devolo – Gigagate Starter Kit

Mit dem GigaGate Starter Kit haben wir heute eine WLAN-Bridge von devolo im Test, welche es einem ermöglichen soll, weit entfernte Räume in das eigene Netzwerk einbinden zu können, ohne dass man ein Netzwerkkabel in die jeweiligen Räume ziehen muss.

Welche Details in dem GigaGate von devolo stecken und wie sich devolo´s WLAN-Bridge in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • WLAN-Datenübertragungsrate: Wi-Fi 1.733 Mbit/s (5GHz) / 300 Mbit/s (2,4GHz)
  • WLAN-Standards: IEEE 802.3, IEEE 802.3u, IEEE 802.3ab, IEEE 802.3x, IEEE 802.11 a, b, g, n, ac, Auto MDI/X
  • Verschlüsselungen: WPA/WPA2
  • Zertifizierungen: CE Class B (EU, CH, NO)
  • LAN-Standard: 10/100/1000 Mbit/s
  • LAN-Ports: 5x RJ-45
  • Weiteres: Pairing und WPS Taster, HTML Konfigurationsseite
  • Abmessungen (L x B x T): 190 x 243 x 110 mm
  • Gewicht: 680g (Einzeladapter)

Lieferumfang:

  • 1x Devolo GigaGate Bride
  • 1x Devolo GigaGate Satellite
  • 2x Netzwerkkabel
  • 2x Stromkabel
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das GigaGate Starter Kit wird von devolo in einer Verpackung geliefert, welche in einem weißen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch ein Produktbild abgedruckt, in dessen Hintergrund mehrere Geräte zu erkennen sind, welche einem einen ersten Hinweis darauf geben sollen, welche Geräte man an das GigaGate Starter Kit anschließen kann.

Auf der Verpackungsrückseite wurden nicht nur die wichtigsten Features abgedruckt, sondern auch noch eine Skizze, welche einem die Funktionsweise des GigaGate Starter Kits näher bringt.

Entnimmt man das GigagGte Starter Kit aus seiner Verpackung, so hat man zwei Geräte vor sich stehen, welche vom Aussehen her fast identisch sind.

Der optische Unterschied zwischen den beiden Geräten liegt in der Anzahl der gebotenen Anschlüsse auf der Gehäuserückseite und den dazu gehörigen Status LEDs an der Gehäusefront.
Die GigaGate Base sowie auch der GigaGate Satellite verfügen über ein schwarzes Kunststoffgehäuse, welches auf der linken und rechten Seite mit einer glänzenden Klavierlackoberfläche versehen wurde. Auf der rechten Seite wurde zudem das devolo Logo auf beiden Geräte abgedruckt. Auf dieser Seite findet man zudem im vorderen Bereich mehrere Symbole, welche einen die Funktion der einzelnen LEDs an der Gehäusefront erklären.

In die Außenseiten der beiden Geräte wurden zudem vier kleine Löcher eingelassen, welche über innen liegende Kerben verfügen, in welche Montageschrauben einrasten können.

Betrachtet man die GigaGate Base oder den GigaGate Satellite einmal von der Unterseite aus, so findet man im hinteren Bereich einen Standfuß vor, welchen man bei Bedarf aus dem Gehäuse herausschieben kann, wodurch die GigaGate Geräte nicht nur an der Wand montiert werden können, sondern sich auch an der benötigten Stelle aufgestellt werden können.

Mit einem Blick auf die Gehäusefront findet man bei beiden Geräten im unteren Bereich die Power-LED vor. Darüber befindet sich bei beiden Geräten eine Taste, in welche jeweils eine weitere LED eingearbeitet wurde. Bei dieser Taste handelt es sich um den Home-Taster welcher zum nachträglichen Koppeln von GigaGate Geräten dient.
Bei dem GigaGate Satellite wurde eine weitere Taste verbaut, bei welcher es sich um die WLAN-Taste handelt, in welche die WLAN-LED eingearbeitet wurde und über welche man die WPS-Funktion starten kann.

