ADATA – XPG – Summoner Gaming-Tastatur im Test

Mit der Summoner haben wir heute eine Gaming-Tastatur von ADATAs Gaming Brand XPG im Test, welche neben einer hochwertigen und optisch ansprechenden Verarbeitung auch mit einem guten Handling sowie einem guten Funktionsumfang überzeugen möchte.

Welche Details in der Summoner stecken und wie sich die mechanische Gaming-Tastatur von XPG in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

 

Technische Details:

Farbe: Tastatur: Gunmetal grau
Handballenauflage: Schwarz
Gewicht: Tastatur: 951 g
Handballenauflage: 191 g
Abmessungen (L x B x H): Tastatur: 449 x 135 x 44 mm
Handballenauflage: 445 x 88 x 19 mm
Anti-Ghosting-Tasten: 100 %
Switches: CHERRY MX Speed Silver/Red/Blue
Beleuchtungseffekte: 7 RGB-Lichtmodi (Statisch / Pulsierend / Auslöser / Explosion / Farbzyklus / Farbwelle / WASD-Modus)
Anzahl Tasten: 104/105/109 (je nach Lokalisierung)
Makrotasten: 5 (Doppelbelegung mit F-Tasten)
Schnittstelle: 2 x USB 2.0 Type-A, 1 Passthrough-Anschluss
Betriebsspannung: 5 V
Abtastrate: 1000 Hz
Lebensdauer: Über 50 Mio. Tastenanschläge
Garantie: 2 Jahre

 

Lieferumfang:

  • Summoner Gaming-Tastatur
  • Key-Cap-Remover
  • Neun auswechselbare Tastenkappen
  • Anleitung
  • Aufkleber

 

Design und Verarbeitung:

Die Summoner Gaming-Tastatur wird von XPG in einer schwarz/roten Verpackung geliefert, welche auf der Verpackungsvorderseite neben der Modellbezeichnung auch mit einem Produktbild sowie fünf Featurebildern bedruckt wurde.

Auf der Verpackungsrückseite wurde ein weiteres Produktbild abgedruckt, anhand welchem einem alle Details der Tastatur aufgezeigt werden.

Entnimmt man die Summoner aus ihrer Verpackung, so hat man eine mechanische Gaming-Tastatur vor sich liegen, welche über ein um Multimediafunktionen erweitertes 105-Tastenlayout verfügt. Trotz dieser zusätzlichen Features ist gleich zu erkennen, dass die Tastatur recht schlank ausfällt.

Auf der Oberseite wurde die Tastatur mit einer sandgestrahlten Aluminiumplatte ausgestattet, welche durch die gunmetal graue Lackierung für einen gewissen Kontrast zu den schwarzen Tastenkappen sorgt.

Wirft man einmal einen seitlichen Blick auf die Tastatur, so ist zu erkennen, dass die Tastatur über keinerlei Rahmen verfügt, welcher die Tasten einfasst.

Die einzelnen Tasten sind somit direkt auf die Oberseite des Tastaturgehäuses aufgesetzt. Durch diesen Aufbau wird die Tastatur nicht nur etwas kompakter, sondern auch die Reinigung der Tastatur wird erleichtert.

Passend zu dem schlanken Aufbau verzichtet XPG auch auf eine fest montierte Handballenauflage. Um das Handling dennoch zu verbessern, liefert XPG jedoch eine abnehmbare Handballenauflage mit, welche auf der Oberseite mit einer weichen Polsterung ausgestattet wurde. Die hier verbaute Polsterung wurde passend zu den eingesetzten Tastenkappen mit einem schwarzen Kunstlederpolster ausgestattet.

Auf der Unterseite wurde die Handballenauflage aus schwarzem Kunststoff gefertigte und mit gleich acht Gummifüßen ausgestattet.

Befestigt wird die Handballenauflage mittels integrierter Magnete.

Wie wir es schon eingehend erwähnt haben, hat XPG die Summoner mit einem leicht erweiterten 105-Tastenlayout ausgestattet. Einen erweiterten Funktionsumfang erhält man hierbei nicht nur durch die verbaute FN-Taste sondern auch durch einen dedizierten Lautstärkeregler sowie eine dedizierte Mutetaste.

Die restlichen Multimadiafunktionen lassen sich durch kombiniertes Drücken der FN-Taste und der F10 bis F12 realisieren.
Über die FN-Taste kann man in Kombination mit der F1 bis F5 Taste auch noch zwischen den fünf vorhandenen Profilen umschalten.

