Asrock A75 Extreme6

In diesem Review werden wir uns eine weiteres Mainboard für AMDs Liano CPUs anschauen. Diesmal kommt das Testexemplar aus dem Hause Asrock.

Bei diesem Board handelt es sich um das FM1 Mainboard von Asrock, welches die größte Ausstattung mit sich bringt.
Wie sich das Extreme6 im Vergleich zu den beiden von uns schon getesteten ASUS Mainboards schlägt, werdet ihr in diesem Review erfahren.

Lieferumfang:

  • Asrock A75 Extreme6
  • I/O Blende
  • 4 x SATA 3 Kabel
  • 3,5mm Klinke-Kabel (Stecker auf Stecker)
  • Handbuch
  • Treiber CD

Spezifikationen:

  • CPU: AMD Socket FM1 A- Series/E2- Series, FM1 Sempron, FM1 Athlon
  • Chipsatz: AMD A75 FCH (Hudson-D3)
  • Speicher: Supports DDR3 2400+(OC)/1866/1600/1333/1066/800 non-ECC, un-buffered memory
  • Grafikkarte: CPU abhängig (AMD Radeon HD 65XX/64XX graphics)
  • Multi-GPU Support: Supports AMD CrossFireX™ Technology
  • Sound: 7.1 CH HD Audio with Content Protection (Realtek ALC892 Audio Codec)
  • LAN: PCIE x1 Gigabit LAN 10/100/1000 Mb/s – Realtek RTL8111E
  • Steckplätze: 3 x PCI Express 2.0 x16 slots (PCIE2/PCIE3: single at x16 (PCIE2) / x8 (PCIE3), or dual at x8 (PCIE2) / x8 (PCIE3) ; PCIE4: x4 mode) / 1 x PCI Express 2.0 x1 slot / 3 x PCI slots
  • USB 3.0: 2 x Rear USB 3.0 ports by AMD A75 FCH (Hudson-D3), support USB 1.0/2.0/3.0 up to 5Gb/s – 2 x Rear USB 3.0 ports by ASMedia ASM1042, support USB 1.0/2.0/3.0 up to 5Gb/s – 1 x Front USB 3.0 header (supports 2 USB 3.0 ports) by AMD A75 FCH (Hudson-D3), supports USB 1.0/2.0/3.0 up to 5Gb/s

Anschlüsse:

Back I/O Ports

  • 1 x PS/2 Mouse/Keyboard Port
  • 1 x D-Sub Port
  • 1 x DVI-D Port
  • 1 x HDMI Port
  • 1 x Optical SPDIF Out Port
  • 2 x Ready-to-Use USB 2.0 Ports
  • 1 x eSATA3 Connector
  • 4 x Ready-to-Use USB 3.0 Ports
  • 1 x RJ-45 LAN Port with LED (ACT/LINK LED and SPEED LED)
  • 1 x IEEE 1394 Port
  • 1 x Clear CMOS Switch with LED
  • HD Audio Jack: Rear Speaker / Central / Bass / Line in / Front Speaker / Microphone

Internal I/O Ports

  • 8 x SATA3 6.0 Gb/s connectors
  • 1 x IR header
  • 1 x CIR header
  • 1 x COM port header
  • 1 x HDMI_SPDIF header
  • 1 x IEEE 1394 header
  • 1 x Power LED header
  • CPU/Chassis/Power FAN connector
  • 24 pin ATX power connector
  • 8 pin 12V power connector
  • Front panel audio connector
  • 3 x USB 2.0 headers (support 6 USB 2.0 ports)
  • 1 x USB 3.0 header (supports 2 USB 3.0 ports)
  • 1 x Dr. Debug with LED

Design, Ausstattung und Verarbeitung:

Das Asrock A75 Extreme6 Mainboard baut auf einem schwarzen PCB auf. Alle Anschlüsse auf dem Mainboard sind blau und weiß gefertigt und sind entsprechend strukturiert.

Der CPU Sockel ist nicht ganz mittig zwischen der I/O Blende und der Speicherbänke platziert. Dieser wurde etwas näher an die Speicherbänke herangerutscht, da die Spannungswandler über einen entsprechenden Kühler verfügen. Das Board verfügt über vier Speicherbänke und kann maximal 32GB Speicher mit einer Geschwindigkeit von 2400+ MHz im O.C. Mode aufnehmen. Ohne Overclocking ist die Verwendung von Speicherriegeln mit einer Taktung von 1866 MHz möglich.
Das Mainboard verfügt über drei PCIe X16 Steckplätze. Die beiden oberen können im Singlebetrieb mit vollen 16 Lanes angesteuert werden. Im Dualbetrieb verfügen beide über 8 Lanes. Der dritte PCIe X16 Slot ist mit nur 4 Lanes angebunden. Weiterhin verfügt das Mainboard über einen PCIe X1 und drei PCI-Steckplätze auf dem PCB.

