D-Link – mydlink Home Wi-Fi Wassersensor

Mit dem mydlink Home Wi-Fi Wassersensor haben wir heute eine WiFi fähigen Wassermelder von D-Link im Test, welcher einen frühzeitig auf auftretende Leckagen hinweisen soll, auch wenn diese in dunklen und unzugänglichen Ecken auftreten, sodass man größere Wasserschäden vermeiden kann.

Welche Features in dem mydlink Home Wi-Fi Wassersensor stecken und wie er sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Geräteschnittstellen: 802.11 n/g/b WLAN, WPS-Taste, Reset-Taste
  • LED: Status, Warnung
  • Standards: IEEE 802.11n, IEEE 802.11g, IEEE 802.11b
  • Drahtlosfrequenzbereich: 2,4 bis 2,4835 GHz
  • Sensorkabel: RJ-11, Länge Sensorkabel: 0,5 Meter, Verlängerungskabel: 1 Meter
  • Antennen: LuftfeuchtigkeitZwei interne Antennen
  • Alarm-Lautstärke: 70 dB
  • Sicherheit: Wi-Fi Protected Access (WPA/WPA2), Wi-Fi Protected Setup (WPS)
  • Unterstützte Funktionen: Push-Benachrichtigung
  • Systemkompatibilität: mydlink™ Home App für iPhone, iPad und Android Smartphones bzw. Tablets1
  • Abmessungen: 65 x 65 x 52,7 mm
  • Gewicht: 110 g
  • Eingang: 100 bis 240 V AC, 50/60 Hz
  • Betrieb: 0 bis 40 °C
  • Lagerung: -20 bis 65 °C
  • Luftfeuchtigkeit Betrieb: 10 % bis 90 % (nicht kondensierend)
  • Luftfeuchtigkeit Lagerung: 5% bis 95% (nicht kondensierend)
  • Zertifizierungen: FCC, CE, UL, LVD

Lieferumfang:

  • mydlink Home Wi-Fi Wassersensor
  • Sensorkabel
  • RJ11 Verlängerung
  • Kurzanleitung
  • QR-Code zur Einrichtung

Design und Verarbeitung:

Der mydlink Home Wi-Fi Wassersensor wird von D-Link in einer Verpackung geliefert, welche in einem hellen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch noch eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt. Zudem wird einem hier anhand eines Produktbildes schon die Funktionsweise des Wassersensors erklärt.

Auf der Verpackungsrückseite sind zudem drei Featurebilder mit einer kurzen Erklärung zu finden.

Entnimmt man den mydlink Home Wi-Fi Wassersensor aus seiner Verpackung, so hat man ein kreisrundes Stück Hardware vor sich liegen, welches einen von der Form und der Größe her an ein Nachtlicht aus vergangenen Tagen erinnert.
Das kreisrunde Gehäuse des mydlink Home Wi-Fi Wassersensors ist aus weißem Kunststoff gefertigt. Auf der Vorderseite wurde das D-Link Logo aus dem eigentlichen Gehäuse ausgespart. Damit sich hier keine Öffnung im Gehäuse befindet, wurde die Oberseite des mydlink Home Wi-Fi Wassersensors mit einer dünnen Plexiglasscheibe versehen.

Unterhalb des D-Link Logos wurde zudem noch die Modellbezeichnung abgedruckt. Das eingelassene D-Link Logo kann durch seine Aufmachung hier von der Rückseite aus beleuchtet werden.
Auf der Gehäuserückseite wurde neben einem fest verbauten Euro-Stecker ein Aufkleber angebracht, welcher neben der Modellbezeichnung auch mit einem Barcode bedruckt ist. Über diesen kann die Kopplung mit der mydlink home App erfolgen, falls man den mitgelieferten Installationshinweis einmal verlegt hat.

In die Unterseite des kreisrunden Gehäuses wurde eine RJ11-Buchse eingelassen, wie man sie von kabelgebundenen Telefonen kennt. Diese Buchse dient zum Anschluss des Sensorkabels.

Seitlich ist in dem kreisrunden Gehäuse neben einer WPS-Taste, mittels welcher eine einfache Kopplung mit dem eigenen WLAN möglich ist, auch eine Status LED und ein Resetknopf zu finden.

Das Sensorkabel ist passend zum Wassersensor selbst in weiß gehalten und hat eine Länge von 0,5m. Für den Fall, dass diese Länge nicht ausreicht, um den geplanten Einsatzort von der nächstgelegenen Steckdose erreichen zu können, liefert D-Link auch noch ein 1m langes Verlängerungskabel mit.

