Bloody G501 – 7.1 Gaming Headset im Test

Mit dem G501 Radar 360 haben wir heute ein virtuelles 7.1 Gaming Headset der in Deutschland noch recht unbekannten Marke Bloody im Test, welches nicht nur durch einen guten Klang, sondern auch durch eine ausgeklügelte Soundsteuerung punkten will.

Welche Features sich in dem G501 Radar 360 von Bloody verstecken und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Headset:

  • Driver Unit: 40mm Diameter, Neodymium magnets, aluminum voice coil
  • Frequency Response: 20-20000Hz
  • Sensitity: 100dB (1KHz)
  • Impedance: 32 ohm
  • USB Cable: Braided Cable/ 2.2M in Length
  • Weight: 258g

    Microphone:

  • Frequency Response: 50 – 16000 Hz
  • Sensitivity: -58dBV/Pa (reference: 0dB = 1 Pa: 1KHz)
  • Pickup Mode: Omni

Lieferumfang:

  • G501 Radar 360 Gaming Headset
  • Kurzanleitung
  • Karte mit Downloadlink für die benötigte Software
  • Produktkatalog

Design und Verarbeitung:

Bei dem G501 Radar 360 Gaming Headset der in Deutschland noch recht unbekannten Marke Bloody, handelt es sich um ein Produkt von A4Tech, welches unter der Marke Bloody vertrieben wird. Dies bedeutet, dass hinter Bloody ein Hersteller steht, welcher auf eine jahrelange Erfahrung zurückgreifen kann.

Das G501 Radar 360 Gaming Headset wird in einer Verpackung geliefert, welche überwiegend in den Farben Grau und Schwarz gehalten ist. Auf der Vorderseite der OVP ist ein großes Produktbild des G501 Radar 360 abgebildet.
Alle Produktbilder, welche auf die Verpackung aufgedruckt wurden, sind in einem besonderen Design aufgedruckt, wodurch sie nicht nur hoch glänzend, sondern auch mit einem leichten 3D-Effekt versehen worden. Die Modellbezeichnung, welche auf der Vorderseite der Verpackung aufgedruckt wurde, wurde zudem mit einem Chromeffekt versehen.

Die Vorderseite der OVP kann zur Seite hin aufgeklappt werden. Durch eine in die Verpackung eingelassene Aussparung kann man einen ersten Blick auf das G501 Radar 360 Gaming Headset werfen, welches sich innerhalb der Verpackung in einer Blisterverpackung befindet.
Auf der Innenseite des Klappdeckels wurden acht Featurebilder mit einer entsprechenden Beschriftung aufgedruckt.

In die rechte Verpackungsseite ist eine weitere kleine Aussparung eingelassen, welche einen Blick auf das äußere Design einer Ohrmuschel zulässt.

Die technischen Details sind auf der rechten Verpackungsseite zu finden

Auf der Verpackungsrückseite findet man eine kurze Beschreibung der Tonemaker-Software sowie der Soundsteuerung, welche sich an dem Anschlusskabel des Headsets befindet.

Entnimmt das Headset aus seiner Verpackung, so fällt einem gleich das recht außergewöhnliche Design auf in welchem das Headset gehalten ist. Wo andere Headsets auf ein meist rundes Design der Ohrmuscheln setzten, kommt bei dem G501 Radar 360 Gaming Headset ein eckiges Design zum Einsatz. Durch dieses Design erinnern die beiden Ohrmuscheln einen etwas an eine Stealth-Optik.

Die beiden Ohrmuscheln wurden mit einer fünfeckigen Grundform versehen und sind aus mattschwarzem Kunststoff gefertigt.
In die Außenseite der Ohrmuscheln ist ein v-förmiges Kunststoffelement eingelassen, welches in metallic rot gehalten ist. Innerhalb dieses Designelementes wurde ein dreieckiges Kunststoffelement eingearbeitet, welches ca. 2mm aus dem metallic roten Designelement hervorsteht. Dieses dreieckige Element ist auf den ersten Blick in einer schwarzen Klavierlackoptik gehalten und wird bis auf die Vorderseite der Ohrmuschel geführt.

