Codemasters – F1 2019

Wir stecken mitten in der Formel 1 Saison 2019 und nun dürfen wir auch endlich wieder selber in den aktuellen Boliden platz nehmen und über die Rennstrecken der aktuellen Saison krachen, denn mit F1 2019 hat Codemasters den Fans das offizielle Spiel zur F1-Saison kredenzt.

Doch neben der aktuellen Formel 1 sind auch andere Rennserien erstmals in das Spiel integriert worden. Hierdurch können wir erstmals unsere Karriere in einem Formel 2 Wagen starten und so den klassischen Weg eines Formel 1 Piloten nachspielen. Wie Codemasters dies gelungen ist und vor allem was für Neuerungen den Weg in das Spiel gefunden haben, werden wir für euch im folgenden Game Check herausfinden.

 

Das Hauptmenü

 Wie immer stürzen wir uns aber zunächst auf das Hauptmenü und schauen, was die Entwickler da abgeliefert haben, denn schließlich ist dies auch ein essenzieller Teil eines jeden Spiels. Bei F1 2019 wurde ein wirklich gelungenes Kacheldesign genutzt, welches uns über die oberen Reiter in alle wichtigen Aspekte des Spiels führen kann. Neben dem üblichen Solo und Multiplayer Reitern haben wir hier auch eine direkte Anbindung zu aktuellem aus dem F1 E-Sport und zu der Anpassung unseres Online-Fahrer sowie dem dazugehörigen Auto.

Doch besonders gut gefallen hat uns der Showroom, in welchem man jedes im Spiel befindliche Fahrzeug passend in Szene setzen kann. Zwar fehlt uns die Möglichkeit, die Wagen standesgemäß, auf einer Strecke und in der Fahrt, abzulichten aber nichtsdestotrotz können wir mit dem Showroom das ein oder andere schicke Wallpaper erzeugen.

Aus diesem Showroom werdet ihr im Nachfolgenden noch das ein oder andere Bild sehen, um euch selbst davon zu überzeugen.

 

Die Wagen

Doch kommen wir nun zum Kern von F1 2019, den Fahrzeugen. Neben den aktuellen F1-Boliden haben wie schon eingehend erwähnt, auch einige andere Wagen den Weg in das Spiel gefunden. Wie es schon beim Vorgänger der Fall war, bietet einem auch F1 2019 wieder einige berühmte historische Wagen aus den 70er bis 2000er Jahren, mit welchen wir uns auf die Strecke wagen können.

Besonders gut gefallen hat uns hierbei der F2004, von Michael Schuhmacher, denn speziell bei diesem Fahrzeug fällt einem auf, wie viel Wert die Entwickler auch auf die „Nebenfahrzeuge“ gelegt haben. Den Klang des V10 ist so atemberaubend wie beim original, sodass wir erstmal das 5.1 System aufgedreht und mit einem Schlag mitten ins Renngeschehen katapultiert wurden.

Natürlich sehen auch die 2019er Boliden und auch die F2-Wagen richtig gut aus, weswegen es auch Spaß macht, sich diese Wagen mal genauer anzuschauen. Seien es die Reflexionen oder die generellen Texturen auf den Wagen. Die Entwickler haben sich beim Design der Rennwagen durchweg sehr viel Mühe gegeben.

 

Die Spielmodi

Alle Wagen können wir in allen zur Verfügung stehenden Spielmodi über die Strecken jagen. Wir können als einer der echten Fahrer in den Boliden Platz nehmen oder auch mit unserem eigenen Fahrer in den Formel 1-Zirkus einsteigen. Hier finden wir auch wieder das Skill-System aus dem Vorgänger, mit welchem wir uns den ein oder andern Vorteil in der Karriere zu verschaffen können. Neben der klassischen Karriere haben wir im Singleplayer dann noch die Möglichkeit, einen Selber erstellten Grand Prix zu fahren, auf Zeitenjagd zu gehen oder auch eine komplett eigene Meisterschaft zu fahren.

Hier kann man auch neben den aktuellen F1 und F2 Boliden die klassischen Wagen nutzen, weswegen wir hier als V10 Fanatiker voll auf unsere Kosten gekommen sind. Wem der Singleplayer zu langweilig wird, der kommt bei dem überarbeiteten Multiplayer auf seine Kosten. Denn hier können bis zu 22 Spieler um die Trophäen kämpfen. F1 2019 setzt an dieser Stelle in der Zwischenzeit ebenfalls auf ein Matchmaking System, um einerseits Fahrer auf dem gleichen Skill-Level zusammenzuführen und um andererseits Rüpel aus dem Pool von Sim-Fahrern auszusieben.

Wir können anderen Fahrern nicht nur in dem richtigen F1 E-Sport die Stirn bieten, sondern auch in einer eigenen Lobby oder einer eigenen kompletten Liga. Bei beiden Modi können wir alles nach unseren Wünschen einstellen und mit unseren Freunden oder auch anderen Spielern die Zeit vertreiben.

Die Verbindung zu den Online-Servern hat sich etwas verbessert und wir haben in den Online-Lobbys nur gelegentliche Mini-Laggs bemerken können. In diesem Zusammenhang ist der Indikator für die Verbindungsqualität und auch der Balken für den Rennfortschritt interessant, da wir hierdurch genau erkennen können, wie es aktuell um den Rennfortschritt und die Verbindung in der Lobby steht.

