Antec – Signature S10 – Big Tower

Mit dem Signature S10 haben wir heute das Vorzeigemodell aus der Gehäuseschmiede Antec im Test, welches nicht nur durch seine Größe, sondern auch durch das Design und das ausgeklügelte Kühlkonzept überzeugen soll.

Welche Details in dem Signature S10 von Antec stecken und wie sich das Gehäuse in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Maße: 230 x 602 x 590 mm (B x H x T)
  • Gewicht: ca. 17,7 kg
  • Material: Stahl (1,2 mm SECC), Aluminium (4 mm, gebürstet), Kunststoff
  • Farbe: Schwarz
  • Formfaktor: E-ATX, XL-ATX, ATX, Micro-ATX, Mini-ITX
  • Fan-Hub: 10x 3-Pin-Lüfter (Stromversorgung via 4-Pol-Molex, nicht regelbar)
  • Lüfter insgesamt möglich:
    3x 120 mm (Vorderseite Hauptkammer)
    1x 120 mm (Rückseite)
    2x 140 mm (Deckel)
    1x 120 mm (HDD-Kammer)
    1x 120 mm (SSD-Kammer)
  • Davon vorinstalliert:
    3x 120 mm (Vorderseite Hauptkammer)
    1x 120 mm (Rückseite)
    2x 140 mm (Deckel)
    1x 120 mm (HDD-Kammer)
  • Radiator-Mountings:
    1x max. 120 mm (Rückseite)
    1x max. 240/280 mm (Deckel) 1x max. 280/360 mm (Vorderseite Hauptkammer)
  • Filter: Hauptkammer, Netzteil, SSD-Kammer, HDD-Kammer (entfernbar)
  • Laufwerksschächte:
    1x 5,25 Zoll (extern; verkürzt)
    6x 3,5 Zoll (intern; werkzeuglos)
    8x 2,5 Zoll (intern; werkzeuglos)
  • Netzteil: 1x Standard ATX (optional)
  • Erweiterungsslots: 10
  • I/O-Panel: 4x USB 3.0 (interner Anschluss) 1x je Audio In/Out (HD)
  • Maximale Grafikkartenlänge: 345 mm
  • Maximale CPU-Kühler-Höhe: 165 mm
  • Maximale Netzteillänge: 270 mm

Lieferumfang:

  • Signature S10 Gehäuse
  • Schraubenset
  • Kabelbinder
  • 4 x SATA-Kabel
  • Mikrofasertuch
  • Montageanleitung

Design und Verarbeitung:

Das Signature S10 wird von Antec in einer riesigen Verpackung geliefert, welche auf der einen Seite in schwarz und auf der anderen Seite in weiß gehalten ist.

Auf beiden Verpackungsseiten wurde ein Produktbild des Gehäuses abgedruckt. Eine Auflistung der technischen Details sucht man auf der Verpackung vergebens.

Um das Gehäuse besser aus der Verpackung entnehmen zu können, wurde die Verpackung so designt, dass man diese einfach durch das Lösen von vier Befestigungen von dem Verpackungsboden abheben kann.
Innerhalb der Verpackung ist das Gehäuse durch zwei große Styroporpolster geschützt und übersteht so auch ohne eine weitere Umverpackung den Transport zum neuen Eigentümer unbeschadet.

Äußeres Erscheinungsbild:

Entnimmt man das Signature S10 aus seiner Verpackung, so hat man ein Gehäuse vor sich stehen, welches zwar ein recht schlichtes Design aufweist, jedoch durch seine besondere Bauform gleich auffällt.

Das Design des Signature S10 wird jedoch nicht, wie es häufig der Fall ist, nur von der Gehäusefront und dem Gehäusedeckel geprägt, sondern auch von den beiden Außenseiten sowie dem verbauten Standfuß.
Betrachtet man das Signature S10 einmal von seiner Front aus, so kommt einem das Gehäuse recht schlank vor. Diese schlanke Linie erhält das Gehäuse durch die schmale Gehäusefront, welche aus einer durchgehenden Aluminiumplatte gefertigt ist und schmäler ausgeführt ist, als das Gehäuse selbst.