Schaut man sich dieses Kunststoffelement einmal etwas genauer an, so ist zu erkennen, dass es aus schwarzem Plexiglas gefertigt ist.

Mittig hinter diesem ist ganz blass das Bloody Logo zu erkennen. Dieses deutet schon vor der ersten Inbetriebnahme des Headsets auf ein beleuchtetes Designelement hin.
Wird das Headset angeschlossen, leuchtet dieses Logo rot auf.

Zum Übergang zur Innenseite der Ohrmuschel hin befindet sich ein umlaufendes Designelement, welches wie auch schon das v-förmige Designelement auf der Außenseite der Ohrmuschel in einem metallic roten Look gehalten ist.

Die linke Ohrmuschel verfügt an der Vorderseite zudem über ein herausziehbares Mikrofon. Dieses hat eine Gesamtlänge von 10cm. Der verbaute Schwanenhals nimmt dabei ca. 6,5cm in Anspruch und kann komplett in der Ohrmuschel versenkt werden.

An der hinteren, unteren Seite der linken Ohrmuschel wurde eine Zugentlastung eingearbeitet, aus welcher das Anschlusskabel herausgeführt wird. Bei dem Anschlusskabel handelt es sich um ein Kabel, welches mit einem schwarz/roten Gewebesleeve versehen wurde.

Die Innenseite der Ohrmuschel wurde mit einem Polster aus Kunstleder ausgestattet.
Oberhalb des in der Ohrmuschel verbauten 40-mm-Treibers wurde ein Stoffnetz eingearbeitet, welches passend zu den Designelementen auf der Außenseite der Ohrmuscheln in rot gehalten wurde.

Die beiden Ohrmuscheln sind an einem drehbaren Gelenk aufgehangen, welches die Verbindung zum Kopfbügel herstellt.
Der untere Bereich der Kopfbügel ist passend zu den Außenseiten der Ohrmuscheln aus mattschwarzen Kunststoff gefertigt und dient zur Aufnahme des verstellbaren Bereiches des Kopfbügels. Dieser ist nicht nur aus Kunststoff, sondern aus einer Kombination aus Kunststoff und Metall gefertigt.

Am Übergang zu dem gepolsterten Bereich des Kopfbügels befinden sich zwei Designelemente aus Kunststoff in Klavierlackoptik, in welche jeweils ein kleines, dreieckiges Designelement aus metallic rotem Kunststoff eingearbeitet wurde.

Der gepolsterte Bereich des Kopfbügels ist mit einem Polster versehen, welches auf seiner Außenseite wie auch die beiden Polster auf den Ohrmuscheln aus Kunstleder gefertigt ist. In die Oberseite dieses gepolsterten Bereiches wurde das Bloody Logo eingeprägt.

Auf einer Seite wurde das Polster leider nicht richtig in das Kunststoffelement eingearbeitet. Das Polster lässt sich zwar mit einem kleinen, spitzen Gegenstand an die richtige Stelle bringen, dies sollte jedoch bei einem neuen Headset nicht der Fall sein. Auf der Innenseite rutscht das Polster jedoch nach jedem an und ausziehen des Headsets wieder aus dem Kunststoffelement heraus.

In das ca. 2,2m lange Anschlusskabel wurde eine Sound-Control-Einheit eingearbeitet, welche neben einer Lautstärkereglung auch zum Einstellen der Soundoptionen und zur Steuerung des Mikrofons dient.

Das Headset lässt sich im gepolsterten Bereich des Kopfbügels sehr einfach verwinden und auseinander denen, geht jedoch gleich nach dem Loslassen wieder zurück in seine ursprüngliche Form. Die beiden drehbaren Gelenke, welche am Übergang vom Kopfbügel zu den Ohrmuscheln hin eingearbeitet wurden, weisen einen ausreichenden Radius auf, damit das Headset auf einer Kopfseite mal schnell zur Seite geschoben werden könnte, sind jedoch nicht gerade sehr leichtgängig, sonder haken stellenweise etwas.

