Creative – Sound Blaster AE-7

Mit der Sound Blaster AE-7 haben wir die Nachfolgekarte der AE-5 Soundkarte aus dem Hause Creative im Test, welche zwar ohne eine auffällige RGB-Beleuchtung daher kommt, dafür jedoch mit hochwertigeren Komponenten für ein noch besseres Klangerlebnis sorgen will.

Welche Details in der Sound Blaster AE-7 stecken und wie sich die Soundkarte von Creative in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Audio/DSP Processor: Sound Core3D
  • Channels:
    5.1 discrete speaker out
    7.1 virtual headphone surround
  • DAC: ESS SABRE-class 9018
    Max Playback Resolution: 32-bit/384kHz
    DNR/SNR: 127 dB
    THD + N: 0.0001%
  • ADC: Sound Core3D
    Max Recording Resolution: 24-bit/96kHz
  • Headphone Amp (600 Ohm): Custom-designed discrete headphone amp (Xamp)
    Output Impedance: 1 Ohm
    Headphone Impedance Range: 16 – 600 Ohm
  • Connectivity:
    3 x 3.5mm Line Out (Front, Rear, Center/Sub)
    1 x TOSLINK Optical Out
    1 x 3.5mm Headphone Out
    1 x 3.5mm Mic/Line In
  • Interface: PCIe

Lieferumfang:

  • Sound Blaster AE-7 Soundkarte
  • Externe Setuereinheit
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Die AE-7 Soundkarte wird von Creative in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/schwarzen Grunddesign gehalten ist. Die Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch mit einer Auflistung der wichtigsten Features bedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite ist eine kurze Erklärung der wichtigsten Features zu finden, welche an dieser Stelle in vier verschiedenen Sprachen abgedruckt wurde.

Entnimmt man die AE-7 aus ihrer Verpackung, so hat man eine Soundkarte vor sich liegen, welche durch die verbaute Blende in einem grau/schwarzen Design gehalten ist.

Creative hat die AE-7 auf der Vorderseite mit einem grauen EMI-Shield versehen, welches mit dem Sound Blaster Schriftzug bedruckt wurde. Betrachtet man das EMI-Shield jedoch einmal etwas genauer, so wird man in der oberen rechten Ecke ein schwarzes Kunststoffelement vorfinden, welches von zwei leicht transparenten Streifen durchzogen ist.
In das schwarze Kunststoffelement wurde zudem noch der Sound Blaster Schriftzug in einer leicht transparenten Form eingearbeitet.

Durch diesen Aufbau können nicht nur die beiden Streifen, sondern auch der Schriftzug von der Rückseite aus beleuchtet werden. Um eine gleichmäßige Beleuchtung zu realisieren, wurde das verbaute Kunststoffelement nicht aus schwarzem, sondern aus leicht transparentem Kunststoff gefertigt und auf der Oberseite lediglich mit einer schwarzen Beschichtung versehen.

Hinter dem Kunststoffelement wurden seitens Creative drei weiße LEDs verbaut.

Wo sich die AE-7 von der optischen Seite her geringfügig von der AE-5 unterscheidet, ändert sich dies spätestens mit einem Blick auf die Rückseite der Soundkarte, denn das schwarz/weiße bedruckte PCB der AE-7 fällt deutlich schlichter aus als das des Vorgängermodells.

Bei einer genaueren Betrachtung ist zudem zu erkennen, dass hier ein AE-7 Logo eingearbeitet wurde, welches sich ebenfalls beleuchten lässt, denn das PCB ist an dieser Stelle nicht eingefärbt, wodurch das Licht der auf der Vorderseite verbauten LEDs durch das PCB hindurchdringen kann.

Mit einem Blick auf die I/O-Blende findet man folgende Anschlüsse vor:

  • 3 x 3.5mm Line Out (Front, Rear, Center/Sub)
  • 1 x 3.5mm Headphone Out
  • 1 x 3.5mm Mic/Line In
  • 1 x TOSLINK Optical Out

Im Vergleich zu vielen anderen Soundkarten ist die Sound Blaster AE-7 lediglich als 5.1 Soundkarte und nicht als 7.1 Soundkarte ausgeführt. Nutzer von Headsets können jedoch auf die Berechnung eines virtuellen 7.1 Signals zurückgreifen.

