Creative – Sound BlasterX G1 Soundkarte

Mit der Sound BlasterX G1 haben wir heute eine sehr kompakte USB-Soundkarte von Creative im Test, welche trotz ihrer kompakten Abmessungen eine große Klangwirkung erzielen und dank des USB-Anschlusses zudem vielfältig einsetzbar sein soll.

Welche Features die Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte von Creative bietet und welche Leistung in ihr steckt, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 137,6 x 23 x 10,4 mm (L x B x H)
  • Gewicht: 16g
  • Anschlüsse:
    1x USB (3.0 / 2.0)
    1x 3,5 mm Klinke (4-polig)
  • Audioprozessor: BlasterX Acoustic Engine Pro
  • Max. Wiedergabequalität: 24 bit (44,1 / 48,0 / 96,0 kHz)
  • Max. Aufnahmequalität: 24 bit (48,0 kHz)
  • Ausgabe: Stereo
  • Rauschabstand: 93 dB
  • Max. Widerstand Kopfhörerausgang: 16 – 300 Ohm
  • Unterstützte Plattformen:
    Mac OS X v10.8 oder höher
    Windows Vista oder neuer
    PlayStation 4

Lieferumfang:

  • 1x Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte
  • 1x Kurzanleitung
  • 1x Informationsmaterial zur Garantie

Design und Verarbeitung:

Die Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte wird von Creative in einer kleiner schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben einem Produktbild auch mit der Modellbezeichnung und einer sehr knappen Produktbeschreibung bedruckt ist.

Auf der Verpackungsrückseite wurde eine etwas ausführlichere Beschreibung der Soundkarte abgedruckt.

Entnimmt man die Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte aus ihrer Verpackung, so hat man eine sehr kompakte USB-Soundkarte vor sich liegen, welche über ein fest mit der Soundkarte verbundenes Anschlusskabel verfügt.

Das kurze Anschlusskabel ist mit einem Gewebesleeving versehen, wodurch es nicht nur ansprechender daher kommt, sondern auch zusätzlich geschützt ist.

Die Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte ist selbst nicht viel größer als ein USB-Stick aus den vergangenen Tagen. Auf der Oberseite wurde das schwarze Kunststoffgehäuse mit einer Blende aus gebürstetem Aluminium versehen, welche mit dem Sound BlasterX Logo bedruckt wurde. Das „X“ des Sound BlasterX Logos wurde hierbei aus der Aluminiumblende ausgespart, wodurch ein dreidimensionaler Effekt entsteht.

Das Kunststoffgehäuse der Soundkarte ist unterhalb des Logos zudem aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt, was es erlaubt, das „X“ von der Rückseite aus zu beleuchten.

Auf der dem Anschlusskabel gegenüberliegenden Seite wurde eine 3,5-mm-Klikebuchse eingearbeitet, welche zum Anschluss eines Soundsystems oder eines Headsets dient. Bei der verbauten Buchse handelt es sich um eine vierpolige Buchse, wodurch die Soundkarte trotz dessen sie nur über einen Anschluss verfügt, auch mit einem Mikrofoneingang ausgestattet ist.

Die Verarbeitung wurde durchweg sauber und hochwertig ausgeführt. Durch das beleuchtete Logo fügt sich die Soundkarte zudem gut in die Produktreihe der Sound BlasterX Produkte ein.

Installation:

Der Anschluss der Soundkarte erfolgt über eine USB-Schnittstelle, wodurch sie nicht nur an einem PC, sondern auch an einem Notebook oder gar einer PlayStation 4 angeschlossen werden kann.

Die Soundkarte wurde von unserem Windows 7 64bit Testsystem problemlos erkannt und ein passender Treiber wurde innerhalb kürzester Zeit installiert.
Um jedoch den vollen Funktionsumfang der Soundkarte nutzen zu können, muss man das passende Treiber- und Softwarepaket von der Creative-Homepage herunterladen.

Hat man sich die BlasterX Acoustic Engine Pro Software auf seinem System installiert, so hat man eine Software zur Soundsteuerung vor sich, welche einem eine Vielzahl an Funktionen bietet, aber dennoch sehr strukturiert und aufgeräumt ist.

Die Software ist in sechs unterschiedliche Bereiche unterteilt. Im ersten Bereich kann man vordefinierte Profile auswählen, welche seitens Creative schon für verschiedene Einsatzzwecke eingerichtet wurden. Hier gibt es z.B. ein Profil für Strategiespiele oder zum betrachten von Filmen. Creative ist sogar so weit gegangen, dass man hier schon Profile für bestimmte Spiele, wie Counter-Strike Global Offensive oder die Call of Duty Serie vordefiniert hat. Durch diese Profile sollen die Soundeigenschaften mit einem Klick auf den entsprechenden Einsatzzweck angepasst werden können.

Im zweiten Softwareabschnitt kann man mittels der BlasterX Acoustic Engine in die Akustik eingreifen und im Handumdrehen die gewünschten Einstellungen über Schieberegler einstellen.

Im Equalizer kann man einen detaillierten Eingriff in die verschiedenen Frequenzbereiche machen.

