D-Link – mydlink Connected Home Hub

Mit dem mydlink Connected Home Hub haben wir heute die Steuereinheit des Smart Home Systems von D-Link im Test, welche nicht nur mit dem weitverbreiteten Z-Wave Standard umgehen kann, sondern auch mit WLAN und Ethernet ausgestattet ist und somit das Bindeglied zwischen den Smart Home Komponenten und dem heimischen Netzwerk darstellt.

Welche Features der mydlink Connected Home Hub bietet und wie er sich in unserem Test geschlagen, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Allgemein

  • Netzwerkprotokolle: ARP, ICMP, TCP/IP, IPv4 und IPv6, HNAP, DHCP-Client, NTP-Client, Bonjour
  • Drahtlos: Z-Wave: 868,40 MHz, WLAN: 2,4 GHz, 802.11 b/g/n, AP-Modus
  • Anschlüsse: USB 2.0, 2 x 10/100 Mbit/s Ethernet
  • Tasten: Kopplung/Entkopplung per WPS und Z-Wave, Zurücksetzen
  • LED: Status

Geräteeigenschaften

  • Abmessungen: 100 x 100 x 110 mm
  • Stromversorgung: 5 V / 2 A
  • Temperatur: Betrieb: 0 bis 40 °C, Lagerung: -20 bis 70 °C
  • Luftfeuchtigkeit: Betrieb: 20% bis 90% (nicht kondensierend), Lagerung: 5 % bis 95 % (nicht kondensierend)
  • Zertifizierungen: FCC, CE, Wi-Fi, Z-Wave Plus

Lieferumfang:

  • Connected Home Hub
  • Netzteil (inkl. Euro und UK Adapter)
  • Netzwerkkabel
  • Kurzanleitung
  • QR-Code zur Einrichtung

Design und Verarbeitung:

Der mydlink Connected Home Hub wird von D-Link in einer Verpackung geliefert, welche in einem hellen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung auch noch eine Auflistung der wichtigsten Features abgedruckt. Zudem sind hier auch noch zwei Produktbilder abgedruckt worden. Auf der linken Verpackungsseite wurden drei grundlegende Funktionen des mydlink Connected Home Hubs angerissen.

Auf der rechten Verpackungsseite sind Barcodes abgedruckt, welche einen zum Download der zur Konfiguration nötigen App leiten. Auf der Verpackungsrückseite sind zudem drei Featurebilder mit einer kurzen Erklärung zu finden.

Entnimmt man den mydlink Connected Home Hub aus seiner Verpackung, so hat man eine Smart Home Zentrale vor sich stehen, welche, was das Design angeht, in einem Design daher kommt, welches man so nicht von ähnlichen Komponenten kennt. D-Link setzt hier auf ein weiß/graues Kunststoffgehäuse, welches in einer Zylinderform gehalten ist.

Auf der Vorderseite des mydlink Connected Home Hub wurde im unteren Bereich das D-Link Logo aufgedruckt. Mittig ist in die Gehäusefront eine kleine Bohrung eingelassen, hinter welcher sich die Status-LED befindet.
Auf der Oberseite ist ebenfalls das D-Link Logo abgedruckt.

Mit einem Blick auf die Rückseite findet man im unteren Bereich den Stromanschluss vor. Darüber ist ein Knopf zu finden, welcher zum koppeln und entkoppeln von Verbindungen dient. Im weiteren Verlauf befinden sich zwei Netzwerkanschlüsse. Über einen der beiden Anschlüsse kann der mydlink Connected Home Hub mit dem eigenen Netzwerk verbunden werden. An den anderen Anschluss kann dann ein weiteres Netzwerkgerät angeschlossen werden, wodurch man keinen Port in seinem Netzwerk verliert. Oberhalb der beiden LAN-Anschlüsse ist zudem noch ein USB-Anschluss zu finden, welcher für zukünftige Erweiterungen gedacht ist.

