Mit der Extreme PRO 240GB SSD haben wir heute eine 2,5″-SSD von SanDisk im Test, welche nicht nur mit einer hohen Geschwindigkeit, sondern auch mit einer hohen Lebenserwartung daher kommt, wodurch sie sich vor allem an Gamer und Enthusiasten richtet.

Welche Details in der Extrem PRO 240GB stecken und wie sich die aus dem Hause SanDisk stammende SSD in unserem Test geschlagen hat, erfahrt ihr in diesem Review.

Technische Details:

  • Verfügbare Kapazitäten: 240GB / 480GB / 960GB
  • Formfaktor: 2,5″
  • NAND Flash: 19nm MLC
  • Controller: Marvell 88SS9187
  • Bauhöhe: 69.85mm x 100.5mm x 7.0 mm
  • Gewicht: 58g
  • Leistung (Max.):
    550/520MB/s
    Maximal 4K zufällig Schreiben IOPS: 90K
  • Schnittstelle: SATA 6Gb/s
  • Betriebstemperatur: 0°C-70°C
  • Lagertemperatur: -55°C-85°C
  • Stoßfestigkeit: 1500G/0,5ms

Lieferumfang:

  • SanDisk Extreme PRO SSD (in gewählter Größe)
  • Kunststoffrahmen zur Bauhöhenerweiterung
  • Installations- und Garantiehinweis
  • Hinweiskarte für Softwaredownload

Design und Verarbeitung:

Die Extreme PRO 240GB SSD wird von SanDisk in einer Verpackung geliefert, welche in einem schwarz/roten Design gehalten ist. Auf der Verpackungsvorderseite wurde neben der Modellbezeichnung und der Kapazität auch noch mit einem Produktbild und ein Hinweis auf ein wichtiges Feature der SSD bedruckt.

Auf der Verpackungsrückseite befindet sich neben einer kurzen Beschreibung, welche in 10 Sprachen abgedruckt ist, auch noch ein Hinweis auf die Garantiezeit von 10 Jahren.

Entnimmt man die SSD aus ihrer Verpackung, so hat man eine SSD vor sich liegen, welche nicht nur in einem dezenten Design gehalten ist, sondern auch mit einer Bauhöhe von 7 mm dünner ausfällt, als viele anderen SSDs im 2,5″-Format.

Durch diese geringere Bauhöhe kann die SSD auch in so manchem Notebook oder Ultrabook eingesetzt werden, in dem ein normale 2,5″-Laufwerk keinen Platz finden würde. Durch einen mitgelieferten Kunststoffrahmen kann die SSD bei Bedarf jedoch auch auf die üblichen 9,5mm erhöht werden.

Das Gehäuse der Extreme POR 240GB SSD besteht aus schwarz eloxiertem Aluminium. Auf der Oberseite hat SanDisk einen Aufkleber aufgebracht, welcher neben dem SanDisk Logo auch mit der Modellbezeichnung bedruckt wurde.

Auf der Rückseite der SSD wurde ebenfalls ein Aufkleber angebracht, auf diesem wurden neben der Modellbezeichnung und der Speichergröße auch Informationen wie die Seriennummer abgedruckt.

Bei dem Anschluss setzt SanDisk, wie es bei einer 2,5″-SSDs für den Consumermarkt üblich ist, auf einen SATA3 Anschluss.

Als Controller kommt in der Extreme PRO 240GB SSD ein Marvell 88SS9187 Controller zum Einsatz. Neben diesen verbaut SanDisk 8 x 32GB MLC NAND Flashspeicher, welche im 19-nm-Verfahren gefertigt wurden. Die SSD erreicht mit den verbauten MLC NAND Flashspeicher eine Speicherkapazität von 256GB. Abzüglich der für Wear Leveling und Reserveblöcke benötigten Spare Area ist noch eine Kapazität von 240GB nutzbar. Als Zwischenspeicher setzt SanDisk einen 512MB großen DDR3 Speicher ein, welcher mit einer Geschwindigkeit von 1600MHz arbeitet. Zusätzlich setzt SanDisk mittels der nCache Funktion auf eine zweite Cache-Stufe, wobei hier ein Teil des MLC-Speichers der Spare Area im schnelleren SLC-Modus betrieben wird. Somit gibt es neben dem flüchtigen DRAM-Cache auch einen Cache, welcher nicht flüchtig ist, wodurch die in diesem Cache enthaltenen Daten bei einem eventuellen Stromausfall nicht verloren gehen.

Die Verarbeitung der Extreme PRO 240GB SSD wurde seitens SanDisk sehr sauber ausgeführt und gibt einem keinen Anlass zur Kritik.

Testablauf:

Das wichtigste Kaufargument ist bei einer SSD zweifelsohne die Leistung, welche erbracht werden kann.
Aus diesem Grund schicken wir die SSD nicht nur in verschiedene Benchmarks, sondern werden uns auch ein genaues Bild über die Geschwindigkeit in alltäglichen Bereichen machen.

Um die volle Leistung aus den von uns getesteten SSDs heraus zu holen, werden diese auf unserem Intel Core i7 System getestet.

