AKG – Lyra Ultra HD Multi-Mode USB-Mikrofon im Test

Mit dem Lyra Ultra HD haben wir heute ein USB-Mikrofon von AKG im Test, welches nicht nur durch einen sehr klaren und brillanten Klang überzeugen möchte, sondern auch durch seine vielfältigen Einsatzmöglichkeiten.

Welche Features einem das Lyra Ultra-HD bietet und wie sich das Multi-Mode USB-Mikrofon von AKG in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Übertragungsprotokoll: USB 2.0
Umwandler: 4 proprietäre, dauerpolarisierte Rückplatte, Kondensator-Mikrofongehäuse
Aufnahmemodi: Auswählbar:
Front
Front & Back
Tight Stereo
Wide Stereo
Frequenzgang: 20 Hz – 20 kHz
Bittiefe / Abtstrate: 24 bit / 192 kHz
Energieanforderung/Verbrauch:
5 V USB / 75 mA
Kopfhörer-Impedanz: 16 Ohm
Leistungsausgang Kopfhörer (RMS): 43 mW
Kopfhörer THD: <0,009 %
Frequenzgang Kopfhörer: 20 Hz – 22 kHz
Rauschabstand Kopfhörer: 98,0 dB
Abmessungen:
247,5 x 107,9 x 152,5 mm (H x B x T)
Gewicht: 1 Kg
Anschlüsse: USB C-Schnittstelle
3,5mm-Klinken-Kopfhörer-Ausgang
Systemvoraussetzungen: PC: Windows 8 oder höher
MAC: MAC OS 10.7.x und höher
Android: Android V9.x und höher sowie OTG-kompatibles Gerät
iOS: iOS 10.x und höher sowie Camera kit und exter

 

Lieferumfang:

  • Lyra Ultra-HF
  • USB-Kabel
  • Stativ
  • Stativadapter
  • Anleitung
  • Ableton Live lite Lizenzkey

 

Design und Verarbeitung:

Das Lyra Ultra-HD wird von AKG in einer Verpackung geliefert, welche in einem weiß/grauen Design gehalten ist. Die Verpackungsvorderseite wurde neben einem Produktbild und der Modellbezeichnung auch mit den wichtigsten Features sowie einem Hinweis auf die Content-Creator-Serie von AKG bedruckt, welcher das Mikrofon angehört.

Auf der Verpackungsrückseite wurden neben drei weiteren Produktbildern, welche das Mikrofon von drei Seiten aus zeigen, auch eine kurze Beschreibung sowie vier Featurebilder abgedruckt, anhand welchem einem die vier Aufnahmemodis näher gebracht werden.

Entnimmt man das Lyra Ultra-HD aus seiner Verpackung, so hat man ein USB-Mikrofon vor sich stehen, welches einen von der optischen Seite her mit auf eine Zeitreise in die 60er-Jahre nimmt.

Dies gelingt dem hochmodernen Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon durch den kantigen Aufbau, welcher mit einem robusten und schweren Standfuß kombiniert wurde. Schaut man sich das Mikrofon einmal etwas genauer an, so findet man im oberen Bereich ein messingfarbenes Gitter vor, welches seitlich mit einem silberfarbenen Kunststoffelement abschließt.

Um störende Windgeräusche zu minimieren, hat AKG auf Innenseite des vorderen und hinteren Mesh-Gitters einen dünnen Stoffbezug eingearbeitet. Einen dedizierten Pop-Schutz liefert AKG jedoch leider nicht mit.

Hinter diesem Gitter hat AKG gleich vier Kapseln verbaut, die die Schwingungswandler beherbergen, welche das aufgefangene akustische Signal in ein elektronisches Signal umwandeln.

Das elektronische Signal wird dann von dem im Lyra Ultra-HD verbauten Interface innerhalb weniger Millisekunden ein digitales Signal gewandelt, welches dann wiederum am PC mittels einer Digital Audio Workstation (DAW) aufgezeichnet und bearbeitet werden kann.

Der Übergang vom oberen zum unteren Bereich des Mikrofons wurde wie auch die äußere Einfassung des feinen Mesh-Gitters mittels eines silberfarbenen Kunststoffstreifens realisiert, in welchen das AKG Logo eingearbeitet wurde. Im untere Bereich des Mikrofons wurde eine dunkelblaue Kunststoffblende verbaut, in dessen Mitte ein Bedienelement eingearbeitet wurde.

