Creative – Sound BlasterX H3 Headset

Mit dem Sound BlasterX H3 haben wir heute ein analoges Gaming-Headset aus dem Hause Creative im Test, welches durch seine Soundeigenschaften und der Möglichkeit sehr kompakt verpackt werden zu könne, das perfekte Headset für die nächste Lanparty sein soll.

Welche Features in dem Sound BlasterX H3 stecken und wie sich das kleinste Headset der Sound BlasterX Serie in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Farbe: Schwarz, Rot
  • Kopfhörer:
    Bauweise: geschlossen
    Treiber-Größe: 40 mm
    Frequenzgang: 20 – 20.000 Hz
    Empfindlichkeit: 118 dB/mW
    Impedanz: 32 Ohm
  • Mikrofon:
    Typ: mit Geräuschunterdrückung
    Position: flexibel, entfernbar
    Frequenzgang: 100 – 15.000 Hz
    Impedanz: 2,2 kOhm
    Empfindlichkeit: -40 dB
  • Anschluss: 3,5 mm Klinke

Lieferumfang:

  • Sound BlasterX H3 Headset
  • Festes 1,2m / 3,9ft Kabel mit integrierter Bedienung
  • Audio-Erweiterung / Mikrofon-Splitter-Kabel 1,2 m
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Sound BlasterX H3 wird von Creative in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite über ein Sichtfenster verfügt. Dieses erstreckt sich bis auf die linke Verpackungsseite, wodurch man schon einen ersten Blick auf das Headset sowie dessen Steuereinheit werfen kann. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben dem Lieferumfang auch die wichtigsten Features abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite wurde ein Produktbild des Headsets sowie eine Auflistung der kompatiblen Wiedergabegeräte abgedruckt.

Entnimmt man das Sound BlasterX H3 aus seiner Verpackung, so hat man ein Headset vor sich liegen, welches seitens Creative von der optischen Seite her an die beiden größeren Headsets, das Sound BlasterX H5 und H7 angelehnt wurde.

Das Design wird wie auch bei den beiden größeren Headsets zum Großteil von dem Design der Ohrmuscheln geprägt. Im Vergleich zu den beiden größeren Modellen sind diese jedoch bei dem H3 etwas schlichter gehalten.

Die beiden Ohrmuscheln wurden auf ihrer Außenseite mit einer Prägung versehen. Hier wurde neben dem Sound BlasterX Logo auch kleine Kreise in die Außenseite der Ohrmuscheln eingeprägt. Das „X“ aus dem Sound BlasterX Logo wurde zudem in einem kontrastreichen bedruckt, wodurch das Headset optisch aufgepeppt wird.
Die beiden Ohrmuscheln sind beweglich an einem Kunststoffring aufgehängt, welcher die komplette Ohrmuschel umläuft und an einem Gelenk in den Kopfbügel übergeht. Durch dieses Gelenk ist es möglich, dass man das Headset platzsparend zusammenklappen kann.

Die beiden Ohrmuscheln sind auf ihrer Innenseite mit einem weichen Kunstlederpolster versehen.

Über die verbauten 40-mm-Treiber wurde seitens Creative ein schwarzer Stoff gespannt.
Aus der Unterseite der linken Ohrmuschel wird das Anschlusskabel herausgeführt, welches fest mit dieser verbunden ist.
In das Anschlusskabel wurde eine Steuereinheit integriert, welche wie auch das Headset selbst aus schwarzem Kunststoff gefertigt wurde. Auf der Oberseite wurde diese Steuereinheit mit dem roten „X“ des Sound BlasterX Logos bedruckt. Im weiteren Verlauf befindet sich ein Schiebeschalter, über welchen das Mikrofon stumm geschaltet werden kann.

Auf der rechten Seite der Steuereinheit ist zudem noch ein Lautstärkeregler zu finden.

Vor dem angeschlossenen Kabel befindet sich eine 3,5-mm-Klinkebuchse, welche zum Anschluss des abnehmbaren Headsets dient.

Am Übergang von jeder Ohrmuschel zum Kopfbügel befindet sich nicht nur ein Gelenk, durch welche die Ohrmuscheln eingeklappt werden können, sondern jeweils auch noch ein Kunststoffsteg, der in den eigentlichen Kopfbügel geführt wurde. Hierdurch kann das Headset in seiner Größe verstellt werden.

In die Mitte des Kopfbügels wurde im Bereich der Auflagefläche ein Polster eingearbeitet. Dieses ist jedoch nicht, wie man es von den meisten Headsets kennt, mit einem weichen Kunstlederbezug versehen, sondern es besteht aus einem einfachen Schaumstoffpolster, welches zudem recht dünn und hart ausfällt.

Die einzelnen Komponenten wurden sauber miteinander kombiniert, jedoch merkt man an manchen Komponenten, wie dem dünnen Schaumstoffpolster schnell, dass man stellenweise auf die Kostenbremse getreten hat.