Bei der GigaGate Base macht den Abschluss eine Status LED für den Gigabit-Ethernet-Anschluss.
Bei dem GigaGate Satellite befinden sich neben dieser Status-LED noch vier weitere LEDs an der Gehäusefront, welche als Status-LEDs für die vier verbauten Ethernet-Anschlüsse dienen.

Betrachtet man die beide GigaGate Geräte einmal von ihrer Rückseite aus, so findet man im unteren Bereich jeweils einen Stromanschluss für den Anschluss eines externen Netzteiles vor. Darüber ist ein kleiner Resettaster zu finden, welcher nur mittels eines spitzen Gegenstandes betätigt werden kann.

Als Netzwerkanschluss verfügt jedes GigaGate Gerät über einen 10/100/100 Mbit/s Anschluss.
Der GigaGate Satellite verfügt zudem noch über vier 10/100 Mbit/s Anschlüsse.

Betrachtet man die beiden GigaGate Geräte einmal von der Oberseite aus, so findet man hier ein gelochtes Kunststoffelement vor, durch welches die im Inneren verbaute Hardware gekühlt werden kann.

Die Verarbeitung der beiden im GigaGate Starter Kit enthaltenen Geräte wurde sauber ausgeführt und optisch ansprechend ausgeführt.

Aufstellung und Anschluss:

Der Anschluss sowie die Aufstellung der beiden im Lieferumfang enthaltenen Geräte gestaltet sich besonders einfach.
Die GigaGate Base wird hierbei in der Nähe des Routers oder eines Switches aufgestellt und mittels des mitgelieferten Patchkabels mit dem Router verbunden. Durch den in der GigaGate Base verbauten Gigabit-Ethernet-Anschluss kann die Verbindung zum Router mit einer Geschwindigkeit von 1000 Mbit/s erfolgen. Hat man diese Verbindung hergestellt, muss man die GigaGate Base im Anschluss nur noch an das Stromnetz anschließen und warten, bis die Base gebootet hat, was etwa 60 Sekunden dauert.

Anschließend kann man den GigaGate Satellite an der gewünschten Stelle aufstellen und ebenfalls mit Strom versorgen. Auch der GigaGate Satellite benötigt etwa eine Minute, bis er gebootet ist.

Die Verbindung zwischen der Base und dem Satellite wird automatisch mittels der schnellen 4×4 Quantenna Technologie hergestellt. Hierbei handelt es sich um eine schnelle Punkt zu Punkt Verbindung im 5 GHz Band, welche mittels einer 128 Bit Verschlüsselungen geschützt ist. Durch diese gebündelte WLAN-Verbindung soll eine Geschwindigkeit von bis zu zwei Gigabyte pro Sekunde erreicht werden.

In den ersten Betriebsstunden kann die Übertragungsgeschwindigkeit jedoch etwas schwanken, da die Verbindungsqualität auf den verschiedenen Kanälen überprüft und anschließend der beste Kanal ausgewählt wird.

Ist die Aufstellung erfolgt, kann man bis zu fünf kabelgebundene Geräte an den GigaGate Satellite anschließen. Den GigaGate Satellite kann man somit z.B. in seiner Multimediaecke aufstellen und anschließend vier Geräte wie z.B. seinen TV, die Spielekonsole, den BluRay-Player oder andere Geräte an die Ethernet-Anschlüsse anschließen. An den Gigabit-Ethernet-Anschluss kann man zudem ein Netzwerkgerät wie z.B. ein NAS anschließen, welches eine weitaus höhere Bandbreite benötigt.
Neben kabelgebundenen Verbindungen können auch kabellose Verbindungen zu dem GigaGate Satellite aufgebaut werden. Da das 5 GHz Band jedoch für die Punkt zu Punktverbindung zwischen den beiden GigaGate Geräten genutzt wird, wird einem durch den GigaGate Satellite nur ein 2,4 GHz Netz zur Verfügung gestellt. Über dieses lässt sich eine WLAN-Verbindung mit einer Geschwindigkeit von bis zu 300 Mbit/s aufbauen. Hierdurch fungiert der GigaGate Satellite zugleich auch als Access-Point.

