AVM – FRITZ!Fon C4

Mit dem FRITZ!Fon C4 haben wir heute das noch aktuelle DECT-Telefon von AVM im Test, welches sich durch einen überaus hohen Funktionsumfang und durch die gebotene HD-Qualität von anderen DECT-Telefonen auf dem Markt absetzten will.

Welche Details und Funktionen in dem FRITZ!Fon C4 stecken und wie es sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Display: 2,2 Zoll, 240 x 320 Pixel, 262 000 Farben
  • Telefoniefunktionen: Anklopfen, Rufumleitung, Halten, Makeln, Vemritteln, Dreierkonferenz, interne Gespräche, Freisprechen (Full Duplex), Kurzwahl, Rufnummernsparre, Rufnummernunterdrückung, CLIR
  • Multimedia-Funktionen: Internet-Radio, Podcasts, E-Mail, Steuerung von Smart-Home-Geräten und UPnP-Media-Servern, Babyfon, Weckruf
  • Bedienung: 20 beleuchtete Tasten plus Vier-Wege-Ring
  • Standards: DECT-GAP, SIP (RFC 3261), HD-Telefonie (G.722)
  • Anschlüsse: 3,5 mm Audio
  • Akku:
    750 mAh, Lithium-Ionen, 3,7 V, mit Tiefentladeschutz
    Ladezeit bei Aufladen über Ladestation: bei 10 °C – 30 °C circa
    6h
  • Gesprächszeit bis zu 15 h
  • Maße: 145 x 48 x 18 mm
  • Gewicht: 115 g

Lieferumfang:

  • FRITZ!Fon C4
  • Akkupack
  • Ladestation
  • Netzteil zum Anschluss an das 230-Volt-Stromnetz
  • Gedrucktes deutschsprachiges Handbuch

Design und Verarbeitung:

Das schnurlose Telefon Fritz!Fon C4 wird von AVM in einer Verpackung geliefert, welche in einem blauen Design gehalten ist und somit dem Design entspricht welches man von den verschiedenen Fritz!Box Modellen her schon kennt. Auf der Verpackungsvorderseite befindet sich ein großes Produktbild des Fritz!Fon C4 sowie eine Auflistung der wichtigsten Features.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man hier eine Auflistung weiterer Features sowie eine bebilderte Kurzanleitung, welche einem erklärt, wie man das Fritz!Fon C4 in drei Schritten mit einer Fritz!Box verbinden kann.

Entnimmt man das Fritz!Fone C4 aus seiner Verpackung, so hat man ein recht schlankes DECT-Telefon vor sich liegen, welches in einem ansprechenden Design gefertigt wurde. Das Fritz!Fon C4 wurde von AVM überwiegend aus weißem Kunststoff gefertigt. Das Gehäuse des Fritz!Fon C4 besteht hierbei aus einer Vorder- und Rückseite, welche seitlich durch einen silberfarben Rahmen voneinander getrennt sind.

Das Fritz!Fon C4 verfügt nicht nur über abgerundete Ecken, sondern auch die Vorder- und Rückseite des Telefons wurden leicht abgerundet designt, sodass dieses besser in der Hand liegt.

Um den Akku in das Fritz!Fon C4 einlegen zu können, muss die auf der Rückseite verbaute Schale von dem Telefon abgenommen werden. Hierzu wurde in die Unterseite des Fritz!Fon C4 eine längliche Öffnung integriert, welche zum aufhebeln der Gehäuseschale dient.

In die hintere Gehäuseschale wurden in der oberen Hälfte kleine Löcher eingelassen, welche in einer Kreisform angeordnet sind. Hinter diesen verbirgt sich der Lautsprecher, welcher bei dem Fritz!Fon C4 nicht nur für das Klingeln des Telefons und die Freisprechfunktion genutzt werden kann.

Mit einem Blick auf die Vorderseite des Fritz!Fon C4 findet man im oberen Bereich die Öffnung für den Lautsprecher vor, unter welchem der Fritz!Fon-Schriftzug aufgedruckt wurde.

Im weiteren Verlauf ist ein 2,2″ großes Farbdisplay zu finden, welches mit 320 x 240 Pixel auflöst.

