booEy – GH15R – Gaming Headset

Mit dem GH15R haben wir heute ein Gaming Headset aus dem Hause booEy im Test, welches nicht PC und Spielekonsole Kompatibel sein soll, sondern auch mit einem günstigen Verkaufspreis punkten möchte, durch welchen das Headset auch für Nutzer mit einem schmalen Geldbeutel die richtige Wahl sein soll.

Welche Details in dem GH15R stecken und wie sich das plattformübergreifende Gaming Headset aus dem Hause booEy in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Typ: over ear
  • Anschluss: USB / Cinch
  • Bauart: geschlossen
  • Einsatzgebiet: Gaming
  • Treibergröße: 40 mm
  • Impedanz: 32 Ohm
  • Empfindlichkeit: 58db +- 3 dB
  • Übertragungsbereich: 20 Hz bis 18 kHz
  • Mikrofon: Einklappbar
  • Mikrofon Frequenzgang: 50 – 15 kHz
  • Kabellänge: 3,6 m
  • Gewicht: 195 g (ohne Kabel)

Lieferumfang:

  • GH15 Gaming Headset in gewählter Farbe (Rot oder Blau)
  • Kurzanleitung

Design und Verarbeitung:

Das GH15R Gaming Headset wird von booEy in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurden neben einem Produktbild auch die kompatiblen Wiedergabegeräte abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite sind neben einem weiteren Produktbild die technischen Details abgedruckt worden.

Auf der rechten Verpackungsseite sind zudem drei weitere Produktbilder abgedruckt, welche das Headset auch verschiedenen Perspektiven zeigen.

Entnimmt man das Headset aus seiner Verpackung, so hat man ein kompaktes Gaming Headset vor sich liegen, welches in einem schwarz/roten Design gehalten ist.

Betrachtet man die beiden Ohrmuscheln einmal von der Außenseite aus, so ist zu erkennen, dass diese in einem zweifarbigen Aufbau gehalten sind. Diese sind auf der Außenseite mit einer mattschwarzen Kunststoffkappe versehen, unter welchen ein rotes Kunststoffelement verbaut wurde.

Dieses ist nicht nur durch einen schmalen Streifen am Übergang zu den Kunstlederpolstern zu erkennen, sondern auch durch Aussparungen, welche in die schwarze Kunststoffkappe eingelassene sind.

Die beiden Ohrmuscheln fallen im Vergleich zu den Ohrmuscheln der meisten anderen Gaming Headsets recht kompakt aus.
Der Kunstlederbezug, welcher auf den Polstern der Ohrmuscheln aufgezogen wurde, fällt zudem sehr dünn aus, wodurch er zudem über sehr viele kleine Wellen verfügt, welche sich zwar nicht auf den Tragekomfort auswirken, jedoch von der optischen Seite her nicht so toll aussehen.

Auf der Innenseite hat booEy in jeder Ohrmuschel ein schwarzes Schaumstoffpolster verbaut, hinter welchem sich dann der verbaute 40-mm-Treiber befindet.

Die beiden Ohrmuscheln sind leicht beweglich an einem schwarzen Kunststoffbügel befestigt, welcher auf der linken und rechten Seite des Headsets mit dem booEy Logo bedruckt wurde.

Auf der linken Außenseite des Kopfbügels wurde ein einklappbares Mikrofon befestigt. Eine Stummschaltung erfolgt jedoch nicht über den Klappmechanismus, sondern über die Kabelfernbedienung, welche in das Anschlusskabel integriert wurde.

Das verbaute Mikrofon ist in einem Kunststoffarm untergebracht, welcher nicht näher zum Mund gebogen werden kann.

Am Übergang zu dem gepolsterten Bereich des Kopfbügels wurde die Größenverstellung in den Kopfbügel integriert. Diese ist wie auch der Kopfbügel selbst aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wurde mit mehreren Rasten ausgestattet, an denen die Größenverstellung arretieren kann.

Das in den Kopfbügel integrierte Polster ist wie auch die an den Ohrmuscheln verbauten Polster mit einem Kunstlederbezug versehen worden. Der hier angebrachte Kunstlederbezug weißt jedoch nicht nur eine höhere Materialstärke auf, sondern wurde auch straffer auf das verbaute Polster aufgezogen, wodurch er nicht nur schicker aussieht, sondern auch einen wertigeren Eindruck hinterlässt.