Im Vergleich zum Vorgängermodell, der AE-5 hat Creative der AE-7 jedoch keine internen Anschlüsse spendiert, über welche man die Frontanschlüsse seines Gehäuses anschließen kann. Um dennoch einen einfachen Anschluss eines Headsets zu ermöglichen, liefert Creative das schon von anderen Creative Soundkarten bekannte ACM (Audio-Control-Module) mit.

Die Kabelfernbedienung wurde hierzu neben zwei getrennte 6,3-mm-Klinkeanschlüsse auch mit zwei getrennten 3,5-mm-Klinkeanschlüsse ausgestattet.

Mittels des großen Drehreglers, welcher sich auf der Oberseite des ACM befindet, kann die Lautstärke des angeschlossenen Kopfhörers bzw. Headsets geregelt werden. Der Anschluss des ACM selbst erfolgt mittels zwei 3,5-mm-Klinkeanschlüsse.

Um sich die Sound Blaster AE-7 einmal genauer anschauen zu können, muss man das EMI-Shield von der Soundkarte abnehmen. Dieses ist mittels mehrerer Schrauben befestigt.
Das PCB wurde seitens Creative mit einer Vielzahl hochwertiger Komponenten bestückt.

Das Herzstück bildet ein ESS-Saber-DAC (digital audio controller). Im Detail handelt es sich um einen ESS Saber 9018, welcher einen nominellen Rauschabstand von 127 dB und eine Wiedergabe von 384 Kilohertz bei 32 Bit bietet.

Der verbaute Soundprozessor verfügt über vier ARM-Kerne und kann 96 Kilohertz bei 24 Bit verarbeiten. Wie schon kurz angesprochen kann die Sound Blaster AE-7 leider nur ein natives 5.1 Signal ausgeben. Nutzer von Kopfhörer können auf Wunsch auf ein virtuelles 7.1 Signal zurückgreifen.
Zur Ansteuerung von Kopfhörern sind zwei Xamp´s (Verstärker) verbaut, welche auf die beiden Seiten aufgeteilt sind. Es werden Kopfhörer mit einem Widerstand von 16 – 600 Ohm unterstützt.

Die verbauten Kontakte wurden nicht nur im sichtbaren Bereich vergoldet und wie auch alle anderen Komponenten sauber auf dem PCB verlötet.

Die Verarbeitung der Sound Blaster AE-7 wurde seitens Creative sehr sauber und besonders hochwertig ausgeführt.

Software:

Die seitens Creative bereitgestellte Sound Blaster Command Software wurde mit der Einführung der AE-5 überarbeitet und zeigt sich seitdem schon recht klar strukturiert. Mit der AE-7 hat man die Software nochmals überarbeitet und lässt nun zu jedem Zeitpunkt einen direkten Zugriff auf das Menü zu.

Über die Übersichtsseite lassen sich vordefinierte Klangprofile auswählen, welche nicht nur Voreinstellungen fürs Musikhören oder das Betrachteten von Filmen bieten, sondern auch für verschiedene Spiele. Zudem ist es möglich, ohne Umwege in deren Einstellungen eingreifen zu können. Für den Fall, dass man den Klang lieber komplett selbst an die eigenen Bedürfnisse anpasst, bietet einem die Software natürlich auch einen Equalizer.

Über den Menüpunkt „Playback“ lassen sich die Einstellungen zu den angeschlossenen Lautsprechern bzw. Headset treffen.

Die Aufnahmequalität des angeschlossenen Mikrofons kann über den Softwareabschnitt „Recording“ eingestellt werden.

Speziell für Gamer hat Creative auch der aktuellen Version der Sound Blaster Command Software den Scout Mode spendiert. Dieser sorgt in Spielen nun nicht mehr nur dazu, dass man näherkommende Schritte besser hört, sondern man kann sich die Richtung auch auf einem kleinen Onscreen-Radar anzeigen lassen. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass manches Spiel dieses Feature als Cheat erkennt und man aus diesem Grund vom Server gekickt wird.

Über den Softwareabschnitt „Encoder“ kann die gewünschte Surround-Einstellung getroffen werden. Neben Dolby Audio steht einem hier auch DTS Connect zur Verfügung.

Über den darunter befindlichen Mixer kann man zudem noch jeden Lautsprecherkanal einzeln regulieren.

