Creative Tactic3D Rage USB im Test

Mit dem Tactic3D Rage haben wir heute ein kabelloses Gaming-Headset aus dem Hause Creative im Test, welches für ein 16 Stunden langes, kabelloses Soundvergnügen sorgen soll.

Welche Technik in dem Tactic3D Rage von Creative steckt und welche Features es bietet, haben wir für euch in diesem Review herausgefunden.

Technische Details:

Headset

  • Audiotreiber: 50-mm-FullSpectrum-Treiber
  • Frequenzumfang: 20Hz ~ 20kHz
  • Impedanz: 32 ohms
  • Empfindlichkeit: 102dB/mW
  • Schnittstelle: Mikro-USB-Stecker
  • Unterstützte Betriebssysteme: Mac OS X v10.5 oder höher, Windows® 8, Windows® 7, Windows® XP SP2 oder höher, Windows® XP Professional x64 Edition, Windows Vista® SP1 oder höher
    Mikrofon
  • Mikrofontyp: Kondensatormikrofon mit Geräuschunterdrückung
  • Abnehmbar: Ja
  • Frequenzumfang: 100Hz ~ 6.5kHz
  • Impedanz: <2.2k ohms
  • Empfindlichkeit: -40dBV/Pa

Lieferumfang:

  • Sound Blaster Tactic3D Rage USB mit abnehmbarem Mikrofon
  • Mikro-USB-zu-USB-Kabel, Länge 1,8 m
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Tactic3D Rage wird von Creative in einer Verpackung geliefert, welche überwiegend in den Farben Rot und Schwarz gehalten ist und somit das Farbkonzept des Headsets aufgreift. Auf der Vorderseite der OVP sind neben einem Detailbild einer Ohrmuschel des Tactic3D Rage auch die wichtigsten Features des Haedsets abgedruckt. Durch ein seitlich eingearbeitetes Sichtfenster kann man schon einen ersten Blick auf eine Ohrmuschel und das Mikrofon werfen.

Auf der Rückseite der OVP sind die einzelnen Features und Funktionen kurz in acht Sprachen erläutert.

Die technischen Details sowie einen Hinweis auf den Verpackungsinhalt findet man auf der Unterseite der OVP.

Hat man das Headset einmal aus seiner Verpackung befreit, so hat man ein recht massiv wirkendes Headset in der Hand.

Neben dem Tactic3D Rage befindet sich noch ein USB-Empfänger, USB-Kabel sowie eine Anleitung und ein Garantiehinweis im Lieferumfang.

Das Tactic3D Rage ist wie auch schon seine Verpackung in den Farben Schwarz und Rot gehalten. Die beiden Ohrmuscheln setzten dabei auf ein mattschwarzes Kunststoffgehäuse, welches eine recht kantige Form aufweist. In die Außenseiten der beiden Ohrmuscheln ist eine schwarz wirkende Kunststoffkappe eingearbeitet, auf welcher mittig das Sound BLASTER Logo in einem kontrastreichen Silber aufgedruckt worden ist.

Bei genauem Hinsehen ist jedoch zu erkennen, das dieser Kunststoffbereich leicht transparent gestaltet ist. Dies hat den Hintergrund, dass sich hinter diesem Kunststoffkappen jeweils eine RGB-LED befindet, welche über den Treiber gesteuert werden kann. Hier stehen einem 16 Millionen Farben zur Verfügung. Diese beiden leicht transparenten Kunststoffbereiche sind auf einen metallic roten Rahmen aufgesetzt, welcher einen kontrastreichen Übergang zu der Ohrmuschel herstellt.
An der Rückseite der linken Ohrmuschel befindet sich ein flacher Knopf, über welchen das Headset aus und eingeschaltet werden kann. Direkt darüber ist der Lautstärkeregler zu finden.

An der Unterseite der linken Ohrmuschel ist zudem noch ein Micro-USB-Anschluss zu finden, über welchen der integrierte Akku geladen werden kann. Der integrierte Akku soll laut Herstellerangaben 16 Stunden lang für ein gleichbleibendes Soundgefühl sorgen.

Im vorderen Bereich der linken Ohrmuschel ist an der unteren Kante eine 3,5-mm-Klinkebusche zu finden, an welche das mitgelieferte Mikrofon angeschlossen werden kann. Dieses verfügt über einen Schwanenhals mit einer Länge von 10cm.

Das Mikrofon ist komplett in Schwarz gefertigt und ist zudem mit einem Schaumstoffschutz überzogen, welcher für eine bessere Sprachqualität sorgt.
Zudem befindet sich an der linken Ohrmuschel noch ein Mute-Schalter für das Mikrofon, wodurch man auch während des Zockens das Mikrofon schnell einmal deaktivieren und wieder aktivieren kann.
Auf der Innenseite sind die beiden Ohrmuscheln mit einem Poster ausgestattet, welches mit einem Kunstlederbezug überzogen ist.