Das ca. 3,6 m lange Anschlusskabel wird aus der Unterseite der linken Ohrmuschel herausgeführt. Dieses ist mit einer integrierten Steuereinheit ausgestattet worden, welche im Vergleich zu den Steuereinheiten vier anderer Headsets recht klobig ausfällt.

Betrachtet man die Steuereinheit einmal von der Oberseite aus, so wird man schnell feststellen, dass sich über diese nicht nur die Wiedergabelautstärke regulieren und das Mikrofon aktivieren bzw. deaktivieren lässt, sondern auch noch die Intensität des Mikrofons angepasst und die Eingangsquelle gewählt werden kann. An dieser Stelle stehen einem neben einem PC auch eine PS3, PS4 und XBOX 360 als Eingangsquelle zur Auswahl.

Schaut man sich einmal die Kabel etwas genauer an, welche in die Steuereinheit geführt bzw. aus dieser herausgeführt werden, so ist zu erkennen, dass aus der Oberseite, in welche das Anschlusskabel aus der linken Ohrmuschel geführt wird, auch ein schlankes 3,5-mm-Klinkekabel herausgeführt wird. Dieses dient zum Anschluss des Mikrofons an einen XBOX 360 Controller.

Aus der Unterseite wird neben einem Stero-Cinch-Kabel auch ein USB-Kabel herausgeführt.

Durch den verbauten USB-Anschluss wird einem schnell klar, dass sich in der Steuereinheit auch eine integrierte USB-Soundkarte befindet.

Auch wenn man bei dem GH15R scharfkantige Ecken vergebens sucht, so ist bei einem genaueren Blick auf den verwendeten Kunststoff sowie dem Kunstlederbezug an den Ohrmuscheln schnell zu erkennen, dass booEy hier nicht die hochwertigsten Materialien verwendet hat. Hierdurch hinterlässt das Headset im Bereich der Verarbeitung einen mittelmäßigen Eindruck.

Installation:

Will man das GH15R an einem PC oder Notebook nutzen, so muss man hierzu lediglich den USB-Stecker in einen freien USB-Anschluss stecken. Das Headset wurde von unserem Windows 10 Testsystem per Plug&Play erkannt und konnte gleich genutzt werden.
Soll der Anschluss an eine PS3 oder PS4 erfolgen, so muss man das USB-Kabel mit der verwendeten Spielekonsole und das Cinchkabel mit dem genutzten TV-Gerät verbinden.
Bei einem Anschluss an eine XBOX 360 muss man zudem das 3,5-mm-Klinkekabel mit dem Controller verbinden.
Um dem Headset zu signalisieren, an was für einem Wiedergabegerät es angeschlossen ist, muss man nun noch den entsprechenden Schiebeschalter an der Steuereinheit auf das passende Gerät einstellen.
Je nach verwendeter Konsole und gewählten Einstellungen muss man das Headset in den Einstellungen auch noch als primäres Wiedergabegerät einstellen.

Ton und Klangqualität:

Um zu sehen, welche Klangeigenschaften das GH15R bietet, haben wir unseren Testkandidaten in verschiedenen Lebenslagen getestet. Neben dem normalen Musikhören am PC haben wir das Headset auch bei dem ein oder anderen Game sowie auch beim betrachten von Filmen getestet.
Gleich in den ersten Minuten eines Shooters stellte sich schnell heraus, dass das GH15R im Vergleich zu den meisten Gaming Headsets, welche wir bisher im Test hatten, über einen schwächeren Tieftonbereich verfügt, wodurch gerade mächtige Explosionen abgeschwächt übermittelt werden. Der von dem GH15R gelieferte Sound ist im Gegensatz zu vielen anderen Gaming Headsets etwas höhenbetont. Nutzt man das Headset vermehrt für Skype oder Teamspeaksitzungen, kann diese Soundeigenschaft von Vorteil sein. Für ein Gaming Headset war uns der Hochtonbereich jedoch zu dominieren, wodurch auch der kritische Mitteltonbereich etwas in den Schatten gerückt wurde. Das fehlende Volumen trägt jedoch nicht nur dazu bei, dass man von dem ein oder anderen Game nicht so gut gefesselt wird, sondern auch bei der Musikwiedergabe ist der Sound je nach Musikrichtung etwas flach. Da die Ohrmuscheln durch ihre geringe Größe die Ohren des Trägers nicht perfekt umschließen, werden zudem störende Nebengeräusche nicht perfekt eliminiert.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test auch das fest mit dem Headset verbundene Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype- und Teamspeak-Sitzungen getestet. In diesem Test zeigte sich schnell, dass das Mikrofon auch im heruntergeklappten Zustand recht weit vom Mund entfernt und nicht im direkten Abstrahlwinkel der Stimme positioniert ist. Hierdurch mussten wir die Intensität des Mikrofons etwas anheben, um ein ordentliches Klangergebnis zu erzielen. Leider ist das Mikrofon zudem nicht mit einem Wind- und Popp-Schutz ausgestattet, was sich bei der Aussprache von P-Lauten bemerkbar macht, bei denen eine größere Luftbewegung stattfindet, durch welche das gesprochene nicht mehr so natürlich klingt.