In der unteren Hälfte des Fritz!Fon C4 hat AVM 20 silberfarbene Tasten sowie einen 4-Wege-Ring untergebracht. Die einzelnen Tasten wurden von AVM Sinnvoll angeordnet und sind mit einer klaren und hellen Beleuchtung ausgestattet worden.

AVM hat in dem Fritz!Fon C4 zudem einen Bewegungssensor verbaut, welcher dafür sorgt, dass die Beleuchtung sofort eingeschaltet wird, wenn man das Telefon in die Hand nimmt. Hierbei spielt es keine Rolle, ob sich dieses in der mitgelieferten Ladeschale befindet, oder z.B. einfach auf einem Tisch liegt.
Unterhalb des Tastenfeldes findet man noch die Öffnung des Mikrofons.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Fritz!Fon C4 findet man hier die einzige halbwegs plane Fläche vor, auf welcher das Fritz!Fon C4 stehen bleibt, wenn man es auf diese stellt. In diese wurden die beiden Kontakte eingelassen, welche zum Aufladen des Telefons dienen. Durch diese plane Fläche lässt sich das Fritz!Fon C4 auch problemlos auf dem Schreibtisch abstellen, was das Telefonieren mittels der integrierten Freisprecheinrichtung noch angenehmer macht.

Mit einem Blick auf die rechte Seite erkennt man jedoch noch ein weiteres Detail, welches AVM dem Fritz!Fone C4 verpasst hat. Hierbei handelt es sich um eine Klinkebuchse, welche zum Anschluss eines Kopfhörers bzw. Headset dient.

Diese ist erfreulicherweise als 3,5-mm-Klinkebuchse ausgeführt und nicht als 2,5-mm-Klinkeanschluss, wie man es von manch anderen Telefonen kennt. Hierdurch kann jedes gängige Headset an dem Fritz!Fon C4 angeschlossen werden.

Die im Lieferumfang enthaltene Ladestation sowie auch das Netzteil sind passend zum Fritz!Fon ebenfalls in weiß gehalten.
Die Ladestation ist in einer dreieckigen Form gefertigt und nimmt das Fritz!Fon C4 so auf, dass es problemlos auch auf der Station genutzt werden kann.

Die Unterseite der Ladestation ist mit einer großflächigen Gummierung versehen, welche einen sicheren Halt auf dem Schreibtisch gewährleistet.

Das Anschlusskabel wird durch eine kleine Aussparung geführt, welche als Zugentlastung dient und somit dafür sorgt, dass man das Ladekabel nicht versehentlich herauszieht.

Die Verarbeitung des Fritz!Fon C4 ist sehr hochwertig und optisch ansprechend ausgeführt.

Einrichtung und Menü:

Wie man es auch von anderen DECT-Telefonen kennt, muss auch das Fritz!Fon C4 vor der ersten Benutzung mit einer Basisstation gekoppelt werden. In der Regel kann dieser Vorgang einfach über das Drücken eines Knopfes an der jeweiligen Basisstation gestartet werden. Diese Vorgehensweise ist eine der beiden Varianten, welche auch bei der Kopplung mit einer kompatiblen Fritz!Box gewählt werden kann. Ein weiterer Weg der zur Herstellung einer Verbindung zwischen einer kompatiblen Fritz!Box und dem Fritz!Fon C4 gegangen werden kann, ist über die Benutzeroberfläche der Fritz!Box.

Das Fritz!Fon C4 kann durch den verwendeten DECT-Standard natürlich auch mit anderen DECT-Basisstationen betrieben werden. Um jedoch alle Features nutzen zu können, muss man als Basisstation eine Fritz!Box von AVM einsetzen.