Die verbauten 50-mm-Treiber wurden mit einer dünnen Stoffschicht überzogen, welche sich durch ihre schwarze Farbe perfekt in das Designkonzept einreiht.
Der Übergang zu dem Kopfbügel wird durch Gelenke hergestellt, welche in Metallic-Rot gehalten sind. Die beiden Ohrmuscheln können zu beiden Seiten gedreht werden, jedoch nur zu einer Seite um 90°.

Der Kopfbügel an sich ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und auf beiden Seiten mit dem RAGE-Schriftzug bedruckt.

Auf der Oberseite des Kopfbügels ist neben dem Sound BLASTER Logo auch noch das Tactic3D Logo in den Kopfbügel eingelassen. Auf der Unterseite ist der Kopfbügel mit einem Polster ausgestattet, welches wie bei den Ohrmuscheln mit einem Kunstlederbezug bezogen ist. Der Kopfbügel kann auf beiden Seiten in sieben Stufen verstellt werden. Der verstellbare Bereich ist aus einer Kombination aus einer Aluminiumplatte und einem Kunststoffträger gefertigt, wodurch dieser Bereich einen besonders stabilen Eindruck hinterlässt.

Das USB-Ladekabel hat eine Länge von 2m und ist mit eine schwarz-roten Gewebesleeve überzogen, welcher dem Kabel einen langlebigen Eindruck verleiht.

Auch der mitgelieferte USB-Empfänger ist passend zum Design des Headsets in den Farben Schwarz und Rot gefertigt.

Der USB-Empfänger ist auf der linken Seite mit einer Connect-Taste ausgestattet und verfügt an seiner Oberseite über eine weiße LED, welche einem signalisiert, ob das Headset mit dem Empfänger verbunden ist.

Das gesamte Tactic3D Rage ist durchweg recht gut verarbeitet und gibt einem keinen Grund zur Kritik.

Installation:

Das Craeative Tactic3D Rage wurde von unserem Windows 7 64Bit anstandslos erkannt und konnte ohne weitere Softwareinstallation genutzt werden. Hierzu war jedoch eine Internetverbindung notwendig, da unser System den benötigten Treiber automatisch heruntergeladen hat.

Um jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, welchen Creative mit dem Tactic3D Rage bietet, war die Installation der entsprechenden Software notwendig, welche erst von der Creative Homepage heruntergeladen werden muss, da sich keine Treiber-CD im Lieferumfang des Headsets befindet. Dieser Download dauerte bei uns durch die recht langsame Creative Homepage 29 Minuten, wodurch man zur Installation etwas mehr Zeit einplanen sollte. Es war nur eine maximale Übertragungsrate von 114,72 KB/s möglich. Aus diesem Grund hätten wir uns gewünscht, wenn der Treiber auf einer entsprechenden CD beigelegen hätte.

Die Software setzt sich aus fünf Bereichen zusammen.

Im ersten Abschnitt können Profile erstellt bzw. geladen werden und die Master- sowie Mikrofonlautstärke eingestellt werden.

Im „SBX Pro Studio“-Reiter sind Treiberfunktionen zu finden, welche seit der Recon-3D-Reihe in den Treiber aufgenommen wurden und zur Klangverbesserung beitragen.

So können hier z.B. Klangverbesserungen eingestellt werden, die bei Actionfilmen die Lautstärke von Explosionen senkt und somit ein immer einheitliches Lautstärkelevel erreicht wird. Ebenso ist es möglich einen virtuellen Surround-Sound einzustellen.

Über einen herkömmlichen Equalizer lässt sich der ausgegebene Klang natürlich auch völlig an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Ein lustiges Feature im Treiber ist in der Rubrik Voice FX zu finden, hinter welcher sich ein Stimmverzerrer verbirgt, mittels welches es möglich ist seine Stimme wie eine Stimme eines Elfen, Roboter oder vielem mehr klingen zu lassen.

In letzten Abschnitt des Treibers lässt sich die Beleuchtung des Tactic3D Rag einstellen. Hier stehen einem wie schon angesprochen 16 Millionen Farben zur Verfügung. Es kann entweder ein pulsierender Effekt, Farbverlauf, oder einfach nur eine einzelne Farbe gewählt werden. Auch die Intensität kann eingestellt werden, wodurch einem bei der Beleuchtung des Headsets kaum Grenzen gesetzt werden.

