ALSEYE – X12 Kit

Mit dem X12 Kit haben wir heute ein 120-mm-RGB-Lüfterset von ALSEYE im Test, welches nicht nur durch seine Performance überzeugen möchte, sondern auch durch ein besonders auffälliges und einzigartiges Design.

Welche Features in dem neuen X12 Kit stecken und wie sich das 120-mm-RGB-Lüfterset von ALSEYE in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

Lüfter

  • Abmessungen: 120 x 120 x 30 mm
  • Spannung: 12 Volt
  • Lüftergeschwindigkeit: 800 / 1000 / 1200 RPM
  • Luftstrom: 71,7 m³/h
  • Latstärke: 26,3 dB(A)
  • Lager: Hydraulisch
  • Anschluss: 4-PIN-PWM
    RGB-Controler
  • Abmessungen: 8,3 x 5,3 x 1,8 cm
  • Anschlüsse: 7 x Lüfter, 2 x RGB-Strip
  • Spannung: 5 Volt
  • Maximale Ausgangsleistung: Max. 30 Watt
  • Reichweite Fernbedienung: Max. 8 m

Lieferumfang:

  • 3x X12 Lüfter
  • Steuerungseinheit für bis zu 7 Lüfter und zwei LED-Streifen (magnetische Befestigung)
  • RF Wireless Fernbedienung
  • Stromkabel für Steuerungseinheit (Anschluss via SATA)
  • 12 x Lüfterschrauben (Gehäuse)
  • 12 x Lüfterschrauben (Radiator)

Design und Verarbeitung:

Das neue X12 Kit wird von ALSEYE in einer schwarzen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben einem großen Produktbild und der Modellbezeichnung auch mit den wichtigsten Features bedruckt wurde.

Die Verpackungsrückseite wurde neben weiteren Produktbildern und den technischen Details auch mit einer Kurzanleitung der im Lieferumfang enthaltenen Fernsteuerung bedruckt.

Entnimmt man die X12 Lüfter aus ihrer Verpackung, so hat man bei dem X12 Kit drei 120-mm-Lüfter vor sich liegen, welche in einem ganz speziellen Design gehalten sind.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Lüftern wurden die X12 Lüfter nicht mit einem quadratischen Lüfterrahmen ausgestattet, sondern verfügen über einen rahmenlosen Aufbau. Anstelle dieses Lüfterrahmens und der eigentlich zur Fixierung des Impeller verwendeten Stege setzt ALSEYE auf einen mittig über dem Impeller positionierten und x-förmig aufgebauten Kunststoffbügel. Um eine noch auffälligere Optik zu erzielen, wurde der anthrazitfarbene Kunststoffbügel mit mehreren Beleuchtungselementen ausgestattet. Neben dem mittig eingearbeiteten ALSEYE Schriftzug wurden in den Kunststoffbügel auch noch vier leicht transparente Kunststoffstreifen eingelassen.
Unterhalb dieser leicht transparenten Elemente hat ALSEYE insgesamt 20 adressierbare RGB-LEDs verbaut. Der Anschluss des Lüfters sowie auch der verbauten RGB-LEDs erfolgt über einen kleinen fünfpoligen Anschluss, welcher in den x-förmigen Kunststoffbügels eingearbeitet wurde.

Auf der Unterseite wurde der x-förmige Kunststoffbügel aus schwarzem Kunststoff gefertigt und im Bereich der Lüfternabe mit vier zusätzlichen RGB-LEDs ausgestattet.

Leider befindet sich zwischen der Unter- und Oberseite des x-förmigen Kunststoffbügels jedoch ein sehr feiner Spalt, durch welchen etwas Licht nach Außen dringt.

Zur Montage wurde der x-förmige Kunststoffbügel an seinen Spitzen mit Montagepunkten ausgestattet. Um eine entkoppelte Montage zu ermöglichen, wurden diese vier Kunststoffröhren mit einer Gummierung versehen.

Die Lüfter lassen sich trotz des speziellen Designs jedoch nicht nur mittels normaler Schrauben montieren, sondern auch eine Montage an einem Radiator ist problemlos möglich. Hierzu wurde der anthrazitfarbenen Kunststoffbügel an seinen vier Spitzen mit recht unauffällig eingearbeiteten Abdeckungen versehen.

Diese können zur Montage geöffnet und im montierten Zustand wieder geschlossen werden.

