten EVL Geräten können wir jedoch schon jetzt sagen, dass mittels der Home Control Thermostate eine genauere Regelung möglich ist und die Zimmer nicht, wie in dem vergangenen Test überheizt wurden, wodurch schon hier Energiekosten eingespart werden.

Fazit:

Mit dem Home Control Heizkörperthermostat führt devolo ein Samrt Home Produkt in seinem Sortiment, welches uns durchweg überzeugen konnte. Einen genauen Aufschluss über das Einsparpotenzial kann dieser Test noch nicht geben, jedoch können wir durch die genauere Regelung im direkten Vergleich zu anderen Produkten hier schon eine sehr gute Tendenz erkennen. Ein genaues Ergebnis werden wir in diesem Bereich in unserem Langzeittest präsentieren. Die Verarbeitungsqualität liegt auf einem ausgesprochen hohen Niveau, welches sich auch in dem sehr leisen Betrieb bemerkbar macht. Die Montage geht im wahrsten Sinne des Wortes kinderleicht von der Hand und ist innerhalb kürzester Zeit durchgeführt. Je nach Position des Heizungsthermostats spricht die etwas träge „Fenster-Offen-Erkennung“ noch etwas schlechter an, weswegen wir jedem eine Kombination aus den Heizungsthermostaten und den Tür/Fensterkontakten ans Herz legen können. Was die Konfiguration über die Zeitsteuerung der devolo Home Control Zentrale angeht, könnte devolo in diesem Bereich noch etwas nachbessern, sodass hier nicht mehrere Konfigurationen angelegt werden müssen, welche dann nacheinander durch rotieren. Preislich liegt das devolo Home Control Thermostat bei knapp 63€*, womit es zwar deutlich teurer ist, als elektrische Heizkörperthermostate aus dem Discounter oder dem örtlichen Baumarkt, dafür können sie jedoch durch den Z-Wave Standard mit mehr als 1400 anderen Geräten vernetzt werden und auch die Verarbeitungsqualität ist um ein vielfaches besser.

Pro

  • Sehr einfache Installation
  • Hohe Reichweite
  • Sehr genaue Temperaturreglung
  • Sehr leiser Betrieb
  • Kompatibel Z-Wave Produkten anderer Hersteller
  • Garantiezeit

Contra

  • Software nicht perfekt auf Heizungssteuerung ausgelegt
  • Keine direkte Boostfunktion
  • Fenster-offen-Erkennung ohne verbaute Fensterkontakte recht verzögert

Verarbeitung

Funktionsumfang

Inbetriebnahme / Konfiguration

Reichweite

Temperaturregelung

Kompatibilität

Preis

Wir danken devolo sehr für die Bereitstellung des Testmusters.