be quiet! – Shadow Rock 3 White Tower-Kühler im Test

Mit dem Shadow Rock 3 White haben wir heute passend zur ersten Verfügbarkeit die weiße Version des von uns schon getesteten Shadow Rock 3 Tower-Kühlers von be quiet! im Test, welcher neben einer schicken Optik auch mit einer guten und leisen Kühlleistung überzeugen möchte.

Welche Details in dem neuen Shadow Rock 3 White stecken und wie sich der neuste Tower-Kühler von be quiet! in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Abmessungen (inkl. Lüfter): 162,96 x 130 x 121,4 mm (L x B x H)
Gewicht: 606 g
Material: Aluminium (Kühlfinnen), Kupfer (Heatpipes)
TDP: 190 Watt
Leräuschlevel @ 50 / 75 / 100 % RPM 11,5 / 17,5 / 24,4 dB(A)
Heatpipes: 5 x 6 mm
Kompatibilität: Interl: 115x / 2011(-3) / 2066
AMD: AM3(+) / AM4
Lüfter: 120 x 120 x 25 mm Shadow Wings 2 Lüfter
Lüftergeschwindigkeit: 1.600 RPM (max)
Straumaufnahme: 0,2 A
Anschluss: 4-PIN-PWM
MTBF: 80.000 Stunden

 

Lieferumfang:

  • Shadow Rock 3 White
  • Shadow Wings 2 Lüfter
  • Montagematerial (AMD & Intel)
  • Montageanleitung
  • Wärmeleitpaste
  • Schraubenzieher

Design und Verarbeitung:

Der SHADOW ROCK 3 White wird von be quiet! in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf der Vorderseite wurde die Verpackung neben einem großen Produktbild auch mit der Modellbezeichnung bedruckt. Eine Auflistung der technischen Details sowie einen Hinweis auf die TDP von 190 Watt findet man auf der rechten Verpackungsseite.

Auf der Verpackungsrückseite sind zwei Featurebilder inkl. einer kurzen Beschreibung zu finden, welche an dieser Stelle in zwei unterschiedlichen Sprachen abgedruckt wurden.

Entnimmt man den Shadow Rock 3 White aus seiner Verpackung, so hat man einen breiten Tower-Kühler vor sich stehen, bei welchem einem neben dem asymmetrischen Aufbau, welchen wir schon von der normalen Version des Shadow Rock 3 kennen, auch die fast durchgehend weiße Lackierung auffällt.

Mit einem seitlichen Blick auf den Kühler ist zu erkennen, dass be quiet! die Kühlfinnen so über der Bodenplatte positioniert hat, dass sie nur zur Rückseite hin über die Bodenplatte herausragen. Hierdurch wird genügend Freiraum zur Montage des mitgelieferten Lüfters geschaffen, ohne dass dieser in den Montagebereich des Speichers hineinragt.

Zur Lüftermontage wurden die 30 verbauten Aluminiumfinnen im vorderen und hinteren Bereich mit einer kleinen Aussparung versehen, in welche man die Lüfterklammern einhaken kann.
Die verbauten Kühlfinnen wurden jedoch nicht nur auf den beiden Außenseiten mit kleinen Aussparungen ausgestattet, sondern auch auf der Stirnseite. Die hier eingelassenen Aussparungen vergrößern die Oberfläche, auf welche die bewegte Luft trifft, und tragen auch dazu bei, entstehende Luftverwirbelungen zu reduzieren.

Mit einem Blick auf die Rückseite findet man einen recht ähnlichen Aufbau vor. Der einzige Unterschied ist in der mittleren Aussparung zu finden. Diese wurde deutlich tiefer ausgeführt und dient zur Durchführung des zur Montage benötigten Schraubenziehers.

Oberhalb der 30 komplett weiß lackierten Aluminiumfinnen hat be quiet! eine doppelt so dicke Abschlusslamelle montiert. Die hier verbaute Aluminiumfinnen wurde mittels vier Schrauben an den drei oberen Kühlfinnen befestigt.