Wir haben unser Testmuster in diesem Test mit einer Fritz!Box 7490 gekoppelt, welche sich in unserer Redaktion im Einsatz befindet. Das Fritz!Fone C4 wurde hierbei in eine bestehende Umgebung integriert.
Die Kopplung des Fritz!Fone C4 gestaltet sich sehr einfach. Gleich nach dem Einschalten des Telefons erscheint eine Meldung im Display, dass man den DECT-Knopf an der Fritz!Box drücken soll. Tut man dies, so lange, bis die DECT-LED blinkt, sucht die Fritz!Box nach einem neuen DECT-Telefon und findet das Fritz!Fon C4 innerhalb weniger Sekunden, wodurch es im Handumdrehen einsatzbereit ist.
Nimmt man die Kopplung zwischen dem Fritz!Fone C4 und einer Fritz!Box über die Benutzeroberfläche der Fritz!Box vor, so stehen einem mehr Möglichkeiten offen.
Wird diese Konfigurationsart gewählt, so muss man die Fritz!Box im ersten Schritt nach einem neuen schnurlosen Telefon suchen lassen. An diesem Punkt kann der zur Kopplung notwendige und voreingestellte Pin-Code bei bedarf geändert werden. Ist der Suchvorgang gestartet, so findet die Fritz!Box das Fritz!Fone C4 nach kurzer Zeit und dieses fängt kurz an zu klingeln. Nach diesem Klingeln wird man in der Fritz!Box-Oberfläche auch gefragt und muss dieses bestätigen. Wird das Fritz!Fon C4 nicht das erste mal mit einer Basis verbunden, so muss auch hier der Suchvorgang an der entsprechenden Stelle im Menü des Fritz!Fon C4 gestartet werden.

Hat man das Fritz!Fon C4 mit einer Fritz!Box gekoppelt, welche über einen bestehenden Internetanschluss verfügt, so sucht das Fritz!Fon C4 automatisch nach einem neuen Firmwareupdate. In diesen liegt schon eine der ersten Besonderheiten dieses Telefons, denn durch diese Firmwareupdates werden nicht nur eventuelle Sicherheitslücken oder Softwarefehler geschlossen bzw. behoben, sondern auch neue Features zur Verfügung gestellt.

Ein eventuell vorhandenes Firmwareupdate wird von der Fritz!Box über die DECT-Verbindung an das Fritz!Fon übertragen.

Ist das Firmwareupdate abgeschlossen, kann das Fritz!Fon entweder gleich zum telefonieren nutzen, oder weiter personalisieren und an die eigenen Bedürfnisse anpassen. Wir haben uns in diesem Test die einzelnen Bereiche der auf dem Fritz!Fon installierten Software angeschaut.

Den Anfang haben wir hierbei nicht im allgemeinen Menü gemacht, sondern im Bereich der Einstellungen.

Im ersten Bereich der Telefoneinstellungen handelt es sich um den „Audio-Bereich“.
In diesem Abschnitt kann die Lautstärke für die Funktionen „Hörer, Freisprechen, Medien und Klingeln“ eingestellt werden. Ebenso ist es hier möglich, einen vordefinierten Klingelton auszuwählen. Hier stehen einem schon eine ganze Reihe verschiedener Klingeltöne zur Verfügung. Ist das Fritz!Fon mit eine Fritz!Box verbunden, so kann man über diese einen eigenen Klingelton hinzufügen. Hierbei kann jede beliebige mp3-Datei ausgewählt werden.

Zudem steht einem die Möglichkeit offen, für verschiedene Anrufer verschiedene Klingeltöne einzurichten.
Im Audio-Menü des Telefons lassen sich zudem noch verschiedene Hinweistöne wie Tastentöne, Reichweitengrenze etc. aktivieren oder deaktivieren.

Im Abschnitt „Anzeige“ kann die Helligkeit des Displays, Energiesparoptionen, Hinweistexte und ein Startbildschirm eingestellt werden. Der Startbildschirm kann so ausgewählt werden, dass einem verschieden Informationen wie „verpasste Anrufe, Uhrzeit/Datum, Anrufbeantworter oder ein vordefiniertes Bild“ angezeigt wird. Auch in diesem Bereich gibt es wieder einen Vorteil für Nutzer, die das Fritz!Fon C4 mit einer Fritz!Box gekoppelt haben. Diese können hier auch ein eigenes Bild einspielen und das Telefon so noch besser personalisieren.

Im Abschnitt „Telefonie“ können mittels einem Schnellzugriff die Funktionen „Direktannahme, Aktivtastensperre und Abhörsicher“ aktiviert oder deaktiviert werden. Zudem kann in diesem Einstellungsbereich noch ausgewählt werden, ob man bei abgehenden Gesprächen seine eigene Rufnummer mitschicken möchte oder nicht.

Ist das Fritz!Fon C4 mit mehreren Rufnummern konfiguriert, so kann hier auch die Rufnummer ausgewählt werden, welche für abgehende Gespräche genutzt werden soll.

