CHIEFTEC A-80 Serie Netzteil – CTG-550C

Mit dem CTG-550C haben wir heute das kleinste Modell der beliebten A-80 Serie von CHIEFTEC im Test, welches mit einem Kabelmanagement ausgestattet ist und mit einer stabilen Leistung punkten will.

Welche Leistung in dem CTG-550C steckt und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 140 mm x 150 mm x 87 mm
  • Lüfter: 120 mm
  • Farbe: Schwarz
  • Effizienz: > 85+
  • Active PFC (0,9)
  • Formfaktor: ATX12V 2.3
  • Leistung: 550 W
  • +3,3V: 22 A
  • +5V: 22 A
  • +3,3V & +5V kombiniert: 120 W
  • +12V 1: 22A
  • +12V 2: 22A
  • +12V 1 & +12V 2 kombiniert: 495W
  • -12V: 0,3 A
  • +5Vsb: 2,5 A
  • Garantie: 2 Jahre

Anschlüsse:


1 x 20+4 Pin


1 x 8 Pin EPS


2 x 6+2 PCI-E


6 x SATA


4 x Molex


2 x Floppy

Lieferumfang:

  • CHIEFTEC CTG-550C 550Watt
  • Kabelset
  • Schraubenset
  • Anleitung
  • Stromkabel

Design und Verarbeitung:

Das CTG-550C wird von CHIEFTEC in einer Verpackung geliefert, welche in den Farben Schwarz, Blau und Weiß gehalten ist. Auf der Vorderseite und auch Rückseite der OVP wurden neben einem Produktbild und der Modellreihe auch noch die wichtigsten Features des Netzteiles abgedruckt.

Auf der rechten Verpackungsseite sind neben einem weiteren Produktbild drei Modelle aus der A-80 Serie von CHIEFTEC aufgedruckt. Das in der Verpackung enthaltene Modell ist entsprechend markiert.
Auf der Verpackungsunterseite sind die technischen Details zu finden. Da CHIEFTEC bei allen drein modularen Netzteilen der A-80 Serie die selbe Verpackung nutzt, wurden hier die technischen Details von allen drei Modellen abgedruckt.

Innerhalb der OVP wurde das Netzteil in einer zusätzlichen Luftpolsterfolie verpackt und in Schaumstoffpolster gehüllt.

Entnimmt man das CTG-550C aus seiner Verpackung, so hält man ein fast komplett in Schwarz gehaltenes Netzteil in der Hand. Das von CHIEFTEC eingesetzte Metallgehäuse wurde mit einer glatten, schwarzen Lackschicht versehen, welche tadellos verarbeitet wurde. Auf der Oberseite des Netzteiles wurde ein Aufkleber aufgeklebt, welcher mit den technischen Details des CTG-550C bedruckt wurde.

Der gleiche Aufkleber ist auch der linken Seite des Netzteilgehäuses zu finden.

Diese beiden Aufkleber wurden passend zur Farbgebung der OVP in den Farben Blau und Weiß gestaltet.

Die rechte Netzteilseite ist frei von jeglichen Aufklebern. Da die Netzteile in der Zwischenzeit meistens mit dem verbauten Lüfter nach unten zeigend verbaut werden, könnte einem der auf der linken Seite eingebrachte Aufkleber in einem Casemod etwas stören. Diese Aufkleber lassen sich jedoch recht gut entfernen.

Mit einem Blick auf die Rückseite des Netzteiles findet man ein großflächiges Wabengitter vor, in welchem die Kaltgerätebuchse eingelassen wurde.

Neben dieser wurde auch der On/Off-Schalter verbaut. Durch das Wabengitter kann die Abwärme des Netzteiles aus diesem herausbefördert werden.

Die warme Abluft wird durch einen in die Netzteilunterseite eingelassenen 120-mm-Lüfter, welcher temperaturabhängig gesteuert ist, aus dem Netzteil befördert. Bei einem Blick auf die Unterseite des Netzteiles wird man schnell feststellen, dass der verbaute Lüfter nicht mittig in das Netzteil eingelassen wurde.

Der verbaute Lüfter wird von einem schwarzen Lüftergitter geschützt, welches in der Mitte mit einem CHIEFTEC Logo versehen wurde.

An der Vorderseite des Netzteiles ist wiederum ein Aufkleber zu finden, welcher wie auch die anderen beiden Aufkleber auf dem Netzteil in den Farben Blau und Weiß gehalten ist. Dieser Aufkleber dient zur Beschriftung der modularen Anschlüsse. Von diesen hat CHIEFTEC dem CTG-550C sechs Stück spendiert. Bei diesen Anschlüssen handelt es sich einmal um zwei Anschlüsse, welche zum Anschluss der mitgelieferten PCIe-Kabel dienen.