Wie einem beim durchlesen der einzelnen Anschlüsse im Vorfeld sicherlich schon aufgefallen ist, kleckert Asrock bei der Ausstattung nicht sondern bringt möglichst viel auf dem PCB unter. So sind z.B. auf Mainboards mit dem FM1 Sockel keine FireWire Ports üblich. Auch in Sachen USB3.0 Ports sind zwei auf der I/O-Blende und zwei per Pfostenstecker auf dem Mainboard üblich.
Aber genau dies verbaut Asrock auf dem Mainboard. Die zusätzlichen USB Ports werden mittels eines ASMedia ASM1042 Chips bereitgestellt. Ebenso ist bei Verwendung einer entsprechenden CPU ein AMD Quad CrossFireX™, 3-Way CrossFireX™, CrossFireX™ and Dual Graphics möglich. Dies ist bei kaum einem FM1 Mainboard durch die geringer Anzahl an PCIe X16 Steckplätzen der Fall.
Die SATA Ports sind alle abgewinkelt, somit ist auch bei Verwendung langer Zusatzkarten die Benutzung aller Ports gewährleistet. Die Kühlkörper sind ein einem dunklen Grau gehalten und reihen sich optisch sehr gut in das Gesamtlayout ein.

Asrock hat sich bei der Ausstattung und der Verarbeitung sehr viel Mühe gegeben. Das Mainboard ist tadellos verarbeitet und verfügt über eine breit gefächerte Anschlussmöglichkeit.

Inbetriebnahme:

In unserem Test haben wir das Mainboard mit einer AMD A3870 APU und vier ADATA 4GB 1333MHz Speichern bestückt.
Die CPU und der Speicher wurden im Bios sofort richtig erkannt. Bei dem Bios handelt es sich um ein UEFI Bios, welches auch mit einer Maus bedient werden kann. Die Bedienung des Bios ist auch dann möglich, wenn die angeschlossene Tastatur an einem USB-Hub angeschlossen ist.
Als CPU Kühler kam der Noctua NH-L12 zum Einsatz, mit diesem Kühler sind auch kleine Übertaktungsversuche möglich.

Die Windows 7 64Bit Installation verlief problemlos. Es wurden zwar nicht alle Geräte von Windows sofort erkannt, dies stellt jedoch kein Problem dar, da die Treiber für diese auf der mitgelieferten DVD vorhanden sind. Wie immer sollte man jedoch einmal einen Blick auf die Hersteller Homepage riskieren, hier finden sich oft neuere Treiber.

Die mitgelieferte Software lässt bezüglich des übertakten, dem Auslesen der Temperaturen, Spannungen und Lüfterdrehzahlen keine wünsche offen.
Besonders erfreulich ist es, dass man in der Software Asrock Extreme Tuning Utility die Möglichkeit hat nicht nur die Lüfter zu steuern, welche an den beiden PWM-Anschlüssen angeschlossen sind. Zudem können die an den Steckern für CHASSIS FAN2/3 angeschlossenen Lüfter manuell in ihrer Drehzahl gesteuert werden.

Benchmarks und Tests:

Wir haben das Mainboard mit den verbauten Komponenten durch verschiedene Test geschickt. Bei allen Tests diente lediglich die in der CPU integrierte GPU zur Berechnung. Es war zu keinem Zeitpunkt eine dedizierte Grafikkarte verbaut.

Als Referenz dient ein Asus F1A75-I DELUXE, welches wir durch die selben Test geschickt haben.

Wie der Grafiken zu entnehmen ist, hat das Asrock Mainboard in jedem Test ein paar Punkte mehr erreicht als das Referenzmainboard und ist somit das aktuell schnellste FM1 Mainboard, welches wir für euch getestet haben.

Fazit:

Asrock hat mit dem A75 Extreme6 ein sehr gutes Mainboard auf den Markt gebracht. Ausstattungsmäßig handelt es sich bei diesem Mainboard nicht um ein Nischenprodukt. Das Mainboard ist mit zusätzlichen Features vollgestopft und kann in diesem Punkt voll und ganz Überzeugen. Ebenfalls in Sachen Performance zieht Asrock mit diesem Mainboard an den Asus Testkandidaten vorbei. Leider wurde am Zubehör etwas gespart. Bei diesen vielen Anschlussmöglichkeiten hätten wir uns eine USB/FireWire sowie COM-Port Slotblende im Lieferumfang gefreut. Qualitativ ist das Mainboard auf einem sehr hohen Stand der Technik sowie auch der Verarbeitung.
Das Beste muss nicht immer das Teuerste sein. Wenn man sich einmal genauer auf dem Markt umschaut, ist dieses Mainboard gut 20€* günstiger als ein vergleichbar ausgestattetes ASUS Mainboard und kann dennoch eine höhere Leistung sowie mehr Anschlussmöglichkeiten vorweisen.

Pro

  • Verarbeitung
  • Performance
  • Ausstattung

Contra

  • Keine USB / Firewire Slotblenden im Lieferumfang