Einzig im unteren Bereich hat Antec das Antec Logo als glänzend silbernen Schriftzug auf die schwarze Gehäusefront aufgebracht.
Schaut man sich einmal den Übergang von der Gehäusefront zum Standfuß an, so ist zu erkennen, dass sich hier ein Ausschnitt befindet, welcher zur Gehäuserückseite hin verjüngt wird. Dieser Ausschnitt dient als Luftauslass und wird durch den Y-förmigen Standfuß ermöglicht.

Hinter dem hier zu findenden Luftauslass wurde von Antec ein 120-mm-Lüfter vormontiert.

Der Gehäusedeckel ist aus schwarzem Kunststoff gefertigt und wurde mit einem feinen Lochdesign ausgestattet. Im vorderen Bereich des abgeschrägten Gehäusedeckels befindet sich das I/O-Panel, welches neben der Powertaste auch die obligatorischen Audioanschlüsse beinhaltet. Zudem sind hier noch vier USB 3.0 Anschlüsse zu finden, welche wahlweise über interne USB 3.0 oder USB 2.0 Stecker angeschlossen werden können, durch welche sie auch zu älteren Mainboards ohne USB 3.0 Unterstützung kompatibel sind.

Im weiteren Verlauf des nach hinten ansteigenden Gehäusedeckels ist ein 5,25″-Laufwerksschacht zu erkennen. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um einen herkömmlichen 5,25″-Laufwerksschacht, sondern um einen gekürzten Schacht, in welchen kein ODD, sondern nur eine Lüftersteuerung oder ein entsprechendes Frontpanel verbaut werden kann.
Der hintere Bereich des Gehäusedeckels ist ebenfalls mit dem gelochten Design versehen worden und dient als Luftauslass für die beiden dahinter verbauten 140-mm-Lüfter.

Schaut man sich einmal die Rückseite des Gehäuses an, so findet man hier im oberen Bereich neben der Aussparung für das I/O-Panel ein Wabengitter vor, hinter welchem Antec ebenfalls schon einen 120-mm-Lüfter verbaut hat.
Im weiteren Verlauf sind 10 Slotblenden zu erkennen, welche einem schnell signalisieren, dass das Signature S10 Platz für E-ATX bzw. XL-ATX Mainboards bietet. Neben den Slotblenden sind zudem zwei Schlauchdurchführungen zu finden, welche beide mit einer Gummidurchführung versehen sind.

Der Einbauplatz für das ATX-Netzteil befindet sich am Gehäuseboden und verfügt über acht Montagebohrungen, welche die Montage des gewünschten Netzteiles in zwei Richtungen zulässt.
Unter dem Einbauplatz des Netzteiles befindet sich ein Staubfilter, welcher nach hinten herausgezogen werden kann, wodurch sich der hier verbaute Filter sehr einfach reinigen lässt.

An der unteren Kante der Gehäuserückseite ist zu erkennen, dass es auch hier einen gewissen Abstand zwischen dem Gehäuse und dem Standfuß gibt.

Bei einem seitlichen Blick auf das Signature S10 kann man die Form des Kunststoffstandfußes am besten erkennen.

Hier ist auch die größte Besonderheit des Signature S10 zu erkennen. Hierbei handelt es sich um eine räumliche Trennung des Gehäuses. Bei geschlossenen Seitenwänden kann man zwei der drei verbauten Kammern erkennen. Im vorderen Bereich ist eine kleinere Seitenwand zu erkennen. Zwischen dem vorderen und hinteren Gehäuseabschnitt befindet sich der Lufteinlass für die Hauptkammer. Diese sowie auch die Kammer für den Bereich, in dem das Netzteil untergebracht wird, wird von der großen Seitenwand verdeckt.

Das Gehäuse ist auf der linken und rechten Seite symmetrisch aufgebaut.

Bei genauerem Betrachten ist zu erkennen, dass es sich bei den vier verbauten Seitendeckeln um mächtige Aluminiumdeckel handelt, welche eine gebürstete Oberfläche aufweisen und eine Stärke von 4mm haben. Die beiden vorderen Gehäusedeckel laufen zu dem zur Gehäusefron hin spitz zu, wodurch bei dem frontalen Blick auf das Gehäuse die schmale Silhouette des Gehäuses entsteht.
Die beiden hinteren Seitendeckel fallen um einiges größer aus. Zudem verfügen sie an ihrer hinteren Kante im unteren und oberen Bereich über eine Erhöhung. Bei genauem betrachten ist zu erkennen, dass es sich hierbei um die Befestigungspunkte der verbauten Scharniere handelt. Zudem ist zu erkennen, dass die Seitentüren einfach nur eingehängt sind und somit nicht nur aufgeklappt werden können, sondern zur Hardwaremontage auch ganz einfach von dem Gehäuse abgenommen werden können.