Im Abschnitt „Anmeldung“ kann das Fritz!Fon mit einer Basis gekoppelt werden. Es ist zudem möglich, das Telefon mit mehreren Basisstationen zu koppeln und hier die gerade gewünschte Basis auszuwählen. Dies ist z.B. dann von Vorteil, wenn man ein Homeoffice führt, in welchem ein getrennter Telefonanschluss eingesetzt wird. Hier kann man dann einfach, wenn man Feierabend hat die heimische Basisstation auswählen und wird nur noch private Anrufe empfangen. Für solche Fälle können jedoch auch zwei Fritz!Boxen miteinander gekoppelt werden, sodass eine Fritz!Box über das Netzwerk auf den Telefonanschluss der zweiten Fritz!Box zugreift, wodurch mehrere Anschlüsse gleichzeitig genutzt werden können.

Im Abschnitt Softwareupdate kann über die gekoppelte Fritz!Box eine Verbindung mit dem Updateserver von AVM aufgebaut und im Fall eines vorhandenen Updates kann dieses gleich heruntergeladen und installiert werden.

Über den Einstellungspunkt Software-Version kann man sich zudem die aktuell installierte Software-Version anzeigen lassen.

Mittels des letzten Einstellungspunktes kann das Fritz!Fon C4 in die Werksteinstellungen zurück versetzt werden.

Nachdem wir uns nun alle Einstellungen angeschaut haben und die gewünschten Einstellungen vorgenommen haben, werden wir einen genaueren Blick auf die weiteren Funktionen des Fritz!Fon C4 werfen.

Hier schauen wir uns zuerst den Bereich „Heimnetz“ an, mit welchem sich das Fritz!Fon C4 ein weiteres mal von einem normalen DECT-Telefon absetzt.

In diesem Bereich können verschiedene Dienste der Fritz!Box genutzt werden. So ist es hier z.B. möglich die WLAN-Funktion der verwendeten Fritz!Box zu aktivieren/deaktivieren. Auch das Schalten eventuell vorhandener schaltbarer Steckdosen von AVM ist hier möglich. Ebenso kann hier die aktuell installierte Softwareversion der Fritz!Box abgerufen werden. Das interessanteste Feature dürfte jedoch der Zugriff auf den Mediaplayer der verwendeten Fritz!Box sein, womit somit ein Zugriff auf den NAS-Speicher der gekoppelten Fritz!Box möglich ist.

Unter dem Menüpunkt „Internetdienste“ bietet einem das Fritz!Fon C4 weitere Features, welche man ebenfalls nicht von herkömmlichen DECT-Telefonen kennt. Hier bietet es einem die Möglichkeit E-Mails zu lesen oder zu empfangen, Internetradio zu hören, Podcasts zu empfangen oder RSS-Nachrichten zu lesen.

Neue Nachrichten können einem hier zudem direkt auf dem Startbildschirm angezeigt werden.
Die Konfiguration dieses Bereiches wird über die Oberfläche der verbundenen Fritz!Box vorgenommen.

Wählt man z.B. die Internetradiofunktion aus, so wird dieses nach einer kurzen Ladezeit von ca. 2 Sekunden gestartet. Durch den 4-Wege-Ring können die hinterlegten Sender durchgeschaltet werden und die Lautstärke gesenkt oder gesteigert werden.

Leider ist es während der Medienwiedergabe nicht möglich z.B. RSS-News oder E-Mails zu lesen. Sobald man auf einen Funktion zugreifen möchte, wird die Wiedergabe beendet.

Unter dem Menüpunkt „Komfortdienste“ findet man Funktionen, welche man auch von anderen DECT-Telefonen schon kennt. Hierbei handelt es sich um „Weckruf, Rufumleitung, Babyfon und Timer“.

Im Bereich „Weckruf“ können bis zu drei unterschiedliche Weckrufe hinterlegt werden.
Die Rufumleitung kann wahlweise über das Fritz!Fon oder die Fritz!Box eingestellt werden.
Wird das Fritz!Fon als Babyfon verwendet, so kann hier die Intensität des Geräuschpegels eingestellt werden, ab wann das Fritz!Fon die hinterlegte Rufnummer anrufen soll.