Der verbaute Impeller verfügt über sieben druckoptimierte Lüfterblätter. Die Lüfterblätter wurden hierzu nicht nur an der hinteren Kante mit einem abgestuften Aufbau versehen, sondern auch an der vorderen sowie an der äußeren Kante.

Zum Anschluss der drei im Set enthaltenen Lüfter befindet sich im Lieferumfang eine optisch an die Lüfter angepasste Steuereinheit.

Das Kunststoffgehäuse wurde aus anthrazitfarbenem Kunststoff gefertigt und auf der Oberseite mit einem hervorgehobenen „X“ versehen. Dieses Designelement wird durch integrierte RGB-LEDs synchron zu den angeschlossenen Lüftern beleuchtet.

Zum Anschluss kompatibler Lüfter wurde die Steuereinheit auf der rechten Seite mit drei und auf der linken Seite mit vier fünfpoligen Anschlüssen ausgestattet.

Wo auf beiden Seiten noch ein dreipoliger Anschluss für adressierbare RGB-Strips eingearbeitet wurde, hat ALSEYE auf der rechten Seite auch noch einen vierpoligen Anschluss eingearbeitet, über welchen man die Steuereinheit mit einem vierpoligen PWM-Anschluss am Mainboard sowie einem vorhandenen ADD-Header verbinden kann.

Die Stromversorgung der Steuereinheit selbst erfolgt über einen vierpoligen Anschluss, welcher in der Vorderseite eingelassen wurde.

Dank der im Lieferumfang enthaltenen Steuereinheit kann man auch ohne ein modernes Mainboard, auf welchem ein 5 Volt ADD-Header verbaut ist, schicke Beleuchtungseffekte erzielen.

Youtube

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Die Verarbeitung der im Set enthaltenen Komponenten wurde recht sauber ausgeführt. Nicht so gut gefallen hat uns jedoch der feine Spalt zwischen der Unter- und Oberseite des x-förmigen Kunststoffbügels.

Montage

Aufgrund des speziellen Aufbaus ist das Einsatzgebiet des X12 Lüfter-Sets nicht so vielseitig wie man es von den meisten anderen Lüftern kennt. Dies liegt daran, dass man die Lüfter nur einseitig montieren kann.
Dank der fest verbauten Gummielemente können die Lüfter bei der Montage an einem Radiator sowie auch an einem Gehäuse schon teilweise entkoppelt montiert werden. Da die Montagepunkte jedoch nicht für den Einsatz von Entkopplern ausgelegt sind, lassen sich die Lüfter nicht vollständig entkoppelt montiert werden.
Sollen die Lüfter als Gehäuselüfter eingesetzt werden, so kommen normale Schrauben zum Einsatz.
Für die Montage auf einem Radiator liegen dem Lieferumfang spezielle Schrauben bei, welche unterhalb der aufgesteckten Abdeckungen eingesetzt werden. Diese Schrauben verfügen über einen recht flachen Kopf und ermöglichen es so, die Abdeckung wieder verschließen zu können.
Der spezielle Aufbau sorgt jedoch spätestens dann, wenn man einen Radiator im Push-Pull-Betrieb nutzen möchte für Probleme, denn er ermöglicht nur eine einzige Montagerichtung, bei welcher die Luft durch den Radiator geblasen wird.
Die mögliche Montagerichtung ist zwar für den Einsatz auf einem CPU-Kühler die richtige, jedoch kann es auch hier je nach herangezogenen CPU-Kühler und den dazugehörigen Lüfterklammern zu Montageproblemen kommen.
Der Anschluss der Lüfter sowie auch der integrierten RGB-LEDs erfolgt mittels einzelner Kabel an die im Lieferumfang enthaltene Steuereinheit.
Da man die Anschlusskabel modular ausgeführt hat, hätte es uns gefreut, wenn man die Lüfter mit einem IN-Anschluss sowie einem OUT-Anschluss ausgestattet und somit eine Möglichkeit zur direkten Verbindung der einzelnen Lüfter miteinander ermöglicht hätte.
Wenn man über ein Mainboard mit einem 3-PIN-LED-Header verfügt, kann man die Steuereinheit mittels des ebenfalls mitgelieferten Adapterkabels direkt ans Mainboard anschließen und die Beleuchtung über die Software des Mainboardherstellers steuern. Verfügt man nicht über ein kompatibles Mainboard, so erfolgt die Beleuchtungssteuerung über die mitgelieferte RGB-Steuereinheit. Die Auswahl des jeweiligen Beleuchtungseffektes bzw. der gewünschten Beleuchtungsfarbe kann durch die mitgelieferte Fernbedienung auch bei einem geschlossenen Gehäuse erfolgen.