Um die Enden der sechs verbauten Heatpipes zu verstecken, wurde die Abschlusslamelle mittig mit einer Erhebung versehen, welche auf der Oberseite bis auf einen ausgesparten be quiet! Schriftzug mit einer schwarzen Lackierung versehen wurde. Um eine einfache Montage zu ermöglichen, hat be quiet! alle Kühlfinnen sowie auch die verschraubte Abschlusslamelle mit einer Montagebohrung versehen.

Alle 30 Aluminiumfinnen werden von fünf ebenfalls weiß lackierte 6-mm-Kupferheatpipes durchzogen. Um eine bessere Wärmeabfuhr zu erreichen, wurden die Heatpipes nicht alle hintereinander aufgereiht, sondern zwei der fünf verbauten Heatpipes wurden etwas nach innen versetzt.

Die u-förmig gebogenen Heatpipes sind als Direct-Touch-Heatpipes ausgeführt und durchlaufen die aus Aluminium gefertigte Bodenplatte parallel zueinander.

Schaut man sich die plangeschliffenen Heatpipes einmal etwas genauer an, so wird einem auffallen, dass be quiet! die Heatpipes nicht nur im Bereich der Bodenplatte selbst plangeschliffen hat. Hierdurch wird gerade dann, wenn der Kühler auch einer großen CPU verbaut wird, eine größere Auflagefläche erzielt.

Auf der Oberseite hat be quiet! kleine Kühlfinnen in die aus weiß lackiertem Aluminium gefertigte Bodenplatte eingearbeitet, welche zur Vermeidung eines Hotspots beitragen und zudem auch als Aufnahmepunkte für den Montageträger dienen.

Als Lüfter kommt auf dem Shadow Rock 3 ein Lüfter aus der SilentWings 2 Serie zum Einsatz. Es handelt sich dabei um ein 120-mm-Modell, mit einer maximalen Drehzahl von 1600 RPM.

be quiet! hat dem Lüfter einen kreisrunden Lüfterrahmen spendiert, welcher auf der oberen und unteren Kante mit einer Gummierung versehen wurde.

Auf zwei Außenseiten wurde zudem das be quiet! Logo in den Kunststoffrahmen eingearbeitet.
Um den kreisrunden Lüfterrahmen an normalen Montagebohrungen montieren zu können, wurde der Lüfterrahmen mit acht Kunststoffbügeln ausgestattet. Zwischen jeweils zwei dieser Kunststoffbügel wurde ein Gummielement eingeklemmt.

Die in diesen Befestigungselementen verbauten Gummipuffer verfügen über eine recht dünne Montagebohrung, welche für die Nutzung von Lüfterklammern oder speziellen Montage Pins ausgelegt sind.

Der verbaute Impeller verfügt über sieben Lüfterblätter, welche an ihrer Ober- und Unterseite eine geriffelte Oberfläche aufweisen.

Dieses luftstromoptimierte Lüfterblattdesign reduziert die geräuschverursachenden Luftturbulenzen.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Als Anschlusskabel kommt ein ca. 20 cm PWM-Kabel zum Einsatz, welches als schwarzes Flachbandkabel ausgeführt wurde.

Die Verarbeitung des Kühlers sowie auch des Lüfters wurde sauber und hochwertig ausgeführt. Dank der weiß/schwarzen Farbgebung macht der Kühler auch von der optischen Seite einiges her und eignet sich bestens für den Einsatz in einem weißen Casemod.

 

Montage:

Zur Montage auf einem Intel-Sockel liegt dem Lieferumfang eine entsprechende Backplate bei. Soll der Kühler auf einer AMD-CPU verbaut werden, so wird der Kühler an der Backplate befestigt, welche schon vom Mainboardhersteller vormontiert ist.
Wie ihr es aus unseren vergangenen Tests kennt, beschreiben wir die Montage auch in diesem Test anhand eines Intel-Sockels. AMD Nutzer können somit einfach den Montageschritt der Backplate überspringen.

Die mitgelieferte Backplane wird von der Mainboardrückseite aus mit vier Gewindebolzen bestückt. Über diese werden auf der Vorderseite des Mainboards Abstandshalter geschraubt. Auf die gerade angebrachten Abstandshalter werden dann wiederum die Montageschienen gelegt und befestigt.
Im Anschluss kann der Kühler schon auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt werden. Anschließend muss man nur noch den Montageträger über der Bodenplatte platzieren und mit den Montageschienen verschrauben.
Um die Befestigung des Kühlers mühelos bewerkstelligen zu können, liefert be quiet! einen langen Schraubenzieher mit, welcher durch die Öffnung in den Kühlfinnen geführt werden kann.

