Creative – Sound BlasterX H7 Headset

Mit dem Sound BlasterX H7 haben wir heute ein leistungsstarkes Headset aus dem Hause Creative im Test, welches nicht nur durch einen sehr guten Stereosound überzeugen will, sondern auch durch einen virtuellen 7.1 Surround-Klang gepaart mit einem sehr angenehmen Tragekomfort.

Welche Features in dem Sound BlasterX H7 Headset von Creative stecken und wie sich das Headset in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Farbe: Schwarz
  • Kopfhörer:
  • Bauweise: geschlossen
  • Treiber-Größe: 50 mm
  • Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
  • Empfindlichkeit: 118 dB/mW
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Mikrofon:
    Typ: mit Geräuschunterdrückung
    Position: flexibel, entfernbar
    Frequenzgang: 100 – 15.000 Hz
    Empfindlichkeit: -40 dB
    Impedanz: 2,2 kOhm
  • Anschluss:
    3,5 mm Klinke oder USB
  • Kabellänge:
    Fest: 0,4m (inkl. Steuereinheit)
    USB-Kabel: 1,5m
    3,5 mm Klinke: 0,8m

Lieferumfang:

  • Sound BlasterX H7-Headset
  • Festes 0,4m / 1,3ft Kabel mit integrierter Bedienung
  • USB-Typ A bis Micro-B-USB mit umwickeltem Kabel von 1,5m / 5ft
  • 3,5 mm 4-zu-4-poliger Stecker mit umwickeltem Kabel von 0,8m / 2,6ft
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Sound BlasterX H7 Gaming Headset wird von Creative in einer runden Kunststoffverpackung geliefert, welche auf der Oberseite über einen transparenten Deckel verfügt, durch welchen man schon einen ersten Blick auf das Headset werfen kann.

Auf der Verpackungsrückseite wurde ein Aufkleber angebracht, welcher eine Auflistung der wichtigsten Features bereithält.

Entnimmt man das Sound BlasterX H7 aus seiner Verpackung, so hat man ein mächtiges Gaming Headset vor sich liegen, welches einen nicht nur durch die optische Aufmachung, sondern auch durch die verwendeten Materialien sehr stark an das kürzlich getestete Sound BlasterX H5 erinnert.

Das ansprechende Design wird vor allem durch die Außenseiten der beiden Ohrmuscheln erreicht. Creative hat hier eine schwarze Blende in einen Chromring eingefasst, aus welcher nicht nur das Sound BlasterX Logo heraus gestanzt wurde, sondern auch viele kleine Kreise. Durch die dahinter eingelassene Blende, welche farblich abgesetzt wurde, entsteht ein dreidimensionaler Effekt. Betrachtet man den Bereich des „X“ einmal etwas genauer, so ist zu erkennen, dass dieser leicht transparent ausgeführt wurde.

Dieses leicht transparente Element wird von der Rückseite aus rot beleuchtet, wenn man das Headset über die USB-Soundkarte anschließt.

Die Beleuchtung erfolgt im Auslieferungszustand pulsierend, wodurch sie immer wieder ein- und ausgeblendet wird.
Im äußeren Bereich sind die beiden Ohrmuscheln mit einem kreisrunden Kunststoffelement versehen. Aus der linken Ohrmuschel wird das 40cm lange Anschlusskabel herausgeführt, welches fest mit der Ohrmuschel verbunden ist. Vor diesem fest angeschlossenen Kabel befindet sich eine rechteckige Vertiefung, in welcher mittig eine 3,5-mm-Klinkebuchse eingearbeitet wurde.

Diese Buchse dient zum Anschluss eines flexiblen Mikrofons.

Der Übergang zu den Kunstlederpolstern wurde ebenfalls aus schwarzem Kunststoff gefertigt und mit einem eingeprägten Wabendesign versehen.