Um ein zu weites Öffnen der Türen zu vermeiden, wurde im unteren Bereich des Gehäuses ein gummierter Anschlag befestigt.
Zum Öffnen der Türen befindet sich oberhalb des zentralen Lufteinlasses ein kleiner Hebel, welcher beim Betätigen die Seitentüren etwas öffnet. Die Türen werden durch ein an ihnen festgeklebtes Magnetband geschlossen gehalten.

Entriegelt man die Seitentür, so wird man feststellen, dass sich nicht nur im hinteren Bereich eine Tür befindet, sondern auch bei der vorderen Kammer.

Auch die hier auf beiden Seiten verbauten Türen können bei Bedarf ganz einfach ausgehängt werden.
Will man nur eine Tür öffnen, so kann man dies auch mit der Hand tun, da das verwendete Aluminiumblech dick genug ist, um eine ausreichend große Fläche zu bieten, an denen man es mit den Fingern öffnen kann.

Der verbaute Standfuß verfügt an seiner Unterseite über vier Stellen, an denen Gummipuffer installiert werden könnten. Bei unserem Testmuster handelt es sich jedoch wohl um ein Montagsmodell, bei welchem leider keine entsprechenden Gummipuffer im Lieferumfang befinden, wodurch das Gehäuse immer direkt auf dem Kunststofffuß steht.

Blick ins Innere:

Hat man beide Türen geöffnet, so kann man schön das Three Chamber Design (Dreikammer-Design) erkennen. Zudem ist gut das Central Air Intake System (Zentrales-Zuluft-System) zu erkennen, welches sich zwischen der vorderen und der hinteren Kammer befindet.

Die vordere Kammer dient ausschließlich zur Festplattenmontage. Hier können bis zu sechs 3,5″ und drei 2,5″-Festplatten werkzeuglos und entkoppelt montiert werden.

Die Montage der einzelnen Laufwerke ist in drei Ebenen aufgeteilt. In jeder Ebene befinden sich Laufwerksschächte für zwei 3,5″-Festplatten und eine 2,5″-Festplatte. Die einzelnen Ebenen werden mittels eines Kunststoffriegels verriegelt, welcher mit einer Gummierung versehen ist und die Festplatten fest in ihren Schacht drückt.

3,5″ Festplatten werden hierbei in einen speziellen Kunststoffrahmen eingespannt. 2,5″-Festplatten können ohne diesen montiert werden.

Im oberen Bereich der Festplattenkammer befindet sich ein Staubfilter, welcher zur Reinigung einfach herausgezogen werden kann. Frische Luft wird durch den am Gehäuseboden verbauten 120-mm-Lüfter angesaugt und so an allen Festplatten vorbeigeführt.

Hinter den großen Seitentüren befinden sich zwei Kammern. Bei der unteren und kleineren Kammer handelt es sich um die Netzteil-Kammer, in welcher ein ATX-Netzteil auf zwei riesigen Moosgummipuffern montiert werden kann. Die Montage kann hierbei in zwei Richtungen geschehen. Dadurch dass sich direkt oberhalb des Einbaubereiches für das Netzteil jedoch eine Trennwand zur Hauptkammer befindet, sollte man das Netzteil immer so montieren, dass es frische Außenluft ansaugen kann.

Vor dem Montageplatz für das ATX-Netzteil befindet sich noch ein weiterer Festplattenkäfig, in welchem sechs weitere 2,5″-Festplatten platz finden. Auch hier erfolgt die Montage der Festplatten werkzeuglos.
Zwischen diesem Festplattenkäfig und dem Netzteil kann zudem noch ein 120-mm-Lüfter auf dem Kammerboden installiert werden.

Wirft man einmal einen Blick in die Haupt-Kammer, so kann man auch hier einige Besonderheiten erkennen.

