Alphacool – NexXxoS UT60 Full Copper 480mm

Mit dem NexXxoS UT60 Full Copper haben wir heute einen 480-mm-Radiator aus der Wasserkühlungsschmiede Alphacool im Test, welcher nicht nur durch seinen Vollkupferaufbau eine gute Kühlleistung erreichen, sondern auch mit einer guten Ausstattung punkten will.

Wie sich der 480-mm-Radiator aus der NexXxos Serie von Alphacool in unserem Test geschlagen hat und welche Details in ihm stecken, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Material intern: Hauptanteil Kupfer
  • Material Gehäuse: Seitenteil Stahl, Gewindeeingänge Messing, Kammern Kupfer
  • Farbe: schwarz
  • Abmessungen (L x B x H):522x124x60mm
  • Anschlussgewindegröße: 6x 1/4Zoll
  • Auslassgewindegröße: 1x 1/4Zoll
  • Lüftergewinde: M3
  • Druckgetestet: 1,5 Bar
  • Gewicht:2446g

Lieferumfang:

  • NexXxos UT60 480-mm-Radiator
  • 5 x G1/4″ Verschluss
  • 16x M3x30mm Inbusschrauben
  • 16x M3x35mm Inbusschrauben
  • Inbusschlüssel

Design und Verarbeitung:

Der NexXxoS UT60 Full Copper 480-mm-Radiator wird in einer recht schlichten Verpackung geliefert, welche in einem schwarzen Grunddesign gehalten ist. Auf jeder Verpackungsseite wurde das Alphacool Logo in einem hellen Blauton auf die Verpackung aufgedruckt. Auf der Verpackungsvorderseite ist zudem ein Produktbild sowie die Modellbezeichnung zu finden. Auch die wichtigsten Eigenschaften wurden hier untergebracht.

Innerhalb der Verpackung ist der Radiator in einer dünnen Luftpolsterfolie eingepackt. Das mitgelieferte Zubehör wurde in einem separaten Karton untergebracht.
Entnimmt man den NexXxoS UT60 Full Copper aus seiner Verpackung, so hat man einen mächtigen 480-mm-Radiator vor sich liegen, welcher eine Stärke von 60mm aufweist. Der Radiator ist, wie es bei den meisten Radiatoren der Fall ist, mit einer schwarzen Lackierung versehen und ähnelt auf den ersten Blick auch vielen anderen Radiatoren vom Aufbau her. Auf die beiden Außenseiten wurde das Alphacool Logo im Bereich der Endkammer aufgedruckt. Dieses ist in einem kontrastreichen hellblauen Farbton gehalten.

Betrachtet man die verbaute Endkammer einmal etwas genauer, so wird man feststellen, dass Alphacool diese recht flach gehalten hat. Durch diesen flachen Aufbau wird der Radiator nicht unnötig in die Länge gezogen, wodurch die Kompatibilität des Radiators gesteigert wird, da er nicht so viel Fläche einnimmt, wie andere 480-mm-Modelle. Zudem befindet sich in der Endkammer auch noch ein G1/4″ Gewinde, welches mit einer blauen Gummikappe versehen ist. Diese muss vor der Montage des Radiators gegen einen der im Lieferumfang enthaltenen Verschlüsse verschlossen werden, da der verbaute Gummistopfen nur recht locker in dem Gewinde sitzt und durch den Wasserdruck herausgedrückt würde.

Dieses G1/4″ Gewinde dient hauptsächlich zur Entlüftung des Systems, kann aber auch je nach Einbaulage des Radiators in Kombination eines Fillport zum Befüllen des Systems genutzt werden.
Auf der gegenüberliegenden Seite hat Alphacool dem NexXxos UT60 Full Copper zwei getrennte Vorkammern spendiert. Hierdurch wird eine klare Flussrichtung definiert. Jede Vorkammer verfügt zudem über drei eingelassene G1/4″ Gewinde, wodurch bei jeder Einbaurichtung auf winklige Anschlüsse, welche den Durchfluss etwas mindern würden verzichtet werden kann.