Auf einem Intel-Mainboard ist die Montage des Kühlers in vier Richtungen möglich. Auf einem AMD-Mainboard ist man bei der Montage hingegen etwas eingeschränkt, wodurch man den Kühler nur in zwei Richtungen montieren kann.

Sobald der Kühler montiert ist, kann man den Lüfter mittels der mitgelieferten Lüfterklammern am Kühlkörper befestigen.

Dank der speziellen Montagepunkte des Shadow Wings 2 Lüfters liegt der Lüfter nicht nur entkoppelt auf den Heatpipes auf, sondern auch die Montageklammern werden entkoppelt am Lüfter befestigt.

Dank des umfangreichen Lieferumfangs kann man den Kühler auf Wunsch auch mit einem zweiten 120-mm-Lüfter bestücken.

 

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151 Testsystem auch ein aktuelles AM4 Testsystem zum Einsatz, wodurch Nutzer von AMD als auch Intel Systemen einen Überblick über die Leistung auf den jeweiligen Sockeln erhalten. Beide Systeme werden im nicht übertakteten Zustand betrieben.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16 GB Kit 3000 MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8 GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

 

Testablauf:

Da es sich bei dem verwendeten Lüfter um einen PWM-Lüfter handelt, welcher seine Geschwindigkeit selbst anpasst, haben wir die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,1 °C (zu Beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest, welchem zum aufwärmen eine Idle time von 45 Minuten voraus ging.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen, vor allem, wenn noch eine zusätzliche GPU in dem System verbaut wird. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Kühlergebnis ist zu erkennen, dass sich der SHADOW ROCK 3 White wie auch die unlackierte Version des Kühlers im vorderen Mittelfeld platzieren konnte. Einbüßen bei der Kühlleistung oder eine höhere Lautstärke muss man aufgrund der weißen Lackierung nicht befürchten. Anwender, welche eine noch etwas höhere Leistung benötigen, können den Kühler dank des guten Lieferumfangs mit einem zweiten Lüfter bestücken. Hierdurch erhöht sich jedoch auch der Geräuschpegel entsprechend.

 

Fazit:

Mit dem Shadow Rock 3 White hat be quiet! seinen Shadow Rock 3 Tower-Kühler in einer weißen Version aufgelegt, welche sich vor allem an designbewusste Anwender richtet. Wie wir es von der unlackierten Version des Shadow Rock 3 schon kennen, hat be quiet! dem Kühler im Gegensatz zum Vorgängermodell nicht nur etwas mehr Kühlleistung entlocken können, sondern man hat den Kühler auch mit einer besseren Kompatibilität versehen. Um die Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlkörpern zu steigern, wurde der Kühlkörper der Kühler aus der Shadow Rock 3 Modellreihe mit einem asymmetrischen Aufbau versehenen. Die verbesserte Kühlleistung konnte nicht nur durch den optimierten Lüfter erzielt werden, sondern auch durch die die erhöhte Anzahl der eingesetzten Heatpipes und der geänderten Anordnung der verbauten Kühlfinnen. Für eine hochwertige und optisch ansprechende Verarbeitung wurden nicht nur die Kühlfinnen, Heatpipes und die Bodenplatte weiß lackiert, sondern man hat dem Kühler auch eine zweifarbige Abschlusslamelle spendiert. Preislich liegt der neue Shadow Rock 3 White zur Markteinführung bei 52,80€*, womit er etwa 6€ teurer ist, als die unlackierte Version des Kühlers.

Wir danken be quiet! sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

be quiet! - Shadow Rock 3 White

8.5

Kühlleistung

8.0/10

Verarbeitung

9.0/10

Montage

9.0/10

Kompatibilität

8.5/10

Lautstärke

8.5/10

Modding

7.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Preis

8.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Kühlleistung
  • Design
  • Kompatibilität zu Speichern mit hohen Kühlern
  • Lieferumfang