Antec hat in den hier zu findenden Mainboardschlitten einen besonders großen Ausschnitt eingearbeitet, welcher es auch bei Dual-Sockel-Mainboards erlaubt, den/die Kühler ohne eine sonst notwendige Demontage des Mainboards montieren zu können. Um diesen Ausschnitt herum sind zudem Kabeldurchführungen eingearbeitet worden, welche mit einer Gummidurchführung versehen sind. Eine solche Durchführung befindet sich auch in dem Trennblech zur Netzteil-Kammer, wodurch die Stromkabel für die Erweiterungskarten auf kürzestem Wege verlegt werden können.
Im vorderen Bereich der Kammer befindet sich ein Lüfterpanel, welches dafür zuständig ist, die Luft aus dem zentralen Zuluftsystem an zu saugen. Auf dem herausnehmbaren Panel hat Antec schon drei 120-mm-Lüfter vormontiert. An dieser Stelle kann zudem auch ein Radiator mit bis zu 360mm verbaut werden.

Auch vor diesen Lüftern wurde ein Staubfilter verbaut. Dieser kann durch den Hebel unter dem zentralen Zuluftsystem entriegelt und dann herausgezogen werden.

Auch unter dem Gehäusedeckel hat Antec schon Lüfter vormontiert. Hier hat Antec ebenfalls ein einfach herausnehmbares Lüfterpanel verbaut, an welchem schon zwei 140-mm-Lüfter vorinstalliert sind. An diesen ist ebenfalls eine Montage eines Radiators mit bis zu 280mm möglich.

Zur Montage der Erweiterungskarten stehen einem wie schon kurz erwähnt 10 PCI-Slots zur Verfügung. Die gewünschten Erweiterungskarten dürfen eine Länge von 345mm haben. Der zum Einsatz kommende CPU-Kühler darf maximal 165mm hoch sein.

Wirft man einmal einen Blick auf die Rückseite des Gehäuses, so sind auch hier ein paar Besonderheiten zu erkennen.

Am auffälligsten ist hier bei der direkt neben dem zur Kühlermontage in den Mainboardschlitten eingelassen Aussparung angebrachte Lüfterhub. Dieser ermöglicht es, bis zu 10 Lüfter über einen einzigen Molex-Stecker mit Strom zu versorgen.

Um die einzelnen Kabel sauber verlegen zu können, hat Antec nicht nur mehrere Montagepunkte für Kabelbinder in den Mainboardschlitten eingearbeitet, sondern hat auch eine Kabeldurchführung von der Netzteil-Kammer auf die Rückseite des Mainboardschlittens eingearbeitet.

Eine zusätzliche Kabeldurchführung wurde zudem in die Festplatten-Kammer eingearbeitet.

Da dies auch der einzige Weg ist, welcher mit den SATA-Kabeln vom Mainboard aus zu den hier untergebrachten Festplatten genommen werden kann, liefert Antec vier lange SATA-Kabel mit.

Die Verarbeitung des gesamten Gehäuses liegt auf einem sehr hohen Niveau, welches sich auch in den verwendeten Materialien widerspiegelt.

Montage:

Durch den Umstand, dass sich die Seitentüren nicht nur öffnen, sondern auch ganz einfach abnehmen lassen, wird einem der Zugang zum Gehäuseinnenren erleichtert.

Schon gleich zur Mainboardmontage kann man sich zumindest bei der Montage eines ATX-Mainboards den ersten Arbeitsschritt sparen. Hierbei handelt es sich um das Eindrehen der Abstandshalter, da diese schon seitens Antec in den Mainboardschlitten eingedreht wurden. Soll ein XL-ATX oder E-ATX-Mainboard montiert werden, so muss man noch weitere Abstandshalter in den Mainboardschlitten eindrehen.
Bei der Wahl des CPU-Kühlers sind einem kaum Grenzen gesetzt. Dieser darf eine Höhe von bis zu 165mm haben, wodurch fast jeder Tower- bzw. Twin-Tower-Kühler in dem Gehäuse Platz findet. Durch die üppige Aussparung im Mainboardschlitten kann der Kühler auch dann verbaut werden, wenn man das Mainboard schon in dem Gehäuse untergebracht hat.
Anschließend kann man sich mit der Montage der Festplatten befassen. Bis zu sechs 3,5″ und drei 2,5″-Festplatten können werkzeuglos in der HDD-Kammer montiert werden. 3,5″-Festplatten müssen hierzu einfach in einen Kunststoffrahmen eingeklipst werden,

welcher dann in den Laufwerksschacht eingeschoben wird. 2,5″-Festplatten können ihr einfach eingeschoben werden.