Kühlleistung:

Natürlich wollen wir aber auch bei diesen Lüftern wissen, was für eine Leistung in ihnen steckt.

Wie bei allen von uns getesteten 120-mm-Lüftern testen wir auch dieses Modell auf dem NH-L12 von Noctua. Es handelt sich hierbei um einen Topblow-Kühler für 120-mm-Lüfter. Um das Ergebnis nicht zu verfälschen, verwenden wir diesen Kühler bei jedem 120-mm-Lüftertest.
Gekühlt werden muss von dieser Kombination eine AMD 3850 APU. Als Referenzwerte dienen die Ergebnisse aller bis jetzt getesteten 120-mm-Lüfter.


Das Testsystem besteht somit aus:

  • AMD APU A6 3850
  • Asus F1A75-I DELUXE
  • 2 x 2GB 1600MHz CL6 Mushkin Copperhead
  • Noctua NH-L12 Kühlkörper
  • Arctic MX2 Wärmeleitpaste

Die komplette Hardware wird @ Stock also nicht übertaktet betrieben.

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden.

Protokolliert wurde der höchste Mittelwert aller vorhandenen Kerne der CPU. Die Temperaturen wurden nach einem 30-minütigen Prime95 Stresstest ermittelt.
Um die maximale Leistung jedes Lüfters zu erreichen, werden PWM sowie manuell zu steuernde Lüfter mit voller Leistung laufen gelassen.
Separate Low-Speed- bzw. Low-Noise-Adapter werden somit auch nicht angeschlossen.
Verfügen Lüfter über einen integrierten Temperaturfühler, wird dieser mittels eines Peltier Element auf Temperaturen gebracht, um die höchste Leistung des Lüfters zu erzielen.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist zu erkennen, dass sich die neuen X12 Lüfter im hinteren Drittel unseres Testfeldes platziert haben. An dieser Stelle zeigt sich der Nachteil des offenen Aufbaus, durch welchen ein Teil der bewegten Luft zu den Außenseiten hin entweicht und somit wirkungslos verpufft.

Fazit:

Mit dem X12 Kit hat ASLEYE ein Lüfterset in sein Sortiment aufgenommen, welches in unserem Test vor allem durch seine besonders auffällige Optik überzeugen konnte. Die auffällige und einzigartige Optik erzielen die Lüfter nicht nur durch die hohe Anzahl an adressierten RGB-LEDs, sondern auch durch den rahmenlosen Aufbau. Wo die integrierten RGB-LEDs wahlweise über die mitgelieferte Steuereinheit oder durch eine Kombination aus der Steuereinheit und einem kompatiblen Mainboard steuerbar sind, und einem dahingehend eine gute Kompatibilität bieten, bringt der recht besondere Aufbau jedoch gewissen Nachteile mit sich. Der größte Nachteil ist hierbei im reduzierten Wirkungsgrad zu finden, denn ein Teil der bewegten Luft verlässt den Lüfter nicht auf der Rückseite, sondern ungehindert an den Außenseiten. Des Weiteren muss man auch bei der Montage beachten, dass man die X12 Lüfter nur in eine Richtung montieren kann. Durch die in den Montagebügel eingelassenen Kappen kann man die Lüfter in Kombination mit den zusätzlichen Schrauben jedoch auch problemlos an einem Radiator befestigen. Preislich liegt das recht sauber verarbeitete X12 Kit aktuell bei knapp 40€*. Neben der von uns in diesem Test herangezogenen, grauen Variante gibt es das Lüfterset auch noch in einer weißen Variante, welche ebenfalls knapp 40€* kostet.

 

Wir danken Inter-Tech für die Bereitstellung des Testmusters.

ALSEYE - X12 Kit

8

Kühlleistung

4.0/10

Verarbeitung

8.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

8.0/10

Lautstärke

7.0/10

Lieferumfang

10.0/10

Casemodding

10.0/10

Preis

9.0/10