Diese Anschlüsse sind passend zu den Steckern der beiden Kabel in Rot gehalten. Die vier schwarzen Anschlüsse dienen zum Anschluss der Power-Kabel für optische Laufwerke, Festplatten und bis zu zwei Floppylaufwerke.
Neben diesen modularen Anschlüssen befinden sich auch fest an dem Netzteil angeschlossene Kabel. Hierbei handelt es sich einmal um den ATX-Kabelstrang sowie einem weiteren Kabelstrang mit einem 8-PIN-EPS-Stecker.

Die fest mit dem Netzteil verbundenen als auch die modularen Kabel sind alle mit einem Kabelsleeving ausgestattet. Dieses ist jedoch nicht vollständig blickdicht ausgeführt. Alle Kabel haben eine ausreichende Länge, wodurch eine Verkabelung eines Midi-Towers kein Problem darstellt. Will man das Netzteil in einem Big-Tower verbauen, so wird man auf die ein oder andere Verlängerung zurückgreifen müssen. Bei einem Blick auf das eigentliche Einsatzgebiet dieses Netzteiles wird dies jedoch nicht sehr häufig der Fall sein.

Das CTG-550C wurde im Inneren sauber verarbeitet worden. Alle Lötstellen wurden sauber gesetzt, zudem wurde Wert auf hochwertige Komponenten gelegt. Auf bei der Kühlung wurde darauf geachtet, dass die einzelnen Komponenten so gut wie möglich gekühlt werden können ohne das der Lüfter zu hoch drehen muss.

Das CTG-550C setzt auf eine 12V-Multi-Rail aus zwei 12V-Schienen mit einer Stromstärke von je 22A. Diese beiden 12V-Schienen können eine kombinierte Leistung von 495 Watt liefern.

CHIEFTEC hat dem CTG-550C viele Schutzmechanismen verpasst. Zu diesen gehören:

  • UVP (Undervoltage protection)
  • OVP (Overvoltage protection)
  • SCP (Short-circuit protection)
  • OPP (Overload protection)
  • AFC (Automatic Fanspeed Control)

Im Vergleich zu größeren Modellen verzichtet CHIEFTEC bei dem CTG-550C jedoch auf die OCP (Overcurrent protection) und OTP (Over Temperature Protection) Schutzschaltung.

Die Verarbeitung des Netzteiles wurde sehr gut ausgeführt. Aus unserer Sicht hätte jedoch ein Aufkleber mit den Spezifikationen des Netzteiles ausgereicht, da diese Aufkleber den Look in einem gemoddeten Case etwas trüben können. Ein blickdichtes Sleeving hätte uns sehr gefreut, auch wenn es dieses so eigentlich nicht in der Preisklasse gibt, in der sich das CTG-550C ansiedelt.

Test:

Power Good Signal

Im ersten Test überprüfen wir die PG-Time. Das Power Good Signal muss gemäß der ATX-Norm nach mindestens 100 und maximal 500 ms kommen. Das Signal signalisiert dem Mainboard, dass das Netzteil bereit ist, alle Spannungen passen und der Computer gestartet werden kann. Kommt das Signal nicht innerhalb dieses Zeitraums, ist das Netzteil defekt und muss getauscht werden.

Das Power Good Signal kam bei unserem Testkandidaten nach 300ms und liegt damit zwar im oberen Drittel, aber noch voll und ganz im erlaubten Bereich.

Testsystem

Wir haben das Netzteil mit unserem i7-Testsystem getestet.

Da unser eigentliches Testsystem mit ca. 720 Watt mehr Strom braucht, als das Netzteil nach Herstellerangaben liefern kann, haben wir die HD 5970 aus dem Testsystem entfernt und verwenden in diesen Test ein etwas abgespecktes Testsystem.

Das Testsystem besteht somit aus:

  • I7 975EX @ Stock
  • Rampage III Extreme
  • GTX470
  • 24GB (6 x 4048MB DDR3 1866MHz)
  • Areca 1880ix
  • 4 x 300GB Seagate SAS im Raid 5

Das o.g. System inkl. Netzteil weist einen Strombedarf von etwa 160 Watt (IDLE) bis ca. 520 Watt (Volllast übertaktet) auf. Dieser kann jedoch je nach verwendetem Netzteil unterschiedlich sein. Unter Volllast wird besonders auf die Stabilität der Spannungen geachtet.
Um Netzteile auszulasten, welche mehr Leistung liefern, als unser Testsystem benötigt, stehen 14 separate Peltierelemente zur Verfügung. Diese haben eine Leistungsaufnahme von je 50W. Die Peltierelemente können einzeln zugeschaltet werden. Die Stromversorgung wird über Adapter hergestellt, welche an die PCI-E Anschlüsse angeschlossen werden.
Somit ist eine maximale Leistungsaufnahme von ca. 1220 Watt möglich.
Ausgelesen werden die Spannungen mithilfe eines Multimeters (VOLTCRAFT VC830).
Um das System zu 100% auszulasten, wird die Software Prime 95 und der Benchmark 3DMark 11 eingesetzt und wenn nötig entsprechende Peltierelemente zugeschaltet. Die Testprogramme werden parallel ausgeführt, damit CPU und Grafikkarte gleichzeitig unter Volllast laufen und so der maximale Stromverbrauch erreicht wird.