Auf der Unterseite befindet sich zudem noch ein kleiner Resetknopf, über welchen man den Hub im Bedarfsfall zurücksetzen kann.

Die Verarbeitung wurde gut ausgeführt. Durch das etwas extravagante Design ist es jedoch nicht ganz so einfach, den mydlink Connected Home Hub unauffällig in den eigenen vier Wänden zu platzieren, da er sich durch seine Bauweise nicht einfach hinter einem Schrank verstecken lässt.

Einrichtung:

Um den mydlink Connected Home Hub einzurichten muss man diesen im ersten Schritt mittels eines Netzwerkkabels mit dem eigenen Netzwerk verbinden. Hat man diese Verkabelung vorgenommen und auch die Stromverbindung hergestellt, so kann man anhand der orangefarbenen LED den Bootvorgang erkennen. Sobald die LED in der Gehäusefront grün wird, kann man mit der Konfiguration beginnen.

Hierzu muss man auf einem Android- oder Apple-Gerät die mydlink Home App installieren und das mobile Gerät mit dem selben Netzwerk verbinden, in welchem sich auch der mydlink Connected Home Hub befindet.
Hat man schon ein entsprechendes mydlink Konto, so kann man sich mittels diesem in der App anmelden. Wenn man noch kein entsprechendes Konto hat, muss man sich ein solches erstellen, bevor man mit der Konfiguration fortfahren kann.

Hast man sich in sein Konto eingeloggt, kann man den mydlink Connected Home Hub zu seinem Konto hinzufügen. Hierzu muss man lediglich auf die Schaltfläche „Neues Gerät hinzufügen“ klicken.

Im nächsten Schritt kann man wahlweise den QR-Code scannen, welcher sich auf der Unterseite des Gerätes befindet, oder auf der mitgelieferten Quick-Install-Card abgedruckt ist. Wenn man die Daten lieber per Hand eingaben möchte, was jedoch etwas umständlicher ist, so ist dies ebenfalls möglich.

Der mydlink Connected Home Hub wird nun automatisch dem eigenen Konto hinzugefügt und ist fertig eingerichtet.

Über den selben Weg können nun weitere Geräte wie ein Tür/Fenstersensor, ein Wassermelder oder ähnliche Komponenten mit dem mydlink Connected Home Hub verbunden werden. Hat man die Ersteinrichtung abgeschlossen, so kann man damit beginnen verschiedene Regel zu erstellen, welche immer nach dem Schema „Wenn… Dann…“ aufgebaut sind. Hat man z.B. einen Tür/Fensterkontakt verbaut, wie wir ihn euch in Kürze in einem separaten Review vorstellen werden, so kann man z.B. diese Regel erstellen: „Wenn das Fenster geöffnet wird, dann verschicke eine E-Mail.“
Diese Regeln lassen sich ganz einfach innerhalb der App erstellen. Erstellte Regeln können bei Bedarf deaktiviert oder gelöscht werden.

Komplexere Regeln mit „Und“- bzw. „Oder“-Bedingungen können jedoch leider nicht erstellt werden. So ist z.B. die Regel: „Wenn Fenster geöffnet, oder Wasserleckage erkannt, dann verschicke eine E-Mail“ nicht möglich. Eine Kombination mehrere Aktionen beim erfüllen einer Bedingung wie z.B. „Wenn Fenster geöffnet, dann verschicke eine E-Mail und löse die verbundene Sirene aus“, sind hingegen möglich.

Hierdurch müssen für komplexere Szenarien mehrere Regeln erstellt werden, welche dann auch alle separat aktiviert oder deaktiviert werden müssen.
Die mydlink Home App bietet zwar die Möglichkeit Geräte wie Fensterkontakte zu gruppieren, sodass z.B. alle Fensterkontakte, welche in einem Raum sind gruppiert werden können, jedoch ist dies nicht für Regeln möglich.