Tragekomfort:

Das GH15R punktet im Bereich des Tragekomforts vor allem durch sein geringes Gewicht, welches so gering ist, dass das Headset auch bei einer langen Tragezeit nicht so schwer auf dem Kopf liegt. Durch die recht kompakten Ohrmuscheln werden die Ohren des Trägers jedoch nicht komplett umschlossen, sondern das Headset liegt stellenweise auf den Ohren auf. In Kombination mit den nicht sehr dick gepolsterten Ohrmuschen kann es dennoch zu einem etwas unangenehmen Tragegefühl kommen.

Fazit:

Mit dem GH15R hat booEy ein kompaktes und zugleich sehr leichtes Headset in seinem Sortiment, welches nicht nur an einem PC oder Notebook eingesetzt werden kann, sondern auch an aktuellen Spielekonsolen. Wo das Headset an einem PC oder Notebook über die integrierte USB-Soundkarte bewerkstelligt wird, ist der Anschluss an eine Konsole etwas umständlicher, da man hier zusätzlich noch die fest mit der Steuereinheit verbundenen Cinchkabel anschließen muss. Durch die integrierte USB-Soundkarte kann das Headset jedoch leider nicht in Kombination mit einem Smartphone oder Tablet genutzt werden. Durch das recht geringe Gewicht übt das Headset während des Tragens keinen zu großen Druck auf den Kopf auf. Trotz dessen ist der Tragekomfort des Headsets nicht perfekt, denn durch die geringe Größe der Ohrmuscheln in Kombination mit den recht dünnen Polstern liegen die Ohrmuscheln je nach Ohrgröße stellenweise auf den Ohren auf. Was die Klangeigenschaften angeht, zeigte sich das GH15R in unserem Test etwas höhenbetont, wodurch es einem gerade in Shootern oder beim betrachten von Actionfilmen an Volumen fehlt, denn der Tieftonbereich kommt hierdurch zu kurz und wirkt recht flach. Durch den in die Steuereinheit integrierten Drehregler lässt sich glücklicherweise nicht nur die Lautstärke, sondern auch die Intensität des Mikrofons anpassen, denn dieses ist nicht als flexibles Mikrofon ausgelegt und ist seitens booEy nicht perfekt positioniert worden, wodurch man sonst etwas leise beim Gesprächspartner ankommt. Die Verarbeitung der einzelnen Komponenten wurde weitestgehend sauber ausgeführt. Auffällig war hier lediglich der Kunstlederbezug an den Ohrmuscheln, welche sehr wellig ist. In Kombination mit dem verwendeten Kunststoff und der Materialstärke dieses Kunstlederbezugs hinterlässt die Verarbeitung im Allgemeinen jedoch nicht den hochwertigsten Eindruck. Mit einem Blick auf den Verkaufspreis von nicht ganz 25€* wird einem jedoch schnell klar, dass booEy einen schwierigen Spagat zwischen Ausstattung und Verarbeitung hinlegen musste und somit hier und da auf die Kostenbremse treten musste. Bei dem GH15R handelt es sich somit um ein Headset, welches sich an sehr preisbewusste Gamer sowie Einsteiger richtet.

Pro

  • Geringes Gewicht
  • Klare Höhen
  • Preis
  • Integrierte USB-Soundkarte
  • Länge des Anschlusskabels

Contra

  • Polster und Kunstlederbezug der Ohrmuscheln
  • Schwacher Tieftonbereich und überlagerter Mitteltonbereich
  • Nicht zu Smartphone oder Tablet kompatibel
  • Positionierung des Mikrofons

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Ein besonderer Dank geht an booEy für die Bereitstellung des Testmusters.