Bei den verbauten Tasten setzt XPG bei der Summoner auf silberne CHERRY MX Switches, welche für eine besonders schnelle Reaktion sowie einen leisen Tastenanschlag sorgen sollen.

Die verbauten Schalter verfügen über das von CHERRY bekannte transparente Gehäuse, wodurch eine bestmögliche Ausleuchtung durch die hinter den Schaltern verbauten RGB-LEDs realisiert werden soll.

Die Beleuchtung kann hierbei über Tastenkombinationen zwischen der FN-Taste und den Pfeiltasten eingestellt werden. Neben der Intensität kann man auf diesem Weg auch noch zwischen sieben verschiedenen Beleuchtungseffekten wählen.

Youtube

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Ist man bei auf der Suche nach dem richtigen Effekt beim letzten Effekt angekommen und will dann doch lieber einen der ersten Effekte nutzen, so muss man jedoch leider wieder durch alle schon gesehenen Effekte zurückschalten, denn man kann nicht einfach vom letzten auf den ersten Beleuchtungseffekt springen.

Neben der von uns in diesem Test herangezogen Variante gibt es die Summoner Gaming-Tastatur auch noch mit roten und blauen CHERRY MX Switchen.

Dank der zusätzlichen Tastenkappen aus dem Lieferumfang können die W, A, S und D Tasten sowie die Pfeiltasten und die Windwos-Taste mit roten Akzenten abgesetzt werden.

Blickt man einmal auf die Unterseite der Tastatur, so findet man ein Kunststoffgehäuse vor, welches im vorderen und im hinteren Bereich mit jeweils zwei Gummifüßen ausgestattet wurde.

Um die Ergonomie zu steigern, wurden im hinteren Bereich noch zwei ausklappbare Standfüße verbaut, welche ebenfalls mit einer Gummierung versehen wurden.

Mit einem Blick auf die Gehäuserückseite kann neben dem mittig aus der Tastatur herausgeführten und recht dicken USB-Kabel auch noch einen durchgeschliffenen USB-Anschluss erkennen.

Das eingesetzte Anschlusskabel wurde mit einem feinen Gewebesleeving ausgestattet und kurz vor den seinem Ende auf zwei getrennte Anschlusskabel aufgesplittet. Um die beiden Anschlusskabel, welche einmal für den Betrieb der Tastatur selbst und einmal für den durchgeschliffenen USB-Anschluss zuständig sind, besser unterscheiden zu können, wurde der USB-Anschluss für den durchgeschliffenen USB-Port mit dem Schriftzug „EXT“ gekennzeichnet.

Die Verarbeitung der Summoner wurde seitens XPG hochwertig und optisch ansprechend ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

 

Inbetriebnahme:

Die Summoner wurde von unserem Windows 10 Testsystem automatisch erkannt. Da alle Sonderfunktionen direkt über die Tastatur gesteuert werden, stellt XPG keine Software bereit. Der Funktionsumfang wird hierdurch zwar nur in manchen Bereichen wie z. B. einer umfangreicheren Beleuchtungssteuerung eingeschränkt, jedoch trägt die fehlende Software in manchen Bereichen auch zu einer erschwerten Bedienung bei.

Update:

XPG hat am 31.08.2020 seine PRIME Software in der Beta-Version 1.0.6 veröffentlicht, welche nicht nur ein Firmwareupdate auf Version 1003 beinhaltet, sondern auch eine einfachere und umfangreichere Bedienung ermöglichen soll.
Mittels des enthaltenen Firmwareupdates werden Probleme mit der Lautstärkeregelung sowie der Helligkeitseinstellung behoben, welche durch ein eventuell aufgespieltes Firmwareupdate auf die Version 1001 entstanden sind.

Aufgrund des enthaltenen Firmwareupdates beträgt die Größe der zum Download bereitgestellten Software knapp 175 MB. Nach der Installation sind es für eine Tastatursoftware ungewöhnliche 571 MB. Hat man sich die PRIME Software heruntergeladen und die Installation gestartet, so wird die Installation je nach eingesetzter Antivirensoftware erst einmal gestoppt, denn die PRIME Software versucht schon während der Installation einen Audiostream empfangen.

Lässt man dies zu, so wird die Installation fortgeführt und die Aufforderung zu dem enthaltenen Firmwareupdate erscheint.

Sobald die Firmware der angeschlossenen Summoner Gaming-Tastatur auf dem aktuellen Stand ist, bedarf es noch einem Neustart der gerade installierten Software.
Gleich nach dem Neustart der Software meldete sich jedoch unser Virenscanner wieder, denn auch die installierte Software möchte einen Audiostream empfangen.