Auf der Innenseite der Ohrmuscheln wurden große Kunstlederpolster verbaut, welche für einen angenehmen Tragekomfort sorgen sollen. Oberhalb der verbauten 50-mm-Treiber wurde in den Ohrmuscheln ein schwarzer Stoff gespannt.

Die beiden Ohrmuscheln sind mittels zwei Gelenken an schwarz eloxierten Aluminiumbügeln befestigt, welche den Übergang zum Kopfbügel bilden.

Diese beiden Aluminiumelemente wurden so in dem Kopfbügel befestigt, dass sie ein Stück herausgezogen werden können und somit zur Größenverstellung des Headsets dienen.

Der Kopfbügel wurde auf der Ober- als auch Unterseite mit einem Kunstlederbezug bezogen. Auf der Unterseite wurde zudem ein großzügiges Schaumstoffpolster eingearbeitet, welches von dem Kunstlederbezug ummantelt ist.

Auf der Oberseite des Kopfbügels wurde das Sound BlasterX Logo aufgedruckt.

Der Kopfbügel wurde nicht nur mit einer weichen Polsterung versehen, sondern wurde auch sehr flexibel und robust ausgeführt, was es erlaubt, den Kopfbügel auch einer starken Belastung auszusetzen, ohne dass er hierdurch beschädigt wird.

Das fest an dem Headset angeschlossenen Anschlusskabel ist an seinem Ende mit einer Steuereinheit ausgestattet. Diese ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wurde auf der Oberseite mit einer gebürsteten Aluminiumplatte versehen. Dieses schwarz eloxierte Aluminiumelement ist im unteren Bereich mit dem roten „X“ des Sound BlasterX Logos bedruckt. Im oberen Bereich wurde in die Oberseite der Steuereinheit ein Schieberegler eingearbeitet, über welchen das Mikrofon stumm geschaltet werden kann.

Auf der rechten Seite der Steuereinheit wurde im oberen Bereich ein Lautstärkeregler eingearbeitet. Neben diesem befindet sich eine kleine Taste, über welche Telefongespräche angenommen bzw. beendet werden können, falls das Sound BlasterX H7 an einem Smartphone verwendet wird.
In die Unterseite der Steuereinheit wurde neben einer 3,5-mm-Klinkebuchse auch ein Micro-USB-Anschluss eingearbeitet.

Hierdurch wird es ermöglicht, dass das Headset wahlweise über einen analogen Anschluss genutzt werden kann, oder das die in das Anschlusskabel integrierte Steuereinheit als USB-Soundkarte fungiert, welche aus dem Stereoheadset ein virtuelles 7.1 Surround-Sound-Headset macht.

Die Verarbeitung des Sound BlasterX H7 wurde durchweg sehr gut ausgeführt und gibt uns keinerlei Anlass zur Kritik.

Installation:

Der Anschluss des Headsets kann wie schon kurz erwähnt auf zwei verschiedene Wege erfolgen. Will man das Headset als normales Stereoheadset an einen PC, Smartphone etc. nutzen, so muss man lediglich das mitgelieferte Klinkekabel mit der Steuereinheit und dem Wiedergabegerät verbinden und schon ist das Headset einsatzbereit.

Durch die in der Steuereinheit integrierte USB-Soundkarte kann man das Sound BlasterX H7 jedoch auch problemlos an einem PC verwenden, der nicht über eine integrierte Soundkarte verfügt. Hierzu muss man die Steuereinheit lediglich mittels des mitgelieferten USB-Kabels mit dem PC verbinden. Nach einer kurzen und automatischen Installation ist das Headset schon einsatzbereit und kann genutzt werden. Auf diese Art und Weise wurde die Soundkarte von unserem Windows 7 64bit Testsystem problemlos erkannt.
Um jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, welche einem die USB-Soundkarte zur Verfügung stellt, muss man das Treiber- und Softwarepaket von der Creative-Homepage herunterladen.

