ALSEYE – H360 – 360mm AiO-Wasserkühlung

Mit der H360 haben wir heute eine kompakte und ansprechend designte 360mm AIO Wasserkühlung von ALSEYE im Test, welche trotz ihrer schlanken Bauform mit einer guten Kühlleistung überzeugen möchte.

Welche Details in der noch recht neuen H360 stecken und wie sich die schlanke AiO Wasserkühlung von ALSEYE in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • TDP: bis zu 350 Watt
    Wasserblock
  • Abmessungen: 65 x 55 x 44 mm
  • Material: Kupfer, Kunststoff
  • Schlauchlänge: 300mm
  • Kühlflüssigkeit: Umweltfreundliche Flüssigkeit mit Antikorrosionsmittel
    Pumpe
  • Betriebsspannung: 12 V
  • Drehzahl: 2600 RPM
  • Lager: Keramiklager
    Radiator
  • Abmessungen: 393 x 120 x 27 mm
  • Material: Aluminium
  • Farbe: Schwarz
    Lüfter
  • Lüfter-Abmessungen: 120 x 120 x 25mm
  • Nennspannung: 12V
  • Leistungsaufnahme pro Lüfter: 0,3 A
  • Lüftergeschwindigkeit: 800-2000 U/min
  • Luftstrom pro Lüfter: 31,09-76,80 m³/h
  • Luftdruck pro Lüfter: 0,53-1,80 mmH2O
  • Geräuschpegel: 13,5-35,2 dBA
  • Anschlussart: 4Pin PWM
  • Lager: Gleitlager
    Abmessungen
  • Kompatibilität:
    Intel® Socket LGA 775, 1150, 1151, 1155, 1156, 1366, LGA 2011, 2066 Square ILM
    AMD® Socket AM2, AM2+, AM3, AM3+, FM1, FM2, AM4

Lieferumfang:

  • ALSEYE H360 – 360mm AiO-Wasserkühlung
  • Retailverpackung
  • Befestigungskit für Intel® Sockel LGA775, 1150, 1155, 1151, 1156, 1366, 2011, 2066 Square ILM
  • Befestigungskit für AMD® Sockel AM2, AM2+, AM3, AM3+, AM4, FM1, FM2
  • Backplate-Befestigungskit
  • Wärmeleitpaste
  • Montageanleitung (Englisch)

Design und Verarbeitung:

Die neue H360 wird von ALSEYE in einer schwarz/blauen Verpackung geliefert, welche auf der Vorderseite neben der Modellbezeichnung auch mit einem großen Produktbild bedruckt wurde. Eine Auflistung der technischen Details wurde auf der Verpackungsoberseite abgedruckt.

Mit einem Blick auf die Verpackungsrückseite findet man ein Montagebeispiel der H360 vor.

Entnimmt man die H360 aus ihrer Verpackung, so hat man eine schlanke AiO-Wasserkühlung vor sich liegen, welche im Vergleich zu vielen anderen AiO-Waküs am Markt mit einem recht schlichten Design daher kommt.

Passend zum angewandten Design wurde auch das aus schwarzem Kunststoff gefertigte Pumpengehäuse mit einem unspektakulären, quadratischen Aufbau versehen.

In die Oberseite des Pumpengehäuses wurden zwei umlaufende, leicht transparente Kunststoffstreifen sowie das ALSEYE Logo eingearbeitet. Wo das Pumpengehäuse im ausgeschalteten Zustand noch recht unscheinbar daher kommt, ändert sich die Optik nach dem Einschalten schlagartig, denn ALSEYE hat das Pumpengehäuse mit einer statischen RGB-Beleuchtung ausgestattet.

Die beiden Anschlüsse sind auf der Rückseite des Pumpengehäuses zu finden und wurden drehbar ausgelegt, wodurch die Montage des Pumpengehäuses vereinfacht werden soll. Die fest auf die abgewinkelten Anschlüsse gepressten, 300 mm langen Schläuche wurden für eine höhere Stabilität sowie eine schicke Optik mit schwarzen Sleevings versehen. Zur Arretierung wurden die Sleeves an ihren Enden mit Schrumpfschläuchen ausgestattet, welche wiederum mit Kleber fixiert wurden. Leider wurde hierbei soviel Kleber verwendet, dass er auf beiden Seiten der Schrumpfschläuche herausgedrückt wurde.

Mit einem seitlichen Blick auf das Pumpengehäuse findet man auf der linken und rechten Seite kleine Vertiefungen vor, welche zur Aufnahme der Montageschienen dienen.

Mit einem Blick auf die Unterseite des Pumpengehäuses findet man eine Bodenplatte aus hochwertigem Kupfer vor.