Einrichtung:

Im Grunde bedarf es keinerlei manueller Konfiguration. devolo bietet einem dennoch die Möglichkeit, verschiedene Einstellungen vorzunehmen. Hierzu kann man ganz einfach die Konfigurationsseiten beider Geräte öffnen. Am einfachsten erreicht man diese aus der devolo Cockpit Software heraus, welche einem auch die Geschwindigkeit zwischen der Base und dem Satellite anzeigt.

Öffnet man diese, so landet man gleich auf einer Übersichtsseite, von welcher man alle Einstellungsmöglichkeiten schnell und einfach erreichen kann.

In der Statusübersicht kann man alle wichtigen Informationen einsehen.

Die Verbindungsgeschwindigkeit zwischen der Base und dem Satellite findet man auf einer gesonderten Seite, welche über die Statusübersicht erreichbar ist. Hierbei handelt es sich um den Bridge-Monitor.

An einer GigaGate Base kann jedoch nicht nur der im Lieferumfang enthaltene Satellite angebunden werden, sondern es ist möglich, bis zu acht Satelliten an eine GigaGate Base zu koppeln, wodurch man verschiedene Bereiche seiner Wohnung oder des Eigenheims mit einem schnellen Netzwerk versorgen kann. Um weitere Geräte mit der Base koppeln zu können, gibt es ebenfalls eine spezielle Konfigurationsseite.

Über die Übersichtsseite gelangt man mittels eines Mausklicks auch in die Basiseinstellungen, über welche verschiedene Einstellungsseiten aufrufbar sind.

Unter den erweiterten Einstellungen kann man nicht nur die automatische Zeitsynchronisation einstellen, sondern auch die verbauten LEDs und Taster aktivieren bzw. deaktivieren.

Im Konfigurationsabschnitt „Netzwerkeinstellungen“ kann man entweder die Konfiguration per DHCP wählen, bei der die Base und der gekoppelte Satellite ihre IP-Adresse vom im Netzwerk verbauten Router bzw. einem dedizierten DHCP-Server beziehen, oder man legt diese Einstellungen manuell fest.

Neben diesen Einstellungen kann man auch noch die Sprache anpassen und die Konfigurationsoberfläche mit einem Passwort schützen.

Es kann jedoch nicht nur die Base konfiguriert werden, sondern auch der Satellite selbst. Neben einem Großteil der Einstellungen, welche wir schon von der Base kennen, gibt es hier z.B. die Konfigurationsseite Access-Point, in welcher man neben der SSID auch die gewünschte Verschlüsselung sowie Kanaleinstellungen auswählen kann.

Über die Funktion WiFi Protected Setup (WPS) kann man auswählen, wie sich WLAN-Geräte in das WLAN-Netzs des Satellite einwählen kann.

Zudem wird einem noch die Möglichkeit geboten, die WLAN-Einstellungen des vorhandenen Routers mittels der WLAN-Clone-Funktion auf den GigaGate Satellite zu clonen, wodurch man mittels eines einfachen Klicks die WLAN-Einstellungen des eigenen Routers auch auf dem GigaGate Satellite einspielen kann.

Test:

Um die Übertragungsgeschwindigkeit zwischen der GigaGate Base und dem GigaGate Satellite zu prüfen, haben wir den Datendurchsatz zwischen zwei im Netzwerk befindlicher Rechner ermittelt. Um hier den Einfluss anderer Komponenten so gering wie möglich zu halten, kommt in beiden Testsystemen jeweils eine PCIe-SSDs als Testlaufwerke zum Einsatz. Ein Testsystem ist dabei mittels einer Intel® PRO/1000 PT Dual Port Gigabit Netzwerkkarte mit dem LAN 1 Anschluss einer Fritz!Box 7490 verbunden, an welcher auch die GigaGate Base angeschlossen ist. Das zweite Testsystem ist mittels einer identischen Netzwerkkarte direkt mit dem GigaGate Satellite verbunden. Die Übertragungsgeschwindigkeit wurde durch die Übertragung einer 10424 MB großen Datei getestet.

