Adata – SP 550 120GB M.2 2280 SSD

Mit der SP 550 120GB M.2 2280 haben wir heute eine SSD im M.2 Format von ADATA im Test, welche nicht nur für aktuelle Notebooks ein passendes Laufwerk sein kann, sondern auch für viele aktuelle Mainboards, wenn man über keinen freien SATA-Anschluss mehr verfügt, aber dennoch nicht auf eine SSD als Systemlaufwerk verzichten möchte.

Welche Leistung in der SP 550 120GB M.2 2280 SSD von ADATA steckt und wie sie sich in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Kapazität: 120GB / 240GB / 480GB
  • Formfaktor: M.2 2280
  • NAND Flash: TLC
  • Controller: SMI
  • Abmessungen: 22 x 80 x 3,5mm (L x B x H)
  • Gewicht: 8g / 0,28oz
  • Leistung (Max.):
    560/510MB/s
    Maximal 4K zufällig Schreiben IOPS: 75K
  • Schnittstelle: SATA 6Gb/s
  • Betriebstemperatur: 0°C-70°C
  • Lagertemperatur: -40°C-85°C
  • Stoßfestigkeit: 1500G/0,5ms
  • MTBF: 1.500.000 Stunden

Lieferumfang:

  • SP 550 120GB M.2 2280 SSD (in gewählter Größe)

Design und Verarbeitung:

Die SP 550 120GB M.2 2280 SSD wird von ADATA in einer kleinen Verpackung geliefert, welche in einem glänzenden Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite ist neben einem Produktbild auch die Modellnummer sowie auch die Kapazität abgedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite ist eine recht knappgehaltene Beschreibung in 22 Sprachen zu finden.

Innerhalb der Verpackung ist die SP 550 120GB M.2 2280 SSD in einer einteiligen Blisterverpackung untergebracht.

Entnimmt man die SP 550 120GB M.2 2280 SSD aus seiner Verpackung, so hat man eine 80mm lange und 22mm breite SSD vor sich liegen, welche eine Stärke von gerade mal 3,5mm hat.

Im Vergleich zu einer normalen SATA-SSDs im 2,5″-Format befindet sich das PCB der SSD nicht in einem schützenden Gehäuse.
Betrachtet man das PCB einmal etwas genauer, so findet man einen Silicon Motion SM2256K Controller vor, welcher nicht nur auf dem PCB verlötet, sondern zusätzlich auch noch verklebt wurde.

Vor dem Controller wurde ein 1GB großer DDR3 Cache-Speicher von Nanya verbaut.
Bei den verbauten Speicherchips setzt ADATA auf vier TLC-NAND Bausteine, welche einem eigentlich eine Kapazität von 128GB bieten und auf die beiden Seiten des PCBs aufgeteilt wurden.

Nutzbar sind hiervon jedoch nur 120GB, wodurch feststeht, dass auch ADATA einer der Hersteller am Markt ist, der einen bestimmten Reservebereich in seine Laufwerke integriert hat.
Zusätzlich hat ADATA die SSD mit der LDPC-Fehlerkorrektur ausgestattet, wodurch die Lebensdauer der SSD zusätzlich erhöht werden soll.

Um eine hohe Performance zu erreichen setzt ADATA nicht nur den verbauten DRAM Cache Buffer ein, sondern kombiniert diesen mit einem intelligenten SLC Caching-Technologie, welche es dem verbauten NAND-Speicher ermöglicht, im SLC-Modus zu arbeiten, wodurch die Lese und Schreibgeschwindigkeit gesteigert werden kann.

Bei der Premier SP550 M.2 2280 handelt es sich zwar um eine SSD, welche mit der neuen aktuellen M.2 Schnittstelle ausgestattet ist, welche mit dem Z170 Chipsatz von Intel großflächig Einzug in den PC-Markt gefunden hat, die Anbindung findet jedoch per SATA und somit mittels des AHCI-Protkolls und nicht mittels des schnellen NVMe-Protokolls statt.

