Creative – iRoar Go – Bluetooth Lautsprecher

Mit dem iRoar Go haben wir heute einen Bluetooth Lautsprecher aus dem Hause Creative im Test, welcher nicht nur durch einen kraftvollen Sound, sondern auch durch einen robusten Aufbau und einem überaus großen Funktionsumfang punkten möchte.

Welche Details in dem iRoar Go stecken und wie sich der mächtige Bluetooth Lautsprecher von Creative in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Art: Bluetooth Lautsprecher mit integriertem Mediaplayer
  • Treiber:
    2 x Hochtöner (1,5 Zoll)
    2 x passiver Strahler
    1 x Tiefmitteltöner (2,5 Zoll)
  • Eingänge für Audiowiedergabe:
    Bluetooth 4.2 (NFC)
    3,5-mm-Klinke
    microSD-Slot
    Micro-USB
  • Akkukapazität: 5.200 mAh
  • Maße: 192 x 97 x 54 mm
  • Gewicht: 810 g
  • Besonderheiten:
    IPX6-Zertififizierung
    Freisprechfunktion
    Diktierfunktion
    PA-Funktion
    Powerbank-Funktion

Lieferumfang:

  • iRoar Go Bluetooth Lautsprecher
  • Netzteil (inkl. verschiedener Adapter]
  • USB-Kabel
  • Klinkeadapter
  • Anleitung

Design und Verarbeitung:

Der iRoar Go wird von Creative in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarz/weißen Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite, welche in einem schwarzen Grunddesign daher kommt, wurde neben der Modellbezeichnung und einem Produktbild auch eine kurze Beschreibung abgedruckt.

Im Gegensatz zur Verpackungsvorderseite ist die Verpackungsrückseite in einem weißen Grunddesign gehalten. Neben einer detaillierteren Beschreibung sind hier eine ganze Reihe von Featurebildern abgedruckt worden.

Entnimmt man den iRoar Go aus seiner Verpackung, so hat man einen Bluetooth Lautsprecher vor sich stehen, welcher in einem schwarz/silbernen Design gehalten ist.

Betrachtet man die iRoar Go einmal von der Vorderseite aus, so ist ein großes Mesh-Gitter zu erkennen, welches die unteren zwei Drittel des Lautsprechers einnimmt. Das hier eingearbeitete Mesh-Gitter hört jedoch nicht einfach an der Unterkante der Gehäusefront auf, sondern es wurde um die untere Kante herumgebogen und erstreckt sich auch über die komplette Unterseite des Lautsprechers.

Hinter dem Mesh-Gitter wurde an der Vorderseite des iRoar Go zwischen zwei 1,5″ große Hochtöner auch ein 2,5“ großer Tieftöner verbaut. Die beiden Hochtöner sowie auch der verbaute Tieftöner werden jeweils von einem getrennten Verstärker angesteuert. Durch die zwei verbauten Verstärker soll ein besseres Klangerlebnis erzielt werden.

Oberhalb des in die Gehäusefront eingearbeiteten Lautsprechergitters hat Creative den iRoar Go mit einem Kunststoffgehäuse ausgestattet, welches mit einer anthrazitfarbenen Lackierung versehen wurde. Durch diese Auchmachung hat es auf den ersten Blick den Anschein, als wenn Creative hier au ein robustes Metallgehäuse zurückgeriffen hätte.
Das Gehäuse ist an der Vorderseite im linken Bereich mit einem Bedienelement ausgestattet, über welches man den Lautsprecher nicht nur einschalten, sondern auch die Eingangsquelle auswählen, die Lautstärke einstellen und Telefongespräche annehmen kann.
Im rechten Bereich wurden in die Gehäusefront vier Status-LEDs eingearbeitet, über welche einem die gerade aktive Eingangsquelle angezeigt wird.

Mit einem Blick auf die Oberseite findet man auch hier ein weiteres Bedienelement vor, über welches die Funktionen zur Musikwiedergabe gesteuert werden.

So kann man über die hier eingearbeiteten Bedienelemente nicht nur die Wiedergabe starten und pausieren, sondern auch zwischen den Titeln hin und her wechseln. Zudem kann man auch eine Audioaufnahme starten.