Ton und Klangqualität:

Hinsichtlich der der Tonqualität überraschte uns das Tactic3D Rage aus zweierlei Gründen. Die erste Überraschung war die kraft, mit welcher es im Gegensatz zu allen bis jetzt getesteten Headsets bei gleicher Systemlautstärke ans Werk ging. Dies liegt daran, dass bei dem Tactic3D Rage neben dem Bass auch die Höhen von vornherein schon etwas angehoben werden. Auf den ersten Blick erscheint die Tonqualität recht gut, hat man sich jedoch von dem kleinen Überraschungsmoment erholt und hört einmal etwas genauer hin, so ist schnell ersichtlich, dass durch diese Soundoptimierung der Mitteltonbereich stark leidet. Zwar sind Bass und Höhen recht gut abgestimmt, bei einem Blick auf das gesamte Klangbild ergibt sich jedoch eine etwas schwammige Tonausgabe.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype und Teamspeak Sitzungen getestet. Die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen. Störende Wind- bzw. Atemgeräusche werden von dem Schaumstoffüberzug sehr gut absorbiert.

Akkulaufzeit und Reichweite:

Das Tactic3D Rage hatte in unserem Test bei mittlerer Lautstärke und einer Entfernung von ca. 70cm zum USB-Empfänger, welcher sich auf dem Schreibtisch in einem entsprechenden USB-Hub befundenen hat, knappe 10 Stunden durchgehalten. Ein geringer Grund für die recht hohe Abweichung von der vom Hersteller angegebene Akkulaufzeit dürfte die eingeschaltete LED-Beleuchtung gewesen sein, welche in unserem Test mit der Option Farbverlauf aktiviert war. Dies dürfte jedoch keine knappen 6 Stunden ausmachen.
Die Reichweite betrug in unserem Test ca. 10m und reichte dabei problemlos durch eine Wand mit einer Wandstärke von 20cm.

Tragekomfort:

Wo das Headset Tactic3D Rage von Creative bei der Verarbeitung noch punkten konnte, muss es durch seine robuste Verarbeitung und der daraus resultierenden Steifigkeit erste Abstriche machen. Der Anpressdruck der beiden Ohrmuscheln ist recht hoch, wodurch es nach langem Tragen zu einem entsprechenden Druckgefühl kommen kann. Was uns jedoch noch etwas mehr gestört hat, war das recht harte Polster im Kopfbügel. Dieses übte bei unserem Testmuster gleich beim ersten Aufsetzten einen unangenehmen Druck aus, welcher erst nachlässt, wenn man den Kopfbügel so verstellt, dass er kaum mehr auf dem Kopf aufliegt. Dies erhöht jedoch wiederum den Druck, welcher auf dem Bereich um die Ohren herum lastet.
Die verbauten Knöpfe sowie der Lautstärkeregler lassen sich hingegen recht einfach erreichen und bedienen.

Fazit:

Das Tactic3D Rage von Creative kann vor allem in Sachen Design und Verarbeitungsqualität punkten. Die Verarbeitungsqualität des Tactic3D Rage liegt auf einem sehr hohen Niveau, welches sich auch in den verwendeten Materialien widerspiegelt. Diese verleihen dem Tactic3D Rage zudem einen recht robusten Aufbau, welcher sich jedoch leider etwas negativ auf den Tragekomfort auswirkt. Dieser leidet nicht nur durch das recht harte Polster auf der Innenseite des Kopfbügels, sondern auch durch den recht hohen Anpressdruck. Die Reichweite des Tactic3D Rage ist hingegen mit knappen 10m durch zwei Räume hinweg sehr gut, was man von der erreichten Akkulaufzeit jedoch nicht behaupten kann. Diese lag in unserem Test mit aktivierter Beleuchtung knappe 6 Stunden unter den Herstellerangaben. Auch die Klangqualität konnte uns nicht ganz überzeugen. Durch die angehoben Höhen und Tiefen entsteht ein etwas unausgewogenes Klangbild, welches jedoch nicht das Mikrofon mit einschließt. Dieses liefert eine sehr gute Sprachqualität ab. Ein aus unserer Sicht großer Kritikpunkt ist die Wartezeit, welche man in Kauf nehmen muss, bis man den Treiber von der Herstellerseite heruntergeladen hat. Hat man diesen installiert, stehen einem jedoch viele Möglichkeiten zur Verfügung, mit welchen man nicht nur die werksseitig eingestellte Klangqualität etwas verbessern kann, sondern auch dank der integrierten LED-Beleuchtung für einen optischen Hingucker auf der nächsten Lanparty sorgen kann.

Pro

  • Verstellbares und abnehmbares Mikrofon
  • Schickes, edles Design
  • Hohe Kompatibilität
  • Sprachqualität Mikrofon
  • RGB-LED

Contra

  • Langsamer Treiberdownload
  • Tragekomfort bei langer Tragezeit
  • Etwas schwammige Klangqualität

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken de.creative.com/ sehr für die Bereitstellung des Testmusters.