Jedoch steigert Alphacool nicht nur durch einen hohen Durchfluss die Kühlleistung des Radiators, sondern auch durch die verwendeten Materialien.
Viele Hersteller setzten hier meist auf Kanäle aus Kupfer und Kühlfinnen aus Aluminium. Einige Hersteller gehen in der Zwischenzeit bei bestimmten High-End-Modellen einen Schritt weiter und verbauen auch Kühlfinnen aus Kupfer. Alphacool hat dem NexXxos UT60 Full Copper wie der Name schon vermuten lässt Kanäle und Kühlfinnen aus Kupfer spendiert. Im Hause Alphacool ist man jedoch noch einen Schritt weitergegangen und hat alle wichtigen Komponenten, welche mit der Kühlflüssigkeit in Kontakt kommen aus Kupfer gefertigt. Somit wurden auch die beiden Vorkammern und die Endkammer aus Kupfer gefertigt. Die darin eingelassenen G1/4! Gewinde sind aus Messing gefertigt. Bei den beiden Seitenwänden hingegen verwendet Alphacool herkömmliches Stahlblech.
In dem Radiator wurden 12 Kanalreihen verbaut, welche sich auf die beiden Flussrichtungen aufteilen. Zwischen diesen Kanälen wurden die Kühlfinnen eingearbeitet. Diese weisen einen recht großflächigen Abstand zueinander auf, wodurch der Radiator so konstruiert wurde, dass er auch schon mit langsam drehenden Lüftern eine hohe Kühlleistung erreichen kann.

Die Kühlfinnen sowie auch die Kanäle wurden wie der Rest des Radiators schwarz lackiert. Bei den Kühlfinnen wurde die Lackierung jedoch nur aus einer Richtung aufgesprüht, wodurch man je nach Blickrichtung schwarz lackierte Kühlfinnen

erkennt, oder kupferfarbene Kühlfinnen vor sich hat.

Gerade für Casemodder, bei denen man einen Einblick in den Rechner hat, kann dies von Nachteil sein und das Gesamtbild negativ beeinflussen.

Zum Schutz der Kühlfinnen während der Montage hat Alphacool eine weitere Besonderheit in den Radiator eingearbeitet. Oberhalb der Kühlfinnen verläuft ein zweiter Rahmen, welcher es verhindert, dass Montageschrauben zu tief eingedreht werden können, wodurch die Kühlfinnen an dieser Stelle effektiv vor Beschädigungen geschützt werden.

Die Kühlfinnen sind sehr sauber verarbeitet. Verbogene Finnen sucht man an dem Radiator vergebens.

Bis auf die einseitige Lackierung der Kühlfinnen wurde unser Testmuster sehr sauber verarbeitet.

Montage:

Zur Montage des NexXxoS UT60 Full Copper liegen dem Radiator zwei verschiedenlange Schraubensätze bei. Beide Schraubensätze bestehen dabei aus jeweils 16 Schrauben. Die Schrauben eines Satzes sind dabei 30mm lang und die des zweiten Satzes 35mm lang. Um den Radiator in Kombination mit vier 120-mm-Lüftern in einem Gehäuse zu montieren, muss man somit auf die 35mm langen Schrauben zurückgreifen. Soll der Radiator in einer Push-Pull-Konfiguration betrieben werden, so müssen die auf der dem Gehäuse abgewandten Seite verbauten Lüfter mit den 30mm langen Schrauben montiert werden.
Sollen die Lüfter nicht zwischen dem Gehäuse und dem Radiator montiert werden, oder eine Montage ganz ohne Lüfter bewerkstelligt werden, so wird diese aus zwei Gründen erschwert. Der erste Punkt, welche eine solche Montage erschwert, sind die dafür fehlenden Schrauben im Lieferumfang des Radiators. Da eine solche Montage jedoch nur in den wenigsten Fällen zum Einsatz kommt es nicht weiter tragisch, dass sich diese nicht im Lieferumfang befinden. Ein weiterer Punkt, welcher auch nicht so einfach umgangen werden kann, ist die Tatsache, dass die in die Vorkammer eingedrehten Verschlüsse aus dem Radiator herausstehen und man somit neben passenden Schrauben auch kleine Abstandshalter benötigen würde.
Durch die drei in die Vorkammer eingelassenen Ein- und Auslässe sind bei jeder Montageart keine abgewinkelten Anschlüsse notwendig, es sei denn, die Schläuche sollen direkt unter dem Radiator entlang geführt werden.

Testsystem:

Um die neusten CPU-Kühler vergleichbar und realitätsnah testen zu können, ist es erforderlich hochwertige und leistungsstarke Hardware als Grundlage zu haben.
Aus diesem Grund kommt ein Sockel 2011 System zum Einsatz.