Die mydlink Home App erlaubt es einem auch Zeitpläne zu erstellen, in welchen Zeiträumen eingestellt werden können, zu denen bestimmte Geräte aktiv sind. So kann z.B. ein gekoppelter Bewegungsmelder in den Zeiträumen, in welchen immer jemand zu Hause ist, deaktiviert werden. In einem Basiszeitplan können wiederkehrende Zeiträume eingestellt werden, welche an jedem Tag gleich sind.

Zudem gibt es noch die Möglichkeit, einen erweiterten Zeitplan zu erstellen, welcher unterschiedliche Zeiten an verschiedenen Tagen erlaubt.

Dieser Zeitplan wäre auch der richtige Ansatz für eine Heizungssteuerung und müsste dafür lediglich etwas erweitert werden.

Die Steuerung des mydlink Connected Home Hub kann lediglich über die App erfolgen. Eine komfortable Weboberfläche mit einer erweiterten Ansicht gibt es leider nicht. Die von D-Link integrierte Weboberfläche dient auf den ersten Blick lediglich dazu, die Firmware des mydlink Connected Home Hub zu aktualisieren. Hat man sich mittels des Passwortes, welches auf der Unterseite des mydlink Connected Home Hub steht in die Weboberfläche eingeloggt und surft nicht in einem anonymen Modus, in welchen keine Cookies gespeichert, kann man die Domain, über welche man die Weboberfläche aufgerufen hat, um den Zusatz /zwave.htm erweitern. Nun erscheint ein Link, über welchen man auf die Z-Wave Konfigurationsseite gelangt.

In diesen Konfigurationsbereich sollte man jedoch nur vordringen, wenn man weiß, was man tut. Hier kann man nicht nur Z-Wave Geräte inkludieren, sondern auch exkludieren.

Die gebotene App ist dafür so aufgebaut, dass auch Nutzer, welche den Smart Home Bereich das erste mal betreten ganz einfach damit umgehen können. Man sollte jedoch etwas Englisch können, denn es wurden noch nicht alle Begriffe aus der englischen Version der App ins deutsche übersetzt.

Im Vergleich zu ähnlichen Systemen ist der Funktionsumfang des mydlink Connected Home Hub durch die recht mager ausgestattete App, welche sich auf Funktionen der von D-Link für den Smart Home Bereich angeboten Komponenten beschränkt, recht eingeschränkt. Hierdurch und durch die Art wie D-Link die Inklusion von Z-Wave Komponenten angeht, grenzt man sich aktuell noch etwas davon ab, das System offen für Komponenten anderer Hersteller zu halten. Da die Z-Wave Modelle jedoch stetig erweitert werden und sich D-Link die Option offen gehalten hat, Firmwareupdates durch die Besitzer von mydlink Connected Home Hubs auf diese einspielen zu lassen, kann sich dies in der Zukunft noch ändern. Die Inklusion fremder Z-Wave Geräte ist zwar durch den Umweg über den verstecken Softwarebereich, welchen man durch manuelle Ergänzung der Adresszeile im Browser erreicht möglich, jedoch lassen sich diese Komponenten dann auch nicht durch die App bedienen, wodurch sie nicht genutzt werden können.
Wo D-Link im Z-Wave Bereich nicht alles ermöglicht, was aktuell möglich ist, bietet man im Vergleich zu vielen Herstellern jedoch eine ebenfalls integrierte WLAN-Funktion. Passend hierzu hat D-Link auch entsprechende Smart Home Komponenten im Sortiment. Mit dem Wassermelder werden wir uns hierzu in Kürze ein entsprechendes Produkt genauer anschauen. Leider lassen sich jedoch die WLAN-Einstellungen des mydlink Connected Home Hubs nicht ändern. So kann man weder die SSID noch den WLAN-Schlüssel anpassen.