Test:

Nachdem uns die Verarbeitungsqualität der Soundkarte überzeugen konnte, waren wir sehr auf die Klangqualität gespannt.
Wie wir es auch bei allen anderen Audiokomponenten bisher getan haben, haben wir auch die Sound Blaster AE-7 Soundkarte in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir die Soundkarte auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim Betrachten von Filmen getestet. Als Wiedergabegeräte wurden einmal ein Beyerdynamic Amiron Home Kopfhörer und eine Yamaha RX-A2010 Surroundanlage herangezogen.

Auch wenn die Sound Blaster AE-7 von den Anschlüssen her nicht auf dem Level anderer hochwertiger Soundkarten liegt, konnte die Soundkarte in unserem Test mit einem durchweg sehr guten Klangbild punkten. Nicht nur die Höhen werden von der Soundkarte sehr präzise und klar wiedergegeben, sondern auch der Tieftonbereich geht sehr weit nach unten und kann durch ein sehr kräftiges Klangbild überzeugen. Dennoch muss der kritische Mitteltonbereich nicht unter diesen Klangeigenschaften leiden, denn auch dieser wird von der Soundkarte sauber wiedergegeben. An dieser Stelle macht sich klar der 32 Bit Sound bemerkbar.
Die gebotenen Klangeigenschaften lassen sich durch die vordefinierten SBX-Profile zudem sehr einfach und schnell an die unterschiedlichen Bedürfnisse anpassen. Dies trägt vor allem während des Spielens zu einem besseren Klang bei. Um ein besonders homogenes und warmes Klangbild währen der Musikwiedergabe zu erzielen, sollte man diese Funktion beim reinen Musikhören besser deaktivieren.
Zudem bietet einem die Soundkarte eine besonders geringe Verzerrung, welche das Klangbild abrundet.
Durch die virtuelle 7.1 Funktion kann man aus einem normalen Stero-Headset einen raumfüllenderen Klang entlocken, jedoch kann man das erzielte Klangbild nicht mit einem vollwertigen 7.1-Headset, welches über mehrere Treiber verfügt, vergleichen.

Die bereitgestellte Software bietet einem sehr viele Einstellmöglichkeiten, welche nicht nur die Wiedergabe, sondern auch die Aufnahme betreffen. Hierdurch lassen sich die Klangeigenschaften der Tonaufnahme sehr gut an die jeweiligen Gegebenheiten anpassen.

Fazit:

Wie wir es schon vom Vorgängermodell, der AE-5 kennen, handelt es sich auch bei der Sound Blaster AE-7 zwar nicht um eine Soundkarte mit der besten Ausstattung. Dennoch hat Creative wieder einmal gezeigt, dass man auch ein schon sehr gutes Produkt stetig weiterentwickelt. Wo man im Gegensatz zum Vorgängermodell leider auf eine aktuell gern gesehene RGB-Beleuchtung verzichtet hat, hat man die Soundkarte jedoch mit hochwertigeren Komponenten bestückt, welche für einen noch klareren und präziseren Klang sorgen. Für diese Klangeigenschaften sorgt nicht nur der 32 Bit fähige Audiochip in Kombination mit dem ESS-Saber-DAC, sondern auch die bereitgestellte Software, welche einem sehr viele Einstellungsmöglichkeiten bietet. Die gebotene Audioqualität ist nicht nur im Hoch- und Tieftonbereich durchweg sehr gut, sondern auch im kritischen Mitteltonbereich sowie bei der Audioaufzeichnung. Speziell für Gamer bietet einem auch die Software der AE-7 den schon bekannten Scout Mode. Zudem lassen sich auf verschiedene Spiele hin optimierte Soundprofile laden und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Mittels der mitgelieferten Steuereinheit wird der Anschluss eines Headsets oder Mikrofon deutlich vereinfacht. Preislich liegt die sehr hochwertig verarbeitete Sound Baster AE-7 aktuell bei knapp 200€*.

Ein besonderer Dank geht an Creative für die Bereitstellung des Testmusters.

Creative - Sound Blaster AE-7

9.4

Klangqualität

10.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Software

10.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Sehr gute Klangqualität
  • Schickes Design mit weißer Beleuchtung
  • Verarbeitung
  • Softwarepaket

Contra

  • Kein nativer 7.1 Surround Sound
  • (keine RGB-Beleuchtung)