Test:

Wie schon kurz erwähnt, haben wir das Fritz!Fon C4 in eine bestehende Infrastruktur integriert. Gekoppelt wurde das Telefon hierbei mit einer Fritz!Box 7490, welche als zweite Fritz!Box in dem Netzwerk verbaut ist. Die Telefonverbindung wird zwischen den beiden verwendeten Fritz!Boxen wurde mittels einer SIP-Registrar Verbindung hergestellt. Diese Verbindungsart muss bei der verwendeten Fritz!Box 7490 verwendet werden, da diese aktuell noch nicht als DECT-Repeater eingesetzt werden kann.

Wir hatten das Fritz!Fon C4 gut 4 Wochen in unserer Redaktion im Dauereinsatz und konnten nur drei kleine negative Kritikpunkte feststellen. Einer der beiden negativen Punkte findet sich in dem Frequenzbereich des in der Rückseite verbauten Lautsprechers wieder. Dieser ist im tiefen Frequenzbereich recht schwach unterwegs. Dies macht sich zwar kaum bis gar nicht beim telefonieren mit der Freisprechfunktion bemerkbar, jedoch bei der Medienwiedergabe. Der zur normalen Telefonie verbaute Lautsprecher liefert eine sehr gute Tonqualität. Gleiches gilt auch für das integrierte Mikrofon. Dieses überträgt die eigene Stimme auch dann noch sehr gut zum Gesprächspartner, wenn man das Telefon im Freisprechbetrieb nutzt und dieses z.B. in der Ladeschale knapp 40cm von einem weg steht.
Die übertragene Sprachqualität hängt natürlich immer von den genutzten Anschlüssen ab. Unterstützt der eigene Telefonanschluss sowie auch der Telefonanschluss des Gesprächspartners den HD-Standard, so telefoniert man in einer ausgezeichneten Qualität. Gespräche in dieser Qualität werden einem zudem mittels einer entsprechenden Anzeige auf dem Display kenntlich gemacht.

Wir konnten jedoch auch während normalen Telefongesprächen, welche nicht in dem HD-Standard geführt wurden, kein Rauschen feststellen.

Was die Reichweite angeht, konnten wir nach der Positionierung der Fritz!Box 7490 auf dem Balkon eine Reichweite im freien von knapp 230m erreichen. Auch die Reichweite innerhalb der eigenen vier Wände konnte in unserem Test überzeugen. Hier konnten wir an jeder Stelle einer 117m² Wohnung, welche sich über zwei Etagen erstreckt, problemlos telefonieren. Es waren immer mindestens zwei von fünf Balken der Empfangsanzeige sichtbar.
Um das Fritz!Fon C4 auch einmal in einem Repeater-Betrieb zu nutzen, wurde eine Fritz!Box 7390 herangezogen, welche als DECT-Repeater für die Fritz!Box 7490 fungierte. Sobald sich das Fritz!Fon C4 an dem DECT-Repeater anmeldet, erscheint an der Empfangsanzeige eine kleine 2, welche einen darauf hinweist, dass man sich im Empfangsbereich des entsprechenden Repeaters befindet.

Der verbaute 750 mAh Lithium-Ionen-Akku erreichte in unserem Test eine Standby-Zeit von 6 Tagen. Die Laufzeit für durchgehendes telefonieren ist seitens AVM mit bis zu 15 Stunden angegeben, welche natürlich stark von den jeweiligen Umgebungssituationen abhängt. An dieser Stelle waren einige in der Redakteure froh, dass sich auch weibliche Redakteure in unserem Team befinden, welche es mittels drei Telefonaten von 12 Stunden und 39 Minuten mit einer dazwischen liegenden Standby-Zeit von knapp 9 Stunden geschafft haben den Akku vollständig zu entladen. Wurde das Telefon praxisnah immer mal wieder für normale Gespräche genutzt, so konnten wir eine Laufzeit von 3 Tagen erreichen. Wird das Telefon jedoch noch über die Telefoniefunktion hinaus regelmäßig genutzt, so wirkt sich dies natürlich auch auf die Akkulaufzeit aus.