Installation:

Zum Anschluss des Creative Sound BlasterX H3 muss man nicht viel sagen. Soll das Headset an einem Smartphone oder Tablet verwendet werden, so kann man das Headset direkt mittels des vierpoligen 3,5mm-Klinkekabel anschließen. Soll das Headset an einem PC oder Notebook verwendet werden, so kann man die Verbindung zur entsprechenden Soundkarte über das mitgelieferte Verlängerungskabel herstellen, welches an seinem Ende über zwei Klinkestecker verfügt. Durch die verwendeten 3,5-mm-Klinkestecker ist das Headset auch mit aktuellen Spielekonsolen kompatibel.

Ton und Klangqualität:

Nachdem wir uns nun die Verarbeitung des Sound BlasterX H3 schon genauer angeschaut haben und einige Ähnlichkeiten zu den beiden größeren Modellen feststellen konnten, wollen wir natürlich auch wissen, wie die Klangqualität des Headsets ist. Unseren Testkandidaten haben wir daher in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
In unserem Testsystem ist hierzu eine Auzentech X-Fi HomeTheater HD verbaut.
Im Vergleich zu dem Sound BlasterX H5 und H7 kommen in dem H3 etwas kleinere reaktive FullSpectrum-Treiber zum Einsatz, welche einen Durchmesser von 40mm haben. Mit einer Nennleistung von 118 db/mW gehört das Sound BlasterX H3 trotz der etwas kleineren Treiber mit zu den lautesten Gaming-Headsets seiner Klasse. Die verbauten Treiber konnten in unserem Test im unteren Lautstärkelevel mit guten Höhen und einem anständigen Bass punkten. Hebt man jedoch die Lautstärke etwas an, so vermischt sich der kritische mittlere Bereich mit dem Bass. Auch die Höhen klingen im oberen Bereich nicht mehr ganz so klar. Hier muss das H3 im Vergleich zu den beiden größeren Modellen zurückstecken. Diese Klangqualität zieht sich bis zur sehr hohen Maximallautstärke. Um einen sauberen Sound zu erhalten, sollte man das Headset aus diesem Grund keiner zu hohen Lautstärke aussetzen, da die Klangqualität unter dieser leidet. Nutzt man das Headset beim Gamen mit einer normalen Lautstärke, sodass auch die Stimmen aus dem Teamspeak-Chat gehört werden, so liefert das Headset eine gute Leistung, welche für eine Lanparty optimal ist. Will man jedoch mal laut Musik hören, ohne dabei jemanden zu stören, so wird man am Klangerlebnis keine sehr große Freude haben.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. Auch die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen. Störende Windgeräusche werden von dem Schaumstoffüberzug sehr gut absorbiert. Zudem werden störende Umgebungsgeräusche aktiv herausgefiltert.

Tragekomfort:

Das Sound BlasterX H3 wurde an den beiden Ohrmuscheln zwar mit großzügigen und weichen Kunstlederpolstern ausgestattet, jedoch fallen die beiden Ohrmuscheln aufgrund der verbauten 40-mm-Treiber im Vergleich zu Headsets mit 50-mm-Treibern kleiner aus, wodurch sie große Ohren nicht umschließen, sondern stellenweise auf den Ohren aufliegen, wodurch ein unwohles Tragegefühl vermittelt bzw. ein erhöhter Druck ausgeübt werden kann. Selbiges gilt leider auch für das Polster des Kopfbügels. Dieses ist im Vergleich zu dem vieler anderer Headsets recht hart und somit leider nicht bestens für lange Tragezeiten ausgelegt. Durch diese Eigenschaften, eignet sich das Headset eher, um es von Match zu Match zu tragen und es zwischendurch auch einmal abzulegen.

Fazit:

Mit dem Sound BlasterX H3 rundet Creative seine Netzteilreihe der Sound BlasterX Modelle nach unten hin ab. Wo uns die beiden größeren Modelle, das H5 und H7 durchweg überzeugen konnte, hat Creative bei dem H3 aus unserer Sicht etwas zu stark auf die Kostenbremse getreten. Dies zeigt sich leider vor allem beim Tragekomfort. Das verbaute Schaumstoffpolster im Kopfbügel ist leider sehr hart, wodurch das Headset einen hohen Druck auf den Kopf ausübt und der Tragekomfort so stark gemindert wird. Die Soundqualität des kleinen Sound BlasterX H3 ist im unteren Lautstärkebereich, in welchem man das Headset in den meisten Fällen nutzen wird, recht ausgewogen und kann in allen Bereichen mit einer akzeptablen Klangqualität punkten. Hebt man die Lautstärke jedoch auf einen höheren Pegel an, so kommen die verbauten Treiber an ihre Grenzen, wodurch Überlagerungen entstehen. Bei der Verarbeitungsqualität, muss das H3 m Vergleich zu den beiden größeren Modellen der Sound BlasterX Serie durch die schlechtere Polsterung zwar ebenfalls zurückstecken, Die einzelnen Komponenten wurde dennoch optisch ansprechend und hochwertig ausgeführt, wodurch man lange Freude an dem Headset haben wird. Preislich liegt das Sound BlasterX H3 bei knapp 50€*.

Pro

  • Verarbeitungsqualität
  • Verstellbares und abnehmbares Mikrofon
  • Design
  • Hohe Kompatibilität

Contra

  • Klangqualität bei hoher Lautstärke
  • Tragekomfort

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.