Um in diesem Test ein Ergebnis zu erlangen, welches sich in verschiedenen realen Szenarien widerspiegelt, haben wir den Test in verschiedenen Abständen zwischen der eingesetzten Base und dem Satellite durchgeführt.

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist zu erkennen, dass das GigaGate Starter Kit nicht nur auf einer kurzen Strecke, sondern auch auf eine lange Strecke mit dazwischen befindlichen Wänden und Decken eine sehr hohe Geschwindigkeit erreichen konnte. Mit einem Repeater haben wir im 5 GHz Netz auf genau der gleichen Strecke eine Geschwindigkeit von 240 / 176 / 45 MBit/s erzielen können.

Fazit:

Mit dem GigaGate Starter Kit hat devolo eine recht gut ausgestattete WLAN-Bridge in sein Sortiment aufgenommen, welche sich zudem sehr einfach erweitern lässt. Die Verarbeitung der GigaGate Base als auch des Satellite wurde nicht nur optisch ansprechend, sondern auch hochwertig ausgeführt. Leider sind sie durch die verwendete Klavierlackoberfläche jedoch recht anfällig für Fingerabdrücke. Durch den gelochten Aufbau der Gehäuseoberseite wird die im Inneren befindliche Hardware ausreichend gekühlt, sodass auch nichts gegen eine liegende Positionierung sowie einer Wandmontage spricht. Durch die integrierten Standfüße kann man die GigaGate Geräte zudem auch sicher und platzsparend aufstellen. Was die verbauten Anschlüsse angeht, ist der mitgelieferte Satellite recht gut aufgestellt und bietet einem die Möglichkeit bis zu fünf Geräte per Kabel in das eigene Netzwerk einzubinden. Vier dieser Geräte können jedoch noch nur mit 100 MBit/s angebunden werden. Dies ist für den Einsatz in der Multimediaecke zwar ausreichend, kann jedoch dann zum Flaschenhals werden, wenn man mehrere PCs an den Satellite anschließt, welche auch untereinander Daten austauschen sollen. Es würde uns freuen, wenn devolo hier in Zukunft noch einen etwas besser ausgestatteten Satellite nachreichen würde, welche für diesen Einsatzzweck mit mehr Gigabit-Ethernet-Anschlüssen ausgestattet ist. Die Einrichtung gestaltet sich durch die automatische Kopplung kinderleicht und ist auch von unerfahrenen Nutzen problemlos zu bewältigen. Erfahrene Nutzer bekommen zudem die Möglichkeit geboten, in die verschiedenen Optionen eingreifen zu können und so z.B. auch die Status-LEDs ausschalten zu können oder das WLAN-Netz mit dem schon vorhandenen Netz zu synchronisieren. Die erreichten Übertragungsraten lagen in unserem Test auf einem sehr hohen Niveau und konnten je nach Distanz auch mit einer kabelgebundenen bzw. Power-Line-Verbindung mithalten. Preislich liegt das GigaGate Starter Set aktuell bei knapp 230€*. Ein einzelner Satellite liegt bei knapp 133€*.

Pro

  • Verarbeitung
  • Übertragungsgeschwindigkeit
  • Sehr einfache Einrichtung
  • Auf bis zu acht Satelliten erweiterbar

Contra

  • Anfällig für Fingerabdrücke
  • (Nur ein Gigabit Anschluss am Satellite)

Verarbeitung

Übertragungsgeschwindigkeit

Bedienung

Kompatibilität

Stromverbrauch

Preis

Wir danken devolo sehr für die Bereitstellung des Testmusters.