In die Gehäuseoberseite sind zudem noch die verschiedenen Anschlüsse eingearbeitet. Diese befinden sich im rechten Bereich der Gehäuseoberseite und sind hinter zwei getrennten Gummiabdeckungen untergebracht. Die beiden hier verbauten Abdeckungen sind recht starr und lassen sich nur etwas erschwert öffnen und wieder dicht verschließen. Unterhalb der kleineren Gummiabdeckung wurde neben dem Stromanschluss für das externe Netzteil auch eine 3,5-mm-Klinkebuchse eingearbeitet.

Im Vergleich zu den meisten anderen Bluetooth Lautsprechern am Markt wird der iRoar Go nicht über einen Micor-USB-Anschluss aufgeladen, sondern über ein externes Netzteil. Zudem wird der iRoar Go mit einer Ladespannung von 15 Volt geladen. Für den Fall, dass man den Lautsprecher mit auf eine längere Reise nehmen will, sollte man somit das Ladekabel auf keinen Fall vergessen.

Unter der zweiten Gummiklappe befindet sich neben einer USB-Type-A Buche auch noch ein Micro-USB-Anschluss und ein micorSD-Kartenslot.

Über den USB Type-A Anschluss kann man unterwegs ein angeschlossenes Smartphone oder Tablet aufladen. Hierbei ist zu jedoch beachten, dass sich dadurch zwar die Nutzungsdauer des Wiedergabegerätes verlängert, jedoch die Nutzungsdauer des Bluetooth Lautsprechers verringert wird.
Über den Micro-USB-Anschluss kann man den iRoar Go an einen PC oder gar eine PlayStation 4 anschließen. Über eine eingesteckte microSD-Karte können MP3, WMA und FLAC Dateien wiedergegeben werden.

Mit einem Blick auf die Rückseite des iRoar Go findet man auch hier den von der Oberseite schon bekannten Kunststoff vor, welche im oberen und unteren Bereich mit einem langen Gummistreifen versehen wurde.

Die hier angebrachten Gummistreifen dienen zur Entkopplung des Lautsprechers. Mittig wurden viele kleine Öffnungen in die Gehäuserückseite eingelassen, über welchen ein iRoar Go Schriftzug aufgedruckt wurde.

Diese Öffnungen dienen als Bassreflexöffnungen für den in der Front verbauten 2,5“ großen Tieftöner.
Schaut man sich den Lautsprecher einmal von der Außenseite an, so fällt einem hier als erstes der verbaute Aluminiumrahmen auf, welche auf der Unterseite jeweils mit einem weißen Gummistreifen versehen wurden.

Auf den Außenseiten des iRoar hat Creative den Bluetooth Lautsprecher jedoch auch noch mit jeweils einem passiven 2,5″-Treiber ausgestattet, welche den verbauten Tieftöner unterstützen sollen.

Um die Optik des Lautsprechers zusätzlich aufzuwerten, wurden in die passiven Treiber Aluminiumelemente eingearbeitet, welche nicht nur mit dem Creative Logo bedruckt wurden, sondern auch mit konzentrischen Kreisen versehen wurden, welche das Design abrunden.

Test:

Die Verbindung zum dem iRoar Go lässt sich sehr einfach herstellen. Dies kann entweder mittels 3,5-mm-Klinkekabel, über den USB-Anschluss, über eine Bluetoothverbindung sowie über NFC stattfinden. Zudem kann Musik auch direkt von einer microSD-Karte wiedergegeben werden. Die gewünschte Eingangsquelle kann über die Source-Taste am vorderen Bedienelement ausgewählt werden. Der gerade aktive Audioeingang wird einem über eine Status-LED im rechten Bereich der Gehäusefront angezeigt.

Einen kurzen Augenblick nach dem Einschalten des Lautsprechers ertönt eine Melodie, welche einem signalisiert, dass der Lautsprecher einsatzbereit ist. Da es sich bei dem iRoar Go von Creative um einen Bluetooth Lautsprecher handelt, legen wir ein besonderes Augenmerk auf diese Wiedergabeart.