Dieses besteht aus:

  • Prozessor: i7-6950X
  • Mainboard: Asrock X99 Extreme11
  • Grafikkarte: Zotac GTX 980Ti
  • Arbeitsspeicher: 16GB HyperX Savage (4 x 4GB DDR4 3000MHz)
  • Systemlaufwerk: OCZ – RevoDrive 3 (240GB)
  • Netzteil: Power & Cooling Silencer MK III 1200W
  • Betriebssystem: Windows 7 Professional x64

Das Testlaufwerk ist dabei als sekundäres Laufwerk eingerichtet. Das Betriebssystem befindet sich somit auf dem verbauten RevoDrive 3. Dies gilt jedoch nur für die durchgeführten Benchmarks und nicht für die Softwaretests.

Getestet wurde die Extreme PRO 240GB SSD von SanDisk mittels dieser Benchmarks:

  • AS SSD Benchmark
  • AS SSD Kopierbenchmark
  • ATTO Disk Benchmark

AS SSD Benchmark

Der AS SSD Benchmark wurde, wie der Name vermuten lässt, speziell für SSDs entwickelt. Durch die Verwendung von inkompressiblen Daten stellt dieser Benchmark für komprimierende Controller praktisch ein Worst-Case-Szenario dar.

Die von SanDisk angegeben 550MB/s beim Lesen konnten wir in unserem Test mittels des AS SSD Benchmarks nicht ganz erreichen. Gleiches gilt auch für die angegeben, maximale Schreibgeschwindigkeit der SSD.

AS SSD Kopierbenchmark

Neben diesem Performancetest beinhaltet, der AS SSD Benchmark auch noch einen Kopierbenchmark, mittels welchem ermittelt werden kann, wie schnell Daten innerhalb des Laufwerkes kopiert werden können.
Die verwendeten Muster entsprechen typischen Szenarien: ISO (zwei große Dateien), Programm (viele kleine Dateien), Spiel (große und kleine Dateien gemischt).

In diesem Test konnte die Extreme Pro 240GB gute Werte erreichen, mittels welchen Sie sich fast vom kompletten Testfeld absetzen kann.

ATTO Disk Benchmark

Der ATTO Disk Benchmark ermöglicht es einem die SSDs mit einer höheren Abfragetiefe zu beanspruchen. Wir haben die SSD somit mit einer Queue Depth von 10 getestet.


Mit einem Blick auf das Testergebnis ist sehr schön zu erkennen, dass auch die Extreme PRO 240GB SSD was die Leistung angeht, von einer höheren Abfragetiefe profitieren kann. Die von SanDisk angegebenen Geschwindigkeiten konnten wir beim Schreibtest mit 519,845MB/s bis auf wenige Kilobytes fast erreichen. Die angegebene Lesegeschwindigkeit haben wir mit 550,983MB/s sogar minimal überschreiten. Eine solch hohe Abfragetiefe gehört bei einer normalen Beanspruchung in einem Desktop-PC bzw. Notebook nur selten zur Tagesordnung.

Neben den Messungen mit diesen Benchmark Tools wollen wir jedoch auch nicht die Geschwindigkeitsvorteile im alltäglichen Betrieb aus dem Auge verlieren, denn gerade auf diese kommt es im Endeffekt an, da die durch die Benchmarks aus dem Laufwerk gekitzelten Maximalwerte im Normalfall kaum erreicht werden.

Softwareinstallation

Wie die Überschrift schon verlauten lässt, werden wir in diesem Test anhand der Software PCMark 8, Acrobat Reader und OpenOffice die Zeit stoppen, in welcher die Software auf der SSD installiert werden konnte.

Softwaretest

In diesem Test werden wir die Geschwindigkeit messen, in welcher die SSD es schafft eine WinRAR Datei von einem GB zu entpacken, einen vollständigen Systemscann mit AntiVir absolviert und wie lange ein auf der SSD installiertes Windows 7 benötigt, um zu booten.
Da sich in unserem Testsystem zu den Onboardkomponenten noch ein Hardware Raidcontroller befindet, welche eine Weile braucht, um alle Festplatten zu initialisieren, werden wir die Zeit erst nach dem Verlassen des Bios stoppen.

Fazit:

Mit der Extreme PRO 240GB SSD hat SanDisk eine SSD in seinem Sortiment, deren Geschwindigkeitsangaben zwar nicht ganz am obersten Ende der Möglichkeiten von SATA3 liegen, jedoch ist es eine der wenigen SSDs, welche die angegeben Geschwindigkeit in unserem Test auch erreichen konnte. Diese Performance kann man nicht nur in den Benchmarks ablesen, sondern sie macht sich auch im alltäglichen Betrieb bemerkbar. Die Verarbeitung wurde seitens SanDisk sehr sauber ausgeführt und gibt uns keinen Grund zur Beanstandung. Der Qualität der SSD ist sich auch SanDisk selbst bewusst, weswegen SanDisk auf die SSD eine eingeschränkte Garantie von 10 Jahren. Durch die geringe Bauhöhe eignet sich die SSD auch dazu, in besonders kompakten Ultrabooks verbaut zu werden. Mit einem Preis von knapp 127€* ist die Extreme PRO von SanDisk nicht gerade die günstigste SSD Klasse, kann dafür jedoch mit MLC NAND Flashspeicher, einer guten Geschwindigkeit sowie der nCache Funktion aufwarten, durch welche ein nicht flüchtiger, zweiter Cache geschaffen wird.

Pro

  • Hohe Geschwindigkeit
  • Kompatibilität
  • Verarbeitung
  • nCache Funktion

Contra

Verarbeitung

Kompatibilität

Geschwindigkeit

Lieferumfang

Preis

Wir danken SanDisk sehr für die Bereitstellung des Testmusters.