Einziges Manko an dem Multiplayer sind die Mikrotransaktionen, wir können zwar verschiedenste Wagenmodelle, Helmdesigns und Co. durch eine Multiplayer-Währung freischalten. Allerdings gibt es auch kosmetische Premium-Gegenstände, welche über besagte Mikrotransaktionen gekauft werden müssen, was bei dem Preis der Legendary Edition in unseren Augen nicht mehr nötig wäre.

 

Legenden auf der Strecke

In besagter Legendary Edition haben wir außerdem die Möglichkeit, Ayrton Senna und Alain Prost zu spielen. Zunächst vermissen wir die F1 Legende Michael Schuhmacher hier und weiterhin finden wir das, was wir mit den 2 Piloten machen können, eher langweilig. Es gibt lediglich 8 kleinere Events, welche wir mit den Fahrern absolvieren können. Neben Checkpointrennen, Zeitfahren und Überholherausforderungen gibt es nichts anderes, was uns irgendwie fordert. Im Anbetracht des Jubiläums ist das eher enttäuschend, wir hätten uns z.B. noch Rennen mit alten Regeln, alte Strecken und vieles mehr gewünscht.

Wir können zwar, wie bereits angesprochen, die Klassiker auch abseits dieser 8 Events bewegen, aber es fehlt uns etwas, was selbst der Klang des V10 nicht bieten kann. Sei es ein Rennen auf dem Nürburgring oder auch das Nachtanken in Rennen. Hier hätten die Entwickler ruhig eine Schippe drauflegen können.

Das Interface

Beim Interface gibt es wenig Entwicklung, wobei man sagen muss, dass es hier auch keinen Bedarf gibt. Wir haben ein übersichtliches Overlay ohne viel Schnick Schnack, dessen Anordnung in keiner Situation wirklich stört.

Unser Sichtfeld wird in keiner Situation gestört und auch das Einstellen über das aufrufbare Telemetrie Menü in der rechten unteren Ecke funktioniert gut. Nach einigen Rennen haben wir das Einstellen von ERS und Kraftstoffgemisch verinnerlicht und müssen an sich keinen Blick mehr auf das Menü werfen.

 

Grafisches Erscheinungsbild & Sound

Wenn man sich die Grafik und vor allem den Sound anguckt bzw. hört, zeigt sich F1 2019 von größtenteils von seiner besten Seite. Wie bereits erwähnt, sehen die Texturen der Autos mit ihren Reflexionen ausgezeichnet aus. Der Detailgrad weiß zu gefallen und besonders die Lichtspiele auf dem Auto, z.B. bei der Fahrt durch den Tunnel in Monaco, sehen einfach gut aus.

Allerdings gibt es im Spiel auch Ecken, welche etwas Überarbeitungen gebrauchen könnten. So sehen die Objekte um die Strecke herum oft lieblos und tot aus und es fehlt an der Lebendigkeit der Objekte. Dazu kommt die eher plumpe Darstellung von Gesichtern und Effekten abseits der Strecke wie z.B. bei der Siegerehrung.

Hier sehen wir besonders an den Gesichtern der Fahrer, dass hier die Liebe zum Detail auf der Strecke geblieben sind. Wir bleiben beim Rennende und haben bei unserem ersten Grand Prix bemerkt, dass die Animation des Feuerwerks im Besten Fall als altbacken bezeichnet werden kann.

Zusammenfassend lässt sich aber sagen, das F1 2019 Grafisch weitestgehend überzeugt und auch der Sound perfekt zum Feeling beiträgt. Es ist, trotz der hakeligen Ecken und Effekte ein rundes Bild.

 

Fazit

Abschließend lässt sich sagen, das F1 2019 eine gelungene Rennsimulation ist. Grafisch und technisch bleiben wenige Wünsche offen. Es gibt einige Ecken wie die Effekte und Gesichter der Fahrer, welche mehr Liebe gebrauchen können, worüber allerdings der Sound das ein oder andere Mal hinwegtrösten kann. Des Weiteren würden wir uns eine bessere Ausführung des historischen Contents wünschen, denn die 8 Events sind etwas schwach auf der Brust für eine Jubiläums-Edition. Die Fahrzeuge fahren jedoch in den Events sowie auch in dem restlichen Spiel sehr gut und die Einstellungsmöglichkeiten für die Wagen, wie auch für unser Lenkrad lassen keine Wünsche offen und wir können beides optimal auf die Strecken abstimmen. Auch die KI ist dem Spieler gegenüber freundlicher geworden und lässt einem auch einmal Platz zum Überholen. Leider sind immer noch minimale Makel in der Streckenführung vorhanden, welche aber nur erfahrenen Fahrern auffallen. Des Weiteren finden wir, dass die Mikrotransaktionen nicht sein müssten, gerade da es hier nur um Optisches geht, finden wir es einfach nicht gut, dass man hier diese Lösung gewählt hat. Dennoch denken wir das erfahrene Sim-Racer wie auch Anfänger mit dem Spiel ihren Spaß haben werden. Sollte euch F1 2019 überzeugt haben könnt ihr das Spiel für einen Preis von c.a. 45€* erwerben.

 

Ein besonderer Dank geht an Codemasters dafür, dass wir F1 2019 testen durften.

Codemasters - F1 2019

7.2

Grafik

7.5/10

Sound

9.0/10

Steuerung

8.5/10

Story/Inhalt

6.5/10

Extras

5.0/10

Preis

6.5/10

Pro

  • Gutes Sounderlebniss
  • Gute Steuerung
  • Angenehme KI

Contra

  • Schlechte Effekte und Gesichter der Fahrer
  • Mikrotransaktionen für Optik
  • Wenig "Legendary Content"