Bei dem 360-mm-Radiator setzt ALSEYE auf einen 27 mm schlanken Aluminiumradiator. Im Inneren des Radiators wurden 12 Kanäle eingearbeitet, durch welche das Wasser von einer zur anderen Seite und wieder zurückgeleitet wird.

Die zwischen den Kanälen verbauten Aluminiumfinnen wurden bis auf wenige Ausnahmen sauber verarbeitet.

Passend zum schlanken Aufbau fällt auch die verbaute Vor- und Endkammer recht kompakt aus.

Wie wir es schon von den Anschlüssen am Pumpengehäuse kennen wurde auch die Vorkammer mit feststehenden Anschlüssen ausgestattet, auf welche die eingesetzten Schläuche aufgepresst wurden.

Leider wurde auch an dieser Stelle nicht mit dem eingesetzten Klebstoff gespart.
Der Radiator verfügt zur Lüftermontage sowie der Montage am Gehäuse auf jeder Seite über 12 Montagegewinde. Unter diesen wurden jedoch leider keine schützenden Bleche verbaut, wodurch es in Kombination mit optionalen Schrauben, welche nicht zum Lieferumfang gehören, zu Beschädigungen an den Lamellen kommen kann.

Bei den mitgelieferten Lüftern handelt es sich um die Halo 3.0 Lüfter, welche in einem recht speziellen Design gehalten sind.

Im Vergleich zu vielen anderen 120-mm-Lüftern wurde der Lüfterrahmen der noch recht neuen HALO 3.0 Lüfter nicht quadratisch, sondern kreisrund ausgeführt.
Mit einem Blick auf die Oberseite des schwarzen Lüfterrahmens findet man acht leicht transparente Kunststoffelemente vor.

ALSEYE hat den recht dick ausfallenden Lüfterrahmen jedoch nicht nur auf der Oberseite mit leicht transparenten Kunststoffelementen ausgestattet, sondern auch auf der Außenseite. In Kombination mit den integrierten RGB-LEDs kann ein schickes, jedoch leider nur statisches Beleuchtungsbild erzielt werden.

Zur Montage wurden die Lüfter auf der Ober- und Unterseite mit jeweils vier abstehenden Montagepunkten ausgestattet. Diese wurden zur Entkopplung mit Moosgummielementen ausgestattet.

Aufgrund des recht breiten Lüfterrahmens fallen die sieben verbauten Lüfterblätter vergleichsweise kurz aus. Um die Geräuschkulisse zu minimieren, wurden die Lüfterblätter an der hinteren Kante mit kleinen Vertiefungen ausgestattet.

Befestigt ist der Impeller an vier Stegen, welche gegen die Rotationsrichtung gebogen sind.

Als Anschlusskabel kommt ein vieradriges Flachbandkabel zum Einsatz, welches mit einem vierpoligen PWM-Anschluss ausgestattet wurde.

Bis auf den überschüssigen Klebstoff im Bereich der Anschlüsse sowie vereinzelnde, minimal verbogene Kühlfinnen wurde die Verarbeitung der H360 sauber ausgeführt.

Montage:

ALSEYE liefert bei der H360 eine Multisockelbackplate mit, durch welche es auch bei einem AMD-Mainboard notwendig ist, die eventuell vorhandene Backplate zu entfernen und durch die mitgelieferte Backplate zu ersetzten. Diese wird von der Vorderseite des Mainboards aus mittels Abstandshaltern verschraubt.
Bevor man die Pumpeneinheit nun mit diesen Abstandshaltern verschrauben kann, muss man erst die zum Sockel passenden Montageschienen an das Pumpengehäuse stecken. Ist dieser Arbeitsschritt erfolgt, kann die Pumpeneinheit auf die mit Wärmeleitpaste bestrichene CPU aufgesetzt und verschraubt werden.
Auf einem AMD-Sockel kann die Ausrichtung nur in zwei Richtungen geschehen. Auf einem Intel-Sockel hat man, was die Platzierung des Kühlers angeht, hingegen die freie Wahl.
Um die bestmögliche Kühlleistung zu erreichen, sollten die Lüfter immer so montiert werden, dass sie die Luft durch den Radiator blasen und nicht ziehen. Dies bedeutet, wenn der Radiator an dem Gehäusedeckel montiert wird, sollten die Lüfter auf der Seite montiert werden, wo sich die beiden Schläuche befinden. Wird der Radiator an der Gehäusefront verbaut, so sollte man die Lüfter zwischen der Gehäusefront und dem Radiator montieren.

Für den Fall, dass man den Radiator mit optionalen Lüftern im Push-Pull-Betrieb betreiben möchte, muss man aufgrund des etwas eingeschränkten Lieferumfangs leider auf optionale Schrauben zurückgreifen.