Fazit:

Mit dem mydlink Connected Home Hub bietet D-Link eine Smart Home Zentrale an, welche sich was die Konnektivität angeht, zweigleisig aufstellt und somit im Gegensatz zu vielen anderen Varianten, welche meist nur auf eine Verbindungsart setzten, auf den ersten Blick besser da steht. Was die Einrichtung der Verbindungen angeht, schiebt D-Link einem durch die bereitgestellte App, welche aus unserer Sicht noch nicht das Optimum darstellt, einen Riegel vor. Dies beginnt mit der fehlenden Möglichkeit, die WLAN-Einstellungen des mydlink Connected Home Hubs ändern zu können, sodass sich dieser nahtlos in das heimische WLAN eingliedert. Die Inklusion von kompatiblen D-Link Produkten ist durch die Nutzung des QR-Codes hingegen sehr einfach möglich. Komponenten von Fremdhersteller wie z.B. Z-Wave Heizkörperthermostate können durch den aktuellen Funktionsumfang der App trotz des unterstützten Z-Wave Standards nicht genutzt werden. Um das System soweit zu öffnen, dass man auch solche Komponenten einsetzen kann, sollte D-Link die App noch einmal überarbeiten und eventuell auch die Weboberfläche so anpassen, dass man auch über diese die Konfiguration vornehmen kann, da dies gerade, wenn man viele Einstellungen vornimmt, angenehmer ist, als es an einem Smartphone oder Tablet zu tun. Die hinterlegten Regeln werden bei auftretenden Ereignissen schnell und ohne Aussetzer abgearbeitet. Dies trifft auch dann zu, wenn die Ereignisse schnell aufeinander erfolgen. Durch die zwei Funktechniken, welche in dem mydlink Connected Home Hub werkeln, können auch verschiedene Netzwerkgeräte wie kompatible WLAN-Kameras angesteuert und in Regeln eingebunden werden. Jedoch ist auch hier eine Beschränkung auf entsprechende Komponenten von D-Link gegeben. Mit einem Preis von knapp 53€* handelt es sich bei dem mydlink Connected Home Hub um eine der günstigsten Z-Wave Zentralen am Markt, man ist jedoch im weiteren Smart Home Aufbau aktuell fest an Produkte von D-Link gebunden.

Im Großen und Ganzen können wir sagen, dass D-Link mit dem mydlink Connected Home Hub eine Smart Home Zentrale anbietet, die sich bestens für Einsteiger handelt, welche ohne sich große Gedanken über das „Wie baue ich es aus?, Was brauche ich an Komponenten?, Smart Home, ist dies nicht doch zu schwer einzurichten?“ machen zu müssen, einen schnellen und einfachen Einstieg in die Materie verschaffen wollen. Auch für jene, dnen das ja schon recht umfangreiche Sortiment von D-Link ausreicht, wodurch sie auf sonderbare Z-Wave Komponenten wie Windsensor oder Kettenantrieb zum Öffnen eines Dachfensters verzichten können, handelt es sich um das perfekte Einstiegsgerät. Versierte Nutzer werden bei dem aktuellen Funktionsumfang schnell einmal denken, „Ach da könnte man ja jetzt die oder die Schaltung mit machen“, welche dann jedoch seitens D-Link so nicht vorgesehen wurde. Aus diesem Grund, würden wir uns freuen, Wenn D-Link seiner Software eventuell einen Experten-Modus verpasst, welcher für versierte Nutzer mehr Möglichkeiten und die Inklusion von Drittanbieter-Geräten offen lässt.

Pro

  • Gute Verarbeitung
  • Sehr großer Funktionsumfang
  • Einfache Einrichtung
  • Reichweite (Z-Wave Geräte)
  • Erweiterungsmöglichkeiten durch Z-Wave und WLAN (Kompatibilität der App ist aktuell noch begrenzt)

Contra

  • Überarbeitungsbedarf bei der App
  • Keine einfache Weboberfläche zur Konfiguration
  • Verwendung mit Herstellerfremden Produkten ausgeschlossen

Verarbeitung

Funktionsumfang

Inbetriebnahme

Konfiguration

Mobile Nutzung (App)

Kompatibilität

Stromverbrauch

Preis

Wir danken D-Link sehr für die Bereitstellung des Testmusters.