An oberster Stelle befindet sich der Lautstärkeregler für den integrierten Kopfhöreranschluss. Im weiteren Verlauf des Bedienelementes sind vier Status-LEDs zu finden, welche einem den gerade aktiven Aufnahmemodus anzeigen. Abgerundet wird das vordere Bedienelement durch eine Mute-Taste, welche ebenfalls mit einer Status-LED ausgestattet wurde.
Mit einem Blick auf die Rückseite findet man ein weiteres Bedienelement vor, welches mit zwei Drehreglern ausgestattet wurde. Wo man über den oberen Regler den Aufnahmemodus auswählen kann, handelt es sich bei dem unteren Regler um die Gain-Regler, mit welchem man die Verstärkung der Aufnahme einstellen kann.

Betrachtet man das Mikrofon einmal von der Unterseite aus, so findet man neben einem USB Type C Anschluss vor, über welchen man das Mikrofon nicht nur mit einem Computer oder Notebook verbinden kann, sondern auch noch einen Kopfhöreranschluss zum Echtzeit-Monitoring.

Mit einem seitlichen Blick auf das Mikrofon kann man nicht nur erkennen, dass AKG dieses auf der linken und rechten Seite mit einem silberfarbenen Kunststoffgehäuse ausgestattet hat, sondern auch, dass das Mikrofon mittels dunkelblauer Kunststoffelemente am mitgelieferten Metallfuß befestigt wurde.

Die hierzu verwendeten Kunststoffelemente sind so am Mikrofon befestigt, dass sie es ermöglichen, das Mikrofon nach vorne oder hinten neigen zu können.

Der eingesetzte Metallfuß wurde passend zum Design mit einer silbernen Lackierung versehen und im vorderen Bereich mit dem AKG Logo bedruckt. Um eine bestmögliche Ordnung auf dem Schreibtisch zu schaffen, wurde in die Rückseite des Standfußes eine Öffnung eingearbeitet, welche als Kabelführung dient.

Auf die Unterseite des Standfußes wurde eine feine Moosgummischicht angebracht, durch welche das Mikrofon einen sicheren und zudem entkoppelten stand erhalten soll.

Um einem beim Aufstellen des Mikrofons die bestmögliche Freiheit zu gewährleisten, hat AKG das Mikrofon mittels einer Verschraubung am Standfuß befestigt. Dem Lieferumfang liegt zudem noch ein Stativadapter bei, mittels welchem man das Lyra Ultra-HD auch ganz einfach an einem Mikrofonarm befestigen kann.

Die Verarbeitung des Lyra Ultra-HD USB-Mikrofons wurde seitens AKG sehr sauber und hochwertig ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

 

Anschluss und Inbetriebnahme:

Zur Installation muss man bei dem Lyra Ultra-HD Mikrofon nicht viel sagen. Dank des eingesetzten USB-Anschlusses lässt sich das Mikrofon ganz einfach mit jedem PC oder Notebook verbinden. Das Mikrofon wurde von unserem Windows 10 Testsystem per Plug & Play erkannt und der notwendige Treiber wurde innerhalb weniger Sekunden installiert. Sobald die automatische Installation abgeschlossen ist, kann man das Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon nicht aus der Liste die Aufnahmegeräte auswählen, sondern dank der integrierten USB-Soundkarte auch aus der Liste der Wiedergabegeräte. Mittels eines OTG-Adapter bzw. Kamera-Kit kann man das Mikrofon auch ganz einfach mit einem Android-Gerät oder einem iPhone bzw. iPad nutzen.

Will man das Mikrofon einfach nur zum Gamen oder zum Streamen via Twitch etc. nutzen, so ist keine spezielle Software für dieses Vorhaben notwendig. Um jedoch in den vollen Genuss des Funktionsumfangs kommen zu können, befindet sich im Lieferumfang des Lyra Ultra-HD USB-Mikrofons auch eine Ableton Live Lite-Lizenz. Mittels der Ableton Live Lite Software ist es möglich, mehrspurige Tonaufnahmen zu tätigen und zu bearbeiten.

 

Test:

Das Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon bietet einem vier verschiedene Aufnahmemodi, welche sich für die unterschiedlichsten Situationen eignen.
Aktiviert man den Front-Modus, so werden die beiden nach vorne gerichteten Kapseln im Mono-Modus zusammengeschaltet. In diesem Aufnahmemodi werden die von den beiden Außenseiten sowie der Rückseite aus kommenden Schallwellen deutlich schwächer dargestellt, wodurch sich dieser Modus bestens für die Gesprächsaufzeichnung von einer einzelnen Person eignet. Solche Situationen hat man neben dem Gaming auch beim Voice Over sowie beim Solo-Gesang.

Im Front-Back-Modus werden auch die beiden rückseitigen Kapseln in einem Monosignal zusammengeschaltet, wodurch sich dieser Modus perfekt für Interviews eignet, bei dem das Mikrofon zwischen den beiden Gesprächspartnern platziert wird. Mittels einer entsprechenden Software wie der mittels Lizenz-Key mitgelieferten Ableton Live Lite lassen sich die Aufnahmen der vorderen und hinteren Kapseln in zwei getrennte Tonspuren aufteilen und bearbeiten. Hierbei ist jedoch zu beachten, dass diese nur als Monosignal vorliegen.