Um der Qualität des Netzteiles etwas genauer auf den Zahn fühlen zu können, werden wir das System 48h unter Volllast betreiben. Zusätzlich werden wir das Netzteil noch so weit wie möglich oberhalb seiner Spezifikationen zu betreiben.

Spannungen

Die ATX-Norm gibt die Spannungstoleranzen für Netzteile detailliert vor: Auf 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt sind je 5% nach oben sowie nach unten erlaubt.

Spannungstest

Die Spannungen sollten nach Möglichkeiten auch bei einem Lastwechsel möglichst gleich bleiben und nicht nach oben oder unten ausbrechen.
Da das CTG-550C eine Leistung von 550 Watt liefert, haben wir unser System auch im übertakteten Zustand betrieben.

Aus diesem Grund haben wir den Lastwechsel in vier Stufen aufgeteilt.
Zum Darstellen der ersten Last läuft unser Testsystem mit dem verbauten Netzteil im Idle-Mode.
Die zweite Laststufe wird unter Volllast des Systems simuliert. Das System ist hierbei nicht übertaktet.
Die dritte Laststufe wird dann mittels eines übertakteten Testsystems erreicht. Übertaktet wird das System Mittels ROG-Connect im laufenden Betrieb.

3,3V

5V

12V

Die ersten beiden Laststufen steckte das CTG-550C 550-Watt-Netzteil ohne eine Spannungsschwankung weg. Bei einem Wechsel in die dritte Laststufe war auf der 12V Schiene ein geringer Spannungseinbruch von 0,04V und auf der 5V Schiene ein Einbruch von 0,02V zu verzeichnen. Das übertaktete System forderte dabei eine Leistung von bis zu 527 Watt.

Unseren 48h Dauertest überlebte das Netzteil trotz einer durchschnittlichen Last von 509 Watt problemlos. Die durchschnittliche Last ist durch den Wechsel zwischen 2D und 3D Modus innerhalb des Benchmarks geringer als die Lastspitze von 527 Watt in unserem Spannungstest.

Wir wollten es aber noch etwas genauer wissen und haben das Netzteil aus diesem Grund noch weiter über seinen Spezifikationen betrieben. Um dies zu bewerkstelligen, haben wir weitere Peltierelemente zugeschaltet, um das Netzteil an seine Grenzen zu treiben.

Im ersten Schritt haben wir hierzu ein weiteres Peltierelement hinzugeschaltet und einen Dauertest von einer Stunde gestartet.
In diesem zog das Netzteil bei Spannungsspitzen 581 Watt aus der Steckdose. In diesem Test ist die 12V-Schiene auf 12,01 Volt eingebrochen. Da dies jedoch noch innerhalb der ATX-Spezifikationen liegt, haben wir nach einer erfolgreichen Runde weitere 50 Watt hinzugeschaltet und den Test erneut gestartet.
Mit dem Start der angewendeten Benchmarks schaltete sich das Netzteil ab. Durch dieses frühe Abschalten ist gut zu erkennen, das CHIEFTEC Wert auf einen sicheren Betrieb des Netzteiles legt.

Das Netzteil zog unter Verwendung unserer Hardware diese Spannung aus der Steckdose:

Fazit:

Mit dem CTG-550C führt CHIEFTEC ein Netzteil in seinem Sortiment, welches sich durch seinen Funktionsumfang nicht nur an Nutzer von Office-Systemen richtet, sondern auch an Gelegenheitsgamer, welche auf ein recht preiswertes Netzteil zurückgreifen wollen, bei dem sie nicht auf allzu viele Features verzichten müssen. Trotz des angemessenen Preises von aktuell ca. 60€* bietet das CTG-550C ein Kabelmanagement, wodurch ein optimaler Luftstrom im Gehäuse gewährt wird. Auch was die verbauten Schutzschaltungen angeht, ist das CTG-550C gut ausgestattet. Das Netzteil lieferte in unserem Test eine stabile Leistung, welche ausreichend ist, um auch einen kleinen Gaming PC zu befeuern.

Pro

  • Verarbeitung
  • Stabile Spannungen
  • Teilmodular
  • Lieferumfang

Contra

  • Nur 85 PLUS
  • Doppelte Aufkleber auf dem Netzteil

Verarbeitung

Leistung

Spannungsstabilität

Leistungsaufnahme

Ausstattung

Lautstärke

Modding

Lieferumfang

Preis

Wir danken Chieftec für die Bereitstellung des Testmusters.