Sechs weitere 2,5″-Festplatten können werkzeuglos in der Netzteil-Kammer montiert werden.
Die Montage der Erweiterungskarten kann aufgrund der Rändelschrauben werkzeuglos erfolgen. Die Erweiterungskarten dürfen eine Länge von maximal 345mm haben. Durch das Dreikammern-Design ist es in dem Signature S10 nicht wie in vielen anderen Gehäusen möglich, durch die Demontage der Festplattenrahmen weiteren Platz für die Erweiterungskarten zu gewinnen. Der Platz wird zudem reduziert, wenn man im vorderen Bereich einen Radiator montiert.
Das Netzteil kann durch die acht Montagebohrungen in zwei Richtungen verbaut werden. Wir haben uns in diesem Test dazu entschlossen, das Netzteil so zu verbauen, dass es sich frische Luft durch den Gehäuseboden ansaugt.

Der Platz hinter dem Mainboardschlitten ist zwar ausreichend um alle Kabel ordentlich zu verlegen, man muss hier jedoch zwingend Kabelbinder einsetzen, da sonst die Seitenwand von den Kabeln aufgedrückt werden kann.
Was uns bei der Montage etwas negativ aufgefallen ist, waren die Gummidurchführungen im Mainboardschlitten. Diese sind durch kleine Gumminasen in dem Mainboardschlitten justiert, welche sich jedoch herausdrücken, wenn man die Kabel nicht ganz vorsichtig durch diese hindurchführt.

Damit bei einem Transport die vier Seitentüren nicht ungewollt aufgehen, befindet sich eine Kunststoffblende im Lieferumfang, welche auf das Gehäuse aufgesetzt werden kann.

Anstelle des Magnetbandes hätten wir jedoch eine Justierung der Seitentüren durch kleine Klipse besser gefunden.

Fazit:

Mit dem Signature S10 hat Antec ein Gehäuse entworfen, welches seines Gleichen sucht. Das Gehäuse ist fast durchgehend sehr hochwertig verarbeitet. Das Einzige, was uns (bei dem uns gelieferten Muster) etwas negativ aufgefallen ist, waren die fehlenden Gummifüße zur Entkopplung des Gehäuses, welche sich eigentlich im Lieferumfang befinden. Was jedoch jedes Modell betrifft, sind die Kabeldurchführungen im Mainboardschlitten, welche recht locker sitzen und so leicht beim Durchführen der Kabel verrutschen können. Durch seine Bauform und die verwendeten Aluminiumkomponenten macht das Gehäuse zudem optisch einiges her und lädt zum modden ein. Hierzu spielt einem das Gehäuse auch durch die sehr einfach abnehmbaren Türen in die Hände, welche z.B. ganz einfach durch Plexiglasscheiben ersetzt werden können, welche dann an den original Scharnieren verbaut werden können. Durch die Aufteilung in verschiedene Kammern wurde auch das Kühlkonzept optimiert. Die einzelnen Kammern ermöglichen es, Komponenten wie die Festplatten oder das Netzteil mit sehr wenig Luft auf geringen Temperaturen zu halten. Somit ist es möglich den kompletten, in der Hauptkammer vorhandenen Luftstrom zu nutzen um das Mainboard, CPU, Speicher und Erweiterungskarten zu kühlen, ohne dass hier Luft erst noch an Festplatten etc. vorbei geführt werden muss. Der Aufbau bringt jedoch auch den Nachteil mit sich, dass man bei der Länge der Erweiterungskarten im Vergleich zu aktuellen Gehäusen etwas eingeschränkt ist. Dennoch bietet das Gehäuse genügend Platz für aktuelle Erweiterungskarten. Preislich liegt das Signature S10 mit aktuell 180€* auf einem sehr hohen Level, auf welchem sich nur wenige Gehäuse befinden.

Wir danken Antec sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

Antec - Signature S10 - Big Tower

8.9

Verarbeitung

10.0/10

Kompatibilität

10.0/10

Kühlmöglichkeiten

11.0/10

Ausstattung

9.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Modding

7.0/10

Preis

7.0/10

Pro

  • Sehr gute Verarbeitung
  • Auch im Innenraum lackiert
  • Optimiertes Kühldesign
  • Edles Design
  • Moddingpotential

Contra

  • Recht locker sitzende Kabeldurchführungen
  • Hoher Preis