Hat man dies erlaubt, so landet man auf einem Loginscreen. An dieser Stelle kann man sich wahlweise einen Account erstellen, mit welchem man die Software nutzt, oder „einfach“ im Gast-Modus fortfahren. Wählt man an dieser Stelle den Gast-Modus, so muss man dies leider bei jedem Start der Software und somit bei jedem Systemstart erneut tun.

Zusammenfassend können wir daher schon vor einem ersten Blick in die Software sagen, dass XPG diese dringend noch einmal überarbeiten und die beiden zuvor genannten Punkte beheben sollten.

Hat man es dann bis auf die Softwareoberfläche geschafft, so findet man gleich auf der Startseite die Einstellungsmöglichkeiten für die in der Tastatur verbaute RGB-Beleuchtung vor. Neben den schon direkt über die Tastatur abrufbaren Beleuchtungseffekten hat man hier auch die Möglichkeit, eine beliebige Beleuchtungsfarbe zu wählen.

Will man noch mehr aus der RGB-Beleuchtung herausholen, so muss man den Sync aktivieren. Anschließend wird der Softwarebereich für die Beleuchtungssteuerung deaktiviert und in den Softwareabschnitt CANVAS verschoben. An dieser Stelle stehen einem nicht nur mehr Effekte zur Verfügung, sondern man kann auch eigene Effekte erstellen. Warum XPG dies nicht gleich über den Softwareabschnitt „Lighting“ ermöglicht, ist uns an dieser Stelle nicht bekannt.

Über den Softwareabschnitt „KEY“ kann man jeder Taste eine beliebige Funktion zuweisen.

Neben der Möglichkeit, aus vordefinierten Funktionen und Tastenkombinationen zu wählen, kann man über die PRIME Software aber auch ganz einfach eigene Makros erstellen und abspeichern.

Im Softwareabschnitt „Gaming Mode“ kann man auswählen, welche Tasten bzw. Tastenkombinationen bei aktiviertem Gaming-Modus deaktiviert werden.


 

Handhabung:

Mechanische Tastaturen bringen gegenüber herkömmlichen Tastaturen einen entscheidenden Vorteil mit sich. Bei normalen Tastaturen wird erst ein Signal über die gedrückte Taste an den PC verschickt, wenn die Taste ganz durchgedrückt ist. Durch den bauartbedingten Aufbau lassen sich diese Tasten zudem noch etwas schwerer drücken als Tasten einer mechanischen Tastatur. In dieser werden Schalter für jede Taste verbaut, welche die Signale schon viel früher übermitteln. Somit erspart man sich zeit und auch kraft beim Tippen bzw. Spielen.

Wie schon kurz angesprochen kommen in der von uns herangezogenen Version der Summoner Gaming-Tastatur silberne CHERY MX Switches zum Einsatz, welche für eine besonders schnelle Reaktion und ein gutes Handling sorgen sollen.


Bildquelle: CHERRY

Wie die Simulation zeigt, ist der Weg- und Kräfteverlauf der eingesetzten Switches absolut linear. Die Besonderheit dieser Switches liegt in der schwachen Feder und der damit verbunden, geringen Betätigungskraft von nur 45 Gramm gepaart mit einem besonders kurzen Auslöseweg von gerade einmal 1,2 mm. Der Druckpunkt selbst ist dabei nicht zu spüren. Durch diese Funktionsweise sind die silbernen CHERRY Switches besonders interessant für Gamer, da durch den verkürzten Auslöseweg eventuell überlebenswichtige Zeit zur Betätigung eingespart werden kann.

In der Praxis zeichnet sich die Tastatur somit mit einem angenehmen und leichtgängigen Tippverhalten und einer besonders schnellen Reaktion aus. Da der Auslösepunkt nicht spürbar ist, erfolgt der Umstieg von Chiclet-Tastaturen bei diesen CHERRY-Switches besonders einfach. Ob einem dieser etwas weicher Tastendruck gefällt oder nicht, muss jeder für sich selbst wissen, die eingesetzten Switches eignen sich jedoch sowohl in hektischen Gaming-Sessions als auch beim schnellen Tippen im Alltag. Der erfreuliche Nebeneffekt der MX-Silver-Switches liegt in der geringen Lautstärke, wodurch sie sich auch bestens fürs Büro eignen, ohne dass die Kollegen gestört werden, wenn es auf der Tastatur einmal etwas hektischer zugeht.

Wie wir es von allen anderen CHERRY Switches kennen, kann man natürlich auch bei den silbernen Switches die Tastenkappen austauschen. Passend hierzu liegen dem Lieferumfang wie schon kurz angesprochen neun rote Tastenkappen bei.