Testsystem:

Als Testsystem kommt neben einem Sockel 1151-Testsystem auch ein aktuelles AM4-Testsystem zum Einsatz. Dies bietet euch die Möglichkeit, alle von uns getesteten Wasserkühler auch mit den von uns getesteten Luftkühlern zu vergleichen. Da bei der Verwendung eines Wasserkühler in der Regel niedrigere Temperaturen und somit auch höhere Taktraten erreicht werden können, Schicken wir unsere Testsysteme nicht nur mit den von den Herstellern vorgesehenen Taktraten in den Test, sondern auch mit einer Übertaktung. Das Intel-Testsystem ist hierbei auf 4,7 GHz und das AMD-Testsystem auf 3,8 GHz übertaktet.

Das Intel-Testsystem besteht aus diesen Komponenten:

  • ASRock – Z170 Extreme3
  • HyperX – Savage 16GB Kit 3000MHz
  • Intel® – Core i7-6700K
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Das AMD-Testsystem besteht aus diesen Komponenten;

  • AMD – Ryzen 1600
  • ASUS – Crosshair VI Hero
  • 2 x 8GB Corsair Vengeance LPX Black 2666 MHz
  • Zotac – GTX 780 TI AMP Edition

Testablauf:

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Gemessen werden die Temperaturen einmal im nicht übertakteten Zustand und einmal im übertakteten Zustand der Testsysteme.

Kommen bei einem getestete Kühler Lüfter zum Einsatz, bei denen es sich um PWM-Lüfter handelt, welche ihre Geschwindigkeit selbst anpassen, so wird die PWM-Steuerung während des Tests deaktiviert.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da bei unseren Tests alle Kühler die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle CPU-Wasserkühler und All-in-One Wasserkühlungen, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben. CPU-Wasserkühler wurden in Kombination mit einem Alphacool NexXoS UT60 Full Copper 480 mm getestet.

Mit einem Blick auf das erreichte Testergebnis ist zu erkennen, dass die H360 in unserem Test eine gute Kühlleistung erzielen konnte, mittels welcher man nicht nur jede aktuelle CPU auf angenehmen Temperaturen betreiben kann, sondern auch einer Übertaktung der eingesetzten CPU nichts entgegenspricht. Leider gehören die eingesetzten Lüfter durch die ihre hohe Maximaldrehzahl unter Volllast nicht zu den leisesten Modellen am Markt.

Fazit:

Mit der H360 hat ALSEYE eine 360mm AiO-Wasserkühlung in sein Sortiment aufgenommen, welche durch ihren schlanken Aufbau vor allem für kompaktere ATX-Gehäuse die richtige Wahl ist. Passend zum schlanken Aufbau hat es ALSEYE auch bei dem Design nicht übertrieben und die Pumpeneinheit mit einem recht schlichten Design versehen. Wie es bei den meisten aktuellen AiO-Waküs der Fall ist, wurde auch die H360 trotz ihrer klaren Kanten mit einer RGB-Beleuchtung ausgestattet. Die Beleuchtungsfarbe ist hierbei jedoch fest vorgegeben. Was die gebotene Performance angeht, erzielte die H360 eine gute Kühlleistung mittels welcher sich auch übertaktete CPUS noch anständig kühlen lassen. Die eingesetzten Lüfter fügen sich durch die integrierte Beleuchtung gut in das Design ein und tragen einen Großteil zur guten Kühlleistung bei. Leider sind die Lüfter jedoch durch die hohe Maximaldrehzahl vergleichsweise laut. Sie lassen sich jedoch mittels des PWM-Signals problemlos steuern, wodurch sie nur bei einer sehr hohen CPU-Auslastung in den Drehzahlbereich vordringen, in welchem sie störend auffallen. Preislich liegt die recht sauber verarbeitete ALSEYE – H360 aktuell bei etwa 75€* und bietet einem somit ein gutes Preis/Leistungsverhältnis.


Wir danken Inter-Tech für die Bereitstellung des Testmusters.

ALSEYE - H360 - 360mm AiO-Wasserkühlung

8

Kühlleistung

9.0/10

Verarbeitung

7.0/10

Montage

8.0/10

Kompatibilität

9.0/10

Lautstärke

7.0/10

Modding

6.0/10

Lieferumfang

8.0/10

Preis

10.0/10

Pro

  • Preis
  • Hohe Kompatibilität
  • Kühlleistung
  • Beleuchtung

Contra

  • Lautstärke unter Volllast
  • Überschüssiger Kleber an den Schläuchen
  • (Beleuchtung nicht steuerbar bzw. ausschaltbar)