Für den Fall, dass einem auch dieses nicht ausreicht, kann man das Sensorkabel mit einem beliebigen RJ11-Verlängerungskabel verlängern.

Die Verarbeitung des mydlink Home Wi-Fi Wassersensors wurde sauber ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Einrichtung:

Im Gegensatz zu vielen anderen Smart Home Komponenten wird der mydlink Home Wi-Fi Wassersensor nicht über ein spezielles Frequenzband, wie es z.B. bei Z-Wave Komponenten eingesetzt wird gekoppelt, sondern über das herkömmliche 2,4 GHz Band, welches man von seinem heimischen WLAN aus kennt. Dies bringt jedoch den Nachteil mit sich, dass die Reichweite im Gegensatz zu Z-Wave Komponenten geringer ausfällt. Sollte es zu Problemen mit der Reichweite kommen, kann man jedoch auf einen optionalen WiFi Repeater zurückgreifen.
Die Kopplung des mydlink Home Wi-Fi Wassersensors kann somit direkt mit dem heimischen Router geschehen. Sie ist jedoch auch mit dem von uns schon getesteten mydlink Connected Home Hub möglich, welcher neben dem Z-Wave Standard auch als WLAN Access Point fungiert.
Die Verbindung wird mittels der WPS-Funktion hergestellt. Hierzu muss man im ersten Schritt die WPS-Funktion an dem Wassersensor starten. Dies geschieht, indem man die WPS-Taste drückt. Startet man die WPS-Funktion nun an seinem Router oder an einem ggf. eingesetzten mydlink Connected Home Hub innerhalb von zwei Minuten, so wird die Verbindung zwischen den beiden Geräten automatisch hergestellt.

Der Wassermelder ist nun zwar einsatzbereit, alarmiert jedoch bei einer erkannten Leckage nur lokal über den verbauten Lautsprecher und die rote LED, welche das D-Link Logo beleuchtet.

Um den vollen Umfang nutzen zu können, muss man den Wassermelder nun noch in der mydlink Home App einbinden. Hierzu muss man lediglich auf die Schaltfläche „Neues Gerät hinzufügen“ klicken.

Im nächsten Schritt kann man wahlweise den QR-Code scannen, welcher sich auf der Unterseite des Gerätes befindet, oder auf der mitgelieferten Quick-Install-Card abgedruckt ist. Wenn man die Daten lieber per Hand eingaben möchte, was jedoch etwas umständlicher ist, so ist dies ebenfalls möglich.

Der Wassermelder erscheint nun in der Liste der verbundenen Geräte und kann somit im vollen Umfang genutzt werden.

Test:

Durch das 50cm lange Sensorkabel kann der mydlink Home Wi-Fi Wassersensor eine Leckage auf einer recht großen Fläche erkennen, wodurch er sich von anderen Wassersensoren unterscheidet, welche meist über einen kleinen Sensor verfügen, der zudem direkt an dem Übergang von der Wand zum Fußboden montiert werden muss. Nicht nur die Fläche, welche abgetastet wird, fällt im Gegensatz zu ähnlichen Produkten größer aus, sondern auch die Positionierung ist besser möglich, da das Sensorkabel z.B. direkt unter einer Waschmaschine platziert werden kann.
Im Vergleich zu Wassersensoren, welche mit dem Z-Wave Standard arbeiten und Batteriebetrieben sind, wird für den mydlink Home Wi-Fi Wassersensor eine freie Steckdose benötigt. Da in den meisten Mietswohnungen die Stellplätze für die Waschmaschine und Spülmaschine fest eingeplant sind und von den Vermietern sicherlich nicht daran gedacht wurde, dass man hier eventuell noch einen Wassersensor einsetzen könnte, befinden sich in unmittelbarer Lage dieser fest eingeplanten Aufstellorte meist nur so viele Steckdosen, wie man für die jeweiligen Geräte benötigt. Da der mydlink Home Wi-Fi Wassersensor leider nicht über eine durchgeschliffene Steckdose verfügt, wird man hier in den meisten Fällen auf einen Mehrfachstecker zurückgreifen müssen, um den mydlink Home Wi-Fi Wassersensor anschließen zu können.