Die Verarbeitung ist eigentlich bis auf die etwas hakeligen Gelenke am Übergang von den Ohrmuscheln zum Kopfbügel sauber durchgeführt. Aber auch wenn es sich bei unserem Testmuster noch um ein Sample eines Produktes handelt, welches es aktuell hierzulande nicht zu kaufen gibt, sollte der Kopfbügel nicht mit einem solchen Mangel behaftet sein.

Installation:

Das Bloody G501 Radar 360 Gaming Headset wurde von unserem Windows 7 64Bit anstandslos erkannt und konnte ohne weitere Softwareinstallation genutzt werden. Hierzu war jedoch eine Internetverbindung notwendig, da unser System den benötigten Treiber automatisch heruntergeladen hat.

Um jedoch den vollen Funktionsumfang nutzen zu können, welchen Bloody mit dem G501 Radar 360 bietet, war die Installation der entsprechenden Software notwendig, welche man erst von der Bloody Homepage herunterladen musste.

Die Tonemaker-Software ist zwar nicht in einer deutschen Ausführung erhältlich, ist dafür aber sehr ansprechend und übersichtlich aufgebaut.
Die Software ist in vier einzelne Bereiche unterteilt.

  • Game
  • 2.0 Music
  • 7.1 Surround
  • Microphone

Im Bereich Game können Einstellungen vorgenommen werden, welche das G501 Radar 360 Gaming Headset von Bloody so besonders machen. In diesem Bereich können fünf Profile vordefiniert werden, welche später ganz einfach über die in das Anschlusskabel integrierte Steuereinheit ausgewählt werden können. Hierzu muss nur der untere Schiebeschalter auf den Modus Game geschoben werden. Nun kann man über die mittig eingearbeitete Taste das gewünschte Profil auswählen. Das in diese Taste eingearbeitete Bloody Loge wird je nach ausgewähltem Profil in einer anderen Farbe beleuchtet.

Unter der Option Game steht einem die Möglichkeiten zur Verfügung, bestimmte Töne innerhalb eines Spieles hervorzuheben.

So können z.B. die Geräusche, welche beim Schießen, Nachladen oder beim Laufen entstehen hervorgehoben werden.

Im Bereich 2.0 Music der Tonemaker-Software können Voreinstellungen für bestimmte Musikrichtungen in den fünf Profilen abgelegt werden, welche dann wieder über die Steuereinheit on the fly abgerufen werden können. Ebenso ist es möglich, Einstellungen direkt in einem Equalizer vorzunehmen.

Im Bereich 7.1 Surround lassen sich alle Einstellungen vornehmen, welche den virtuellen 7.1 Surround Sound betreffen. So ist es möglich, die Entfernung der simulierten Lautsprecher einzustellen. Auch hier können die Einstellungen in den fünf verschiedenen Profilen gespeichert werden.

Im Bereich Microphone findet man ein paar nette Spielereien, welche die Clan-Member auf der nächsten Lanparty etwas verwirren könnten, wenn man z.B. anstelle mit einer männlichen Stimme mit einer weiblichen Stimme oder umgekehrt spricht, oder gar, wie eine Ente klingt.

Ton und Klangqualität:

Hinsichtlich der Klangqualität zeigte sich das G501 Radar 360 Gaming Headset von Bloody von zwei unterschiedlichen Seiten. Die Voreinstellungen, welche dem Headset verpasst wurden, zeigen einem sehr schnell, wo der eigentliche Einsatzort dieses Headsets liegt, und zwar im Gaming-Bereich. Sollte jemand auf der Suche nach einem Headset/Kopfhörer sein, mit dem fast ausschließlich Musik gehört werden soll, so sollte man besser zu einem anderen Headset greifen, denn hier fehlt es dem G501 Radar 360 ganz klar an Druck im unteren und mittleren Bereich.
Die Grundeinstellungen sind sehr gut auf Shooter abgestimmt und lassen sich zudem noch etwas an die eigenen Bedürfnisse oder andere Games anpassen. Durch den Umfang der Tonemaker-Software könne zudem bestimmte Geräusche hervorgehoben werden, was das Headset so besonders macht und einem schnell einen kleinen Vorteil liefern kann.