Das Testsystem besteht aus:

  • Intel i7 3930K @ 4.8GHz, Vcore=1.42V
  • AsRock Extreme 11
  • 4 x Corsair 8GB 1866MHz
  • EVGA GTX Titan Hydro Copper

Weiterhin im Wasserkreislauf integriert:

  • CPU-Kühler: Heatkiller 3.0
  • Durchflusssensor: Alphacool Fließanzeiger G1/4″
  • Temperaturfühler: Phobya In-Line Thermosensor 2 x G1/4″
  • Anschlüsse: Alphacool HF 13/10
  • Schlauch: Alphacool AlphaTube HF13/10
  • Kühlmittel: Phobya ZuperZero Crystal Blue
  • AGB: Innovatek Tank-O-Matic

Im Gegensatz zu dem sonst von uns üblichen Testverfahren im Bereich CPU-Kühlung läuft die von uns verwendete CPU in diesem Test nicht mit den werksseitig vorgegebenen Taktraten, sondern wurde mittels einem Multiplikator von 48 auf 4,8GHz übertaktet. Der Vcore wurde hierzu auf 1,42V angehoben, denn erst durch diese Übertaktung können auch große Radiatoren an ihre Leistungsgrenzen gebracht werden.

Um eine Verfälschung der Temperaturen durch andere Hardwarebauteile weitestgehend auszuschließen, wird die gesamte restliche Hardware mittels eines separaten Wasserkreislaufes gekühlt.

Testablauf:

Als Lüfter kommen in unserem Test wie in jedem Radiatortest von uns Phobya G-Silent 12 1500rpm Red LED Lüfter zum Einsatz. Hierdurch sind immer die selben Testbedingungen gegeben.

Die Testergebnisse sind bei einer Raumtemperatur von ca. 21,3°C (zu beginn der Testphase gemessen) entstanden. Protokolliert wurde der maximale Mittelwert aller CPU Cores nach einem 30 minütigen Prime95 Stresstest. Ausgelesen wurden diese Werte mit Aida64 Extreme Edition.

Wir nutzen bei unseren Tests immer die ARCTIC MX-2 Wärmeleitpaste, um auch hier etwaige Schwankungen ausschließen zu können.

Die erreichten Temperaturen sind abhängig von dem genutzten System und können auch auf ähnlichen Systemen abweichen. Jedoch lassen sich die Kühler untereinander gut vergleichen, da alle die gleiche Testgrundlage haben.

Als Referenz dienen alle Radiatoren, welche wir bis jetzt auf diesem System getestet haben.

Mit einem Blick auf das erreichte Kühlsystem ist sehr gut zu erkennen, dass der Radiator eine sehr gute Leistung liefert. Im Vergleich zu dem schon etwas in die Jahre gekommen airplex XT 360 kann er unser System über 6°C besser kühlen.

Fazit:

Mit dem NexXxoS UT60 Full Copper 480mm hat Alphacool einen Radiator in seinem Sortiment, welcher nicht nur durch eine hohe Kühlleistung, sondern auch durch eine gute Ausstattung punkten kann. Hier spielen einem, was die Kompatibilität beim Einbau angeht, die Anzahl der Anschlüsse in die Hände, wodurch man egal in welcher richtig der Radiator verbaut wird, keine abgewinkelten Anschlüsse benötigt, es sei denn, man will die Schläuche so verlegen, dass sie direkt unter dem Radiator entlang laufen. Auch der in der Endkappe verbaute Entlüftungsstutzen erleichtert das befüllen des Kreislaufes. Was die Kühlleistung angeht, konnte der Radiator durch seinen Vollkupferaufbau durchweg überzeugen. Leider wurde der Radiator beim Lackieren der Lamellen nur von einer Seite mit Lack besprüht, wodurch man je nach Blickwinkel die Kühlfinnen in einer Kupferfarbe erkennen kann, was bei einem Casemod schon einmal dazu führen kann, das das Design zerstört wird. Neben der von uns getesteten 480-mm-Version gibt es den Radiator auch in kleineren Versionen bis hin zu 120mm. Preislich liegt unser Testmuster bei knapp 118€*


Pro

  • Ausstattung
  • Sehr gute Kühlleistung
  • Lieferumfang
  • Verarbeitung


Contra

  • Lackierung der Kühlfinnen

Kühlleistung

Verarbeitung

Montage

Kompatibilität

Durchflusswiderstand

Lieferumfang

Preis

Wir danken Aquatuning sehr für die Bereitstellung der Testmusters.