Hat man sich die BlasterX Acoustic Engine Pro Software auf seinem System installiert, so hat man eine Software zur Soundsteuerung vor sich, welche einem eine Vielzahl an Funktionen bietet, aber dennoch sehr strukturiert und aufgeräumt ist.

Die Software ist in sechs unterschiedliche Bereiche unterteilt. Im ersten Bereich kann man vordefinierte Profile auswählen, welche seitens Creative schon für verschiedene Einsatzzwecke eingerichtet wurden. Hier gibt es z.B. ein Profil für Strategiespiele oder zum betrachten von Filmen. Creative ist sogar soweit gegangen, dass man hier schon Profile für bestimmte Spiele, wie Counter-Strike Global Offensive oder die Call of Duty Serie vordefiniert hat. Durch diese Profile sollen die Soundeigenschaften mit einem Klick auf den entsprechenden Einsatzzweck angepasst werden können.

Im zweiten Softwareabschnitt kann man mittels der BlasterX Acoustic Engine in die Akustik eingreifen und im Handumdrehen die gewünschten Einstellungen über Schieberegler einstellen.

Im Equalizer kann man einen detaillierten Eingriff in in die verschiedenen Frequenzbereiche machen.

Mittels des Scoud Modus, welchen Creative in die Software integriert hat, soll es einem ermöglicht werden, einen Gegner schneller hören zu können und somit schneller reagieren zu können.

Mittels der VoiceFX Funktion wird es einem erlaubt, seine eigene Stimme, welche vom angeschlossenen Mikrofon aufgenommen wird, zu verändern. So ist es z.B. möglich, mittels eines Knopfdruckes die eigene Stimme als Roboterstimme klingen zu lassen, wodurch man seine Mitspieler oder Gesprächspartner schnell einmal verwirren kann.

Im Bereich der erweiterten Einstellungen kann man das gewünschte Soundprofil auswählen und so zwischen Stereo oder 7.1 Sound wählen. In diesem Bereich gibt es zudem noch einen Mixer und die Möglichkeit in die Beleuchtung des Headsets einzugreifen.

Durch die gebotene Anschlussvielfalt kann man Creative Sound BlasterX H7 Gaming Headset nicht nur an einem Windows-PC, sondern auch an einem Android, iOS Gerät sowie einer PC4 und XBOX One betreiben.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität vollkommen überzeugen konnte, sind wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Unser Testkandidat haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
In diesem Test haben wir das Sound BlasterX H7 mittels der im Anschlusskabel integrierten USB-Soundkarte angeschlossen, wodurch alle gebotenen Features genutzt werden können. Die integrierte Soundkarte setzt zudem auf einen 24/96 kHz USB-Digital-Analog-Wandler (DAC), wodurch eine bessere Klangqualität erreicht wird, als wenn man das Headset an einer günstigen Soundkarte anschließt, wie man sie oft in Notebooks findet.
Die verbauten reaktiven 50 mm-FullSpectrum-Treiber sorgten in unserem Test für einen kräftigen Bass und sehr klare Höhen. Auch der kritische, mittlere Bereich wird von dem Sound BlasterX recht gut und knackig gemeistert. Hier gelingt dem Headset ein sehr guter Übergang zu dem recht kräftigen und den klaren Bass. Auch bei einer hohen Lautstärke ist die erbrachte Tonqualität noch sehr gut.
Durch die geschlossenen Ohrmuscheln werden störende Nebengeräusche zwar nicht komplett eliminiert, jedoch werden sie sehr gut gedämpft.
Durch die integrierte USB-Soundkarte kann das Stereo-Headset in ein virtuelles 7.1-Surround-Sound-Headset gewandelt werden. Der USB-Soundkarte gelingt diese Funktion recht gut, jedoch kann man den „Surround-Sound“, welchen die beiden verbauten Treiber erreichen, nicht mit dem eines richtigen Surround-Sound-Headset vergleichen, in dem mehr als nur zwei Treiber verbaut sind.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Auch die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen. Störende Windgeräusche werden von dem Schaumstoffüberzug sehr gut absorbiert. Zudem werden störende Umgebungsgeräusche aktiv herausgefiltert.