Eine Bluetoothverbindung lässt sich mittels eines kompatiblen Produktes ganz einfach herstellen. Eine Eingabe eines Pin-Codes ist zur Kopplung nicht notwendig. An einem Notebook oder PC ist jedoch ein Schritt mehr notwendig als bei der Verwendung eines Smartphones oder Tablets, denn hier steht einem zur Auswahl, ob man den Lautsprecher als Bluetooth Headset inkl. Mikrofon oder als Bluetooth Advanced Audio Device koppeln will. Wählt man letzteres aus, so kann das in dem iRoar Go verbaute Mikrofon nicht genutzt werden.

Natürlich haben wir auch die restlichen Wiedergabemodien getestet und können schon jetzt verraten, dass die Wiedergabequalitäten aller Audioquellen fast durchweg auf einem gleichen Level liegen. Das ausgesprochene „fast“ bezieht sich auf die Bluetoothverbindung, welche je nach Störeinflüssen, sowie der Entfernung zum Lautsprecher nicht ganz die Übertragungsqualität liefert, wie es z.B. ein 3,5-mm-Klinkekabel tut.

Was das erzielte Klangbild angeht, zeigt sich der iRoar Go von zwei Seiten, wobei sich diese zwei Seiten ganz einfach über die Nutzung des Roar-Modus auswählen lassen.
Verzichtet man auf den Roar-Modus ober eine abweichende Equalizereinstellung, so erhält man ein recht ausgewogenes Klangbild, bei dem lediglich der Tieftonbereich etwas zu flach abgestimmt ist, und der Lautsprecher somit den Eindruck macht, als wenn der kritische Mitteltonbereich minimal dominieren würde.
Wird jedoch der Roar-Modus aktiviert, so findet eine deutliche Anhebung der Tiefen statt, was zu einem deutlich voluminöserem Klangbild führt.
Falls die durch den Roar-Modus gebotenen Klangeigenschaften für den eigenen Geschmack noch nicht perfekt sind, kann man die Einstellungen über die bereitgestellte Smartphone-App „Sound Blaster Connect“ den Equalizer an die eigenen Bedürfnisse anpassen.

Selbiges ist auch dann möglich, wenn man den iRoar Go über ein Mcro-USB-Kabel an einem PC oder Notebook anschließt. In diesem Fall kann man die gewünschten Einstellungen über die PC-Version der Software vornehmen.

Je nachdem, ob man den Lautsprecher vertikal oder horizontal aufstellt, kann man die Soundeigenschaften so beeinflussen, dass man einen besseren Stereoklang oder einen raumfüllenderen Klang erleben kann.

Der Lautstärkepegel, welcher von dem iRoar Go erzielt wird, ist sehr hoch, jedoch kommt es ab ca. 80% zu einer geringen Verzerrung. Störgeräusche, welche man von manch anderen Bluetooth Lautsprechern bei der kabellosen Übertragung kennt, sucht man bei dem iRoar Go erfreulicherweise vergebens.

Natürlich haben wir in unserem Test auch das integrierte Mikrofon nicht ausgelassen. Dieses konnte in unserem Test bei einer Entfernung zum Mikrofon von bis zu einem Meter eine gute Sprachqualität erreichen. Hat man den Lautsprecher z.B. auf dem Schreibtisch direkt unterhalb des Monitors und somit unmittelbar vor sich stehen, so gab es keinerlei Beeinträchtigungen. Nutzt man die Freisprechfunktion jedoch, wenn man einige Meter von dem iRoar Go entfernt steht, so übermittelt das eingebaute Mikrofon nicht jedes Wort komplett, wodurch es zu unschönen Aussetzern in der Sprachübertragung kommt.
Hat man eine Speicherkarte in dem iRoar Go eingesetzt, so kann man geführte Gespräche auch über einen einfachen Tastendruck aufzeichnen.

Der iRoar Go Bluetooth Lautsprecher kann über den mitgelieferten Mikrofonadapter auch als PA-Anlage genutzt werden. Hierzu muss man lediglich ein Mikrofon in die 3,5-mm-Klinkebuchse des mitgelieferten Adapters einstecken. Wird der Adapter dann in die den iRoar Go eingesteckt, so wird dieser automatisch erkannt und der PA-Modus wird aktiviert.