Da wir für unseren Test kein elektrisches Gerät manipulieren wollten, um eine gezielte Leckage zu erreichen, haben wir uns in diesem Test einfach an einer Wasserflasche bedient, mittels welcher eine kleine Pfütze geschaffen wurde. Dieser Versuchsaufbau sollte so nicht nachgeahmt werden, da man versehentlich zu viel Wasser verschütten könnte, welches dann die Steckdosenleiste geraten könnte.
Hierdurch ist bei einem solchen Probeaufbau äußerste Vorsicht geboten!

Der Sensor löst gleich bei dem ersten Kontakt mit dem Wasser einen Alarm aus, welcher nicht nur akustisch mit 70 dB(A) erfolgt, sondern auch optisch durch das rot blinkende D-Link Logo.

Um auch alarmiert zu werden, wenn man sich nicht gerade in der Nähe des Wassermelders befindet, kann man sich in der mydlink Home App eine entsprechende Regel erstellen, welche diese Alarmierung per E-Mail vornimmt.

Eine entsprechende Regel sieht dann so aus: „Wenn Wasser erkannt, dann versende eine E-Mail.“

Auf jedem Gerät, auf dem die mydlink Home App installiert ist und mit dem entsprechenden Nutzerkonto ausgeführt wird, erscheint zudem eine Meldung, per Pushnachricht, sobald ein Alarm ausgelöst wurde.

Hat man den mydlink Connected Home Hub in sein Netzwerk eingebunden und zudem z.B. eine Sirene in seiner Wohnung verbaut, so kann man diese ebenfalls noch in die Regel miteinbeziehen, sodass es auch einen akustischen Alarm in der Wohnung gibt, wenn z.B. die Waschmaschine im Waschkeller undicht geworden ist.

Für den Fall, dass z.B. in dem vom Wassersensor überwachten Bereich Wartungsarbeiten vorgenommen werden, kann man die erstellte Regel auch deaktivieren.

Der Wassersensor selbst kann jedoch nicht deaktiviert werden hier hätte und ein entsprechender Schalter am Gerät gut gefallen.

Der Wassersensor erkannte auch die von uns künstlich erzeugte Pfütze sofort. Es reicht aus, wenn man das Sensorkabel kurz auf diese auflegt. Die durch die erstellte Regel versendete E-Mail ist in unserem Test 7 Sekunden nach dem Auslösen des Alarms eingetroffen. Die Pushnachricht war etwas schneller auf dem verwendeten Smartphone.

Fazit:

Mit dem mydlink Home Wi-Fi Wassersensor hat D-Link einen Wassersensor in seinem Sortiment, welcher einen vor bösen Überraschungen und teuren Rechnungen, welche je nach vorhandener Versicherung auch nicht von dieser übernommen werden, verschonen kann. Durch die integrierte WiFi Funktion kann der Wassermelder auch ohne eine zusätzliche Basisstation, welche bei vielen anderen Smart Home Produkten notwendig ist, genutzt werden. Beschränkt man seinen Smart Home Aufbau lediglich auf solche WiFi fähigen Produkte, so ist ein kostengünstiger Aufbau möglich, da die Steuerung mittels kostenloser App erfolgt und die benötigte Infrastruktur durch das heimische WLAN schon vorhanden ist. Trotz der fehlenden Basis ist es dank der mydlink Home App möglich, auch Alarmierungen per E-Mail oder Push Nachricht zu erhalten, was einem die Möglichkeit gibt, auch von unterwegs aus auf eine Leckage zu reagieren. Die Verarbeitung des Wassersensors ist gut und sauber ausgeführt. Leider wurde jedoch keine durchgeschliffene Steckdose verbaut, weswegen man bei der Montage eventuell auf einen Mehrfachstecker zurückgreifen muss. Die Funktion ist jedoch auf die von D-Link bereitgestellte Software eingeschränkt. Verwendet man z.B. an anderer Stelle im Haus ein Z-Wave System eines anderen Herstellers, so muss man auf zwei Apps zurückgreifen. Preislich liegt der mydlink Home Wi-Fi Wassermelder bei knapp 50€*.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Sehr einfache Einrichtung
  • Alarmierung auch ohne eingerichtete Regeln direkt am Gerät
  • Sensorkabel verlängerbar
  • Ohne zusätzliche Zentrale nutzbar

Contra

  • Nicht zu dem weitverbreiteten Z-Wave Standard kompatibel
  • Reichweite geringer als bei eigentlichen Smart Home Produkten
  • Keine durchgeschliffene Steckdose

Verarbeitung

Funktionsumfang

Inbetriebnahme / Konfiguration

Reichweite

Kompatibilität

Preis

Wir danken D-Link sehr für die Bereitstellung des Testmusters.