Sprachqualität Mikrofon:

Natürlich haben wir bei unserem Test das Mikrofon nicht außen vor gelassen und haben das Headset somit in einigen Skype und Teamspeak Sitzungen getestet. Die Sprachqualität konnte durchweg überzeugen. Durch den Funktionsumfang der Tonemaker-Software kann man sich hier sogar den ein oder anderen Spaß erlauben.

Tragekomfort:

Zieht man das G501 Radar 360 Gaming Headset von Bloody das erste mal an, so fällt einem gleich das geringe Gewischt auf. Mit nur 258g ist das Headset sehr leicht gebaut. Jedoch spürt man es nicht nur aus diesem Grund so wenig auf dem Kopf. Das Headset fällt recht groß aus, wodurch es auch in der kleinsten, einstellbaren Stufe noch recht locker auf einem Kopf mit normaler Kopfgröße eines erwachsenen Mannes sitzt. Bei den meist jugendlichen Gamern dürfte das Ganze dann noch einmal etwas anders aussehen, sodass ihnen dieses Headset gar nicht richtig passt. Was aus unserer Sicht etwas zu klein ausgefallen ist, ist die Aussparung in der Polsterung der Ohrmuscheln. Diese sitzen aus diesem Grund press am Ohr an. Das Mikrofon kann durch den Schwanenhals sehr einfach und gut positioniert werden.

Fazit:

Das G501 Radar 360 Gaming Headset von Bloody macht auf den ersten Blick optisch einiges her. Es setzt sich durch die angewandte Bauform von den vielen anderen Gaming Headsets ab. Bei einem zweiten Blick mussten wir zumindest an unserem Testmuster ein nicht sehr sauber verarbeitetes Polster am Kopfbügel feststellen, welches auf einer Seite nicht befestigt war. Das G501 Radar 360 kann jedoch nicht nur durch das optisch sehr ansprechende Design, sondern auch durch die integrierte Soundsteuerung punkten. Diese macht das G501 Radar 360 durch ihren Funktionsumfang zu einem ganz besonderen Stück Hardware, mittels welcher man beim Zocken einen entscheidenden Vorteil auf seiner Seite hat. Dieser liegt darin, dass man bestimmte Geräusche einfach vor anderen Spielern hören kann. Durch die sehr leichte Bauweise des Headsets kann man dieses auch sehr lange auf einer Lanparty tragen, ohne dass es zu Druckstellen kommt. Auf kleinen Köpfen sitzt das Headset durch seinen recht groß ausgelegten Kopfbügel jedoch recht locker auf. Der Klang des G501 Radar 360 ist wie auch die Soundsteuerung auf den Gaming-Bereich ausgelegt. Klar eignet es sich auch zum Musikhören, verwöhnte Ohren werden hier jedoch nicht lange bei der Chillout-Musik bleiben, sondern lieber wieder schnell ins nächste Game starten. Das Bloody G501 wird es ab April 2014 zu einer UVP von 69,99€* auch in Deutschland zu kaufen geben.

Pro

  • Verstellbares Mikrofon
  • Extravagantes Design
  • Sprachqualität Mikrofon
  • LED-Beleuchtung
  • Sound-Steuerung
  • Geringes Gewicht
  • Software

Contra

  • Recht großer Kopfbügel
  • Etwas zu schwach im Tief- und Mitteltonbereich
  • Hakelige Gelenke an den Ohrmuscheln
  • Verarbeitung des Kopfbügelpolsters

Tragekomfort

Tonqualität Wiedergabe

Tonqualität Mikrofon

Verarbeitung

Kompatibilität

Preis

Wir danken Bloody sehr für die Bereitstellung des Testmusters.