Durch die IPX6 Zertifizierung ist der iRoar Go im Gegensatz zu dem kürzlich von uns getesteten Muvo 2 Bluetooth Lautsprecher nur gegen Spritzwasser und nicht gegen eindringenden Staub geschützt. Dies ist jedoch nur der Fall, wenn die auf der Oberseite verbauten Schutzklappen geschlossen sind, denn wenn diese offen stehen, kann durch die freigelegten Anschlüsse Wasser ins Innere dringen.
Wo der Muvo 2 mit einem 2200 mAh starken Akku laut Creative eine Betriebszeit von bis zu 10 Stunden mit sich bringt, liegt diese trotz des 3000 mAh stärkeren Akku in dem iRoar Go bei gerade einmal zwei Stunden mehr. In unserem Test konnten wir eine durchschnittliche Betriebszeit von knapp 14 Stunden ermitteln. Dafür kann die Akkukapazität des integrierten Akkus jedoch auch dazu genutzt werden, um ein Smartphone oder Ähnliches aufzuladen. Dieser Ladevorgang kann jedoch nur mit einer Leistung von einem Ampere durchgeführt werden und dauert somit entsprechend lange.
Muss der Akku des iRoar Go selbst einmal geladen werden, so muss man wie schon kurz angesprochen zwingend auf das mitgelieferte Ladegerät zurückgreifen. Der Ladevorgang nimmt hierbei in etwa 3,5 Stunden in Anspruch.

Fazit:

Mit dem iRoar Go hat Creative einen Bluetooth Lautsprecher in seinem Sortiment, welcher in unserem Test nicht nur mit einer guten Verarbeitung, sondern auch einem guten Klang und einer sehr guten Ausstattung punkten konnte. Auch wenn Creative den iRoar Go Bluetooth Lautsprecher nicht vollständig aus Metall bzw. Aluminium gefertigt hat, wurde das Gehäuse hochwertig und zugleich auch schick verarbeitet. Durch das angewandte Design erinnert einen der Lautsprecher zudem an die Form der in den 80 ern belieben Walkmans. Das von dem iRoar Go erzielte Klangbild ist schon mit den voreingestellten Equalizereinstellung sehr gut, kann jedoch bei Bedarf durch die bereitgestellte App oder PC-Software noch an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden. Der iRoar Go kann jedoch nicht nur bei einer normalen Lautstärke mit diesem guten Klangbild punkten, sondern auch bei einer erhöhten Lautstärke, welche ausreichend ist, um auch eine kleine Gartenparty zu beschallen. Während einer solchen Party kann man auch gleich aus dem umfangreichen Funktionsumfang des iRoar Go schöpfen, denn dieser kann nicht nur einfach Musik von einem Bluetooth fähigen Wiedergabegerät abspielen, sondern auch über den integrierten 3,5-mm-Klinkeeingang und den integrierten microSD-Kartenslot. Zusätzlich fungiert der Lautsprecher angeschlossen an einen PC oder ein Notebook auch als Lautsprecher mit integrierter USB-Soundkarte. Für den Fall, dass man auf der gerade stattfinden Party eine Ansprache halten möchte, so ist auch dies problemlos mittels der PA-Funktion möglich. Jedoch ist nicht nur die gebotene Ausstattung sehr hoch, sondern auch der Verkaufspreis liegt mit aktuell knapp 165€* über dem Preis vieler anderer Bluetooth Lautsprecher. Dafür bekommt man jedoch einen Lautsprecher, welcher neben einer besonders guten Ausstattung auch mit einem guten Sound und einer fast durchweg sehr guten Verarbeitung punkten kann.

Pro

  • Design
  • Gutes Klangbild, welches zudem angepasst werden kann
  • Akkulaufzeit
  • Integriertes Mikrofon
  • Anschlussvielfalt
  • IPX6 zertifiziert
  • Verarbeitung

Contra

  • Aufladen nur über mitgeliefertes Netzteil möglich
  • Verschlusskappen auf der Oberseite recht starr
  • Gehäuse nicht vor eindringendem Staub geschützt

Design

Tonqualität

Verarbeitung

Kompatibilität

Akkulaufzeit

Preis

Wir danken Creative sehr für die Bereitstellung des Testmusters.