Im Tight Stereo Modus werden die beiden vorderen Kapseln im Stereo-Modus aktiviert, wodurch sich ein Klangbild ergibt, welches sich anhört, als wenn man sich direkt gegenübersteht. Auch in diesem Modus werden die Audioströme in einer entsprechenden Software in zwei getrennten Mono-Kanälen bereitgestellt.

Im Wide-Stero-Modus wird mittels allen vier Kapseln eine großflächige Steroaufnahme ermöglicht, bei welcher die beiden linken und die beiden rechten Kapseln jeweils zusammengeschaltet werden. Dieses Setting bietet die perfekte Aufnahmemöglichkeit für Gespräche mit mehreren Personen oder zwei Sängern, welche ihr Bestes in einem Duett dargeben. Beachten sollte man hierbei jedoch zwingend, dass man sich mittig im Raum aufhält, um Reflexionen von den Wänden zu vermeiden.

Klanglich konnte das Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon in allen vier Aufnahmemodis fast auf ganzer Linie überzeugen. Das gebotene Klangbild ist sehr klar und detailgetreu, wodurch es nicht nur Stimmen sehr klar aufnimmt, sondern auch Instrumente werden auf der vollen Range erfasst. Durch diese Eigenschaften eignet sich das Mikrofon nicht nur für Gamer und Streamer, sondern auch für Musiker.
Die gebotene Klangqualität ist auch bei einem hohen Aufnahmepegel noch sehr gut, jedoch sollte man sich vor dem Start der Aufnahme etwas Zeit zum Auspegeln lassen, denn sonnst kann es schnell einmal dazu kommen, dass man sogar das eigene Atmen in der Aufnahme hört.
Dank des integrierten Kopfhöreranschlusses lässt sich der aufgenommene Ton verzögerungsfrei kontrollieren. Wählt man das Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon zudem auch als Audioausgang an, so wird auch der gerade abgespielte Ton vom Computer oder Smartphone mit auf den Kopfhörer gelegt, was nicht nur Streamern in die Hände spielt, sondern auch Anwendern, welche z. B. ein Voice Over von einem zuvor getätigten Mitschnitt erstellen wollen.
Auch wenn AKG unterhalb des feinen Mesh-Gitters auf den beiden Stirnseiten einen dünne Schaumstoffschicht angebracht hat, hat uns ein dedizierter Pop-Schutz, mittels welchem man eventuelle Windgeräusche reduzieren könnte, im Lieferumfang gefehlt.

 

Fazit:

Mit dem Lyra Ultra-HD hat AKG ein USB-Mikrofon in seinem Sortiment, welches sich in erste Linie an Gamer und Streamer richtet und in unserem Test nicht nur von der klanglichen Seite her überzeugen konnte. Wie unser Test gezeigt hat, eignet sich das Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon dank der gebotenen Eigenschaften nicht nur für Gamer und Streamer, sondern es kann durch die vier integrierten Aufnahmemodis, welche sich in Sekundenschnelle auswählen lassen, auch problemlos für andere Zwecke wie Musikaufnahmen oder Interviews nutzen. Passend zu diesen verschiedenen Einsatzgebieten erzielen die vier verbauten Kapseln sehr klare und brillante Aufnahmen, welche sich auf Wunsch in der mittels Lizenskey mitgelieferten Software einfach und umfangreich bearbeiten lassen. Erweitert wird das Einsatzgebiet durch den integrierten USB-Anschluss, welcher es ermöglicht, das Mikrofon auch unterwegs in Kombination mit einem Smartphone oder Tablet nutzen zu können. Von Nachteil ist hierbei jedoch, dass sich im Lieferumfang kein Popschutz befindet, welcher bei einem Außeneinsatz störende Windgeräusche minimieren würde. Preislich liegt das sauber verarbeitet und optisch ansprechend designte Lyra Ultra-HD USB-Mikrofon aktuell bei knapp 130 €*.

Wir danken AKG sehr für die Bereitstellung des Testmusters.

AKG - Lyra Ultra HD Multi-Mode USB-Mikrofon

9.3

Lieferumfang

9.0/10

Verarbeitung

9.5/10

Funktionsumfang

9.5/10

Bedienfreundlichkeit

9.5/10

Klangqualität

9.0/10

Preis

9.0/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Design
  • Aufnahmequalität
  • Verschiedene Aufnahmemodi

Contra

  • Kein Popschutz im Lieferumfang