Durch die mitgelieferte Handballenauflage kann in Kombination mit den ausklappbaren Standfüßen ein sehr gutes Handling erzielt werden, welches eine stundenlange Nutzung problemlos ermöglicht.

Update:

Mit der am 31.08.2020 veröffentlichten PRIME Software muss man die gewünschten Einstellungen nun nicht mehr umständlich über die Tastatur durchführen, sondern man kann neben der Beleuchtungssteuerung auch die Belegung der einzelnen Tasten sowie das erstellen von Makros ganz bequem über die Software vornehmen. Nutzer, welche die noch nicht ganz ausgereifte Software nicht nutzen wollen, können die gewünschten Einstellungen natürlich auch noch direkt über die Tastatur vornehmen.

Mittels der FN-Taste und der Einfügen- bzw. Entfernentaste kann man auswählen, ob man die Tastatur im 6 Key Rollover oder im N-Key Rollover Modus betreiben möchte.

Die Makroaufnahme kann man mittels einer Tastenkombination auf der FN-Taste und der rechten Alt-Taste starten und beenden. Gewünschte Makros lassen sich hierbei in fünf verschiedenen Profilen abspeichern. Die einzelnen Profile können über eine Tastenkombination aus der FN-Taste und der F1 bis F5 Taste aufgerufen werden. Signalisiert wird einem das jeweilige Profil durch eine jeweils andere Beleuchtungsfarbe.
Hierbei sollte man jedoch beachten, dass man ohne die in der Zwischenzeit verfügbare Software keinen Überblick über die hinterlegten Makros hat. Daher sollte man sich diese entweder gut merken oder irgendwo notieren. Für den Fall, dass man einmal nicht mehr weiß, wo welche Funktion hinterlegt wurde, kann man entweder auf die Software zurückgreifen, oder die Tastatur durch kombiniertes Drücken der FN- und der ESC-Taste in den Auslieferungszustand zurückgesetzt.

 

Fazit:

Mit der Summoner hat XPG sein Sortiment um eine mechanische Gaming-Tastatur erweitert, welche in unserem Test vor allem durch eine sauber und optisch ansprechende Verarbeitung überzeugen konnte. Durch die verbaute Aluminiumoberseite, welche mit mechanischen CHERRY Switches bestückt wurde, macht die Tastatur nicht nur einen robusten Eindruck, sondern sie ist auch sehr hochwertig verarbeitet. Dank des rahmenlosen Aufbaus nimmt die Tastatur zudem verhältnismäßig wenig Platz auf dem Schreibtisch ein und lässt sich auch sehr leicht reinigen. Aufseiten der Ausstattung punktet die Tastatur neben einer abnehmbaren und sehr weich gepolsterten Handballenauflage auch mit speziell auf Gamer zugeschnittenen Funktionen. Preislich liegen alle drei Versionen der XPG Summoner Gaming-Tastatur aktuell bei knapp 115€*.

Update:
Dank der in der Zwischenzeit seitens XPG bereitgestellten Software wird die Bedienung der Summoner deutlich vereinfacht und auch der Funktionsumfang wird im Bereich der Beleuchtungssteuerung, der Tastenbelegung sowie dem Gaming-Modus erweitert. Leider hat sich die bereitgestellte Software als noch nicht ausgereift erwiesen, weswegen man nicht nur Warnungen von der eingesetzten Antivirensoftware erhält, sondern im Gast-Modus auch bei jedem Softwarestart bestätigen muss, dass man ohne die Angabe von persönlichen Daten im Gast-Modus arbeiten will.

Aufgrund der nachträglich bereitgestellten Software haben wir unser Rating im Bereich Software, Modding und Bedienfreundlichkeit angepasst. Hierdurch ist die Gesamtwertung von 6,9 auf 7,6 gestiegen.

 

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.

ADATA – XPG - Summoner Gaming-Tastatur

7.6

Lieferumfang

9.5/10

Verarbeitung

9.0/10

Funktionsumfang

8.0/10

Bedienfreundlichkeit

8.0/10

Modding

7.5/10

Software

4.0/10

Preis

7.5/10

Pro

  • Verarbeitung
  • Design
  • Weiche und abnehmbare Handballenauflage
  • Lieferumfang
  • Gummierte Standfüße
  • Makrofunktion und 5 Profile

Contra

  • Nur wenige Beleuchtungseffekte direkt über die Tastatur wählbar
  • Software verursacht Warnungen der eingesetzten Antivirensoftware
  • Auswahl "Gast-Modus" muss bei jedem Softwaresart ernuet getroffen werden