Mittels des Scoud Modus, welchen Creative in die Software integriert hat, soll es einem ermöglicht werden, einen Gegner schneller hören zu können und somit schneller reagieren zu können.

Mittels der VoiceFX Funktion wird es einem erlaubt, seine eigene Stimme, welche vom angeschlossenen Mikrofon aufgenommen wird, zu verändern. So ist es z.B. möglich, mittels eines Knopfdruckes die eigene Stimme als Roboterstimme klingen zu lassen, wodurch man seine Mitspieler oder Gesprächspartner schnell einmal verwirren kann.

Im Bereich der erweiterten Einstellungen kann man das gewünschte Soundprofil auswählen und so zwischen Stereo oder 7.1 Sound wählen. In diesem Bereich gibt es zudem noch einen Mixer und die Möglichkeit in die Beleuchtung des Headsets einzugreifen.

Ton und Klangqualität:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität der Soundkarte schon überzeugen konnte, sind wir sehr auf die Klangqualität gespannt. Wie wir es auch bei allen anderen Audiokomponenten bisher getan haben, haben wir auch die Sound BlasterX G1 Soundkarte in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir die Soundkarte auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet. Zum Test wurde die Sound BlasterX G1 an einem MSI Gaming Notebook angeschlossen und mit der integrierten Soundkarten verglichen. Zur Tonwiedergabe wurde ein Creative Sound BlasterX H5 herangezogen.
Creative setzt bei der Soundkarte auf einen 24/96 kHz USB-Digital-Analog-Wandler (DAC), wodurch eine bessere Klangqualität erreicht wird, als wenn man das Headset an einer günstigen Soundkarte anschließt, wie man sie oft in Notebooks oder auf günstigen Mainboards findet.
Im Vergleich zu der in einem MSI Gaming Notebook verbauten Soundkarte kann die Sound BlasterX G1 in Kombination mit dem zum Test verwendeten Headset nicht nur eine höhere Lautstärke erreichen, sondern sie lieferte in unseren Test auch einen kräftigeren Bass und klarere Höhen. Durch diese Klangeigenschaften kam zudem der kritische Mitteltonbereich besser zur Geltung, wodurch sich ein stimmigeres Klangbild ergab.
Mittels der Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte wird es einem zudem ermöglicht, aus einem Stereo-Headset ein virtuelles 7.1-Surround-Sound-Headset zu machen. Der USB-Soundkarte gelingt diese Funktion recht gut, jedoch kann man den „Surround-Sound“, welchen die beiden in unserem Testheadset verbauten Treiber erreichen, nicht mit dem eines richtigen Surround-Sound-Headset vergleichen, in dem mehr als nur zwei Treiber verbaut sind. Auch darf man diese Funktion nicht mit einer 7.1 Surround-Sound-Anlage vergleichen, welche allein durch den räumlichen Abstand schon ein viel besseres Klangerlebnis erreichen kann.

Setzt man z.B. schon ein Sound BlasterX H5 ein, so kann man aus der Kombination mit der Sound BlasterX G1 Soundkarte aus dem Headset ein Sound BlasterX H7 machen, da es einem nun die selben Features und die gleich Audioqualität bietet.

Fazit:

Mit der Sound BlasterX G1 hat Creative eine portable USB-Soundkarte in seinem Sortiment, welche aus unserer Sicht ein sehr gutes Preisleistungsverhältnis bietet. Die Soundkarte konnte in unserem Test im direkten Vergleich zu einer Onboardsoundkarte eine sehr gute Leistung abliefern, welche einem deutlich mehr Freude beim Musikhören, Betrachten von Filmen und Gamen bereitet, als eine klassische Onboardsoundkarte. Das von der sehr kompakten Soundkarte erreichte Klangerlebnis konnte sich in all unseren Testszenarien sehen lassen. Im Vergleich zu einer sehr hochwertigen Soundkarte, welche schnell mal mehr als das vierfache der G1 kosten kann, muss sie natürlich zurückstecken. Dafür kann die Sound BlasterX G1 jedoch durch ihre Mobilität punkten, denn die Soundkarte findet in jeder Tasche einen geeigneten Platz, wodurch man sie problemlos mit auf Reisen nehmen kann und somit auch in der Bahn, oder im Hotelzimmer nicht auf den gewohnt guten Sound verzichten muss. Zudem bietet einem die Soundkarte die Möglichkeit, aus einem Stereo-Headset ein virtuelles 7.1-Surround-Sound-Headset zu machen, wodurch man sein Lieblingsspiel aus einem ganz anderen Betrachtungswinkel kennenlernt. Preislich liegt die Sound BlasterX G1 USB-Soundkarte von Creative aktuell bei knapp 50€*. Wer an seinem PC oder Notebook lediglich eine günstige Onboardsoundkarte nutzt, sollte aus unserer Sich einmal mehr über die Sound BlasterX G1 nachdenken.

Pro

  • Sehr gute Klangqualität
  • Design
  • Virtueller 7.1-Surround-Sound
  • Hohe Kompatibilität
  • Softwarepaket

Contra

Klangqualität

Verarbeitung

Kompatibilität

Software

Preis

Ein besonderer Dank geht an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.