Tragekomfort:

Das Sound BlasterX H7 bietet durch die großzügigen Kunstlederposter und dem angenehmen Gewicht einen sehr bequemen Tragekomfort. Der aus Aluminium und Stahl gefertigte Kopfbügel ist zwar sehr robust, aber dennoch nicht zu schwer und zu starr, wodurch der Druck, welcher durch den Tragebügel auf den Kopf ausgeübt wird, recht gering ist und durch die weiche Polsterung gut auf der gesamten Fläche verteilt wird. Den Kopfbügel kennen wir vom Aufbau her auch schon in einer sehr ähnlichen Variante von den HyperX Cloud und QPAD Headsets, wo er ähnlich gut überzeugen konnte, jedoch nicht ganz so flexibel ausgeführt war. Auch der Druck, welcher im Bereich der Ohren ausgeübt wird, ist sehr gering. Durch den geschlossenen Aufbau werden zwar Umgebungsgeräusche gut abgeschirmt, jedoch wird es unter den Kunstlederpolstern im Sommer schnell einmal warm. Velourpolster, welche etwas mehr Luft an die Ohren lassen würden, liefert Creative jedoch nicht mit. Ist die Umgebungstemperatur nicht so hoch, dass man während des Zockens ins schwitzen kommt, so steht auch einer langen Tragezeit nichts entgegen.

Fazit:

Mit dem Sound BlasterX H7 hat Creative ein Gaming Headset in sein Sortiment aufgenommen, welches in unserem Test nicht nur mit einem sehr ansprechenden Design überzeugen konnte. Das angewandte Design ist im Vergleich zu ehemaligen Headsets aus dem Hause Creative nicht so verspielt und richtet sich somit nicht nur an Gamer, sondern auch an Audioliebhaber, welche das Headset durch das eher schlichtere Design auch problemlos in der Öffentlichkeit tragen können, ohne schief angeschaut zu werden. Die Verarbeitungsqualität ist durchweg sehr gut ausgeführt worden. Diese spiegelt sich nicht nur in der Optik, sondern auch in den verwendeten Materialien wieder, welche sehr sauber miteinander kombiniert wurden. Die Klangqualität liegt, was das Mikrofon und auch die beiden Treiber angeht, auf einem sehr hohen Level. Die virtuelle 7.1-Surround-Sound-Funktion ist ein nettes Feature und macht stellenweise auch Spaß. Hatte man jedoch schon einmal ein waschechtes Surround-Sound-Headset auf, so wird man schnell feststellen, dass es sich hierbei wirklich nur um ein virtuelles Feature handelt. Die mitgelieferte USB-Soundkarte leistet jedoch eine gute Arbeit und gibt eine gute Klangqualität aus. Sollte man in seinem Rechner nicht über eine hochwertige Soundkarte verfügen, so sollte man, zu dem Sond Blaster X H7 greifen. Hat man eine hochwertige Soundkarte verbaut, so kann man auch das Sound BlasterX H5 in betracht ziehen, welches wir kürzlich getestet haben und welches bis auf die integrierte Soundkarte von der technischen Seite her baugleich mit dem Sound BlasterX H7 ist. Der Tragekomfort des Sond BlasterX H7 ist sehr hoch, wodurch auch lange Tragezeiten, wie man sie auf einer Lanparty hat, kein Problem darstellen. Preislich liegt das Sound BlasterX H7 aktuell bei knapp 130€*.

Pro

  • Hoher Tragekomfort
  • Sehr gute Klangqualität
  • Verstellbares und abnehmbares Mikrofon
  • Virtueller 7.1-Surround-Sound durch integrierte USB-Soundkarte
  • Schickes, edles Design
  • Sehr hohe Kompatibilität
  • Sehr gute USB-Soundkarte
  • Softwarepaket

Contra

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.