Die Bedienung des Fritz!Fon C4 ist durch das sauber strukturierte Menü und die sehr gute Anordnung der einzelnen Tasten sehr einfach und angenehm. Der Druckpunkt ist sehr gut gewählt, wodurch Fehleingaben beinahe unmöglich sind und eine blinde Nutzung schon nach einer sehr kurzen Eingewöhnungsphase möglich ist. Jedoch gibt es auch im Bereich der Bedienung des Fritz!Fon C4 einen kleinen Punkt, welcher uns nicht ganz so gut gefallen hat. Dieser findet sich in der Position der Tasten zur Regulierung der Lautstärke wieder. Hier hätte es uns besser gefallen, wenn AVM zwei kleine Tasten, bzw. einen Wippschalter in die Außenseite des Freitz!Fon C4 integriert hätte, denn dann könnte man die Lautstärke während eines Gespräches anpassen, ohne das Telefon vom Kopf wegnehmen zu müssen.

Ein weiterer negativer Punkt ist der Zeitpunkt über den Hinweis neuer Updates. Sobald ein Update für das Fritz!Fon oder die verbundene Fritz!Box bereitsteht, gibt das Fritz!Fon einen kurzen Signalton von sich und die Taste mit dem Briefumschlag fängt an zu blinken.
Leider meldete sich das Fritz!Fon mit solchen Infos immer in den späten Abendstunden. Dies kann ein Nachteil sein, wenn man das Fritz!Fon neben seinem Bett stehen hat.

Fazit

Mit dem Fritz!Fom C4 bietet AVM ein schnurloses Telefon an, welches nicht für jedermann die richtige Wahl sein wird. Grundvoraussetzung um das Fritz!Fon C4 im vollen Umfang nutzen zu können und somit auch den veranschlagten Verkaufspreis zu rechtfertigen ist in diesem Fall eine passende Fritz!Box, welche als Basisstation dient. Wird diese Grundvoraussetzung nicht erfüllt, so kann das Fritz!Fon C4 nur wie ein handelsübliches DECT-Telefon genutzt werden, welches eine einfache und intuitive Bedienung aufweist und neben Komfortfunktionen wie einer Rufumleitung auch noch mit einer Babyfon- und Weckruffunktion aufwarten kann. Hat man jedoch eine von AVM empfohlene Fritz!Box in seiner Infrastruktur, so kann das Fritz!Fon C4 mit einem überaus großen Funktionsumfang aufwarten, welcher dazu beiträgt, dass es sich bei dem Fritz!Fon C4 um mehr als nur ein DECT-Telefon handelt. Hier werden einem Funktionen, wie das lesen und schreiben von E-Mails, die Wiedergabe von Internetradiosendern und das lesen von News in einem Gerät ermöglicht. Auch das steuern von kompatiblen SmartHome-Produkten ist mit dem Fritz!Fon C4 möglich. Verwendet man eine entsprechende Türklingel, wie die von uns schon getestete Doorline in Kombination mit einer IP-Kamera und der aktuellsten Fritz!OS-Software auf der im Heimnetz verwendeten Fritz!Box, so kann man sogar auf dem Telefon sehen, wer an der Haustür geklingelt hat und kann die Tür bei Bedarf vom Telefon aus öffnen. Die Tonqualität des Mikrofons sowie auch des in der Vorderseite verbauten Lautsprechers konnte uns durchweg überzeugen. Etwas negativ aufgefallen ist in diesem Bereich nur der in der Rückseite integrierte Lautsprecher, dem es im tiefen Frequenzbereich an Leistung fehlt, was sich jedoch hauptsächlich bei der Medienwiedergabe bemerkbar macht. Die Bedienung des Fritz!Fon C4 ist sehr intuitiv gestaltet und geht einem nach einer kurzen Eingewöhnungszeit sehr leicht von der Hand. Durch fehlende Tasten zur Lautstärkeregelung an der Außenseite des Telefons muss man dieses hierzu jedoch immer vom Kopf wegnehmen. Preislich liegt das Fritz!Fon C4 mit knapp 54€* noch lange nicht im oberen Preisbereich aktueller DECT-Telefone, es kann jedoch mit einem Funktionsumfang punkten, welcher sich in der Königsklasse bewegt.

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Sehr großer Funktionsumfang
  • Intuitive Bedienung
  • Sprachqualität bei normalen Telefonaten
  • Design

Contra

  • Tieftonbereich des in der Rückseite verbauten Lautsprecher
  • Keine seitliche Lautstärkeregelung
  • Zeitpunkt der Updatemeldungen

Tonqualität:

Funktionsumfang:

Verarbeitung:

Bedienung:

Preis:

Wir danken AVM sehr für die Bereitstellung des Testmusters.