Die Premier SP550 M.2 2280 SSD unterstützt die DVESLP (Device Sleep) Technologie, welche für eine hohe Energieeffizienz der SSD sorgt. Diese Technologie ist vor allem beim Einsatz in Notebooks und Ultrabooks interessant, da hier die Akkulaufzeit erhöht werden kann.

Die Verarbeitung ist sauber ausgeführt und gibt uns keinen Anlass zur Kritik.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 7 Professional x64

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die Adata – SP 550 120GB M.2 2280 SSD mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.


Die von ADATA angegeben 560MB/s beim Lesen konnten wir in unserem Test mittels des AS SSD Benchmarks nicht ganz erreichen. Gleiches gilt auch für die angegeben, maximale Schreibgeschwindigkeit der SSD, wobei diese ein ganzes Eck von der angegebenen Geschwindigkeit abweicht.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).


Bei dem erzielten Testergebnis ist schön zu erkennen, dass die SP 550 120GB M.2 2280 im Vergleich zu den bisher getesteten Modellen die beste Leistung erzielen konnte.

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.

Mit einem Blick auf das Testergebnis ist sehr schön zu erkennen, dass auch die SP 550 120GB M.2 2280 was die Leistung angeht, wie andere SSDs auch, von einer höheren Abfragetiefe profitieren kann. Die von ADATA angegebenen Geschwindigkeiten beim Lesen haben wir in unserem Test fast erreicht. Bei der Schreibgeschwindigkeit ist das erzielte Testergebnis jedoch auch bei diesem Test ein ganzes Eck von der Herstellerangaben entfernt.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Um die einen Überblick über den aktuellen Zustand der SSD zu erhalten oder sein System noch etwas zu optimieren, bietet einem ADATA mit der SSD Toolbox zudem eine schicke Software an.

Fazit:

Mit der SP 550 120GB M.2 2280 hat ADATA eine M.2-SSD in seinem Sortiment, welche durch ihre SATA-Anbindung eine besonders hohe Kompatibilität bietet, denn nicht jedes Mainboard, welches mit einer M.2-Schnittstelle ausgestattet ist, bietet schon eine Unterstützung für das NVMe Protokoll. Aufgrund dieser Anbindung kann die SSD jedoch nicht die Performance erreichen, wie es ein entsprechendes Modell kann, welches mittels PCI-Express angebunden ist. Auch wenn die SSD in den synthetischen Benchmarks nicht ganz an die angegebenen Schreibgeschwindigkeiten herangekommen ist, konnte sie in den Praxistests wie dem Kopiertest das beste Ergebnis erzielen, welches jemals von einer per SATA angebundenen SSD in unserem Test erreicht wurde. Die seitens ADATA angegebene Lesegeschwindigkeit konnte hingegen bis auf wenige Kilobytes erreicht werden. Die SP 550 120GB M.2 2280 konnte somit mit einer guten Leistung überzeugen. Auf dem gleichen Niveau liegt auch die Verarbeitungsqualität. ADATA gibt eine Maximaltemperatur von 70°C an, von welcher wir in unserem Test mit 32°C weit entfernt waren. Hierdurch bietet einem die SSD einem für den Fall, dass die SSD hinter dem Mainboard oder in einem Notebook verbaut wird, noch Luft nach oben. Die bereitgestellte Software bietet einem dazu die Möglichkeit, alle wichtigen Details der SSD auslesen zu können und das eigene System optimieren zu können. Preislich liegt die SP 550 120GB M.2 2280 SSD aktuell bei knapp 45€*.

Pro

  • Geschwindigkeit
  • Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • Preis

Contra

  • Angegebene Schreibgeschwindigkeit nicht erreicht.

Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis

Ein besonderer Dank geht an ADATA für die Bereitstellung des Testmusters.